Auftakt zu Handy-Kontrollen – Neues Verkehrsspiel für Kinder eingeweiht

Seit Mittwochmorgen kontrollieren Beamte im Zuge der Kampagne „Fahren.Ankommen.Leben!“ an mobilen und stationären Kontrollstellen mit dem Schwerpunkt „Ablenkung im Straßenverkehr“. Dabei wurden bis heute Nachmittag im Bereich der Inspektion Neubrandenburg (Landkreis MSE) unter anderem elf Verstöße Handynutzung geahndet (neun Mal Fahrzeugführer, zwei Mal Radfahrer) sowie auch sieben Mal unangeschnalltes Fahren. Im Bereich der Inspektion Stralsund (Landkreis VR) wurden bisher sechs Handyverstöße am Steuer festgestellt sowie zwei Gurt-Verstöße. Im Bereich der Inspektion Anklam (Landkreis VG) wurden bis zum Nachmittag fünf erwischt, die am Steuer das Handy nutzten und elf Mal mussten die Beamten Fahrer wegen Gurt-Verstoßes anhalten.

Bei der Präventionsveranstaltung in Wolgast wurde erstmals durch den polizeilichen Präventionsberater Mario Tschirn eine neue Möglichkeit vorgestellt, die sowohl zur Kriminalitätsprävention (u.a. Mobbing, Diebstahl) und Verkehrserziehung für Kinder dienen soll. Dabei handelt es sich jeweils um eine fünf mal fünf Meter große bunte Spielplane mit mehreren Aktionsfeldern und großen Schaumstoffwürfel (s. Fotos). Die Verkehrserziehungsplane wurde passenderweise gleich von dem Beamten und einigen Kindern vor Ort ausprobiert.

Die neuen Spielplanen wurden durch Präventionsberater der Polizei anhand eines ähnlichen Spiels, das polnische Beamte bereits nutzen, gemeinsam entwickelt. Im Rahmen des deutsch-polnischen Kooperationsprogrammes „Interreg“ konnte die Idee verwirklicht werden. Jede Polizeiinspektion wird mit diesen Planen ausgestattet. Sie sollen vor allem bei der Präventionsarbeit mit Vorschul- oder Grundschulkindern eingesetzt werden, unter anderem im grenznahen Raum zum Beispiel in der deutsch-polnischen Schule in Löcknitz.

Beginn der Kontrollen „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ zum Thema Ablenkung

Quelle: Polizei

Heute beginnen in Mecklenburg-Vorpommern die neuen Kontrollen zur Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ mit dem Schwerpunkt „Ablenkung im Straßenverkehr“. In beiden Präsidien des Landes werden mehr als 100 Beamte mobil und stationär im Einsatz sein. Neben den Kontrollen wird es dieses Mal im „Famila“-Markt in Wolgast (Wedeler Straße) eine Präventionsveranstaltung geben, bei der erstmals ein neues Verkehrsquizspiel für Kinder zum Einsatz kommt.

Dabei geht es den Beamten auch darum, Fahrzeugführer und Radfahrer für die Vielzahl an Möglichkeiten der Ablenkung zu sensibilisieren. Explizit geahndet wird zwar „nur“ der Gebrauch von elektronischen Geräten, wie Handy oder Tablet. Abgelenkt werden kann man als Fahrzeugführer jedoch auch durch Essen und Trinken, Mitfahrer oder Dinge am Straßenrand.

Die Schwerpunktkontrollen zum Thema „Ablenkung“ finden den gesamten Monat Juli statt. Im Jahr 2019 wurden im gesamten Bundesland 12.449 Handyverstöße am Steuer bzw. bei Radfahrern mit einer Ordnungswidrigkeitsanzeige geahndet. Und erwischt werden, ist teuer: 100 Euro und ein Punkt gibt es für Fahrzeugführer (mit Gefährdung 150 Euro, 2 Punkte und ein Monat Fahrverbot; im Falles eines Unfalls 200 Euro, 2 Punkte, ein Monat Fahrverbot). Radfahrer zahlen 55 Euro Bußgeld (mit Gefährdung 75 Euro, bei Unfall 100 Euro).

Kradfahrer durch stationären Blitzer geblitzt und durch Videowagen angehalten und identifiziert

Am Dienstag, 23.06.2020, um 16:55 Uhr fuhren die Beamten der besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow mit dem Videowagen durch die Ortschaft Vipperow.

Dabei bemerkten sie, dass ein vor Ihnen fahrender Kradfahrer durch die stationäre Geschwindigkeitsmessanlage (Blitzer) mit seiner Harley aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung erfasst wurde. Die Beamten haben daraufhin den betroffenen Kradfahrer, einen 59-jährigen Deutschen, angehalten und kontrolliert.

Die Identität des betroffenen Fahrers wird zur weiteren Bearbeitung an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte übermittelt. Von dort aus wird der Fahrer in den nächsten Wochen einen Gebührenbescheid erhalten.

Flüchtiger Motorradfahrer fährt nach Verfolgungsfahrt in Funkstreifenwagen

Am Dienstag, 23.06.2020, gegen 13:30 Uhr wurde eine Funkstreifenwagenbesatzung des Polizeihauptreviers Waren in der Ortslage Penzlin auf einen Motorradfahrer aufmerksam, da an dem Motorrad keine Spiegel vorhanden waren und der Fahrer es unterließ, beim Abbiegen zu blinken.

Aus diesem Grund entschlossen sich die Beamten zur Kontrolle und schalteten hierzu die Anhaltesignale sowie das Blaulicht ein. Der Fahrer des Motorrades ignorierte die Anhaltezeichen der Polizei und flüchtete weiter durch die Stadt. Hinter dem Ortsausgang Penzlin in Richtung Neubrandenburg fuhr der Motorradfahrer von der B 192 nach links auf einen unweit der Fahrbahn, parallel verlaufenden Rad- und Gehweg. Dort fuhr er weiter in Fahrtrichtung Wulkenzin. Die Beamten fuhren mit stetigem Blickkontakt zum flüchtenden Motorradfahrer weiter auf der B 192 Richtung Wulkenzin. Während der Motorradfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf dem Radweg fuhr und sich versuchte der Kontrolle zu entziehen, gefährdete er mehrere Radfahrer und Fußgänger, die dort unterwegs waren und ausweichen mussten. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde.

In der Ortschaft Wulkenzin fuhr der Motorradfahrer bis auf Höhe der dortigen Tennishalle und anschließend weiter über ein Feld bis zur B 192, um dort auf Höhe des Ortsausganges Wulkenzin wieder auf die Bundesstraße zu fahren. Die Funkstreifenbesatzung erkannte das Vorhaben und stoppte den Funkwagen auf Höhe des Ortsausganges Wulkenzin auf der B 192. Dabei fuhr der Motorradfahrer in den Funkstreifenwagen und stützte. Der Fahrer, ein 51-jähriger Deutscher aus der Region Penzlin, wurde durch den Sturz nicht verletzt und auch die Beamten blieben bei dem Einsatz unverletzt. Am Funkstreifenwagen entstand ein Schaden von 5000 EUR, während das Krad kaum Beschädigungen aufwies.

Bei der anschließenden Unfallaufnahme stellte sich dann auch der Grund der Flucht heraus. Das Motorrad vom Typ Yamaha des 51-jährigen war nicht zugelassen, hatte falsche Kennzeichen und der Beschuldigte selbst hatte keine Fahrerlaubnis. Eine Alkoholisierung wurde nicht festgestellt.

Die Ermittlungen gegen den 51-jährigen wurden unter anderem wegen Urkundenfälschung, Verstoß gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und wegen Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurde das Motorrad beschlagnahmt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte vor Ort entlassen.

Videowagen stellt einen PKW mit verkehrsgefährdender Fahrweise fest

Am Freitag, 12.06.2020, waren die Beamten der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeirevieres Altentreptow mit dem Videowagen im Einsatz. Diese stellten gegen 17:10 Uhr auf der B96 (Ortsumgehung Neustrelitz) einen PKW BMW fest, der bei Gegenverkehr und durchgezogener Fahrstreifenbegrenzung einen vor ihm fahrenden Transporter überholte.

Hierbei und nach dem Überholvorgang beschleunigte der BMW auf eine Geschwindigkeit von 188 km/h. Nach dieser Feststellung entschlossen sich die Beamten den Pkw anzuhalten und einer Kontrolle zu unterziehen. In der Ortslage Weisdin haben die Beamten dann die LED-Schrift „Stopp Polizei“ und das Blaulicht eingeschaltet. Der Fahrer des Pkw ignorierte jedoch das Anhaltesignal und beschleunigte statt dessen sein Fahrzeug sehr stark auf 105 km/h und überholte verbotswidrig zwei Motorräder.

Hinter dem Ortsausgangschild beschleunigte er den PKW auf 200 km/h. Der Pkw fuhr dann weiter die B96 in Richtung Neubrandenburg. An der Einmündung nach Blumenholz bog er auf die L34 in Richtung Hohenzieritz. Auch hier fuhr er mit sehr hoher Geschwindigkeit. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist dort auf 80 km/h festgelegt. Der Pkw fuhr
teilweise 189 km/h. Kurz vor der Ortschaft Hohenzieritz wendete der PKW und fuhr zurück in Richtung B96. An der Einmündung zur B96 fuhr der Pkw dann wieder nach rechts in Richtung Neustrelitz. Auch hier beschleunigte der Pkw wieder stark und überholte andere Verkehrsteilnehmer an Bergkuppen und bei durchgezogener Fahrstreifenbegrenzung.

In der Ortschaft Weisdin wendete der PKW erneut und fuhr in Richtung Neubrandenburg. Auch hier beschleunigte der Pkw wieder sehr stark, so dass dieses mal eine Geschwindigkeit von 220 km/h erreicht wurde. Auf Höhe des Abzweiges nach Ehrenhof wollte der Pkw nach links abbiegen. Hier verlor der Fahrzeugführer die Kontrolle über seinen Pkw, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr in den Straßengraben.

Der Fahrzeugführer und sein Beifahrer sprangen aus dem Fahrzeug und versuchten fußläufig zu flüchten. Dieses konnten durch die Besatzung des Videowagens aber verhindert werden. Beide Insassen wurden dem Polizeihauptrevier zur Identitätsfeststellung zugeführt. Dabei wurde festgestellt, dass es sich beim dem Fahrzeugführer um einen 20-jährigen Deutschen und bei seinem Beifahrer um einen 22-jährigen Deutschen handelt. Bei der Überprüfung der Fahrtüchtigkeit stellten die Beamten fest, dass der Fahrzeugführer unter Einfluss von Betäubungsmittel stand. Gegen ihn wurde Anzeige wegen Verkehrsgefährdung, verbotenem Kraftfahrzeugrennen und Fahren unter Einfluß von Betäubungsmittel erstattet. Sein Führerschein und der wurden sichergestellt.

Der Videowagen im Einsatz – Vier Fahrzeugführer müssen mit Fahrverboten rechnen

Am Mittwochnachmittag, 10.06.2020, waren die Beamten der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow mit dem Videowagen im Einsatz. Dabei hatten sie gestern insbesondere die mehrspurigen Straßen in Neubrandenburg im Blick.

Die Beamten konnten dabei insgesamt vier Fahrzeugführer feststellen, die nun auf Grund erheblicher Geschwindigkeitsverstößen mit Fahrverboten rechnen müssen. Drei Fahrzeugführer wurden auf der Demminer Straße in Neubrandenburg mit Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h gemessen.

Der Spitzenreiter am Mittwoch war ein 26-jähriger Deutscher aus Neubrandenburg. Die Beamten haben ihn auf der Umgehungsstraße in Neubrandenburg von der Oststadt kommend in Richtung Südstadt fahrend gemessen. Abzüglich aller Toleranzen wird dem 26-Jährigen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 157 km/h bei erlaubten 80 km/h vorgeworfen. Damit muss er mit einem Bußgeld von 1.200 Euro, 2 Punkten und 3 Monaten Fahrverbot rechnen.

Motorradfahrer flüchtet vor der Polizei und verursacht einen Verkehrsunfall

Am Dienstagabend, 09.06.2020, gegen 18:00 Uhr befuhr der Videowagen des Autobahnpolizeirevieres Altentreptow die L27 aus Altentreptow kommend in Richtung Tützpatz. Auf Höhe der Ortslage Loickenzin wurde der Videowagen von zwei Krädern, die mit wesentlich höherer Geschwindigkeit fuhren, überholt. Der Videowagen folgte den beiden Krädern. Diese beschleunigten auf eine Geschwindigkeit von über 200 km/h.

Auf Höhe des Ortausganges Pripsleben schalteten die Beamten blaues Blinklicht und Martinshorn an, um die Kräder anzuhalten und einer Kontrolle zu unterziehen. Dieses Anhaltesignal wurde jedoch ignoriert. Stattdessen beschleunigten die Kräder sehr stark. Der Videowagen folgte den Krädern weiter und fuhr dabei mit einer Geschwindigkeiten von über 220 km/h. Trotz dieser Geschwindigkeit wurde der Abstand zu den Krädern größer.

In der Ortslage Tützpatz mussten die Beamten auf Grund der örtlichen Gegebenheiten ihr Geschwindigkeit stark reduzieren. Dabei konnten sie aus einer Entfernung von ca. 250 Meter beobachten wie eins der beiden Kräder nach rechts in Richtung Demmin abbog. Der Fahrzeugführer des zweiten Krades leitete eine Vollbremsung ein, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte dabei nach links. Auf der Seite liegend rutschte er gegen ein Werbeschild und kam einem Straßenbaum zum Stillstand. Beim Aufprall wurde der Fahrzeugführer ca. 2 Meter in die Luft geschleudert.

Er zog sich dabei aber nur leichte Verletzungen zu. Der verunfallte Fahrzeugführer war 28 Jahre alt und nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Er war deutscher Staatsangehörigkeit und in Demmin wohnhaft. Beim Unfall entstand ein Sachschaden von 2500,- EUR.