Dubiose Teppichreiniger wieder in der Region aktiv

Achtung: Zurzeit sind mindestens im Großraum Woldegk erneut dubiose Teppichreiniger unterwegs. Neben dem mutmaßlichen Firmenwagen – ein VW-Golf mit Wuppertaler Kennzeichen – kursieren wieder große Werbeanzeigen in Briefkästen der Region.

Nach den bisherigen Erfahrungen der Polizei mit den aktuell für sich werbenden Teppichreinigern werden Teppiche entweder zu Wucherpreisen gereinigt oder aber unter einem Vorwand gar nicht erst zurückgegeben. Dafür werden dann wertlose Ersatzstücke ebenfalls zu Wucherpreisen angeboten.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Firma noch einige Zeit in unserem Zuständigkeitsbereich aktiv bleibt. Daher appellieren wir an die Bevölkerung, bei Werbeangeboten unbedingt achtsam zu sein, mit welcher Firma man sich einlässt. Tipps, um nicht auf unseriöse Handwerker oder sonstige Dienstleister hereinzufallen, sind im unteren Teil dieser Meldung aufgeführt.

Wer aufgrund aktueller Werbeanzeigen seine Teppiche schon an Teppichreiniger gegeben hat oder sein Eigentum unter Vorwänden nicht zurückerhalten, sollte sich mit sachdienlichen Hinweisen bitte an das Polizeihauptrevier Neubrandenburg unter 0395 55825224 wenden oder an die Internetwache der Landespolizei MV unter www.polizei.mvnet.de bzw. an jede andere Polizeidienststelle.

Fake-Buchungsportale leichter erkennen

Die Haupturlaubszeit ist in vollem Gange. Durch die unterschiedlichen Bestimmungen im Ausland und das neue Preisniveau bleiben so einige im Sommer 2021 im eigenen Bundesland oder zumindest in der Nähe – und buchen vorab online.

Doch die Urlaubsfreude kann schnell getrübt werden, wenn die Ferienwohnung oder das Boot so wie dargestellt nicht existiert. Fake-Buchungsportale bescheren Kriminellen regelmäßig finanzielle Erfolge, sind für Sicherheitsbehörden nicht mal eben abschaltbar und vermiesen Buchenden die Freude über den langersehnten Urlaub.

Eine hundertprozentig Garantie, nicht auf einen Fake-Shop oder ein Fake-Portal hereinzufallen, gibt es nicht. Aber es gibt Anhaltspunkte, an denen sich die Nutzer von Online-Portalen orientieren sollten. Denn etwas mehr Zeit bei der Vorabrecherche investieren, kann vor Betrug bewahren:

  • Handelsregistereintragung über www.registerportal.de prüfen (Firmenname und HRB-Nummer suchen)
  • Über www.archiv.org nachschauen, wie lange die Internetseite bereits existiert
  • Bewertungsportale nach dem Portal checken – Gibt es auch schön ältere Einträge?
  • Seriosität von Anbietern durch Abfrage bei der örtlichen Touristeninformation abfragen
  • Preisgefüge im Blick behalten im Vergleich zu anderen, ähnlichen Anbietern
  • Zahlungen nur auf deutsche Konten veranlassen mit deutscher IBAN (DE) und die BIC überprüfen: Zu welcher Bank gehört sie?
  • Kontonummer googlen und gucken, ob es dazu bereits Einträge gibt
  • Achten Sie als Online-Bucher auf richtiges Deutsch in den Angeboten, checken Sie das Impressum, Prüfen Sie die angegebene Adresse und Telefonnummer
  • Angegebene Geschäftsführer o.ä. von Portalen mit Hilfe von Internetrecherche gegenchecken. In der Regel existieren von „echten“ Vorstands- bzw. Geschäftsleuten Bilder oder Hinweise zu weiteren Projekten

Neben Fake-Buchungsportalen gibt es für Verbraucher auch immer wieder Probleme mit Fake-Onlineshops jeglicher Art. Was hier beachtet werden sollte, ist unter diesem Link zusammengefasst: www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/e-commerce/fake-shops/

Trickbetrüger via WhatsApp unterwegs

Die Polizeiinspektion Neubrandenburg verzeichnete in den zurückliegenden Tagen zwei geglückte Fälle eine neuen Trickbetrugsmasche, vor welcher insbesondere ältere Menschen gewarnt werden sollten. Betrüger verleiten Opfer unter Ausnutzung der Gutmütigkeit dazu, Geldüberweisungen an vermeintliche Verwandte zu tätigen.

In einem Dorf bei Stavenhagen wurde einem 59-jährigen Mann per WhatsApp vorgetäuscht, es handele sich um dessen Tochter, die eine neue Telefonnummer habe und Geld für ein neue erworbenes Bett und eine Couch benötige. Der Mann überwies den geforderten Betrag von 1986,98 EUR.

Nach selbigen Muster glückte bislang unbekannten Tätern der Betrug in Malchow. Ein 61-jähriger Mann überwies 1928,14 EUR an die vermeintliche Tochter, die dringend Geld für eine offene Rechnung benötigte. Auch in diesem Fall wurde der Mann via WhatsApp von einer fremden Nummer angeschrieben, die die angebliche neue Nummer der Tochter sein sollte.

Auf welche Weise auch immer: Ob auf dem Festnetztelefon, auf dem Handy via WhatsApp, per E-Mail oder per Brief, seien Sie misstrauisch. Die Betrüger wollen auf schamlose Art und Weise Gutmütigkeit und Ängste der Menschen ausnutzen. Seien Sie gewiss, dass Ihre Familienangehörigen Sie bei Geldnöten immer persönlich aufsuchen würden. Vergewissern Sie sich im Zweifel immer durch einen Direktanruf der jeweiligen persönlichen Telefonnummer des betroffenen Angehörigen, holen Sie sich Rat bei einer dritten Person oder bei der Polizei. Ansprechpartner ist in jedem Fall Ihre örtliche Polizei, im Notfall wählen Sie immer die 110!

Vermehrte Diebstähle von Geldbörsen

Am Dienstag kam es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vermehrt zu Geldbörsendiebstählen aus Taschen, während sich Geschädigte in und vor Supermärkten aufhielten.

Die Beamten der Polizei(haupt-)reviere nahmen am 15.06.2021 jeweils Strafanzeigen wegen der Diebstähle in Waren, Penzlin, Feldberg und Neubrandenburg auf. In allen Fällen handelte es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um unbekannte Täter, die in der Zeit von 11:00 Uhr bis 13:45 Uhr des 15.06.2021 agierten. Die Geldbörsen der Geschädigten befanden sich in Handtaschen oder Rucksäcken, die teilweise verschlossen am Körper getragen wurden oder an Einkaufskörben hingen.
Alle Taten blieben durch die Geschädigten unbemerkt, sodass der Polizei derzeit keine Personenbeschreibungen zu den Tätern vorliegt. In einem Fall gelang es den Tätern unmittelbar nach der Tat, 1000 EUR Bargeld vom Konto eines Geschädigten abzuholen.

Die Beamtem im Landkreis MSE registrierten in den vergangenen Monaten zeitweise vermehrt Diebstähle von Geldbörsen in oder vor Supermärkten. Deshalb bitten wir die Bevölkerung, sensibel und achtsam mit den persönlichen Sachen umzugehen. Behalten Sie Ihre Geldbörsen stets unter Verschluss und im Auge. Verstauen Sie diese niemals in offenen Beuteln, die dann an Einkaufskörben transportiert werden. Tragen Sie die Geldbörsen besser gut gesichert am eigenen Körper, sodass Niemand unbemerkt Zugriff erlangt.

EXPERT KASSE AG – Schreiben verunsichert Verbraucher

In letzter Zeit landen in den Briefkästen der Verbraucher wieder vermehrt Schreiben von vermeintlichen Inkassounternehmen. Nun ist es die EXPERT KASSE AG aus Berlin.

Mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“ wird den angeschriebenen Verbrauchern eingeredet, sie hätten einen kostenpflichtigen Gewinnspiel- oder Zeitschriftenvertrag geschlossen, indem sie Ihre persönlichen Daten angegeben haben. Die monatlichen Beträge seien jedoch noch nicht beglichen worden.

Bei Nichtzahlung wird dem Verbraucher mit Mahn- und Vollstreckungs-bescheid, örtlichem Gerichtsvollzieher, Pfändung der Bezüge und Zwangsvollstreckung u.v.m. gedroht.

Sollten Sie so ein Schreiben bekommen haben:

  • Zahlen Sie nicht! Das Geld soll auf ein griechisches Konto (IBAN GR) gezahlt werden.
  • Schreiben Sie auch nicht zurück bzw. senden Sie das angehängte Kündigungsformular nicht zurück!
  • Rufen Sie keine der angegebenen Telefonnummern an! (Vorwahl Großbritannien)

Masche hört nicht auf – Rechnungen aus Tschechien nicht bezahlen!

Die Schwemme der Rechnungen aus Tschechien für angeblich in Anspruch genommene Telefonsexleistungen nimmt nicht ab. Fast jeden Tag melden sich verunsicherte Verbraucher bei der Verbraucherzentrale MV. Die Absender der Rechnungen wechseln häufig ihre Namen: Novacall, Arvex, Mexcom, Kawora, Werso, Telstar, Telpay, Madaco, Paymac hießen die Absender bisher, nun kommt noch Phonemax hinzu.

Zuerst sollten 90 Euro auf ein tschechisches Konto überwiesen bzw. bar per Einschreiben nach Tschechien geschickt werden. Bei vielen Verbrauchern gingen inzwischen Mahnungen von über 140 Euro ein. Zusätzlich wurden einigen Empfängern Überprüfungs- und Bearbeitungsgebühren in Höhe von 58 Euro in Rechnung gestellt. Die Verbraucherzentrale rät:
· Zahlen Sie nicht! Bewahren Sie Ruhe und legen Sie die Schreiben zur Seite.
· Erst wenn ein Schreiben aus Deutschland eingeht (nicht nur mit einer deutschen Briefmarke frankiert), sollte reagiert werden!

Bei Fragen zu solchen Rechnungen wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale.
pdf icon VZMV_Phonemax_Brief.pdf

Polizei warnt vor aktiven Trickbetrügern

Derzeit gibt es in allen drei Landkreisen, für die das Neubrandenburger Polizeipräsidium zuständig ist (VR, VG und MSE), etliche Anrufe von Trickbetrügern, die sich vor allem auf die Masche der Schockanrufe zu konzentrieren scheinen.

Die Ermittler der Kripo gehen davon aus, dass die bisher bekannten und angezeigten Betrugsversuche nur ungefähr ein Zehntel der tatsächlichen aktuellen Betrugsversuche in den Regionen ausmachen.

Die Trickanrufe sind vor allem aus Barth, Stralsund, Neubrandenburg und Anklam angezeigt worden. Bisher haben die Angerufenen zumindest kein Geld an jemanden überwiesen, einige waren jedoch kurz davor, tatsächlich Opfer zu werden.
Näheres zum Schockanruf:

Die Betrüger geben sich als Polizisten aus und behaupten, ein enges Familienmitglied habe entweder einen Unfall gehabt und liege nun im Krankenhaus. Oder der Sohn, der Enkel oder andere Verwandte hätten einen tödlichen Unfall verursacht und säßen nun im Gefängnis. Die Betrüger fordern von den oft zunächst geschockten Opfern Geld, das für eine Operation oder das „Freikaufen“ aus der Haft notwendig sei.

Das ist natürlich alles Fake. In Deutschland fordert keine Klinik für lebenswichtige Operationen vorab Geld und zudem gibt es hierzulande keine Kautionen, mit denen man Angehörige aus dem Gefängnis herauskaufen kann.

Daneben ist leider erneut ein Fall von „love scamming“ – also digitaler Liebesschwindel – geglückt. Eine 66-Jährige aus dem Raum Ribnitz-Damgarten ist auf einen falschen Soldaten hereingefallen, der seit einigen Wochen via Facebook mit ihr Kontakt hatte. Weil er angeblich auf einem Flughafen festsitze, überwies sie rund 4.000 Euro für sein Flugticket. Der Betrüger hatte ihr zur Bestätigung seiner angeblichen Notlage auch ein – gefälschtes – Schreiben des deutschen Zolls zukommen lassen.