Wald-Wellness wieder möglich: Besucheröffnung der Herzrouten Rothemühl, des Ivenacker Tiergartens und des Wisentgeheges Damerow

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung, Entspannung und frischer Luft, insbesondere in Zeiten von Corona, ist unumstritten. Wald- und Landluft enthält viele ätherische Öle und rund 90 % weniger Feinstaub als Stadtluft, was sich positiv auf die Lungen- und Herzgesundheit auswirkt. Idealerweise steht so einem Wellness-Aufenthalt in der Natur Mecklenburg-Vorpommerns ab jetzt nichts mehr im Weg: Die Herzrouten im Forstamt Rothemühl, der Ivenacker Tiergarten und das Wisentgehege Damerow der Landesforst MV sind wieder für Besucher geöffnet.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, die uns Kontaktverbot und begrenzte Sport- und Freizeitaktivitäten abfordert, sehnt sich unser Körper nach Beschäftigung und Betätigung, um etwas gegen das erhöhte Stresslevel, wachsende Pfunde und die schwindende Ausdauer zu tun. Insbesondere für die Risikogruppen ist eine weitere Schwächung des körperlichen Zustandes und des Immunsystems von enormem Nachteil. Wie kann man unter den jetzigen Umständen am einfachsten etwas Gutes für seinen Körper tun? Ein ausgiebiger Spaziergang im Wald oder ein Ausflug aufs Land tankt Körper und Geist wieder auf!

Wer den Wald betritt, spürt sofort innere Entspannung. Durch die vielen Sinneseindrücke wie zwitschernde Vögel oder auch den angenehmen Waldgeruch wird Stress abgebaut und unser Wohlbefinden gestärkt. Zahlreiche medizinische Untersuchungen belegen die gesundheitsfördernde Wirkung eines Waldbesuches, insbesondere in Verbindung mit Bewegung, Entspannung und frischer Luft. Waldluft enthält viele ätherische Öle und rund 90 % weniger Feinstaub als Stadtluft, was sich positiv auf die Lungen- und Herzgesundheit auswirkt.

Gute Gründe also, um mit der Familie oder alleine einen Ausflug zu den Herzrouten im Forstamt Rothemühl, dem Ivenacker Tiergarten oder dem Wisentgeheges Damerow zu machen. Öffnungszeiten und Preise finden Sie unter www.wald-mv.de

Wiedereröffnungen am 1. Mai

Ab dem 01. Mai sind der Ivenacker Tiergarten und das Wisentreservat Damerow wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Vom dortigen Betreten der Spiel- oder Sammelplätze sowie Gastronomiebereiche ist allerdings abzusehen. Ein gegenseitiger Mindestabstand von 1,5 Metern ist grundsätzlich einzuhalten. Dies gilt auch für die Forstämter, die ebenfalls wieder geöffnet sind und eine Pürzel-Annahme ermöglichen.

Bitte beachten Sie hier zusätzlich die vor Ort aushängenden Hinweise und betreten Sie zugehörige Hofläden oder Verkaufsstellen mit Mund-Nasen-Schutz. Eine Kontaktaufnahme per Email oder Telefon ist nach wie vor zu bevorzugen. Weiterhin geschlossen bleiben die Jugendwaldheime in Dümmer und Loppin und die Samendarre Jatznick.

Waldbrandgefahrenstufe 5 – höchste Warnstufe im Nationalpark

Obwohl wir erst April haben und die Temperaturen nachts noch tief sinken, ist der Wald extrem trocken. Das Leitforstamt Mirow hat daher die höchste Warnstufe ab sofort ausgerufen.

Hier löschte die Feuerwehr die berühmte Luiseneiche bei Carpin im vergangenen Jahr. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten alle Besucher dringend die Verhaltensregeln beachten. (Foto: A. Liese)

Eigentlich verbindet man Waldbrandgefahr mit dem Hochsommer. Doch seit heute haben wir die höchste Warnstufe – auch im Müritz-Nationalpark. Lange ausbleibender Regen und trockener Wind haben die aktuelle Situation schon so früh im Jahr geschaffen.

Dies bedeutet, dass alle Besucher besonders vorsichtig sein müssen. Unachtsamkeit kann jetzt dramatische Folgen haben. Daher haben wir für alle Nationalparkbesucher die Verhaltensregeln zusammengestellt:

  • Wald außerhalb der Wege nicht betreten!
  • Rauchen im Wald unterlassen!
  • Keine Zigarettenreste aus dem Autofenster werfen!
  • Kein Feuer, auch kein Grillfeuer im und am Wald (50 m Mindestabstand) machen!
  • Zufahrtswege im Wald und an Waldrändern freihalten!
  • Das Befahren von nichtöffentlichen Waldwegen mit Kfz ist verboten!
  • Das Abstellen von Kfz auf trockenen Wiesen- und Waldflächen ist zu unterlassen!
  • Jeden Brand unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112), Forstdienststelle oder Polizei melden!

Um mögliche Feuer und Gefahren frühzeitig zu entdecken, wird das Nationalparkamt besonders viele Ranger zu Gebietskontrollen in die Fläche schicken. „Außerdem appellieren wir an Ihre Vernunft: Bitte halten Sie sich an die Sicherheitsvorschriften und tun Sie nichts Unüberlegtes im Wald. Momentan ist es wirklich brandgefährlich!“, so Ulrich Meßner, Leiter des Nationalparkamtes.

 

Brand in einem Waldstück bei Glasow

Am 20.04.2020, gegen 21:15 Uhr erhielt die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg die Mitteilung über den Brand in einem Waldstück in der Nähe der Ortschaft Glasow. Für die eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Demmin bestätigte sich der Sachverhalt.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand konnte vor Ort festgestellt werden, dass durch unbekannte Täter Bruchholz, welches an einer Kiefer gestapelt war, in Brand gesetzt wurde. Dadurch kam es zum Übergreifen des Feuers auf diese Kiefer und den trockenen Waldboden samt dessen Bewuchs auf einer Fläche von ca. 200 m².

Durch die eingesetzten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Dargun und Zarnekow, die mit insgesamt 35 Einsatzkräften vor Ort waren, konnte der Brand schnell gelöscht werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 300 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachtes der Brandstiftung.

Landesforst MV entwickelt neue Strategien zum Waldbrandschutz

Anfang Juli vergangenen Jahres brannten 950 ha des Waldes auf dem verlassenen Truppenübungsplatz Lübtheen. Der Brand zeigte auf, dass unter den Bedingungen extremer Trockenheit und Munitions­belastung bisherige Methoden der Waldbrandvorbeugung überdacht werden müssen. In einem Verbundprojekt mit der Technischen Universität Dresden entwickelt jetzt die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern dafür neue Strategien, die bundesweit Eingang in die forstwirtschaft­liche Theorie und Praxis finden sollen.

Beispielsweise werden die Erkenntnisse des Anlegens von Schneisen, waldbrandhemmenden Riegeln und der Löschwasserbereitstellung aus dem Lübtheener Brand optimiert und praktisch erprobt. Des Weiteren werden Demonstrationsflächen angelegt und spezielle Forsttechnik für munitionsbelastete Wälder getestet. Das Anfertigen von Materialien zur Aus- und Weiterbildung von Forstleuten sowie zur Anleitung von Waldbesitzern, Feuerwehren und Verwaltung sind ebenfalls Bestandteil des Verbundprojektes.

Projektstart ist der 1. Mai. Bis 2025 sollen die entwickelten neuen Strategien in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns umgesetzt sein. Das Verbundprojekt wird von der Fachagentur Nachhaltige Rohstoffe (FNR) mit rund 2,5 Millionen Euro aus dem Waldklimafonds unterstützt. Mit dem Waldklimafonds werden Maßnahmen von besonderem Bundesinteresse gefördert, die der Anpassung der Wälder an den Klimawandel dienen und den unverzichtbaren Beitrag naturnaher, struktur- und artenreicher Wälder zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen auf Dauer erhalten.

„Angesichts der erneuten Trockenheit bitte ich die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, alles zu unterlassen, was zu einem Brand in Wald und Flur führen könnte“, appelliert Backhaus an die Bevölkerung. Die allgemeinen Verhaltensweisen bei Waldbrandgefahr seien unbedingt einzuhalten. Mittlerweile gilt im gesamten Land die Waldbrandgefahrenstufe (WGST) 3 (mittlere Gefahr), im Osten des Landkreises Vorpommern-Greifswald (Leitforstamt Torgelow) sogar die Gefahrenstufe 4 (hohe Waldbrandgefahr). Dort galt im vergangenen Jahr bereits ab dem 23.4. die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Die aktuelle Waldbrandgefahrenlage und aktuelle Hinweise sind jederzeit der Internetseite der Landesforstanstalt zu entnehmen.

Verhaltensregeln für den Waldbrandschutz:
Generell (unabhängig von der WGST) sind in Wäldern das Rauchen, das Anlegen von Feuern im oder am Wald sowie das Befahren von nichtöffentlichen Waldwegen verboten, wobei Ausnahmen genehmigungspflichtig sind.

Für alle Gefahrenstufen gilt:

  • Rauchen Sie nicht im Wald und in der Feldflur!
  • Werfen Sie keine Zigarettenreste aus dem Auto! Benutzen Sie Ihren Bordaschenbecher!
  • Nutzen Sie für Lagerfeuer und Grillabende nur ausgewiesene Grill- und Lagerfeuerplätze, auf denen Sie einen ausreichenden Brandschutz sichern können. Halten Sie dabei einen Mindestabstand zum Wald von 50m ein!
  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Waldparkplätzen! Ermöglichen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Lösch- und Rettungskräften eine rasche und ungehinderte Zufahrt zum Brandherd, indem Sie die Waldwege freihalten!
  • Melden Sie alle Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110)!

Ab Waldbrandgefahrenstufe 4 können die Unteren Forstbehörden im Einvernehmen mit den Landräten das Betreten und Befahren des Waldes verbieten.

Brennende Kiefer in einem Waldstück in Demmin

Am Dienstag, 14.04.2020, gegen 20:20 Uhr wurde die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg über die Rettungsleitstelle über einen brennenden Baum in einem Waldstück bei den Sandbergtannen in Demmin informiert.

Beim Eintreffen der Beamten des Polizeihauptreviers Demmin war der Brand bereits durch die Feuerwehr gelöscht worden. Der Brandort befindet sich in einem Waldstück, neben dem unbefestigten Zufahrtsweg Sandbergtannen, unweit des Parkplatzes eines dortigen Restaurants.

Nach jetzigem Ermittlungsstand bemerkte ein Spaziergänger gegen 20:10 Uhr den brennenden Stamm einer großen Kiefer und informierte die Feuerwehr. Durch den Brand verkohlte der Baumstamm halbseitig bis zu einer Höhe von 4 bis 5 m. Zusätzlich geriet die umliegende Fläche auf ca. 40 m² in Brand. Durch den zügigen Einsatz der 23 Kameraden der Feuerwehr Demmin konnte der Brand schnell gelöscht und ein Waldbrand größeren Ausmaßes werden.

Die entstandene Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt. Die Ermittlungen der Kriminalkommissariatsaußenstelle in Demmin auf Grund des Verdachtes der Brandstiftung wurden aufgenommen. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in dem Waldstück bei den Sandbergtannen in Demmin gemacht haben, sich zu melden. Hinweise werden in Demmin unter 03998 245 224 entgegengenommen.

Landschaft genießen und Wälder schützen

Bitte Regeln für das Verhalten im Wald beachten

Statt Osterfeuer in den Gemeinden sind in diesem Jahr vielmehr Osterspaziergänge ganz in Familie angesagt. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bieten sich dafür schöne Wälder und Feldwege, sozusagen direkt vor der Haustür, an. Vorsorglich bittet deshalb die Arbeitsgruppe Waldbrandschutz des Landkreises alle Waldbesucher darum, die bekannten Regeln für das Verhalten im Wald zu beachten:

Im und am Wald darf kein Feuer entzündet werden, Rauchen im Wald und in der Feldflur ist grundsätzlich verboten. Das Befahren von nichtöffentlichen Waldwegen und das Parken von Fahrzeugen auf Waldwegen und trockenen Wiesen sind zu unterlassen. Wer einen Brand im Wald, auf Heideflächen oder auch Mooren bemerkt sollte sofort den Feuerwehr-Notruf 112 anrufen oder die 110 der Polizei.

Wie die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, werden in Deutschland nur ein bis drei Prozent aller Waldbrände durch natürliche Ursachen, wie Blitzschlag ausgelöst. Die meisten Waldbrände jedoch werden leider durch fahrlässiges oder sogar vorsätzliches Verhalten entfacht.