Waldbrandgefahr etwas niedriger, aber noch keine Entwarnung

Während in und um Neubrandenburg nach wie vor Waldbrandwarnstufe 4 gilt, hat sich in anderen Landesteilen die Situation etwas entspannt. Im südlich liegenden Gebiet (Müritz Nationalpark bis einschl. Burg Stargard) ist die Warnstufe von 5 auf 4 abgesenkt worden.

Noch weiter drumrum gesehen, sank bspw. rund um Parchim und im Bereich zwischen Pasewalk und Usedom die Waldbrandwarnstufe auf 3, während rund um Güstrow nur noch eine geringe Gefahr (Stufe 2) im Moment gemeldet wird.

Vorsorgen ist auch hier immer noch besser als heilen, was konkret meist löschen heißt. Es ist alles zu unterlassen, was einen Waldbrand auslösen könnte. Immerhin sind nur 1-3% aller Waldbrände natürlichen Ursprungs, der übergroße Rest ist durch fahrlässiges oder vorsätzliches menschliches Verhalten ausgelöst.

Waldbrandgefahr in der Region

Während im Müritz-Nationalpark mit Stand 11.08.2020 die höchste Waldbrandwarnstufe 5 gilt, liegt sie im Bereich des Forstamtes Neubrandenburg noch auf Stufe 4. Äußerste Vorsicht gilt dabei natürlich trotzdem.

Im nördlichen Umfeld der Vier-Tore-Stadt wird im Moment ebenfalls die Waldbrandwarnstufe 4 angegeben. Anders sieht es im südlichen Bereich aus. Die Gegenden um Burg Stargard und Neustrelitz sind mit der Warnstufe 5 klassifiziert.

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Waldbrandgefahr im Müritz-Nationalpark

Seit dem 11. August herrscht für das Gebiet des Müritz-Nationalparks die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Daher bittet das Amt eindringlich um Vorsicht bei allen Besuchern.

Die derzeit sehr hohen Temperaturen laden zum Abkühlen in einem der vielen Seen ein. Baden macht Spaß und ist im Nationalpark an ausgewiesenen Badestellen auch erlaubt.

Die Kehrseite des schönen Wetters ist der Anstieg der Waldbrandgefahr. Mit Niederschlag, der die Situation entspannen könnte, ist in den nächsten Tagen nicht zu rechnen. Deshalb müssen sich Gäste und Einheimische besonders an die Regeln halten. Unabhängig von der Gefahrenstufe sind sowohl das Rauchen als auch das Feuermachen in und an den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns verboten. Das Befahren nichtöffentlicher Waldwege ist ebenfalls untersagt.

Um mögliche Feuer und Gefahren frühzeitig zu entdecken, sind derzeit besonders viele Ranger im Gebiet unterwegs. Das Nationalparkamt appelliert an die Vernunft der Besucher und bittet dringend um Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.

Folgende Vorsichtsmaßnahmen sind unbedingt einzuhalten:

  • Wald außerhalb der Wege nicht betreten!
  • Rauchen im Wald ist verboten!
  • Keine Zigarettenreste aus dem Autofenster werfen!
  • Kein Feuer, auch kein Grillfeuer im und am Wald
  • Zufahrtswege im Wald und an Waldrändern freihalten!
  • Das Befahren von nichtöffentlichen Waldwegen mit Kfz ist verboten!
  • Das Abstellen von Kfz auf trockenen Wiesen- und Waldflächen ist verboten!
  • Jeden Brand bitte unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112), Forstdienststelle oder Polizei melden!

Der Sommer ist zurück – die Waldbrandgefahr steigt!

Der Hochsommer hält in den nächsten Tagen weiterhin Einzug. „Die Hitze breitet sich über das gesamte Land aus. Auch in der kommenden Woche ist nicht mit Niederschlägen zu rechnen. Damit spitzt sich die Lage zu. Für das gesamte Bundesland steigt die Waldbrandgefahr“, mahnt Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Die Waldbrandgefahr hat sich im Laufe der Woche bereits erhöht. Mecklenburg-Vorpommern ist laut Gefährdungslage dreigeteilt. Im gesamten Westen des Landes besteht eine mittlere Waldbrandgefahr (WGST 3). Im westlichen Teil Vorpommerns ist die Lage mit einer geringen Waldbrandgefährdung (WGST 2) noch verhältnismäßig entspannt, während jetzt im Osten des Landes die höchste Waldbrandgefahr (WGST 5) besteht.

Landwirte müssen unter anderem Wasserwagen mit der Zugmaschine bereitstellen, alle an der Ernte beteiligten Maschinen mit Handfeuerlöschern ausstatten, alle Maschinen besonders gründlich auf Schäden und Defekte prüfen, die zu Funkenschlag führen könnten und diese ggf. beseitigen. Weiterhin sind die Landwirte dazu angehalten, notwendige Reparaturarbeiten an den Maschinen auf besonders vor Brandgefahr gesicherten Flächen auszuführen, deutlich höhere Abstände zu benachbarten Flächen durch das Beernten breiterer Vorgewende einzuhalten und einzelne Flächen durch Tellern oder Schälen schwer entflammbar zu machen, um ein Übergreifen auf andere Teilflächen bzw. den ganzen Schlag zu verhindern. An Feldrandgebieten ist ab Waldbrandgefahrenstufe 4 ein sechs Meter breiter Wundstreifen anzulegen, wenn der Abstand zum Wald weniger als 50 Meter beträgt.

Die Waldbrandbereitschaftsdienste der Forstbehörden sind aktiviert. Bei akuter Gefahr kann die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen durch die untere Forstbehörde zur Gefahrenabwehr nicht ausgeschlossen werden. In diesem Jahr gab es bereits 37 Waldbrände auf einer Gesamtfläche von rund fünfeinhalb Hektar.

Dass der Schaden nicht größer ausgefallen ist, liegt unter anderem an der Waldbrandzentrale in Mirow. Von dort aus werden etwa die Hälfte der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern und gleichzeitig die besonders waldbrandgefährdeten Gebiete durch 22 hochmoderne Kamerasysteme überwacht, so dass eine schnelle Früherkennung und Bekämpfung von Waldbränden gegeben ist.

In den kommenden Tagen ist der Aufenthalt in der Natur mit besonderer Vorsicht zu verbinden. Alle Bürger und Touristen, die den Wald wegen seiner kühlenden Wirkung besuchen, sollten sich unbedingt an die gängigen Verhaltensregeln halten.

  • Rauchen Sie nicht im Wald und in der Feldflur!
  • Werfen Sie keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto!
  • Im und am Wald (Mindestabstand 50 Meter) darf kein Feuer entzündet werden!
  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Waldparkplätzen! Trockene Bodenvegetation an Waldrändern kann sich am Katalysator entzünden und einen Waldbrand verursachen.
  • Ermöglichen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Lösch- und Rettungskräften eine rasche und ungehinderte Zufahrt zum Brandherd, indem Sie die Waldwege freihalten!
  • Melden Sie alle Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110)!

Den aktuellen Stand und Hinweise zum Waldbrandschutz gibt es auf den Seiten der Landesforstanstalt: www.wald-mv.de.