Aktuelle Verbraucherwarnung – Rechnungen von Telstar oder Telpay nicht bezahlen!

In den letzten Tagen vermehrten sich die Anfragen von Verbrauchern zu Rechnungen der Firma Telstar bzw. Telpay.

In den Rechnungen werden den Verbrauchern angeblich in Anspruch genommene Telefonsexleistungen in Rechnung gestellt. Die 90 Euro sollen auf ein tschechisches Konto überwiesen werden bzw. bar per Einschreiben nach Tschechien geschickt werden.

Die Verbraucherzentrale rät: Zahlen Sie nicht! Bewahren Sie Ruhe und legen Sie die Schreiben zur Seite.

Erst, wenn ein Schreiben aus Deutschland eingeht (nicht nur mit einer deutschen Briefmarke frankiert), sollte reagiert werden!

Polizei warnt vor falscher Bundesstelle

Bildquelle: Polizeirevier Barth

Im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 warnt die Polizei vor einer neuen, bundesweiten Betrugsmasche. Bislang unbekannte Täter geben sich als angebliche ‚Bundesstelle für Seuchenschutz‘ aus und verschicken Briefe an ihre vermeintlichen Opfer. Darin werden die jeweiligen Adressaten aufgefordert, aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe einen Test auf COVID-19 durchzuführen.

Für die Zustellung des Tests fallen Gebühren an, die per Nachnahme bei der Deutschen Post entrichten werden müssen. Es wird auf eine schnelle Vorauszahlung und Abholung des Test-Sets binnen drei Tagen gedrungen. Eine falsche Zustellbenachrichtigung der Deutschen Post mit der geforderten Nachnahmegebühr liegt dem Schreiben gleich mit bei. Sollte diese Maßnahme nicht freiwillig durchgeführt werden, drohen die mutmaßlichen Betrüger eine zwangsweise Durchsetzung an.

Ein derartiges Betrugsschreiben von einem angeblichen Dr. Marcus Petersen erhielt am vergangenen Wochenende auch eine 64-jährige Deutsche aus Zingst. Mit dem zusätzlichen Abholschein bei der Postfiliale wurde die Frau aufgefordert, eine Nachnahmegebühr in Höhe von 85,50 Euro zu zahlen. Sie fiel allerdings nicht auf diese Masche rein und erstatte Strafanzeige im Polizeirevier Barth.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Die Polizei warnt davor, auf die betrügerischen Schreiben der angeblichen ‚Bundesstelle für Seuchenschutz‘ reinzufallen. Bekanntgewordene Sachverhalte sollten bei der Polizei unbedingt zur Anzeige gebracht werden. Erhaltene Forderungsschreiben sowie die dazugehörigen Briefumschläge und Abholbenachrichtigungen sollten aufgehoben und der Polizei zur Verfügung gestellt werden.

Familienangehörige, Freunde und Bekannte werden gebeten, insbesondere ältere Menschen über diese neue Betrugsmasche zu informieren und hinsichtlich des richtigen Umgangs mit diesen Zahlungsforderungen zu sensibilisieren.

LKA MV warnt Unternehmen vor falschen E-Mails im Zusammenhang mit der Corona-Soforthilfe

Derzeit sind falsche E-Mails im Umlauf, die sich an Unternehmen richten und sich auf bereits ausgezahlte Corona-Soforthilfen beziehen. Die E-Mails stammen angeblich von Behörden oder Banken und fordern die Empfänger dazu auf, eine beigefügte Bescheinigung des Finanzamts ausgefüllt zurückzusenden. Neben der Bescheinigung über erhaltene Zuschüsse zur Vorlage beim Finanzamt ist der E-Mail ein weiteres, offiziell wirkendes PDF-Dokument angefügt, das eine Rechtsbelehrung über die Pflichten als Antragsteller für den Corona-Zuschuss enthält.

Bislang ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Unternehmen bekannt geworden, das zwei derartige Emails erhalten hat. Die Absender dieser Emails waren die Adressen corona-zuschuss@nrw.de.com sowie corona-zuschuss@nbank.de.com. Diese E-Mails stammen nicht von den vorgegebenen Stellen.

Es ist davon auszugehen, dass sie dazu dienen, sensible Unternehmensdaten abzugreifen. Das betroffene Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern handelte richtig und ging nicht auf die Aufforderung ein. Im besagten Fall sind durch die Absender-Adressen deutliche Bezüge zu Nordrhein-Westfalen bzw. Niedersachsen erkennbar. Die gefälschten E-Mails dürften somit für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern leichter durchschaubar sein. Jedoch ist nicht auszuschließen, dass ähnliche E-Mails mit Bezügen zu Mecklenburg-Vorpommern im Umlauf sind.

Das LKA MV rät daher allen Empfängern dieser E-Mails:

  • Öffnen Sie grundsätzlich nur Anlagen von Absendern, die Sie kennen.
  • Nehmen Sie weder Kontakt mit den Tätern unter den oben genannten E-Mail-Adressen auf noch füllen Sie die angehängten Formulare aus!

Weitere Informationen zum Phänomen „Phishing“ erhalten Sie unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/phishing/.

Service für Erwachsene – Ihre Rechnung aus Tschechien

In den letzten Wochen wendeten sich zahlreiche, männliche Verbraucher an die Beratungsstelle in Stralsund mit der Bitte um Beratung zu Zahlungsaufforderungen eines tschechischen Inkassounternehmens. Mit der Rechnung, die die Betroffenen per Post oder per SMS erhalten haben, macht das Inkasso eine Forderung für die angebliche Inanspruchnahme von Erotikdienstleistungen am Telefon geltend.

Wer der Zahlungsaufforderung nicht nachkommt, erhält schnell die nächste Mahnung mit einem weitaus höheren Betrag. Die Firmen heißen u.a. ARMEX, INOVA Inkasso, ROVITA oder AVIS Inkasso und sind nicht im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen. Die Aufforderung, den geforderten Betrag per Post bar an das Inkassounternehmen zu schicken, sollte den Empfänger des Schreibens auf jeden Fall misstrauisch machen.

Der Tipp der Verbraucherzentrale: Lassen Sie sich von derartigen Schreiben nicht beunruhigen! Nur auf eine Zahlungsaufforderung eines in Deutschland registrierten Inkassounternehmens sollten Sie reagieren und die Berechtigung der Forderung prüfen. Sind Sie unsicher oder benötigen Sie Unterstützung, lassen Sie sich von Ihrer Verbraucherzentrale beraten.

Achtung Telefonabzocke – Verbraucherzentrale warnt

Aufgrund der Coronavirus-Krise halten sich mehr Verbraucher als sonst in ihren eigenen vier Wänden auf. Dieser Zustand wird nun auch vermehrt von unseriösen Telefonanrufern ausgenutzt. Bei der Beratungsstelle Rostock gehen seit Tagen Beschwerden und Anfragen zu ominösen Telefonanrufen ein.

Es wird von Anrufern berichtet, die behaupten, die Verbraucherinnen und Verbraucher hätten an Lotto- oder Gewinnspielen teilgenommen. Diese seien kostenpflichtig und der Vertrag laufe ein Jahr. Man sei aber bereit, auf den Verbraucher zuzugehen: Dazu müsse er drei Spiele bestätigen, nur dann könne der Vertrag vorzeitig beendet werden.

Die Verbraucherzentrale rät: Nicht verunsichern lassen und auf keinen Fall auf das Angebot eingehen.

„Sollten Sie sich sicher sein, nie einem Vertragsangebot zugestimmt zu haben, weisen Sie die Forderung zurück, und fordern Sie den Anbieter auf nachzuweisen, wie der Vertrag zustande gekommen sein soll. Rein vorsorglich sollten Sie den Vertragsschluss auch widerrufen und ihn wegen arglistiger Täuschung anfechten“, raten die Verbraucherschützer.

Vorsichtig sollten Verbraucher auch bei der Weitergabe ihrer Daten sein. Zur Gewinnspielteilnahme genügt in der Regel die Angabe der Postadresse. Angaben zu Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder gar Kontoverbindung sollten vermieden werden. Seien Sie besonders kritisch, bevor Sie in die Weitergabe Ihrer Daten an Dritte einwilligen. Vorsicht ist geboten, wenn weder die Dritten noch der Zweck der Weitergabe konkret benannt werden oder nur ein pauschaler Hinweis erfolgt.

Wenn Sie unsicher sind oder bereits Opfer des Betrugs geworden sind, melden Sie sich telefonisch bei der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern unter 0381 208 70 50.

Wichtig ist es zusätzlich, bei Kontoangaben regelmäßig die Kontoauszüge zu kontrollieren und unberechtigte Abbuchungen bei Ihrer Bank sofort rückgängig zu machen. Dazu haben Sie bis zu acht Wochen Zeit.

Vorsicht vor falschen Coronavirus-Testern an der Haustür

Justizministerin Katy Hoffmeister warnt: „Es gibt keine Haustester außerhalb von offiziellen Testzentren. Tests auf Covid-19 nur auf medizinische Anordnung“.

„Es gibt Menschen, die aus einer Ausnahmesituation Profit schlagen wollen. Bitte passen Sie auf sich auf. Nachdem erste Trickbetrüger in Mecklenburg-Vorpommern an Haustüren standen, um einen teuren Test auf Coronaviren zu verkaufen, ist äußerste Vorsicht geboten. In derartigen Haustürgeschäften liegt in der Regel zumindest ein versuchter gewerbsmäßiger Betrug vor. Wenn sich der vermeintliche Tester zum Beispiel als verantwortlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder der Polizei ausgibt, dann dürfte auch der Straftatbestand der Amtsanmaßung erfüllt sein. Daher meine Bitte, lassen Sie sich auf kein Türgeschäft mit angeblichen Tests auf Coronaviren ein. Es gibt keine solchen Haustürtester in unserem Land. Wir haben Testzentren. Die Tests werden erst dann angeordnet, wenn der Hausarzt oder auch das zuständige Gesundheitsamt bei entsprechenden Symptomen mit einer Überweisung einen Test für notwendig erachtet“, warnt Justizministerin Hoffmeister als zuständige Ministerin für den wirtschaftlichen Verbraucherschutz.

Betrügereien in Zeiten von Corona

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte warnt vor verschiedenen Betrugsmaschen, die im Zusammenhang mit der Corona Pandemie schamlos genutzt werden:

Seien Sie misstrauisch, lassen Sie niemanden in Ihre Wohnung. Öffnen Sie keine E-Mail Anhänge, deren Absender Sie nicht kennen und klicken Sie auf keine Links, wenn Sie nicht genau wissen, dass es sich um einen sicheren Absender handelt. Übergeben Sie Geld oder Wertgegenstände keinesfalls an Unbekannte. Und bitte: lassen Sie sich nicht überrumpeln! Kein Mitarbeiter unserer Gesundheitsbehörden oder von Computerfirmen wird Sie wegen der CORONA-Pandemie zu Hause aufsuchen; das ist ein Trick, um in Ihre Wohnung zu kommen. Wenn Sie Zweifel haben, rufen Sie bitte die Behörde an, bevor Sie die Tür öffnen. Sollten Sie bereits Opfer einer Straftat geworden sein oder den Verdacht haben, dann wenden Sie sich umgehend an die Polizei.

Hier typische Tricks, die in letzter Zeit angewendet werden:

1. Falsche Polizisten oder Mitarbeiter des Gesundheitsamtes an der Tür
Angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder auch falsche Polzisten verschaffen sich Zutritt zu den Wohnungen. Sie geben vor, dass sich die Bewohner infiziert hätten oder die Bewohner stünden unter Quarantäne. Sie müssten in die Wohnung kommen und weitere Untersuchungen vornehmen.

2. Der Enkeltrick
Die Anrufer geben sich am Telefon als Verwandte aus, die mit dem Virus infiziert sind und Geld für die Behandlung benötigen. Sie bitten um Geld oder Wertgegenstände, die ein Freund dann abholen wird.

3. Home-Office-Support
Diese ganz neue Methode wendet sich an Menschen, die jetzt zu Hause arbeiten. Englischsprachige Täter rufen an und schildern ein Problem im Computersystem des Unternehmens. Damit das Problem gelöst werden kann, sollen sie eine Fernwartungssoftware aufspielen. So kommen die Täter an sensible Daten auf dem Rechner.

4. Phishing Mails
Kriminelle schicken E-Mails mit einem Anhang. In den Anhang befinden sich angeblich wichtige Informationen der WHO zu Corona. Öffnet man diese Anhänge, ist der Computer infiziert. In einer anderen sogenannten „Phishing Methode“ wird in einer E-Mail behauptet, dass die Sparkasse kleine Filialen zum Schutz der Mitarbeiter schließt. Kunden können angeblich nur dann Hilfe bekommen, wenn sie die Daten überprüfen lassen. Das stimmt niemals!

5. Fake-Shops
Auf Fake-Shop Seiten wird medizinisches Gerät oder Atemschutzmasken angeboten, die die Kunden aber nie erhalten.