Schülerwettbewerb „30 Jahre Friedliche Revolution 1989“ -Landtag hat Preise vergeben

Die Gewinnerinnen und Gewinner des vom Landtag Mecklenburg-Vorpommern ausgelobten Schülerwettbewerbs „30 Jahre Friedliche Revolution 1989“ stehen fest. Unter allen Einsendungen hat die Jury zwei 1. Preise, einen 2. Preis, zwei 3. Preise und einen Sonderpreis vergeben.

Die 1. Preise gingen an:

  • die Schülerzeitung MAG.net der Grundschule Marlow für ihre Ausgabe „30 Jahre Mauerfall“, in der die Schülerinnen und Schüler den Bezug der damaligen Ereignisse zu ihrer Heimatstadt herstellen.
  • die elfte Klasse des Pädagogiums Schwerin für ihr Projekt „Befragung zum Gedenken an 30 Jahre Friedliche Revolution in MV“, für das die Schülerinnen und Schüler 44 Personen aus Schwerin und dem näheren Umland nach ihren Erinnerungen gefragt haben.

Platz 2 ging an die elfte Klasse des Schulcampus Röbel für ihren Beitrag „Es war vor 30 Jahren –Röbel im Herbst 1989“, in dem die Schülerinnen und Schüler u.a. ihre eigene Schule mit einem Demokratieprojekt unter die Lupe nahmen.

Die 3. Preise gingen an zwei Schülerinnen der Regionalen Schule Mitte Fritz Reuter aus Neubrandenburg:

  • Lara Schwenk, die mit einem Fragebogen die Erinnerungen und Einordnung der Ereignisse von Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld festhielt.
  • Sophie Köppen, die die Ereignisse von 1989 in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang gebracht und damit ihre Bedeutung unterstrichen hat.

Den Sonderpreis verdienten sich Paul Engler und Florens Kausch von der Freien Schule Güstrow, die einen Film eingereicht hatten. Der Beitrag orientiert sich an den Erfahrungsberichten des Bürgerrechtlers Heiko Lietz und bereitet die Geschehnisse von 1989 in Güstrow auf.

Der Landtag hatte den Schülerwettbewerb im Kontext des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution 2019 ausgelobt. Ziel war es, die jüngere Generation für dieses prägende Kapitel in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns zu interessieren.

Die Frist, um die Wettbewerbsbeiträge einzureichen, wurde einmal verlängert, um mehr Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, teilzunehmen. In der Folge verzögerte die Corona-Pandemie das Verfahren. Der Landtag hatte mehrfach eine offizielle Preisverleihung als Veranstaltung im Schloss geplant, die dann wegen der jeweils geltenden Regelungen nicht stattfinden konnte. Im November 2020 wurde dann endgültig beschlossen, die Urkunden und Preiseper Post zu verschicken. Die Gewinne haben bei den Schülerinnen und Schülern für unerwartete Freude in einem schwierigen Schuljahr gesorgt.

Landtagspräsidentin Hesse hat die Gewinnerinnen und Gewinner zu sich ins Schweriner Schloss eingeladen, sobald es die Corona-Lage wieder erlaubt. Darüber hinaus dankte sie den Jurymitgliedern für deren Engagement. Das Auswahlgremium war besetzt mit:

  • Anne Drescher
    Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur
  • Cornelia Eigler
    Landesinformationsstelle Schülerzeitung, Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • Renate Holznagel
    ehemalige Abgeordnete und Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern
  • Ulrich Bongertmann
    Fachreferent für Geschichte und Latein, Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
  • Bernd Mosebach
    Leiter des ZDF-Landesstudios Mecklenburg-Vorpommern und Vorstandsmitglied der Landespressekonferenz Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • Johann Scheringer
    ehemaliger Abgeordneter und Vizepräsidentdes LandtagesMecklenburg-Vorpommern
  • Jochen Schmidt
    Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
  • Dr. Gottfried Timm
    ehemaliger Abgeordneter und Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern a.D.

Ausführliche Informationen zum Wettbewerb und den Projekten der Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie in der aktuellen Ausgabe der LandtagsNachrichten:https://www.landtag-mv.de/fileadmin/media/Dokumente/Landtagsnachrichten/LN_2021/LN2_2021.pdf

30 Jahre Friedliche Revolution – Quo vadis Demokratie?

Im 30. „Wende“-Jubiläumsjahr lädt die Hochschule Neubrandenburg in Kooperation mit der Stadt Neubrandenburg zu einem besonderen gesellschaftlichen Dialog über auf das Friedliche und Revolutionäre vor der Transformation 1989/1989, über Brüche und Kontinuitäten in Ost und West mit dem Ziel der Aufarbeitung der SED-Diktatur und der reflexiven Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten dreißig Jahre ein.

Zur dialogischen Auseinandersetzung über das bildungspolitische Erbe der DDR, aktuelle Herausforderungen des demokratischen Zusammenlebens im wiedervereinigten Deutschland und den demokratischen Auftrag von Hochschule, Stadtöffentlichkeit und der Zivilgesellschaft im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (MSE) sind alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt, der Region MSE und alle an den Themen Interessierte herzlich eingeladen.

https://www.hs-nb.de/hochschule/aktuelles/30-jahre-wende/

Stadt Neubrandenburg bereitet Wendejubiläum vor

Die Stadt Neubrandenburg wird im Herbst 2019 mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen an die Wendezeit vor 30 Jahren erinnern. Dabei sind Kooperationen mit der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, der Hochschule Neubrandenburg, Kirchengemeinden und den damaligen Augenzeugen geplant.

Auch auf dem Neubrandenburger Markt fanden vor 30 Jahren – im Herbst 1989 – Demonstrationen statt. Foto: Hans-Jürgen Schulz; Bestand Neubrandenburger Stadtarchiv

„Unser Ziel ist es, vielseitig und würdevoll an den Zeitpunkt in der deutschen Geschichte zu erinnern, der uns unser heutiges Leben in Freiheit ermöglicht hat“, sagt Oberbürgermeister Silvio Witt. Geplant sind auch Dialoge zwischen Menschen, die ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Wendezeit haben.

Die Stadt Neubrandenburg hatte sich im Zuge des Landtagsbeschlusses zu einer zentralen Erinnerungsstätte zum 30-jährigen Wendejubiläum als Gedenkort beworben. Die Stadt Waren/Müritz erhielt dafür vom Land den Zuschlag. „Diese Entscheidung ist historisch nachvollziehbar. Daher kommen wir dem Wunsch des Landtages und unserer eigenen Überzeugung nach, möglichst auch dezentral im Land Aktionen zum Jubiläum zu initiieren“, so Silvio Witt.

Mit einer Beschlussvorlage im Mai soll die Stadtvertretung darüber befinden, ob und in welcher Form gefeiert wird. Als symbolischen Akt der Feierlichkeiten schlägt der Oberbürgermeister die Benennung der Brücke Demminer Straße zum Jubiläum vor: „Die Vorgespräche mit den Fraktionen liefen positiv und der Name „Brücke der friedlichen Revolution von 1989“ ist ein Vorschlag, der nun gemeinsam mit den gewählten Vertretern diskutiert werden soll.“