MV: Durchschnittspreise für Trinkwasserbezug und Abwasserentsorgung sind gesunken

Alle drei Jahre findet bundesweit die Erhebung der Wasser- und Abwasserentgelte statt, zuletzt für die Jahre 2017 bis 2019. Nach den nunmehr vorliegenden Ergebnissen sind in Mecklenburg-Vorpommern die durchschnittlichen Wasserentgelte je Kubikmeter gesunken. Die Jahresgrundgebühr für Trinkwasser stieg leicht. Insgesamt fielen in Mecklenburg-Vorpommern die Wasserkosten bei durchschnittlicher Haushaltsgröße und durchschnittlichem Wasserverbrauch 2019 geringer aus als in den Vorjahren.

Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern bezogen 745 Gemeinden (Gebietsstand 01.01.2019) im Land öffentliches Trinkwasser für insgesamt rund 1,61 Millionen angeschlossene Einwohner. Dabei richteten sich die je Haushalt anzuwendenden Wasserpreise nach den Anschluss- und Vertragsbedingungen von insgesamt 759 Tarifgebieten (Gemeinden oder Gemeindeteile mit Trinkwasserentgelt). Im Durchschnitt bezahlten die Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2019 für einen Kubikmeter Trinkwasser (1 000 Liter) 1,59 EUR. Das waren 7 Cent weniger als 2018 (1,66 EUR/m³) und 6 Cent weniger als 2017 (1,65 EUR/m³).

Das haushaltsübliche verbrauchsunabhängige Trinkwasserentgelt (Jahresgrundgebühr) betrug 2019 durchschnittlich 96,58 EUR und war damit 0,51 EUR höher als 2018 (96,07 EUR/Jahr) und 1,29 EUR höher als 2017 (95,29 EUR/Jahr). Die Trinkwasserkosten bei durchschnittlicher Haushaltsgröße (1,91 Personen je Haushalt) und durchschnittlichem jährlichen Wasserverbrauch je Haushalt (rund 75 Kubikmeter) lagen 2019 im Land bei 215,53 EUR im Jahr. Das waren 4,76 EUR weniger als 2018 (220,29 EUR/Jahr) und 3,23 EUR weniger als 2017 (218,76 EUR/Jahr).

Für 734 Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns gab es mengenbezogene Entgelte für die öffentliche Entsorgung von Abwasser. Das durchschnittliche Abwasserentgelt lag im Jahr 2019 bei 2,57 EUR je Kubikmeter Abwasser (1 000 Liter). Das waren 3 Cent weniger als 2018 (2,60 EUR/ m³) und 6 Cent weniger als 2017 (2,63 EUR/ m³). In 627 Gemeinden wurden zudem auch haushaltsübliche mengen- und flächenunabhängige Abwasserentgelte erhoben. Diese Abwassergrundgebühr betrug für das Jahr 2019 durchschnittlich 76,35 EUR. Das waren 5,85 EUR weniger als 2018 (82,20 EUR) und 3,72 EUR weniger als 2017 (80,07 EUR).

Weitere Informationen enthält der Statistische Bericht „Wasser- und Abwasserentgelte für die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern, 2019“ (Q193 2019 01). Neben der Entwicklung der durchschnittlich zu zahlenden verbrauchsabhängigen und verbrauchsunabhängigen Wasserpreise 2017 bis 2019 liefert er detaillierte Informationen zu den Wasserpreisen der Gemeinden für 2019. Der Bericht kann kostenfrei im Internet unter https://www.statistik-mv.de unter der Rubrik „Publikationen; Statistische Berichte; Umwelt“ heruntergeladen werden.

MVZ sichert Erhalt von Augenarztpraxis

Drei Jahre lang hat die Neustrelitzer Augenärztin Beate Wegner vergeblich einen Nachfolger für ihre Praxis in der Augustastraße 19 gesucht. Jetzt ist eine Lösung gefunden. Die Praxis wird seit Jahresbeginn vom Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Neubrandenburg-Mitte betrieben, das Team ist geblieben. „Ich arbeite gern weiter, aber mir werden jetzt viele administrative Aufgaben abgenommen“, freut sich Beate Wegner, die seit 1995 als niedergelassene Augenärztin arbeitete. „Und die Patienten freuen sich auch, dass wir noch da sind“, sagt sie.

Das MVZ betreibt bereits seit Jahren eine Augenarztpraxis in der Neubrandenburger Kranichstraße und hat dort vor einigen Monaten das Angebot erweitert. Orthoptistin Melanie Schewe behandelt an zwei Tagen in der Woche Kinder und Jugendliche mit Sehschwächen und Sehstörungen und bietet Untersuchungen der Sehfunktionen an. „Alle Kinder sollten bis zum Alter von zwei Jahren zu einem augenärztlichen Screening. Je früher man Sehschwächen erkennt, desto besser sind die Behandlungserfolge“, erklärt sie.

Das MVZ Neubrandenburg-Mitte gehört zur Poliklinik am Dietrich Bonhoeffer Klinikum gGmbH, die ein Tochterunternehmen des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums ist.

Neuer Brunnen für Neubrandenburg – Bau des Wasserwerks schreitet voran

Ein neuer Brunnen gehört nicht zum täglichen Geschäft der Mitarbeiter der Neubrandenburger Stadtwerke im Bereich Trinkwasser. Hin und wieder aber kommt so eine Anlage in die Jahre. Dann muss ein neuer Brunnen gebaut werden. Die Arbeiten dafür haben vor Kurzem begonnen. Und auch der Bau des neuen Wasserwerks schreitet voran.

Die Trinkwasserversorgung in Neubrandenburg und den umliegenden Gemeinden sichern insgesamt 24 Brunnen und drei Wasserwerke. Aus sogenannten Vertikalfilterbrunnen wird das Wasser aus rund 40 bis 150 Metern Tiefe gewonnen. Sie werden regelmäßig gewartet und kontrolliert, um die Versorgungssicherheit mit reinem und sauberem Trinkwasser zu gewährleisten.

Wenn ein Brunnen neu gebaut wird, muss zunächst der Standort bestimmt werden. Denn nicht jedes Gebiet eignet sich zur Förderung von Grundwasser. Um dies zu überprüfen, wurde kürzlich im Burgholz eine sogenannte Pilotbohrung durchgeführt. Ganz in der Nähe eines bereits existierenden Brunnens, der aus den 1970er Jahren stammt und nicht mehr nutzbar ist, stellten die Experten fest, dass sich ein Neubau am Standort lohnt. „Die Geologie ist hier perfekt“, sagt der zuständige Betriebsingenieur Tino Landt. Denn der alte Brunnen, in dessen direkter Nachbarschaft der neue gebaut wird, befindet sich in einer Senke unterhalb des Grundwasserspiegels, in dem Wasser unter Überdruck steht. Die Fachleute sprechen hier von einem artesischen Brunnen.

Bei der Pilotbohrung stießen die Fachleute in rund 75 Metern Tiefe auf einen Grundwasserleiter. Das ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen. Gleichzeitig wurde bei der Bohrung nach jedem Meter eine Bodenprobe entnommen. Aufgrund dieser Proben können die Fachleute unter anderem Rückschlüsse auf die hydrochemischen Verhältnisse ziehen, aber auch ein sogenanntes Schichtenverzeichnis erstellen. Denn wenn der Brunnen nach rund 50 Jahren einmal ausgedient hat, muss er mit den gleichen Materialien wieder verfüllt werden, wie die einzelnen Bodenschichten einmal entnommen wurden. Das dient dem Erhalt der einzelnen Trennschichten, aus denen der Boden besteht und die dafür sorgen, dass beispielsweise das Grundwasser nicht verunreinigt wird.

Und so schließt sich auch der Kreis: Denn erst, wenn der alte Brunnen im Burgholz verfüllt wurde, kann der neue gebaut werden. Das ist notwendig, weil beide Brunnen sehr nah beieinander liegen. Seine Fertigstellung ist noch in diesem Jahr geplant.

Auch der Neubau des Wasserwerks III geht immer weiter voran. Der Grundstein wurde im April des vergangenen Jahres gelegt, Richtfest vier Monate später gefeiert. Im Außenbereich der Anlage wurden mittlerweile Stromkabel sowie Rohr- und Trinkwasserleitungen verlegt. Gerade finden im Inneren des Gebäudes Putz- und Trockenbauarbeiten statt und die sanitären Anlagen werden installiert. Die Inbetriebnahme des Wasserwerks III ist für 2021 geplant. neu.sw investiert rund 3,2 Millionen Euro in die hochmoderne Anlage. Sie soll das alte Werk nebenan ersetzen und unter anderem eine erhöhte Aufbereitungskapazität sowie eine verbesserte Versorgungssicherheit gewährleisten.

Die Neubrandenburger Stadtwerke versorgen rund 78.000 Menschen in der Stadt und im Umland mit jährlich knapp vier Millionen Kubikmetern Wasser.

Wasserversorgung wegen Rohrbruch unterbrochen

Aufgrund eines Wasserrohrbruchs ist derzeit die Wasserversorgung in einem Hochhaus in der Oststadt unterbrochen. Unsere Techniker arbeiten an der Reparatur der Leitung.

Betroffen ist das Hochhaus in der Robert-Koch-Straße 9e. Die Arbeiten könnten mehrere Stunden dauern. Deshalb steht ein Wasserwagen bereit, um zumindest eine Notversorgung der Bewohner sicherzustellen.

Die neu.sw bitten ihre Kunden um Verständnis.

Strom und Fernwärme gesichert

Es ist vieles anders dieser Tage – auch in unserem Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerk in Neubrandenburg. Die „Mannschaft“ vor Ort ist um gut die Hälfte reduziert. Manche Kollegen bleiben die gesamte Schicht hinter verschlossener Tür. Nicht ganz dringend notwendige Aufgaben sind erst einmal gestrichen. Das alles stellt sicher: Strom und Fernwärme kommen trotz Corona-Krise genauso bei unseren Kunden an wie immer.

„Es ist ein komisches Gefühl, weil wir sonst immer in engem Kontakt mit allen Kollegen sind, aber es klappt erstaunlich gut, alle auf dem aktuellen Stand zu halten“, erzählt Dennis Reincke, der stellvertretende Kraftwerksleiter. Die Belegschaft ist in zwei getrennte Teams geteilt, die sich nicht begegnen – die einen arbeiten im Kraftwerk, die anderen sind im Home Office oder in Bereitschaft. Beim morgendlichen Rapport stehen die Ingenieure nun weit auseinander, um die Abstandsregeln einzuhalten. Die Schichtmannschaft vom Leitstand wenige Türen weiter ist nur noch per Telefon zugeschaltet. Statt zu dritt oder viert sitzen die Männer dort jetzt zu zweit vor den vielen Bildschirmen, mit deren Hilfe sie das Kraftwerk und alle Nebenanlagen – von der Geothermischen Heizzentrale in der Bachstraße bis zu den verschiedenen Heizwerken – überwachen und steuern. Der Normalbetrieb hat oberste Priorität! Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Kontakte untereinander auf ein Minimum reduziert werden.

Ohne Strom läuft schließlich kein Krankenhaus und keine Supermarktkasse, kein Home Office und kein Fernseher. Und ohne die Wärme, die bei der Stromproduktion entsteht, blieben die Heizungen der meisten Neubrandenburger kalt. neu.sw versorgt rund 80 Prozent der Haushalte in der Stadt mit Fernwärme.

Zur Not könnten die Männer auch mehrere Tage oder gar Wochen im Kraftwerk übernachten. Alles ist vorbereitet – so wie in vielen anderen Anlagen in Deutschland und Europa auch. „Küche, Dusche – wir sind gut ausgestattet“, sagt Dennis Reincke. Betten, Schlafsäcke und Vorräte stehen für den Ernstfall bereit. Von ähnlich bewegenden Zeiten können nur ältere Kollegen erzählen und diejenigen, die schon in Rente sind. Der extreme Schneewinter 1978/79 zählt dazu und auch die Jahrtausendwende, als weltweit ein dramatisches Millennium-Computerchaos befürchtet wurde – das dann allerdings nicht eintraf.

Die Corona-Krise dagegen ist real. Wegen ihr wurden einige Aufgaben wie ein Teil der Wartungsarbeiten, die nicht unbedingt jetzt notwendig sind, vorerst verschoben. Andere Projekte gehen weiter, der Bau des Wärmespeichers auf dem Kraftwerksgelände zum Beispiel. Die Absprachen mit den Baufirmen laufen ebenfalls per Telefonkonferenzen. Die Dämmung an dem 36 Meter hohen Stahl-Koloss ist inzwischen fast komplett, die Arbeiten liegen momentan noch im Zeitplan. Danke deshalb nicht nur unseren Kraftwerkern, sondern auch den Bauarbeitern!

Tag der Daseinsvorsorge: neu.sw lädt zur Technikschau in die Innenstadt

Ein riesiges Netz von Kabeln, Rohrsystemen und Kanälen erstreckt sich unter der Stadt Neubrandenburg. Unsichtbar versorgt es die Menschen mit allem, was sie zum Leben brauchen: Strom, Gas, Trinkwasser, Fernwärme, Abwasserentsorgung, Fernsehen oder Internet. Am Laufen gehalten wird all das von den Neubrandenburger Stadtwerken (neu.sw). Unsichtbar ist dabei nicht nur das Leitungs- und Kanalnetz, sondern oft auch die Arbeit, die notwendig ist, damit am Ende zu Hause der Wasserkocher läuft, die Heizung warm bleibt und das Abwasser gereinigt wird.

Zum bevorstehenden Tag der Daseinsvorsorge präsentiert sich neu.sw deshalb mitten in der Innenstadt: am 21. Juni 2019 von 13 bis 16 Uhr in der Turmstraße (zwischen Stargarder Straße und Wartlaustraße). 

Dann zeigen die Stadtwerkerinnen und Stadtwerker der verschiedenen Abteilungen ihre Technik und berichten von ihrer Arbeit. Die „Stromer“ zum Beispiel öffnen ihren Kabelmesswagen und führen vor, wie Stromkabel getestet werden. Bei kleinen Experimenten können Besucher zudem ihr Strom-Wissen testen. Regler, Ventile, Absperrschieber, aber auch verschiedene Rohre der Fernwärme- und Wasserversorgung sind ebenfalls zu sehen. Schnittmuster zeigen Aufbau und Funktion verschiedener Zähler. An Gasgeruchskarten lässt sich prüfen wie Gas riecht. Die Abteilung „Abwasser“ wird mit Hilfe von Videos einen Einblick ins Kanalsystem unter der Stadt bieten und die BUNDjugend Gullideckel mit dem Neubrandenburger Stadtwappen dazu nutzen, Stoffbeutel zu bedrucken. Ebenfalls geplant: der Vergleich von konventioneller und LED-Straßenbeleuchtung. 

Die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe als Tochtergesellschaft kommen mit einem Rufbus und informieren über ihre Angebote vom Mobilitätstraining über die BusSchule bis zum Linienschiff Rethra. Die neu.sw Töchterfirmen neu-medianet und neu-itec stellen gemeinsam den Glasfaserausbau am Beispiel von Schulen vor. Sie wollen mitten auf der Turmstraße einen Netzwerkstrang aufbauen und vorführen, wie ein WLAN-Zugangspunkt entsteht. Dort können sich Gäste auch als IT-Experten versuchen und Autos programmieren, die am Ende automatisch eine vorgegebene Strecke bewältigen sollen. Große Autos sind ebenso zu sehen, zum Beispiel E-Mobile aus der Fahrzeugflotte von neu.sw samt entsprechender Ladetechnik. 

Daseinsvorsorge steht dafür, dass Menschen Zugang zu den wichtigsten Dienstleistungen haben und damit steht sie für ein hohes Maß an Lebensqualität. Dafür sorgt neu.sw in der Stadt selbst und zum Teil auch im Umland – zuverlässig Tag für Tag. Die Aktion in der Innenstadt soll diese Arbeit für die Neubrandenburger und ihre Gäste sichtbar machen. Kommen Sie gern vorbei!

neu.sw baut neues Wasserwerk

Am Stadtrand von Neubrandenburg entsteht ein hochmodernes neues Wasserwerk. Heute wurde dafür der Grundstein gelegt. neu.sw investiert rund 3,2 Millionen Euro in den Bau. Er steht direkt neben dem alten Wasserwerk III, das inzwischen in die Jahre gekommen ist. Das neue Werk soll es ersetzen und 2021 in Betrieb gehen.

Damit steigt dann unter anderem die Aufbereitungskapazität von jetzt rund 6.000 Kubikmeter Wasser pro Tag auf dann etwa 8.000 Kubikmeter.

Das neue Wasserwerk III soll 2021 in Betrieb gehen. Foto: neu.sw

Die sechs Filterkessel sind deshalb größer als die beim alten Werk. Auch die Versorgungssicherheit wird weiter erhöht, weil die moderne Technik künftig zum Beispiel während Wartungsarbeiten nicht abgeschaltet werden muss, sondern weiter Trinkwasser aufbereitet werden kann.

Das alte Wasserwerk III war im Dezember 1981 in Betrieb gegangen. Nach nunmehr fast 40 Jahren ist die Technik überholt. Weil eine Sanierung teurer geworden wäre als ein Neubau haben sich die Neubrandenburger Stadtwerke in diesem Fall für den Ersatz entschieden.

neu.sw versorgt rund 78.000 Menschen in der Stadt und im Umland mit jährlich knapp vier Millionen Kubikmetern Wasser. Dafür betreiben die Stadtwerke insgesamt zwei Wasserwerke in Neubrandenburg und eines in Groß Nemerow. Das Wasserwerk III versorgt einen großen Teil der Stadt Neubrandenburg mit Trinkwasser, aber auch die Orte Weitin, Zirzow, Woggersin, Blankenhof, Gevezin, Wulkenzin, Neuendorf und Neu Rähse.