Vorsicht Falle – die Verbraucherzentrale MV warnt: Pro Claim droht mit Mahnung und Zwangsvollstreckung

Wegen angeblicher Gewinnspielbeteiligungen flattern derzeit wieder mal Schreiben in die Briefkästen vieler Verbraucher. Der Absender ist diesmal das Pro Claim Forderungsmanagement & Inkasso Büro. In der Vergangenheit waren es die „PLS Inkasso Services Group“ aus Hannover, die „Enet Payment Group“ aus Bremen, die „Losenet Group“ aus Hannover, die „DED Group“ aus Berlin sowie die „C.B.Group Inkasso“ aus Frankfurt/Main. Identisch ist bei allen, dass sie nicht im Rechtsdienstleistungsregister verzeichnet sind.

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Pro-Claim Beispielschreiben

Auffällig beim Schreiben der Pro Claim Inkasso ist: Für eine telefonische Erreichbarkeit der Pro Claim Inkasso mit Sitz in Frankfurt/Main, ist eine Telefonnummer mit Vorwahl in Polen, als Faxnummer eine Nummer mit Vorwahl in Großbritannien angegeben. Das Geld soll auf ein polnisches Konto überwiesen werden.

Tipp der Verbraucherzentrale: Zahlen Sie nicht und senden Sie auch nicht etwaige an die Schreiben angehängte Kündigungsschreiben zurück.

Erfolgreicher Liebesbetrug und derzeit viele Trickbetrugsversuche von falschen Polizisten

In Pasewalk ist eine 60 Jahre alte Frau auf einen Liebesbetrüger im Internet reingefallen. Die deutsche Staatsangehörige hat durch die „love scamming“-Masche fast 8.000 Euro verloren. Sie habe nach eigener Aussage ab 2018 über einen längeren Zeitraum Kontakt zu einem „Michel Eggert“ gehabt.

Nach dem Aufbau von „Vertrauen“ hat er mitgeteilt, dass er im Gefängnis in Ghana sitze und Geld brauche, um dort wieder raus zu kommen. Daraufhin überwies die Frau mehrfach Geld. Als er nicht mehr auf ihre Nachrichten reagierte und sich das „FBI“ aus den USA mit weiteren Geldforderungen meldete, wurde sie misstrauisch und erstattete nun Anzeige.

Im Bereich des Landkreises Vorpommern-Greifswald häufen sich aktuell Trickanrufe. Derzeitige Masche ist vor allem die des falschen Polizisten. Bisher hatten die Anrufer keinen Erfolg. Damit das möglichst so bleibt, warnt die Polizei erneut vor solchen Maschen.

  • Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertsachen! Auch nicht, um Geld/Wertsachen vor Einbrecherbanden o.ä. zu schützen.
  • Die Polizei ruft auch niemals mit der Telefonnummer 110 an!
  • Bleiben Sie generell misstrauisch: Gegenüber Personen, die vorgeben zu ihrer Familie zu gehören und plötzlich dringend Geld benötigen, dieses aber nicht selbst abholen können. Gegenüber Gewinnspielversprechen, für die vorab allerdings Geld überwiesen werden soll, damit der Gewinn ausgezahlt werden kann. Gegenüber „Bankmitarbeitern“, die vorgeben, Tan-Nummern zu benötigen.

Erste Blaualgen in der Seenplatte

Das Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat im Tollensesee erste Entwicklungen von Cyanobakterien, also „Blaualgen“ festgestellt. Deshalb ist die Überwachung der Badestellen am Tollensesee unverzüglich intensiviert worden. An den bewachten Badestelle Augustabad und Broda sind entsprechende Warnhinweise veröffentlicht.

„Wir rechnen bei dem anhaltend warmen und trockenen Wetter damit, dass jetzt auch in anderen Seen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte Blaualgen entstehen“, sagt Dr. Franz-Josef Stein, Sachgebietsleiter für Hygiene und Umweltmedizin beim Gesundheitsamt. Deshalb seien die Ämter im Kreis bereits informiert worden. Die Bademeister sind gebeten worden, besonders aufmerksam zu sein und Warnschilder aufzustellen. „Es sind nach wie vor viele Touristen in unserer Region, die Blaualgen vielleicht nicht erkennen. Deshalb sollten alle – auch an nicht bewachten Badestränden aufmerksam sein und Mitmenschen auf mögliche Anzeichen hinweisen“, so Dr. Stein.

Badegäste sollten zum Schutz ihrer Gesundheit in „Blaualgenteppichen“ grundsätzlich nicht baden. Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Es ist darauf zu achten, dass Kinder nicht in Algenanschwemmungen am Ufer spielen, oder gar Wasser schlucken. Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder -quaddeln), muss ein Arzt aufgesucht werden. Nach Möglichkeit sollten sich Badegäste nach dem Baden gründlich duschen.

Die Algenblüte ist an einem oder mehreren der folgenden Merkmale zu erkennen: Bläulich-grüne Trübung des Wassers, Schlierenbildung, Algenteppiche an der Oberfläche, Wolkenartige Verteilung im Wasser.

Cyanobakterien können ein Gesundheitsrisiko darstellen! Bei Hautkontakt können die schon genannten Reizungen sowie allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Eine Giftwirkung könnte auftreten, wenn an mehreren Tagen hintereinander algenhaltiges Wasser geschluckt wird.
Ansammlungen von Cyanobakterien sind sehr wind- und wetterabhängig. Innerhalb weniger Stunden kann sich die Situation völlig verändern.

Weiterhin steigende Zahlen bei den Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen

Anlässlich des Tags der Senioren am 21. August informiert das Landeskriminalamt MV über aktuelle Entwicklungen im Phänomenbereich der Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen: Auch im Jahr 2020 ist weiterhin ein Anstieg der angezeigten Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu verzeichnen.

In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden bereits 1.368 Fälle von Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Im Vorjahreszeitraum waren es 971 Fälle, was einen Anstieg von 41 % bedeutet. Erfreulicherweise kam es in diesem Jahr bislang nur bei 98 Fällen zur Übergabe von Geld oder Wertsachen. Die Versuchsquote liegt damit bei 92,8 % und somit höher als im Jahr 2019 (91,3 % der Fälle blieben beim Versuch). Von Januar bis einschließlich Juli 2020 beliefen sich die Schadenssummen auf 794.138 Euro, im gesamten Jahr 2019 wurden Schäden in Höhe von 1.552.351 Euro verzeichnet. Da die Fallzahlen im laufenden Jahr, im Vergleich zum Jahr 2019, ansteigen, jedoch die Quote der Vollendungen geringer ist, ist nach derzeitigem Kenntnisstand von einer ähnlichen Gesamtschadenssumme am Ende des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahr auszugehen.

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Diebstahl von zwei Fahrzeugen im Gesamtwert von ca. 70.000 Euro

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 18.08./19.08.2020, wurden im Stadtgebiet Broda in Neubrandenburg zwei neuwertige und damit hochwertige Fahrzeuge entwendet. Bisher unbekannte Täter haben einen weißen zwei Jahre alten Toyota RAV4 sowie einen zwei Jahre alten grauen BMW GT entwendet.

Der entwendete Toyota RAV4 ist ein Hybridfahrzeug mit Keyless-Go-System. Das Fahrzeug stand auf einer Parkfläche vor den Reihenhäusern im Verdiring in Broda. Der Wert des Fahrzeugs wird auf ca. 40.000 Euro geschätzt. Der entwendete BMW GT/630d hat ebenfalls das Keyless-Go-System. Das Fahrzeug stand über Nacht auf dem Parkplatz vor einem Einfamilienhaus im Heinrich-Schütz-Weg in Broda. Der Wert des Fahrzeugs wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt.

Die Diebstahlsanzeigen wurden aufgenommen. Sofort nach Feststellung wurden die Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnten die Fahrzeuge bisher nicht aufgefunden werden.

Die Beamten des Kriminalkommissariats Neubrandenburg haben die Ermittlungen aufgenommen. Es werden Zeugen gesucht. Wer in der benannten Nacht im Stadtgebiet von Neubrandenburg – insbesondere in Broda – auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen wahrgenommen hat, die entwendeten Fahrzeuge gesehen hat oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395 5582 5224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

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Der Sommer ist zurück – die Waldbrandgefahr steigt!

Der Hochsommer hält in den nächsten Tagen weiterhin Einzug. „Die Hitze breitet sich über das gesamte Land aus. Auch in der kommenden Woche ist nicht mit Niederschlägen zu rechnen. Damit spitzt sich die Lage zu. Für das gesamte Bundesland steigt die Waldbrandgefahr“, mahnt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Die Waldbrandgefahr hat sich im Laufe der Woche bereits erhöht. Mecklenburg-Vorpommern ist laut Gefährdungslage dreigeteilt. Im gesamten Westen des Landes besteht eine mittlere Waldbrandgefahr (WGST 3). Im westlichen Teil Vorpommerns ist die Lage mit einer geringen Waldbrandgefährdung (WGST 2) noch verhältnismäßig entspannt, während jetzt im Osten des Landes die höchste Waldbrandgefahr (WGST 5) besteht.

Landwirte müssen unter anderem Wasserwagen mit der Zugmaschine bereitstellen, alle an der Ernte beteiligten Maschinen mit Handfeuerlöschern ausstatten, alle Maschinen besonders gründlich auf Schäden und Defekte prüfen, die zu Funkenschlag führen könnten und diese ggf. beseitigen. Weiterhin sind die Landwirte dazu angehalten, notwendige Reparaturarbeiten an den Maschinen auf besonders vor Brandgefahr gesicherten Flächen auszuführen, deutlich höhere Abstände zu benachbarten Flächen durch das Beernten breiterer Vorgewende einzuhalten und einzelne Flächen durch Tellern oder Schälen schwer entflammbar zu machen, um ein Übergreifen auf andere Teilflächen bzw. den ganzen Schlag zu verhindern. An Feldrandgebieten ist ab Waldbrandgefahrenstufe 4 ein sechs Meter breiter Wundstreifen anzulegen, wenn der Abstand zum Wald weniger als 50 Meter beträgt.

Die Waldbrandbereitschaftsdienste der Forstbehörden sind aktiviert. Bei akuter Gefahr kann die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen durch die untere Forstbehörde zur Gefahrenabwehr nicht ausgeschlossen werden. In diesem Jahr gab es bereits 37 Waldbrände auf einer Gesamtfläche von rund fünfeinhalb Hektar.

Dass der Schaden nicht größer ausgefallen ist, liegt unter anderem an der Waldbrandzentrale in Mirow. Von dort aus werden etwa die Hälfte der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern und gleichzeitig die besonders waldbrandgefährdeten Gebiete durch 22 hochmoderne Kamerasysteme überwacht, so dass eine schnelle Früherkennung und Bekämpfung von Waldbränden gegeben ist.

In den kommenden Tagen ist der Aufenthalt in der Natur mit besonderer Vorsicht zu verbinden. Alle Bürger und Touristen, die den Wald wegen seiner kühlenden Wirkung besuchen, sollten sich unbedingt an die gängigen Verhaltensregeln halten.

  • Rauchen Sie nicht im Wald und in der Feldflur!
  • Werfen Sie keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto!
  • Im und am Wald (Mindestabstand 50 Meter) darf kein Feuer entzündet werden!
  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Waldparkplätzen! Trockene Bodenvegetation an Waldrändern kann sich am Katalysator entzünden und einen Waldbrand verursachen.
  • Ermöglichen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Lösch- und Rettungskräften eine rasche und ungehinderte Zufahrt zum Brandherd, indem Sie die Waldwege freihalten!
  • Melden Sie alle Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110)!

Den aktuellen Stand und Hinweise zum Waldbrandschutz gibt es auf den Seiten der Landesforstanstalt: www.wald-mv.de.

neu.sw warnt vor unseriösen Stromangeboten

In Neubrandenburg und dem Umland sorgen aktuell Telefonanrufe von Energieanbietern für Verwirrung, die Stromverträge abschließen wollen und sich als Mitarbeiter der Neubrandenburger Stadtwerke ausgeben. Auch klingeln Personen, die sich als Mitarbeiter von neu.sw vorstellen, an Haustüren und erfragen Kundendaten.

Die Stadtwerke weisen deshalb darauf hin, dass neu.sw-Mitarbeiter weder per Telefon noch an Haustüren Verträge abschließen und sich bei Kundenbesuchen vor Ort immer ausweisen können und vorher anmelden.

Betroffene Kunden können sich jederzeit an den neu.sw Kundenservice wenden. Unsere Berater sind unter 0800 3500 800 oder per E-Mail unter kundenservice@neu-sw.de erreichbar.

Auch im Kundenbüro am Neubrandenburger Marktplatz im Marien-Carrée und im Servicepunkt Friedland gibt es Unterstützung.