Dubiose Teppichreiniger wieder in der Region aktiv

Achtung: Zurzeit sind mindestens im Großraum Woldegk erneut dubiose Teppichreiniger unterwegs. Neben dem mutmaßlichen Firmenwagen – ein VW-Golf mit Wuppertaler Kennzeichen – kursieren wieder große Werbeanzeigen in Briefkästen der Region.

Nach den bisherigen Erfahrungen der Polizei mit den aktuell für sich werbenden Teppichreinigern werden Teppiche entweder zu Wucherpreisen gereinigt oder aber unter einem Vorwand gar nicht erst zurückgegeben. Dafür werden dann wertlose Ersatzstücke ebenfalls zu Wucherpreisen angeboten.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Firma noch einige Zeit in unserem Zuständigkeitsbereich aktiv bleibt. Daher appellieren wir an die Bevölkerung, bei Werbeangeboten unbedingt achtsam zu sein, mit welcher Firma man sich einlässt. Tipps, um nicht auf unseriöse Handwerker oder sonstige Dienstleister hereinzufallen, sind im unteren Teil dieser Meldung aufgeführt.

Wer aufgrund aktueller Werbeanzeigen seine Teppiche schon an Teppichreiniger gegeben hat oder sein Eigentum unter Vorwänden nicht zurückerhalten, sollte sich mit sachdienlichen Hinweisen bitte an das Polizeihauptrevier Neubrandenburg unter 0395 55825224 wenden oder an die Internetwache der Landespolizei MV unter www.polizei.mvnet.de bzw. an jede andere Polizeidienststelle.

Flüchtender verursacht Verkehrsunfall mit zwei Funkstreifenwagen

In der Nacht zu Montag, vom 04.07.2021 zum 05.07.2021, kam es zwischen den Ortslagen Woldegk und Friedland zu einer rasanten Verfolgungsfahrt zwischen mehreren Polizeifahrzeugen und einem flüchtenden Pkw.

Ausgangslage war der Versuch einer Funkstreifenwagenbesatzung des Polizeirevieres Friedland das Fahrzeug in der Ortslage Woldegk einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Der 52-jährige deutsche Fahrer eines Land Rover ignorierte jegliche Anhaltesignale sowie das eingeschaltete Blaulicht und versuchte sich der Kontrolle zu entziehen. Hierbei fuhr er außerhalb der Ortschaften Geschwindigkeiten von bis zu 170 km/h und innerhalb der Ortschaften bis zu 100 km/h.

Es begann eine Verfolgungsfahrt entlang der L 281 bis zum Ortseingang Friedland, wo der Fahrer einer aufgebauten Straßensperre entging, indem er einen naheliegenden Acker befuhr und seine Fahrt anschließend wieder in Richtung Woldegk fortsetzte. Hierbei befuhr er immer wieder Ackerflächen entlang der L 281, um den Anhalteversuchen der Beamten zu entgehen.

Kurz vor der Ortslage Holzendorf gelang es einem Streifenwagen, sich vor das Fahrzeug zu setzten und dieses auszubremsen. Der Fahrer des Land Rovers versuchte sich wieder zu entziehen und fuhr in der weiteren Folge in die Seite des vor ihm haltenden Streifenwagens. Anschließend setzte er zurück und stieß auch dabei gegen den hinter ihm stehenden Funkstreifenwagen. Anschließend konnte der Flüchtende festgesetzt werden.

Durchgeführte Tests und Durchsuchungen des Pkw erbrachten keine Auffälligkeiten, sodass das Motiv des Täters derzeit unbekannt ist. Er wird sich nun wegen der Durchführung eines illegalen Straßenrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs und der Sachbeschädigung an Ackerflächen verantworten müssen. Sein Führerschein wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Durch den Zusammenstoß der drei Fahrzeuge entstand ein geschätzter Schaden von ca. 5.000,- Euro. Der Schaden an den bepflanzten Ackerflächen, lässt sich derzeit nicht beziffern.

2-jähriges Kind durch Hundebiss in Woldegk verletzt

Beim Spielen biss der Hund der Familie am Samstagabend, 19.06.2021, 20:20 Uhr, in Woldegk dem 2-jährigen Mädchen ins Gesicht. Das Kind erlitt eine schwere Bissverletzung und wurde mit dem Rettungsdienst ins Klinikum Neubrandenburg gebracht.

Erste Ermittlungen der Polizei vor Ort ergaben, dass der Hund nicht beim Ordnungsamt angemeldet war und es sich offensichtlich nicht wie angegeben, um eine englische Bulldogge handelt.

Gegen den Hundebesitzer und Vater des verletzten Mädchens werden Verfahren wegen Verstoßes gegen die Hundehalteverordnung, fahrlässiger Körperverletzung und Verletzung der Fürsorge-und Aufsichtspflicht eingeleitet.

Erneut Betrug geglückt – 85-Jährige verliert 18.000 EUR

Dienstag Vormittag, 08.06.21, ist es Betrügern in Woldegk gelungen, eine Seniorin mit der Masche des Schockanrufes um ihr Erspartes zu bringen.

Gegen 10:00 Uhr rief ein angeblicher Polizeibeamter die deutsche Geschädigte auf ihrem Festnetztelefon an und teilte ihr mit, dass ihr Sohn einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Frau verstorben ist. Ihr Sohn wurde festgenommen und müsse sofort ins Gefängnis, wenn keine Kaution gezahlt wird. Im Hintergrund war der weinende und schreiende „Sohn“ zu hören.

In dem rund 40-minütigem Gespräch verlangte der angebliche Polizeibeamte 56.000 EUR. Da die Frau das Geld nicht hatte, konnte der Polizist sich angeblich mit der Staatsanwaltschaft auf 18.000 EUR einigen. Immer wieder schrie der Sohn im Hintergrund, dass er nicht in den Knast wolle und dass die Frau tot ist. Der vermeintliche Beamte habe akzentfrei in einer sehr ruhigen und angenehmen Art gesprochen.

Mit dem angeblichen Beamten verabredete die Seniorin die Übergabe des Geldes. Gegen 13:00 Uhr erschien eine scheinbare Polizistin bei der Geschädigten zu Hause und nahm das Bargeld entgegen. Ihr Sohn würde sofort freigelassen und zu ihr nach Hause gebracht werden. Bis 16:00 Uhr wartete die 85-Jährige vergeblich auf ihren Sohn und rief ihn schließlich an. Hier klärte sich der Betrug auf und die Geschädigte informierte die echte Polizei.

Die Geldabholerin beschrieb sie bei der Anzeigenaufnahme als sehr junge und zierliche Frau. Sie sei etwa 150 bis 160 cm groß gewesen und hätte mittellanges Haar gehabt. Sie sei ganz in schwarz gekleidet gewesen.

Zeugen, die eventuell die Frau in Woldegk gesehen haben und zusätzliche Angaben machen können, wenden sich bitte an die Einsatzleitstelle unter 0395 55822224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Auch gerade aktuell gehen diese Art der Anrufe vor allem im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, insbesondere im Großraum Neubrandenburg ein. Jedoch auch in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen kommt es zu betrügerischen Anrufen. Warnen Sie bitte Ihre älteren Angehörigen.

Kontrolle von zwei alkoholisierten Fahrzeugführern – Sicherstellung der Führerscheine folgte

In der Nacht zu Dienstag haben die Beamten der Polizeiinspektion Neubrandenburg Verkehrskontrollen durchgeführt und dabei zwei Fahrzeugführer festgestellt, die ihr Kraftfahrzeug mit mindestens 1,1 Promille geführt und damit eine Straftat „Trunkenheit im Straßenverkehr“ begangen haben.

Am 22.03.2021 um 23:50 Uhr haben die Beamten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow in der Teetzlebener Chaussee in Altentreptow ein Fahrzeug zur Verkehrskontrolle angehalten. Ein durchgeführter Atemalkoholtest bei dem 37-jährigen deutschen Fahrzeugführer hat einen Wert von 1,10 Promille ergeben, so dass eine Blutprobenentnahme folgte. Im Rahmen der Verkehrskontrolle stellten die Beamten zudem fest, dass das genutzte Fahrzeug nicht pflichtversichert ist. Somit muss sich der 37-Jährige neben der Trunkenheit im Straßenverkehr auch wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten. Der Führerschein wurde sichergestellt.

Im zweiten Fall kontrollierten die Friedländer Beamten am 23.03.2021 um 01:25 Uhr einen 19-jährigen Fahrzeugführer, der auf das Tankstellengelände in Woldegk gefahren ist. Während der Kontrolle bemerkten die Beamten Atemalkoholgeruch bei dem 19-jährigen deutschen Fahrzeugführer. Ein anschließend durchgeführter Atemalkoholtest hat einen Wert von 1,24 Promille ergeben. Es folgte die Blutprobenentnahme im Klinikum Neubrandenburg sowie die Sicherstellung des Führerscheins und des Fahrzeugschlüssels. Die Beamten haben zudem die Führerscheinstelle über den Sachverhalt informiert.

Nach der Belehrung, dass die beiden Fahrzeugführer nun kein Fahrzeug mehr im öffentlichen Straßenverkehr führen dürfen, wurden sie aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Letztendlich sinnlose Flucht mittels Verfolgungsjagd vor der Polizei

Am Montagabend, 15.03.2021, um 22:18 Uhr meldete eine Greifswalder Funkstreife einen flüchtenden PKW auf der L35 aus Richtung Greifswald in Richtung Jarmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Der Fahrer eines PKW Seat entzog sich mit ca. 200 km/h einer Kontrolle durch die Polizei.

Kurz vor der Anschlussstelle der A20 Gützkow hatten die verfolgenden Polizeibeamten das flüchtende Fahrzeug aus den Augen verloren. Zunächst gelang es nicht, das Fahrzeug im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen festzustellen.

Am 16.03.2021 gegen 00:15 Uhr bemerkten Streifenbeamte des Polizeireviers Friedland den gesuchten PKW Seat auf der B 198 am Ortsausgang Woldegk, im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Als der Fahrer des PKW die Beamten bemerkte flüchtete er erneut mit sehr hoher Geschwindigkeit. Diesmal raste er auf der B 198 von Woldegk aus in Richtung Prenzlau im Land Brandenburg.

Der Sichtkontakt brach dieses Mal auf Höhe der Ortschaft Wolfshagen ab. Die Polizei des Landes Brandenburg wurde in die Fahndung einbezogen. Weiterhin befanden sich Beamte des Landesbereitschaftspolizeiamtes M-V und die Bundespolizei zur Fahndung im Einsatz. Polizeibeamte des Landes Brandenburg stellten dann kurz vor Prenzlau, an der Abfahrt Klinkow, den gesuchten PKW Seat fest. Dieser war verlassen worden und vom Fahrer fehlte jede Spur.

Nachdem vor Ort mehrere Polizeikräfte zur Suche zusammengezogen wurden, kam eine männliche Person auf die Beamten zu. Es handelte sich um den Fahrzeughalter, einen 31-jährigen Mann aus Greifswald.

Der PKW wurde zur Spurensicherung sichergestellt, der 31-Jährige nach Anklam gebracht, um auch an seinen Sachen Spuren zu sichern. Für sein rücksichtsloses und verkehrswidriges Verhalten muss er sich jetzt strafrechtlich verantworten. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Führerschein des jungen Mannes wurde sichergestellt.

Corona: Aktuelle Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Weil sich immer mehr Menschen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit dem Corona-Virus anstecken, hat Landrat Heiko Kärger weitere Einschränkungen verfügt, um die Ausbreitung zu mildern. Für die Amtsbereiche, in denen in den zurückliegenden Tagen Pflegeheime, Pflegedienste, Gesundheitseinrichtungen und Schulen vermehrt Infektionen aufgetreten sind, gelten nun besondere Regeln. Das betrifft die Einwohner in den Gemeinden der Amtsbereiche Friedland, Woldegk und Stargarder Land.

Die 22. Allgemeinverfügung, die am 27. November in Kraft getreten ist, schränkt in diesen genannten Regionen die Besuche in vollstationären Pflegeeinrichtungen ein. So dürfen Besuche nur in dafür vorgesehenen Besucherzimmern stattfinden, in denen die Hygieneregeln eingehalten werden. Dazu gehören unter anderem die Desinfektion von Händen und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Besucher sind auf kürzestem Wege vom Personal der Einrichtung zu dem Besucherzimmer zu geleiten. Ausnahmen sind möglich, wenn beispielsweise der Heimbewohner nicht in der Lage ist, sein Zimmer zu verlassen, oder wenn er ein Einzelzimmer bewohnt.

„Wir sehen uns zu dieser Maßnahme gezwungen, weil wir verhindern wollen, das in weitere Pflegeheime im Nordosten unseres Landkreises Covid-19 hineingetragen wird“, sagte Landrat Heiko Kärger zur Begründung der neuen Festlegungen. Die meisten Ansteckungen seien „von draußen“ gekommen. Das könne man weitestgehend verhindern, wenn alle aufmerksamer und zum Schutz der Heimbewohner rücksichtsvoller mit der Situation umgehen.

Eine weitere Allgemeinverfügung betrifft den Freizeitsport. „Wir müssen in den genannten 3 Amtsbereichen die Sporthallen und anderen Sportstätten für den Jugend- und Freizeitsport schließen“, so der Landrat. Das betrifft den Trainings- und den Wettkampfbetrieb. Ausschließlich Sportunterricht darf stattfinden. Im Freien kann Sport getrieben werden, sofern er individuell oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands abläuft. „Oder anders gesagt: Joggen und Walken sind natürlich nicht verboten“, betonte Heiko Kärger.

Ihm sei bewusst, dass die Schließung der Sporthallen für den Freizeitsport für die Kinder und Jugendlichen in den Sportvereinen in diesen Zeiten eine zusätzliche herbe Belastung ist. „Aber wir haben zurzeit das Problem, dass in der Freizeit die Ansteckungen über diese Durchmischung in andere Schulen und Kitas gelangen. Das macht die Nachverfolgung von Kontakten immer schwieriger und vor allem trägt das zur schnellen Verbreitung des Virus bei“, erklärte der Landrat.

Die Allgemeinverfügung zur Schließung der Sporthallen für den Freizeitsport in den Amtsbereichen Friedland, Woldegk und Stargarder Land tritt am kommenden Montag, den 30. November 2020, in Kraft. Beide Verfügungen sind auf der Internetseite des Landkreises bekannt gemacht.

In Zusammenhang mit dem Geschehen im Pflegeheim in Friedland wurden am Mittwochabend und am Donnerstag 19 weitere Bewohner und 4 Mitarbeiter positiv gemeldet. Es handelt sich um die Ergebnisse einer Reihenuntersuchung im Heim. Das Geschehen ist bisher im Wesentlichen auf einen Wohnbereich beschränkt.

In der Kooperativen Gesamtschule in Altentreptow müssen ab heute, wegen der Infektion eines Lehrers und eines Schülers, die Schüler der Klassenstufe 10 und 6 weiterer Klassen in die Quarantäne gehen.