Die Insolvenzwelle ist angerollt – Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt fordert sofortiges Eingreifen

Bild v.r.: Wolfgang Wander, Michael Kruse, Petra Voß (Vorstand der Werbegemeinschaft) und Michael Schröder (City-Manager)

In einer Krisensitzung des Vorstandes der Neubrandenburger Innenstadt Händler, Dienstleister und Gastronomen wurde ein 5-Punkte Papier erarbeitet mit Forderungen an die Landespolitik. Zur Abwendung weiterer Insolvenzen und massiver Schäden für die innerstädtischen Strukturen fordert die Werbegemeinschaft:

  • Die sofortige Auszahlung der Hilfen aus November und Dezember
  • Die Korrektur der praxisfremden Hürden für die Beziehung von Wirtschaftshilfen
  • Die Herstellung einer Gleichbehandlung bei der Anspruchsberechtigung
  • Die Rettung von Kleinstbetrieben und Jungunternehmern (Unternehmerlohn)
  • Schaffung von Kaufanreizen für Produkte und Dienstleistungen regionaler Unternehmen

Noch immer sind bei dem Großteil der Unternehmen keine Hilfen, oder nur Teilbeträge angekommen. Viele der Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind aufgrund der praxisfremden Gestaltung der Zugangshürden gar nicht berechtigt, Hilfen zu beantragen.

Vermehrt regt sich in der Unternehmerschaft Wut, Ärger und Angst auch über die als Ungerecht empfundene Förderpraxis. Menschen, die das Risiko auf sich genommen haben in eine Selbstständigkeit zu gehen und Verantwortung für sich und weitere Mitarbeiter übernehmen, darf man jetzt nicht achtlos über die Klinge springen lassen. Es muss sofort etwas getan werden, um deren Existenzen zu sichern. Eine sinnvolle Schaffung von Kaufanreizen für lokale Unternehmen verhindert weiteren Abfluss von Geld an internationale agierende Megaunternehmen, die zwar von dem Online-Boom profitieren, sich aber einer Lasten-Teilung durch Steueroptimierung entziehen.

Weiterbildung von Beschäftigten: Sammelantragsverfahren erleichtert den Antrag

Ab dem 1. Januar 2021 können Arbeitgeber gebündelt und damit leichter den Antrag für Weiterbildungen von mehreren Beschäftigten stellen.

Arbeitgeber erhalten ab Januar 2021 die Möglichkeit zu einem Sammelantrag. Damit können sie die Förderung der beruflichen Weiterbildung für mehrere Beschäftigte mit einem Antrag beantragen. Die Förderleistungen werden als eine Gesamtleistung bewilligt. Mit dem „Arbeit-von-morgen-Gesetz“ wurde das Qualifizierungschancen-gesetz, in dem die Weiterbildung Beschäftigter geregelt ist, weiterentwickelt. Der Gesetzgeber hat darin auch die Fördermöglichkeiten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren berufliche Tätigkeiten durch neue Technologien ersetzt werden können, die in sonstiger Weise vom Strukturwandel bedroht sind oder die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben, nochmals verbessert.

Thomas Besse, Chef der Arbeitsagentur Neubrandenburg: „Zusätzlich zu den bisherigen Fördermöglichkeiten können die Zuschüsse zu den Lehrgangskosten und zum Arbeitsentgelt um bis zu fünfzehn Prozent erhöht werden. Diese zusätzliche Förderleistung wurde auf alle Betriebe unabhängig von der Betriebsgröße ausgeweitet. Damit sollen Arbeitgeber und ihre Beschäftigten bei der Bewältigung schwieriger struktureller Anpassungsprozesse gestärkt werden. Das Angebot zur Weiterbildung kann auch dazu beitragen, Fachkräfte an den eigenen Betrieb zu binden oder neue Fachkräfte für künftige Herausforderungen zu qualifizieren.“

Für Betriebe, die bei der Planung und Umsetzung betrieblicher Weiterbildung Unterstützung wünschen, bietet der Arbeitgeber-Service – von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis – umfassende Beratung und Unterstützung. Arbeitgeber können uns gerne unter 0395 766 1000 oder 0800 4 5555 20* anrufen.

*Dieser Anruf ist – Montag bis Freitag: 08:00 bis 18:00 Uhr – kostenfrei.

IHK sucht „TOP-Ausbildungsbetrieb 2021“

Unternehmen aus dem Bereich der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern können sich ab sofort um den Titel „TOP-Ausbildungsbetrieb 2021“ bewerben. Dazu erklärt Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK: „Mit der Titelvergabe wollen wir die besonderen Leistungen der Unternehmen für eine qualitativ hochwertige Ausbildung junger Menschen, bei der Berufsorientierung und der Fachkräfteentwicklung würdigen und anerkennen. ‚TOP-Ausbildungsbetrieb‘ ist ein Markenzeichen für herausragende Ausbildung.“

Bewerben können sich alle Ausbildungsbetriebe, die mindestens seit fünf Jahren durchgehend in sehr guter Qualität in IHK-Berufen in der Region ausbilden. Die entsprechenden Unterlagen sind auf den Internetseiten der Kammer unter neubrandenburg.ihk.de zu finden. Die Entscheidung über die Verleihung obliegt einer unabhängigen Jury. Die TOP-Ausbildungsbetriebe werden mit einer eigens kreierten Trophäe und einer Urkunde geehrt.

Vergeben wird der Titel in zwei Kategorien: an Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern und an Unternehmen ab 50 Mitarbeiter. Die Bewerbungen sind bis zum 8. März 2021 zu richten an:
IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern
Bereich Aus- und Weiterbildung
Postfach 11 02 53
17042 Neubrandenburg.

Für Fragen steht Ellen Grull, Leiterin des Bereiches Aus- und Weiterbildung unter Telefon 0395 5597 400 oder per E-Mail an ellen.grull@neubrandenburg.ihk.de zur Verfügung.

Mehr als 1600 Handwerksbetriebe in der Region der HWK OM-V von Schließung betroffen

Die Schließung der Handwerksbetriebe aufgrund der Coronapandemie trifft Handwerksbetriebe wie die Kosmetiker oder Friseure besonders hart. Gerade in der Weihnachtszeit und vor dem Jahreswechsel haben die 793 Friseure mit ihren zusätzlichen Filialen und die ca. 820 Kosmetiker im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern erfahrungsgemäß alle Hände voll zu tun.

„Der erste Lockdown im Frühjahr hat die Bedeutung dieser Gewerke für die Körperpflege gezeigt. Die Handwerkskammer fordert mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen und Schließungen der Betriebe, dass die in Aussicht gestellte Dezemberhilfe nunmehr auch zügig und unbürokratisch bei den Handwerksbetrieben ankommt“, so Hauptgeschäftsführer Jens-Uwe Hopf von der Handwerkskammer.

Die Handwerksbetriebe müssen jetzt schnelle Hilfe erhalten. Die Erfahrungen zur Novemberhilfe haben Unzulänglichkeiten bei der Einbeziehung der tatsächlich betroffenen Unternehmen verdeutlicht. Wichtig sei außerdem, schon jetzt die Regeln für die dritte Phase der Überbrückungshilfe vorausschauend festgelegt werden, die ab Januar vorgesehen ist. Die Handwerkskammer steht den Mitgliedsbetrieben beratend zur Seite.

IHKs in MV informieren am 8. Dezember in einem Webinar über November-/Dezemberhilfe für Unternehmen

Mit einem Webinar am Dienstag, dem 8. Dezember, um 15 Uhr möchten die IHKs in Mecklenburg-Vorpommern genauer auf die Novemberhilfe eingehen und Fragen zu Fördervoraussetzungen, Förderhöhe und Antragstellung klären. Das Webinar wird über Microsoft Teams angeboten. Interessierte Teilnehmer können ab 14:45 Uhr den Webinarraum betreten.

Die Zugangsdaten sind auf der Internetseite der IHK Neubrandenburg unter der Adresse www.neubrandenburg.ihk.de/starthilfe-undunternehmensfoerderung/aktuelles-starthilfe/aktuelles-starthilfe-detailansicht/webinar-november-dezemberhilfe-informationen-zum-aktuellen-corona-hilfsprogramm/ zu finden. Kompetente Auskunft geben ein Vertreter des Landes-Wirtschaftsministeriums sowie Mitarbeiter der IHK.

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„Stapellauf“ für Gründungsinitiative StartUP NORD°OST°

Mit einem symbolischen „Stapellauf“ am 26.11.2020 hat das Gründungsnetzwerk der Wissenschaftsregion NordOst die Segel gesetzt. Im Rahmen einer digitalen Auftaktveranstaltung in der Alten Mensa in Greifswald wurde die Initiative „StartUP NORD°OST°“ offiziell gestartet.

Hinter dem Projekt, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms EXIST-Potentiale gefördert wird, steht ein Verbund der Hochschulen in Greifswald, Neubrandenburg und Stralsund. Das Ziel ist, gemeinsam die Zahl von Gründungen aus der Wissenschaft zu erhöhen und so Studierenden bzw. Wissenschaftlern eine zusätzliche Karriereperspektive in der Region zu ermöglichen. StartUP NORD°OST° wird Studierenden und Forschenden an den Hochschulen und den Wissenschaftseinrichtungen der Region künftig praktische Hilfestellung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen sowie dem Transfer von Forschungsergebnissen in Unternehmensgründungen leisten. Insbesondere innovative technologie- und wissensbasierte Ideen sollen in den Genuss von Beratungsleistungen, Coachings und weiterer Unterstützungen der Verbundpartner kommen.

„Da StartUP NORD°OST° auf die Wissenschaftsregion NordOst in Mecklenburg-Vorpommern fokussiert ist, war das Bild des ‚Stapellaufs‘ für unseren Projektauftakt schon naheliegend“, erklärte Steve Wendland, Leiter Gründungsberatung von StartUP NORD°OST° an der Universität Greifswald. „Gemeinsam mit unseren Partnern aus der Wirtschaft und der Wissenschaft werden wir den Gründerinnen und Gründern unserer Region die Unterstützung zukommen lassen, die sie für die ‚Fahrt‘ durch die Tücken und Untiefen einer komplexen Unternehmensgründung benötigen“, ergänzt Wendland. Als besonderen Vorteil sieht Steve Wendland die Bündelung der Kompetenzen der drei Hochschulen, die hochschulübergreifende Startup-Vorhaben und interdisziplinäre Gründungsteams ermöglicht.

Kontaktbüros der Gründungsinitiative StartUP NORD°OST gibt es an allen drei Hochschulen. Die Coaches stehen den Studierenden und Wissenschaftlern ab sofort zur Verfügung. „Ich freue mich sehr, dass unsere gemeinsame Gründungsinitiative StartUP NORD°OST° nun endlich startet und unsere Absolventen und Hochschulangehörigen für das Thema Unternehmensgründung sensibilisiert, qualifiziert und bei der Realisierung ihrer Gründung individuell begleitet“, so Professor Gerd Teschke, Rektor der Hochschule Neubrandenburg.

Auch Professorin Petra Maier, Rektorin der Hochschule Stralsund sieht in der praktischen, hochschulübergreifenden Gründungsbegleitung die Chance, einen substantiellen Beitrag zur Entwicklung des östlichen Mecklenburg-Vorpommerns zu leisten. „Wir haben so viele junge, kreative und hochqualifizierte Absolventen an unseren Hochschulen, die mit ihren Ideen für innovative Produkte und Dienstleistungen zu einer dynamischen und international wettbewerbsfähigen Wirtschaft in unserer Region beitragen können. Diese Akademiker wollen wir nun mit unserer StartUP NORD°OST° zum Gründen ermutigen, notwendige Unterstützung geben und durch zusätzliche Impulse den Gründungs- und Unternehmungsgeist in unserer Region stärken.“

Als Rektorin der Universität Greifswald ist Professorin Johanna Weber überzeugt von der großen Bedeutung der Initiative für die Region: „Das östliche Mecklenburg-Vorpommern braucht dringend junge Menschen, die ihre Ideen hier verwirklichen. Es freut mich, dass wir Strukturen geschaffen haben, die bundesweit konkurrenzfähig sind. Das wird im Land und darüber hinaus wahrgenommen!“.

neueins ist Unternehmen des Jahres

Der Ostdeutsche Sparkassenverband hat die neueins GmbH aus Neubrandenburg als „Unternehmen des Jahres 2020“ im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

Foto: neu’eins

„Diese Nachricht kam sehr überraschend, da wir uns selbst nicht für die Auszeichnung beworben haben. Umso geehrter fühlen wir uns, den Preis entgegen nehmen zu dürfen“, freut sich Sabine Müller-Wudtke, Chefin des Neubrandenburger Regionalfernsehsenders.

Der Ostdeutsche Sparkassenverband würdigt einmal im Jahr Unternehmen in den neuen Bundesländern für besondere Leistungen. 2020 stand der Unternehmerpreis ganz im Zeichen der Pandemie. Ausgezeichnet wurden Unternehmen „die durch ihren Einsatz und ihre Initiative während der Corona-Krise gesellschaftliche Verantwortung übernommen haben.“

Das neueins Regionalfernsehen hatte neben seiner Berichterstattung zur Krise Einzelhändlern und Dienstleistern aus der Region während der Lockdownphase kostenlose Sendeplätze im Programm zur Verfügung gestellt. Unternehmen, die von Schließungen betroffen waren, konnten so beispielsweise auf Onlineshops aufmerksam machen oder ihre Kunden über alternative Angebote informieren.

„Wir haben für diese Aktion in der Region viel Zuspruch erfahren“, so Sabine Müller-Wudtke. „Der Unternehmerpreis ist für uns aber natürlich eine besondere Würdigung. Es bestätigt uns darin, dass wir mit unserem Hilfsangebot in der Krise etwas bewirken konnten.“

Der Link zum Preisträgervideo: https://youtu.be/qxqO9x_1dlw