In Alt Plestlin steht die erste Wasserwanderkirche Deutschlands

Das Wasserwandergebiet der naturnahen Peene, die sich auf fast 100 Kilometern zwischen Verchen und Anklam durch Bruchwälder und Flussauen schlängelt, gilt als „Amazonas des Nordens“. Neben den Schönheiten der Natur hat dieses Eldorado für Paddler und Kanuten mit der ersten Wasserwanderkirche Deutschlands in Alt Plestlin jetzt eine weitere Besonderheit zu bieten. In der gerade erst sanierten Feldsteinkirche mit Fachwerkturm finden Wasserwandernde nun die Gelegenheit zum spirituellen Auftanken.

Die Kirche befindet sich im Unteren Peenetal, wenige hundert Meter vom Ufer der Peene und einem Wasserwanderrastplatz entfernt. In der dortigen Hafenmeisterei ist auch der Kirchenschlüssel hinterlegt. Interessierte sind eingeladen, sich den Schlüssel abzuholen und dann eigenständig die Kirche zu besuchen, so Arnold Pett, Pastor der Kirchengemeinde Jarmen-Tutow, zu der die Kirche gehört.

In der Kirche bestehe beispielsweise die Möglichkeit, in der Stille zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Gern sei er auch bereit, für Wasserwandernde auf Wunsch abendliche Andachten zu halten, so der Pastor. Um die Menschen auf die Wasserwanderkirche aufmerksam zu machen, hat Arnold Pett eigens ein Schild entworfen und anfertigen lassen. Auf blauem Grund ist eine weiße Kirche mit blauen Wellen zu sehen, darüber die Aufschrift „Wasserwanderkirche Alt Plestlin“.

Ergebnisse der länderübergreifenden Schwerpunktkontrollen in der Binnenschifffahrt

Vom 30. Mai bis zum 10. Juni 2019 führten die Wasserschutzpolizeien der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt umfangreiche Schwerpunktkontrollen im Bereich der Berufs- und Freizeitschifffahrt auf den Binnengewässern durch. Die Erhöhung der Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs ist oberstes Ziel der jährlich stattfindenden Schwerpunktkontrollen.

Kontrolliert wurden neben der Einhaltung geltender Verkehrsvorschriften unter anderem auch die Befähigung der Fahrzeugführer, Schiffs- und Bootspapiere sowie die Fahrtüchtigkeit im Hinblick auf Alkohol- und Betäubungsmittelgenuss. Aber auch die Einhaltung der Naturschutzgebietsverordnung sowie Umwelt- und Gewässerstraftaten stand dieses Jahr im Fokus der Kontrollen. Insgesamt kontrollierten die Wasserschutzpolizeien der Länder 232 Berufsschiffe (Güter- und Tankmotorschiffe, Schubverbände, Fahrgastschiffe und Fähren), 3920 Sportboote und 78 sonstige Fahrzeuge wie beispielsweise Flöße oder Tretboote.

Das Ergebnis der Kontrollen sind 314 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und 820 Verwarnungen mit Verwarngeld, hauptsächlich wegen Verstößen gegen die Binnenschifffahrtsstraßenordnung und gegen die Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenschiffahrtsstraßen verkehrenden Kleinfahrzeugen. Daneben wurden 23 Strafanzeigen im Bootsverkehr, größtenteils wegen des Führens eines Fahrzeuges unter Alkoholeinfluss (Höchstwert 2,97 Promille), sowie mehrere Straftaten um den Bootsverkehr herum, wie zum Beispiel Gewässerverunreinigungen, Hausfriedensbrüche oder Fischwildereien festgestellt. Insgesamt 20 Schiffsführer konnten unter dem Einfluss von Alkohol festgestellt werden, davon neun Sportbootführer in Mecklenburg-Vorpommern.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im genannten Zeitraum 615 Kontrollen durchgeführt, 10 Straf- und 15 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt sowie 102 Verwarnungen mit Verwarngeld ausgesprochen.

Wassersport-Spektakel am Reitbahnsee

Bei der 14. Auflage der Neubrandenburger Wassersportspiele am 15. Juni sorgen einmal mehr Wettkämpfe in verschiedenen Bootsklassen und Bootstypen sowie Spaß- und Mitmachaktionen für Groß und Klein für ein riesiges Wassersportspektakel. Jährlich lockt das bunte Treiben, Dank der Neubrandenburger Stadtwerke durchgeführt werden kann, ca. 6.000 Besucher an den Reitbahnsee. Auch in diesem Jahr wird bei den Wassersportspielen der Spaß am Sport und Teamgeist im Vordergrund stehen.

Drachenboot-Amateure aus Firmen und Vereinen erhalten die Gelegenheit, mit Kollegen des eigenen Unternehmens einen erlebnisreichen Tag im sportlichen Wettstreit zu erleben. Männer und Frauen können in den Rennklassen Mixed oder Open an den Start gehen und sich vor begeistertem Publikum spannende Rennen liefern.

Im neu.sw Sportcup hingegen starten Teams, die ganzjährig trainieren und bei regionalen und überregionalen Wettkämpfen vertreten sind.
Traditionell werden auch wieder zahlreiche Teams des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum den internen Klinik-Cup austragen.

Neben den Drachenboot-Rennen erwartet die Zuschauer weiterhin der Wettstreit des Kanu-Nachwuchses. Auf der Sprintstrecke werden die jüngsten Kanuten ihr Können unter Beweis stellen. Die Ausschreibung für die 14. Neubrandenburger Wassersportspiele ist unter www.nb-wassersportspiele.de abrufbar.

Das erste Rennen ist ab 10:00 Uhr auf dem Reitbahnsee zu bestaunen. Ausführliche Informationen unter www.nb-wassersportspiele.de.

Präventionsveranstaltungen zur Bekämpfung der Bootskriminalität – mit kostenloser Codierung

Die Präventionsberater der Polizeiinspektion Neubrandenburg bieten mit Unterstützung der Kollegen der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren (Müritz) zwei Veranstaltungen im Rahmen der Bekämpfung der Bootskriminalität an.
Am Freitag, den 07.09.2018 um 18:00 Uhr findet in der Neustrelitzer Gaststätte Helgoland eine Informationsveranstaltung für interessierte Freizeitkapitäne statt. Hier geht es u.a. um Möglichkeiten zur mechanischen und elektronischen Sicherungen von Booten bzw. Bootsmotoren. Die Codierung von Motoren und maritimen Zubehör wird als eine ergänzende Maßnahme gegen die Entwendung erklärt und vorgeführt. Anhand von Beispielen in aktuellen Fällen werden Begehungsweisen und mögliche einfach umzusetzende Tipps gegeben.
Am Donnerstag, den 13.09.2018 hat dann jeder Bootseigner in der Zeit von 10:00 – 15:00 Uhr die Gelegenheit seinen Außenborder in der Wesenberger Marina codieren zu lassen. Hierfür sind lediglich der Personalausweis sowie der Eigentumsnachweis für den Bootsmotor mitzubringen.
Die Gravur mit der entsprechenden Verschlüsselung sorgt für eine Abschreckung und eine gesteigerte Hemmschwelle für potenzielle Diebe, da der Verkaufswert des Diebesguts erheblich sinkt. Eine Codierung kann, wie die bisherige Erfahrung gezeigt hat, die Zahl der Diebstähle senken und die Aufklärungsquote erhöhen.
Selbstverständlich ist die Teilnahme an beiden Aktionen kostenfrei.