Wertstoffannahmehof in Woldegk eingeschränkt geöffnet

Der Wertstoffannahmehof in Woldegk ist krankheitsbedingt nur an zwei Tagen geöffnet.
Das teilt das Entsorgungsunternehmen remondis mit.
Der Annahmehof ist vorerst montags von 13 bis 17 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Vollsperrung der L281

Im Zeitraum vom 10.12.2019 bis 13.12.2019 wird die L281 zwischen Woldegk und Friedland auf einer Länge von 2,6 km voll gesperrt. Die Tragschicht soll erneuert werden.

Die Umleitung erfolgt von Woldegk über die B 104 bis Sponholz und dann weiter die B 197 bis Friedland und zurück.

Polizei ermittelt wegen bandenmäßigem Ladendiebstahl – drei Tatverdächtige in Woldegk festgenommen

Am Sonnabend, 07.09.2019, gegen 16:00 Uhr fiel einem Beamten des Polizeireviers Friedland in der Neubrandenburger Chaussee in Woldegk ein Fahrzeug mit polnischen Kennzeichen auf. Aufgefallen war dem Beamten das Fahrzeug, weil eine männliche Person aus Richtung des dortigen Supermarktes angelaufen kam und in das Fahrzeug stieg, während dies verkehrsbedingt an der roten Ampel an der Kreuzung Neubrandenburger Chaussee/Ernst-Thälmann-Straße halten musste. Der Beamte folgte dem Fahrzeug auf dem Supermarkt-Parkplatz im Mühlendamm. Noch bevor eine Kontrolle durchgeführt werden konnte, stieg der zuvor eingestiegene Mann plötzlich aus dem Fahrzeug aus und lief schnell davon, ohne, dass eine Verfolgung möglich war.

Der Beamte kontrollierte in der Folge das Fahrzeug und stellte drei weibliche Fahrzeuginsassen fest. Zur weiteren Kontrolle wurde eine weibliche Beamtin hinzugezogen. Bei den festgestellten Personen handelte es sich um eine 15-jährige Deutsche und zwei 26- und 30-jährige rumänische Staatsbürgerinnen. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs konnten die Beamten mehrere blaue Müllsäcke gefüllt mit Haarshampoo, Kaffee, Süßigkeiten und Kinderbekleidung auffinden. Vor Ort meldete sich zudem ein Zeuge, welcher die weiblichen Personen in den umliegenden Supermärkten bei Diebstahlshandlungen beobachtet hat.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurde bekannt, dass das polnische Fahrzeug am Nachmittag des 07.09.2019 bei einem großen Ladendiebstahl in Wesenberg als Tatfahrzeug aufgefallen ist. Hierbei wurden unter anderem 40 Schachteln Markensüßigkeiten im Wert von insgesamt ca. 150 Euro entwendet.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurden die drei Personen vorläufig festgenommen und zum Kriminalkommissariat Neubrandenburg gebracht. Zudem wurde die Durchsuchung des Fahrzeugs angeordnet, bei welchem die Beamten zahlreiches Diebesgut im Wert von mehr als 2.000 Euro aufgefunden haben. Darunter waren zum Beispiel 101 Packungen Süßigkeiten, 106 x Haarwaschmittel, 63 Packungen Markenkaffee und diverse Kinderbekleidungsartikel. Das festgestellte Diebesgut wurde sichergestellt und soll nach Feststellung der Eigentümer wieder übergeben werden. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurden die drei weiblichen Personen aus dem Gewahrsam entlassen. Die Ermittlungen wegen des bandmäßigen Ladendiebstahls wurden aufgenommen.

Reichsbürger verhaftet – zwei Polizeibeamte leicht verletzt

Polizeibeamte des Polizeireviers Friedland vollstreckten am 05.09.2019, 21.10 Uhr einen Haftbefehl gegen einen 66-jährigen Mann, der in einem Dorf bei Woldegk lebt.

Um die Festnahme zu vereiteln, klemmte er zwei Beamte in der Eingangstür seines Hauses ein. Diese erlitten leichte Verletzungen an den Armen, überwältigen aber den Beschuldigten und fesselten ihn. Da er sich weigerte, die Geldstrafe in Höhe von 3600,-EUR wegen Beleidigung in fünf Fällen zu zahlen, wurde er zu ersatzweisen Verbüßung von 120 Tagen Freiheitsstrafe in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Zusätzlich hat er sich ein weiteres Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung eingehandelt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Rentner der Reichsbürgerszene angehören.

Angemerkt

In welchem „Reich“ wollen die eigentlich leben? In dem ohne Krankenversicherung?  Oder dem ohne Rentenversicherung? Oder dem, wo „asoziale Elemente“ weggesperrt wurden?

Betrüger erbeuten 20.000 EUR

Nachdem am Freitag einige „Enkeltrick-Versuche“ im Bereich Waren (Müritz) und Neubrandenburg misslangen, weil die älteren Menschen misstrauisch wurden, erbeuteten Betrüger dann am Nachmittag 20.000 EUR.

Eine angebliche Nichte rief eine 68-jährige Frau in einem Dorf in der Nähe von Woldegk an und bat um finanzielle Unterstützung beim Kauf einer Eigentumswohnung. Es wurden anschließend 20.000 EUR an eine schwarz bekleidete Frau mit
südländischem Aussehen übergeben.

ie Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg übernimmt die Ermittlungen in diesem Fall von organisierter Bandenkriminalität.

Zahlreiche Enkeltrick-Versuche

Am Montag, 17.12.2018, meldeten sich zahlreiche falsche Verwandte telefonisch bei Angehörigen und baten um Geld. Insgesamt zeigten zehn Geschädigte bei der Polizei diese Betrugsart an. Viele von ihnen waren aufgrund der Anrufe verängstigt und aufgewühlt.

Die Polizei geht von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus, da sich viele Angerufene gar nicht erst die Mühe machen, den Sachverhalt anzuzeigen. Im besten Fall erkannten sie den Betrug, legten auf und benachrichtigen die Polizei lediglich nicht. Im schlimmsten Fall sind die oft älteren Opfer auf die Masche hereingefallen und setzten uns oder ihre echten Angehörigen aus Scham darüber nicht in Kenntnis.

Am 17.12.18 ist es in der Zeit von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr nur bei Versuchen geblieben. Seniorinnen im Alter zwischen 73 und 89 Jahren wurden sowohl von männlichen als auch von weiblichen angeblichen „Verwandten“ angerufen. Enkel, Neffen, Schwestern und Schwiegertöchter benötigten vornehmlich im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte dringend Geld für einen Immobilienerwerb, eine Auktion oder sonstige Notlagen. Ihre Bitten trugen sie in akzentfreiem Hochdeutsch vor. Veränderte Stimmen erklärten sie mit einer Erkältung. Betroffen waren die Ortschaften Groß Nemerow, Woldegk, Neubrandenburg, Jürgenstorf, Waren, Neustrelitz und Röbel. Aber auch in Anklam bat eine „Nichte“ eine 87-jährige Frau um 35.000 EUR für einen Wohnungskauf.

In einem Fall rief ein vermeintlicher Neffe an und bat eine 87-Jährige um Geld. Die Frau hatte kein Geld zur Verfügung und fragte ihn, warum er denn nicht seine Oma um das Geld bittet. Bereitwillig gab sie ihm sogar die Telefonnummer, welche er gerade „nicht zur Hand hatte“. Prompt erhielt auch diese Seniorin einen Anruf des unbekannten Mannes, erkannte den Betrug jedoch.

Die Polizei geht von mobilen Tätergruppen aus dem europäischen Ausland aus. Die geschulten Anrufer sitzen oft in „Callcentern“ und sprechen gutes Deutsch. Die Betrüger erlernen es regelrecht, mit ihren perfiden Maschen auf die betagten Geschädigten einzuwirken und können ihre Opfer einschüchtern. Bei uns halten sich lediglich die Geldabholer auf. Sofern ein potentielles Opfer durch die Anrufer herausgefunden wurde, werden die Abholer informiert und begeben sich zum Übergabeort. Zuvor ist mit den Senioren vereinbart worden, dass nicht der „Enkel“ kommen kann, sondern ein Anwalt oder Notar geschickt wird, dem man vertrauen könne.

Die Telefonnummern haben die Betrüger oft aus dem Telefonbuch. Die Geschädigten sind darin häufig mit ihren alten deutschen Vornamen eingetragen, anhand derer man auf ihr mögliches Alter schließen kann.

Die Polizei bittet die Bevölkerung: Bleiben Sie misstrauisch, geben Sie keine persönlichen Daten an fremde Personen heraus, beenden Sie im Zweifel das Telefonat, geben Sie niemals Ihr Geld an Ihnen fremde Personen und vertrauen Sie sich Angehörigen und der Polizei an.