30 Jahre Friedliche Revolution – Quo vadis Demokratie?

Im 30. „Wende“-Jubiläumsjahr lädt die Hochschule Neubrandenburg in Kooperation mit der Stadt Neubrandenburg zu einem besonderen gesellschaftlichen Dialog über auf das Friedliche und Revolutionäre vor der Transformation 1989/1989, über Brüche und Kontinuitäten in Ost und West mit dem Ziel der Aufarbeitung der SED-Diktatur und der reflexiven Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten dreißig Jahre ein.

Zur dialogischen Auseinandersetzung über das bildungspolitische Erbe der DDR, aktuelle Herausforderungen des demokratischen Zusammenlebens im wiedervereinigten Deutschland und den demokratischen Auftrag von Hochschule, Stadtöffentlichkeit und der Zivilgesellschaft im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (MSE) sind alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt, der Region MSE und alle an den Themen Interessierte herzlich eingeladen.

https://www.hs-nb.de/hochschule/aktuelles/30-jahre-wende/

Stadt Neubrandenburg bereitet Wendejubiläum vor

Die Stadt Neubrandenburg wird im Herbst 2019 mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen an die Wendezeit vor 30 Jahren erinnern. Dabei sind Kooperationen mit der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, der Hochschule Neubrandenburg, Kirchengemeinden und den damaligen Augenzeugen geplant.

Auch auf dem Neubrandenburger Markt fanden vor 30 Jahren – im Herbst 1989 – Demonstrationen statt. Foto: Hans-Jürgen Schulz; Bestand Neubrandenburger Stadtarchiv

„Unser Ziel ist es, vielseitig und würdevoll an den Zeitpunkt in der deutschen Geschichte zu erinnern, der uns unser heutiges Leben in Freiheit ermöglicht hat“, sagt Oberbürgermeister Silvio Witt. Geplant sind auch Dialoge zwischen Menschen, die ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Wendezeit haben.

Die Stadt Neubrandenburg hatte sich im Zuge des Landtagsbeschlusses zu einer zentralen Erinnerungsstätte zum 30-jährigen Wendejubiläum als Gedenkort beworben. Die Stadt Waren/Müritz erhielt dafür vom Land den Zuschlag. „Diese Entscheidung ist historisch nachvollziehbar. Daher kommen wir dem Wunsch des Landtages und unserer eigenen Überzeugung nach, möglichst auch dezentral im Land Aktionen zum Jubiläum zu initiieren“, so Silvio Witt.

Mit einer Beschlussvorlage im Mai soll die Stadtvertretung darüber befinden, ob und in welcher Form gefeiert wird. Als symbolischen Akt der Feierlichkeiten schlägt der Oberbürgermeister die Benennung der Brücke Demminer Straße zum Jubiläum vor: „Die Vorgespräche mit den Fraktionen liefen positiv und der Name „Brücke der friedlichen Revolution von 1989“ ist ein Vorschlag, der nun gemeinsam mit den gewählten Vertretern diskutiert werden soll.“