Für alle Lebenslagen: Wissensportal regionale Daseinsvorsorge

In der Daseinsvorsorge geht es um die Versorgung mit Diensten, die im allgemeinen Interesse erbracht werden. Dazu zählen öffentlicher Personennahverkehr, ein grundlegendes Schul- und Bildungssystem sowie zahlreiche soziale und karitative Dienste – in zumutbaren Entfernungen und zu sozial verträglichen Kosten.

Auf dem Land ist das oft ein Problem, weil Busse zu selten fahren, zu lange Wege zur Schule oder zum Arzt führen, Pflegedienste ausgelastet sind oder Treffpunkte für Familien fehlen. Diese Situation erfordert ein hohes Maß an Eigeninitiative und Kreativität der Kommunalpolitik aber auch der Bewohnerinnen und Bewohner betreffender Orte und Regionen. Oftmals fehlen dazu aber die richtigen Netzwerke, die Ideen oder ausreichende Informationen zu den lokalen Besonderheiten.

Um dem Abhilfe zu schaffen, hat die Transferstelle Daseinsvorsorge, ein Teilvorhaben des Projektes „Hochschule in der Region – HiRegion“ der Hochschule Neubrandenburg, ein offenes und frei zugängliches Wissensportal gestartet. Unter www.hs-nb.de/transfer-dv wollen die Mitarbeitenden der Transferstelle die Region als Schnittstelle, Anlaufpunkt und Vermittler unterstützen.

“Interessierte finden im neuen Wissensportal Informationen, die ihnen bei der Gestaltung von guter Daseinsvorsorge und Lebensqualität vor Ort helfen können; beispielsweise zur Gesundheitlichen Versorgung, beim Leben im Alter, Inklusion oder ländlicher Mobilität oder Nahversorgung“, erklärt wissenschaftlicher Mitarbeiter Johann Kaether.

Bundesweit werden Erkenntnisse und Wissen zu lokaler und regionaler Daseinsvorsorge gesammelt, ausgewertet und sinnvoll in die Region übertragen. Das Wissensportal umfasst Leitfäden, weiterführende Literatur sowie Links u. a. zu einschlägigen Projektkatalogen mit guten Beispielen. Es wird fortlaufend aktualisiert und weiterentwickelt.

Jenny Pöller, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Transferstelle ergänzt: „Unser Angebot soll aber auch ganz praktisch anwendbar sein. Deshalb bieten wir auf Anfrage auch Prozessbegleitung und -beratung, Moderation, Förderberatung, Vorträge, Einzel- und Gruppencoachings an.“

Kontakt zur Transferstelle Daseinsvorsorge: transferstelle-dv@hs-nb.de

Neue Wissensplattform frag-amu.de geht online

Im Bereich des Amateurmusizieren spielt die Entlastung von ehrenamtlich engagierten Menschen nicht erst seit der Corona-Pandemie eine große Rolle. In den vergangenen Jahren arbeitete der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) daher gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden an einer Plattform, die den Wissenstransfer von Hauptamtlichen auf der Bundesebene zu den meist Ehrenamtlichen auf der lokalen Ebene beschleunigen kann.

In mehreren Umfragen und Workshops der Amateurmusikverbände kristallisierte sich heraus, dass insbesondere ein Lexikon der Amateurmusik einen deutlichen Mehrwert bieten würde: Informationen rund um das Amateurmusizieren sollten gebündelt und Wissen leicht zugänglich gemacht werden. Während aus dieser Idee immer konkreter die Konzeption der digitalen Wissensplattform frag-amu.de wuchs, vergrößerte die Corona-Pandemie zusätzlich den Bedarf. Corona hat unzählige neue Fragen aufgeworfen. Fragen, die im Kompetenznetzwerk NEUSTART AMATEURMUSIK zusammenlaufen, die wieder und wieder gestellt und dort gemeinsame für die gesamte Amateurmusikszene beantwortet werden.

Da das Kompetenznetzwerk verlässliche Antworten erarbeitet, lag es nahe, diese sogleich in das Online-Lexikon der Amateurmusik einzuspeisen. Die Themen auf frag-amu.de orientieren sich dynamisch an Bedarf und Wünschen von Amateurmusiker/innen. Besonders aktuell sind in der derzeitigen Situation Themen wie die Weiterbezahlung von Dirigent/inn/en, Haftung bei Infektionen und virtuellen Mitgliederversammlungen.

Hoch aktuelle, leicht verständliche und verlässliche Informationen zu Corona-Fragen sind stark nachgefragt. Die Plattform frag-amu.de entlastet hierbei – ebenso wie bei den rechtlichen Fragen, die den amateurmusikalischen Alltag immer mehr prägen – alle Engagierten.
frag-amu.de bündelt das gesammelte Wissen und die gemeinsame Expertise aller Amateurmusikverbände.

So kann ein Verband z.B. Fachkenntnisse zum Urheberrecht beisteuern, und ein anderer z.B. Inhalte und Methoden zur Nachwuchsgewinnung übermitteln. Weil es bei den meisten Themen keinen Unterschied macht, um welche Art von Ensemble, es sich handelt, ist dieses Wissen auf alle Ensembles von A wie a-cappella bis Z wie Zupforchester übertragbar.

Weitere Artikel kommen laufend hinzu, die Erweiterung der Plattform ist also ein kontinuierlicher Prozess. Sämtliche Artikel wurden von Fachleuten geschrieben und werden regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Via Kommentarfunktion oder Kontaktformular können Amu weitere Fragen gestellt, Anregungen gegeben oder zusätzliche Artikel gewünscht werden.

Spezielle Nachfragen zu Corona-Themen der Amateurmusik beantwortet die Beratungsstelle frag-amu.de auch telefonisch: Montag bis Freitag jeweils von 11-13 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 19-21 Uhr unter 030 609 807 81 39. Die Programmierung von frag-amu.de wurde im Rahmen des Projekts „Die Verantwortlichen #Digital“ der Akademie für Ehrenamtlichkeit aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Der Betrieb und die Redaktion der Plattform werden gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.    

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