Aktuelle Warnung vor Betrügern – ein Betrug geglückt – Rentnerehepaar verliert mehr als 20.000 Euro

Am Mittwoch, 28.10.2020, kam es in Blankensee zu einem geglückten Betrug zum Nachteil älterer Menschen, bei dem ein Rentnerehepaar über mehr als 20.000 Euro ihres Vermögen gebracht wurden.

Das geschädigte deutsche Rentnerehepaar ist über 80 Jahre alt. Die Ehefrau hat am 28.10.2020 gegen 09:30 Uhr einen Anruf einer vermeintlichen Staatsanwältin aus Görlitz erhalten. Diese gab an, dass die Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem eine Radfahrerin tödlich verunglückt sei. Zudem soll der Schwiegersohn auf dem Beifahrersitz gesessen haben und bei dem Unfall ebenfalls verletzt worden sein. Zusätzlicher psychischer Druck wurde auf die Geschädigte aufgebaut, da im Hintergrund wiederholt eine weibliche weinerliche Stimme die Worte rief: „Mutti, hilf mir“.

Von der Geschädigten wurden 150.000 Euro als Kaution gefordert. Da die Rentnerin diese Summe nicht aufbringen konnte, erklärte sie, dass sie 20.000 Euro in bar, kleine Goldbarren und diverse Schmuckstücke in Gold besitzt. Sie kontaktierte ihren Ehemann, der ebenfalls durch die vermeintliche Staatsanwältin über den Verkehrsunfall der Tochter in Kenntnis gesetzt wurde.

Der Ehemann organisierte anschließend telefonisch über die Hausbank einen Dispokredit in Höhe von 20.000 Euro. Er schenkte dem Hinweis des Bankangestellten auf einen möglichen Betrugsversuch dabei keine Bedeutung. Der Geschädigte holte in der Folge den eingerichteten Dispokredit vom Bankautomaten in Blankensee ab und begab sich gegen 16:20 Uhr zur vereinbarten Übergabe in die Lessingstraße nach Neustrelitz. Dort übergab der Geschädigte einer unbekannten männlichen Person 20.000 Euro in bar, mehrere Goldbarren im Gesamtwert von ca. 500 Euro sowie diversen Familienschmuck.

Den unbekannten Mann beschreibt der Geschädigte wie folgt: klein, ca. 50 Jahre alt. Er trug einen schwarzen Anorak mit weißem Aufdruck, eine helle Mütze, einem weißen Mundschutz und eine schwarze Umhängetasche. Der Tatverdächtige verließ den Übergabeort anschließend fußläufig in Richtung Kiefernheide.

Der Geschädigte begab sich anschließend zurück zur Wohnanschrift, hegte Zweifel und verständigte von dort die Polizei. Die Beamten haben eine Strafanzeige aufgenommen. Die Ermittlungen wurden in der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg aufgenommen. Zeugen, die die Geldübergabe am Mittwoch, den 28.10.2020 gegen 16:20-16:30 Uhr beobachtet haben oder Angaben zum Tatverdächtigen oder einem möglichen Fluchtfahrzeug geben können, melden sich bitte bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395-5582 2224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

Auch heute Vormittag sind die Telefonbetrüger wieder aktiv. Im Raum Neubrandenburg rufen die Betrüger derzeit insbesondere ältere Menschen an und hinterfragen das Vermögen potentieller Geschädigter, stellen sich als angeblicher Polizist vor oder, wie auch in dem hier beschriebenen Fall, geben an, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall gehabt hat mit Folgen, für welche Bargeld benötigt wird.

Die Polizei warnt, keiner fremden Person Geld zu übergeben. Bitte nehmen Sie selbstständig Kontakt zu ihren Angehörigen auf und besprechen das Anliegen mit diesen. Bei verdächtigen Anrufen, kontaktieren Sie bitte die 110.

Warnhinweise nach vermehrten Einbrüchen in Gartenlauben

In den vergangenen vier Wochen wurden in Neubrandenburg in mehrere Gartenlauben verschiedener Kleingartenanlagen eingebrochen. Bislang unbekannte Täter haben sich gewaltsam Zutritt zu insgesamt 23 Gartenlauben in Kleingartenanlagen in Eschenhof, im Reitbahnviertel, im Jahnviertel und in Fritscheshof verschafft. Dabei wurde in den meisten Fällen nichts oder Speisen, Getränke oder Kleinstwerkzeuge entwendet, so dass kein bzw. ein geringer Stehlschaden entstanden ist. Auf Grund der Einbruchsspuren sind aber weitaus höhere Sachschäden von mehreren Tausend Euro entstanden.

Aus diesem Anlass wollen wir den Besitzern von Kleingärten ein paar Tipps und Hinweise geben, wie sie ihre Grundstücke und Gartenlauben winterfest und einbruchssicher machen können:

  • Überprüfen Sie die Sicherheitsvorkehrungen an Ihrer Gartenlaube: Sichtbare Sicherungen von Fenstern und Türen können potentielle Täter von ihren Taten abhalten, z.B. fachgerecht eingebaute Zylinderschlösser und Sicherheitsschließbleche, Fensterläden und Fensterschlösser. Auch der Einbau von Wildkameras und Alarmanlagen ist möglich.
  • Von außen sichtbare wertvolle Gegenstände (z.B. Fernseher, andere elektrische Geräte) und auch hochwertige Werkzeuge sollten an einem sicheren Ort (also nicht auf dem Gartengrundstück!) gelagert werden.
  • Alle Gegenstände und Werkzeuge, welche durch die Täter vor Ort zu Einbruchs- bzw. Diebstahlshandlungen genutzt werden könnten, sollten verschlossen werden.
  • Ziehen Sie ruhig die Gardinen zur Seite, damit die potentiellen Täter einen Blick in Ihre Laube werfen können und sehen können, dass sie dort nichts Wertvolles oder Brauchbares entwenden können.
  • Auch Speisen und Getränke sollten nicht in der Gartenlaube oder in dessen Keller aufbewahrt werden.
  • Stellen Sie Strom und Wasser ab.
  • Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen ihre Gartenlaube sowie Ihr Gartengrundstück. Auch Absprachen mit den Nachbarn sind von Vorteil, da man sich gegenseitig unterstützen kann. Tauschen Sie die Kontaktdaten mit Ihren Nachbarn aus, damit Sie sich bei Bedarf kontaktieren können. Nachbarn helfen Nachbarn.
  • Gehen Sie aufmerksam durch Ihre Gartenanlage. Scheuen Sie sich nicht davor, fremde Personen nach deren Anliegen zu befragen. Sollten Sie auffällige Personen- und Fahrzeugbewegungen wahrnehmen, können Sie diese jederzeit der Polizei mitteilen. Diese Hinweise könnten im Fall einer begangenen Straftat zu deren Aufklärung beitragen.
  • Lassen Sie sich ganz individuell und objektbezogen beraten: Polizeihauptkommissar Torsten Dowe von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Polizeiinspektion Neubrandenburg ist telefonisch unter 0395 55 82 5134 zu erreichen. Sie können einen Termin zur individuellen Beratung mit ihm vereinbaren.

Sollte alles das nicht geholfen haben und Sie sind doch Opfer eines Diebstahls oder Einbruchs geworden, so beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Bitte informieren Sie sofort die Polizei.
  • Nehmen Sie keine Veränderungen am Tatort vor. Möglicherweise könnten Sie so Spuren vernichten und so die Arbeit der Polizeibeamten erschweren.
  • Geben Sie bei der Anzeigenaufnahme alle Informationen und Besonderheiten, welche von Bedeutung sein könnten.
  • Erstellen Sie eine genaue Liste über das Diebesgut.

Vorsicht Falle – die Verbraucherzentrale MV warnt: Pro Claim droht mit Mahnung und Zwangsvollstreckung

Wegen angeblicher Gewinnspielbeteiligungen flattern derzeit wieder mal Schreiben in die Briefkästen vieler Verbraucher. Der Absender ist diesmal das Pro Claim Forderungsmanagement & Inkasso Büro. In der Vergangenheit waren es die „PLS Inkasso Services Group“ aus Hannover, die „Enet Payment Group“ aus Bremen, die „Losenet Group“ aus Hannover, die „DED Group“ aus Berlin sowie die „C.B.Group Inkasso“ aus Frankfurt/Main. Identisch ist bei allen, dass sie nicht im Rechtsdienstleistungsregister verzeichnet sind.

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Pro-Claim Beispielschreiben

Auffällig beim Schreiben der Pro Claim Inkasso ist: Für eine telefonische Erreichbarkeit der Pro Claim Inkasso mit Sitz in Frankfurt/Main, ist eine Telefonnummer mit Vorwahl in Polen, als Faxnummer eine Nummer mit Vorwahl in Großbritannien angegeben. Das Geld soll auf ein polnisches Konto überwiesen werden.

Tipp der Verbraucherzentrale: Zahlen Sie nicht und senden Sie auch nicht etwaige an die Schreiben angehängte Kündigungsschreiben zurück.

Erfolgreicher Liebesbetrug und derzeit viele Trickbetrugsversuche von falschen Polizisten

In Pasewalk ist eine 60 Jahre alte Frau auf einen Liebesbetrüger im Internet reingefallen. Die deutsche Staatsangehörige hat durch die „love scamming“-Masche fast 8.000 Euro verloren. Sie habe nach eigener Aussage ab 2018 über einen längeren Zeitraum Kontakt zu einem „Michel Eggert“ gehabt.

Nach dem Aufbau von „Vertrauen“ hat er mitgeteilt, dass er im Gefängnis in Ghana sitze und Geld brauche, um dort wieder raus zu kommen. Daraufhin überwies die Frau mehrfach Geld. Als er nicht mehr auf ihre Nachrichten reagierte und sich das „FBI“ aus den USA mit weiteren Geldforderungen meldete, wurde sie misstrauisch und erstattete nun Anzeige.

Im Bereich des Landkreises Vorpommern-Greifswald häufen sich aktuell Trickanrufe. Derzeitige Masche ist vor allem die des falschen Polizisten. Bisher hatten die Anrufer keinen Erfolg. Damit das möglichst so bleibt, warnt die Polizei erneut vor solchen Maschen.

  • Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertsachen! Auch nicht, um Geld/Wertsachen vor Einbrecherbanden o.ä. zu schützen.
  • Die Polizei ruft auch niemals mit der Telefonnummer 110 an!
  • Bleiben Sie generell misstrauisch: Gegenüber Personen, die vorgeben zu ihrer Familie zu gehören und plötzlich dringend Geld benötigen, dieses aber nicht selbst abholen können. Gegenüber Gewinnspielversprechen, für die vorab allerdings Geld überwiesen werden soll, damit der Gewinn ausgezahlt werden kann. Gegenüber „Bankmitarbeitern“, die vorgeben, Tan-Nummern zu benötigen.

Erste Blaualgen in der Seenplatte

Das Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat im Tollensesee erste Entwicklungen von Cyanobakterien, also „Blaualgen“ festgestellt. Deshalb ist die Überwachung der Badestellen am Tollensesee unverzüglich intensiviert worden. An den bewachten Badestelle Augustabad und Broda sind entsprechende Warnhinweise veröffentlicht.

„Wir rechnen bei dem anhaltend warmen und trockenen Wetter damit, dass jetzt auch in anderen Seen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte Blaualgen entstehen“, sagt Dr. Franz-Josef Stein, Sachgebietsleiter für Hygiene und Umweltmedizin beim Gesundheitsamt. Deshalb seien die Ämter im Kreis bereits informiert worden. Die Bademeister sind gebeten worden, besonders aufmerksam zu sein und Warnschilder aufzustellen. „Es sind nach wie vor viele Touristen in unserer Region, die Blaualgen vielleicht nicht erkennen. Deshalb sollten alle – auch an nicht bewachten Badestränden aufmerksam sein und Mitmenschen auf mögliche Anzeichen hinweisen“, so Dr. Stein.

Badegäste sollten zum Schutz ihrer Gesundheit in „Blaualgenteppichen“ grundsätzlich nicht baden. Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Es ist darauf zu achten, dass Kinder nicht in Algenanschwemmungen am Ufer spielen, oder gar Wasser schlucken. Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder -quaddeln), muss ein Arzt aufgesucht werden. Nach Möglichkeit sollten sich Badegäste nach dem Baden gründlich duschen.

Die Algenblüte ist an einem oder mehreren der folgenden Merkmale zu erkennen: Bläulich-grüne Trübung des Wassers, Schlierenbildung, Algenteppiche an der Oberfläche, Wolkenartige Verteilung im Wasser.

Cyanobakterien können ein Gesundheitsrisiko darstellen! Bei Hautkontakt können die schon genannten Reizungen sowie allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Eine Giftwirkung könnte auftreten, wenn an mehreren Tagen hintereinander algenhaltiges Wasser geschluckt wird.
Ansammlungen von Cyanobakterien sind sehr wind- und wetterabhängig. Innerhalb weniger Stunden kann sich die Situation völlig verändern.

Weiterhin steigende Zahlen bei den Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen

Anlässlich des Tags der Senioren am 21. August informiert das Landeskriminalamt MV über aktuelle Entwicklungen im Phänomenbereich der Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen: Auch im Jahr 2020 ist weiterhin ein Anstieg der angezeigten Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu verzeichnen.

In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden bereits 1.368 Fälle von Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Im Vorjahreszeitraum waren es 971 Fälle, was einen Anstieg von 41 % bedeutet. Erfreulicherweise kam es in diesem Jahr bislang nur bei 98 Fällen zur Übergabe von Geld oder Wertsachen. Die Versuchsquote liegt damit bei 92,8 % und somit höher als im Jahr 2019 (91,3 % der Fälle blieben beim Versuch). Von Januar bis einschließlich Juli 2020 beliefen sich die Schadenssummen auf 794.138 Euro, im gesamten Jahr 2019 wurden Schäden in Höhe von 1.552.351 Euro verzeichnet. Da die Fallzahlen im laufenden Jahr, im Vergleich zum Jahr 2019, ansteigen, jedoch die Quote der Vollendungen geringer ist, ist nach derzeitigem Kenntnisstand von einer ähnlichen Gesamtschadenssumme am Ende des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahr auszugehen.

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Diebstahl von zwei Fahrzeugen im Gesamtwert von ca. 70.000 Euro

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 18.08./19.08.2020, wurden im Stadtgebiet Broda in Neubrandenburg zwei neuwertige und damit hochwertige Fahrzeuge entwendet. Bisher unbekannte Täter haben einen weißen zwei Jahre alten Toyota RAV4 sowie einen zwei Jahre alten grauen BMW GT entwendet.

Der entwendete Toyota RAV4 ist ein Hybridfahrzeug mit Keyless-Go-System. Das Fahrzeug stand auf einer Parkfläche vor den Reihenhäusern im Verdiring in Broda. Der Wert des Fahrzeugs wird auf ca. 40.000 Euro geschätzt. Der entwendete BMW GT/630d hat ebenfalls das Keyless-Go-System. Das Fahrzeug stand über Nacht auf dem Parkplatz vor einem Einfamilienhaus im Heinrich-Schütz-Weg in Broda. Der Wert des Fahrzeugs wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt.

Die Diebstahlsanzeigen wurden aufgenommen. Sofort nach Feststellung wurden die Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnten die Fahrzeuge bisher nicht aufgefunden werden.

Die Beamten des Kriminalkommissariats Neubrandenburg haben die Ermittlungen aufgenommen. Es werden Zeugen gesucht. Wer in der benannten Nacht im Stadtgebiet von Neubrandenburg – insbesondere in Broda – auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen wahrgenommen hat, die entwendeten Fahrzeuge gesehen hat oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395 5582 5224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

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