Aktuelle Verbraucherwarnung – Rechnungen von Telstar oder Telpay nicht bezahlen!

In den letzten Tagen vermehrten sich die Anfragen von Verbrauchern zu Rechnungen der Firma Telstar bzw. Telpay.

In den Rechnungen werden den Verbrauchern angeblich in Anspruch genommene Telefonsexleistungen in Rechnung gestellt. Die 90 Euro sollen auf ein tschechisches Konto überwiesen werden bzw. bar per Einschreiben nach Tschechien geschickt werden.

Die Verbraucherzentrale rät: Zahlen Sie nicht! Bewahren Sie Ruhe und legen Sie die Schreiben zur Seite.

Erst, wenn ein Schreiben aus Deutschland eingeht (nicht nur mit einer deutschen Briefmarke frankiert), sollte reagiert werden!

Verwechslungsgefahr: Desinfektionsmittel in Getränkeflaschen

Desinfektionsmittel in Getränkeflasche (Foto: VZ MV)

Verbraucherschützer warnen vor Händedesinfektion in PET-Trinkflaschen, da diese Produkte starke Ähnlichkeit mit Getränkeflaschen aufweisen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist nicht nur die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln sprunghaft gestiegen, sondern auch die Nachfrage nach Behältnissen für deren Abfüllung. Vereinzelt finden sich daher auch alkoholische Lösungen zur Händedesinfektion in PET-Flaschen in Form von handelsüblichen Getränkeflaschen.

Die Angebotsform dieser Produkte stellt aus Sicht des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes jedoch ein Gesundheitsrisiko für Verbraucher dar. Die verwendete Flasche erweckt den Eindruck, dass sich darin Wasser befindet, unabhängig von der Kennzeichnung. „Wir sehen die Gefahr, dass das Desinfektionsmittel mit einer Wasserflasche verwechselt werden könnte. Vor allem der Sportcap-Verschluss lässt diesen Schluss zu“, erklärt Nora Röder, Leiterin Fachbereich Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale M-V.

Gerade Kinder könnten sich von dieser Flasche angezogen fühlen, da zahlreiche bei Kindern beliebte Getränke (Fruchtsaftschorlen, Eistee, Sportlergetränke) ebenfalls in solchen PET-Flaschen verkauft werden. Die Verbraucherschützer befürchten, dass sich das Etikett während der Nutzung löst. Dann besteht keine Sicherheitsvorkehrung mehr und Verbraucher könnten aus der vermeintlichen Wasserflasche trinken. Auch eine Weiterverwendung der leeren Verpackung als Trinkflasche ist nicht auszuschließen.

„Wir halten die Verwendung einer handelsüblich für Getränke verwendeten PET-Flasche für die Aufbewahrung von Händedesinfektionsmittel für gefährlich und empfehlen diese Produkte nicht zu kaufen“, sagt Nora Röder.

Gemüsechips eine unbedenkliche Knabberei? Acrylamid in Kartoffel- und Gemüsechips

Gemüsechips, beispielsweise aus Süßkartoffeln, Möhren, Pastinaken oder rote Bete, sind neuere Handelsprodukte, die den Verbraucher inspirieren, mal etwas anderes, vermeintlich gesundes, aus dem Knabbereienregal zu konsumieren. Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) widmet sich auch dieser Produktgruppe. Im Fokus stand der Vergleich des Gehalts an vermutlich krebserregendem Acrylamid in Gemüsechips und klassischen Kartoffelchips.

„Die Analysen der zehn Proben Kartoffel- und ebenso vielen Gemüsechips ergaben unterschiedliche Ergebnisse: Der Richtwert für Kartoffelchips von 750 µg/kg Acrylamid wurde in keiner Probe überschritten. Die Acrylamidgehalte der Gemüsechipsproben lagen im Mittel statistisch abgesichert höher, bei 1.236 µg/kg“, sagt Frerk Feldhusen, Direktor des LALLF. Der höchste ermittelte Acrylamidgehalt in Gemüsechips betrug knapp 1.900 µg/kg.

Die Bildung der unerwünschten Substanz wird in den Gemüsechips höchstwahrscheinlich durch den höheren Zuckergehalt der verwendeten Gemüsesorten im Vergleich zu Kartoffeln begünstigt.

„Bei Kartoffelchips wird das Risiko der Überschreitung der Richtwerte für Acrylamid inzwischen als gering eingeschätzt“, ergänzt Feldhusen. Die Hersteller haben in den letzten Jahren Maßnahmen zur Minimierung des Acrylamids in ihren Produktionsverfahren erfolgreich angepasst und umgesetzt.

Für Gemüsechips gibt es noch keinen separaten Richtwert. Die Datenbasis für Acrylamidwerte muss weiterhin vergrößert werden, damit zukünftig eine entsprechende Zahl für diese Produktgruppe festgelegt werden kann.

„Zu vermuten ist, dass momentan durch den geringeren Verzehr der Gemüsechips eher kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher gegeben ist“, so Feldhusen.

Grundsätzlich enthalten die meisten, im Handel erhältlichen Kartoffel- und Gemüsechips viel Fett und Salz und sollten daher nur gelegentlich genossen werden.

Hintergrund
Acrylamid gehört aufgrund von Daten aus Tierversuchen zu den unerwünschten Stoffen. In Tierversuchen wirkte es Krebs erzeugend und Erbgut verändernd. Das Bundesamt für Risikobewertung in Berlin schätzt ein, dass Acrylamid in Lebensmitteln das Risiko der Krebsentwicklung bei Verbrauchern aller Altersgruppen erhöhen könnte.
In Lebensmitteln entsteht Acrylamid tagtäglich bei der Zubereitung mit Temperaturen ab 150 Grad Celsius, die die Lebensmittel auch ‚bräunt‘. Als Entstehungsbasis müssen die Aminosäure Asparangin und sogenannte reduzierende Zucker, wie Glukosen oder Fruktose, in dem Lebensmittel enthalten sein.
Aufgrund der vielen Einflussfaktoren lässt sich die Höhe der Bildung von Acrylamid bislang schwer voraussagen. Je dunkler Backwerk, Chips und Co sind, desto höher ist wahrscheinlich auch ihr Acrylamid-Gehalt.
Wichtige Acrylamid-Quellen sind Kaffee, Chips, Kekse, Kräcker und Knäcke- sowie Toastbrot. Im Verhältnis zum Körpergewicht sind Kinder die am stärksten exponierte Altersgruppe.

Reiserücktrittsversicherung – Absage wegen "Corona/COVID-19" ist oft nicht versichert

Die Reiselust der Deutschen ist weltweit bekannt. In diesen Monaten der Corona-Pandemie sind viele Verbraucher verunsichert, ob der für die Sommermonate geplante Urlaub stattfinden soll. Besonders schwer fällt die Entscheidung den Reiselustigen aus den sogenannten Risikogruppen.

Viele Reisewillige wollen nicht das Risiko einer Erkrankung mit COVID-19 während einer Urlaubsreise auf sich nehmen und stornieren ihre gebuchte Reise. Die entstehenden Stornokosten werden über die Reiserücktrittsversicherung eingereicht und man erwartet eine Erstattung. Diese Erwartung wird aber in den meisten Fällen nicht erfüllt, denn eine Urlaubsabsage aus diesen Beweggründen ist im Versicherungsschutz nicht enthalten.
Was ist denn enthalten?

Detailliert beschrieben sind versicherte Fälle in den Allgemeinen Bedingungen zur Reiserücktrittsversicherung, welche jeder Versicherungsnehmer beim Abschluss des Vertrags ausgehändigt bekommen muss. Diese können von Versicherer zu Versicherer variieren.

Der wichtigste Punkt ist die unerwartete schwere Erkrankung. „Unerwartet“ heißt, dass es zuvor keine Anzeichen bzw. keine dem Krankheitsbild entsprechende Vorerkrankung gab. Diese muss durch einen Arzt, eventuell sogar durch einen Facharzt, attestiert werden. Teilweise erstreckt sich der Versicherungsschutz auch auf eine persönliche Absage einer Reise, wenn ein enger Familienangehöriger unerwartet schwer erkrankt oder womöglich verstirbt.

Ebenfalls sind oft akute Ereignisse aus dem persönlichen Umfeld versichert, wenn es unzumutbar ist, an einer Reise teilzunehmen – beispielsweise ein großer Wasserschaden in Ihrem Haushalt.

Der Tipp der Verbraucherzentrale:

Setzen Sie sich mit dem Servicecenter Ihres Reiserücktrittsversicherers in Verbindung, wenn Sie eine Reise absagen und die Stornokosten geltend machen möchten. Fast alle Unternehmen haben eine Telefonhotline, mit denen Sie Einzelheiten zügig klären können. Im Rahmen dieser Gespräche wird auch auf Fristen hingewiesen und Empfehlungen zur Vorgehensweise werden gegeben.

Sofern Sie Fragen haben oder auch Beratung zu diesem Thema durch einen unabhängigen Fachberater wünschen, unterstützt die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e.V. gern. Infos zur Terminvereinbarung und den Kosten gibt es unter www.verbraucherzentrale-mv.eu oder unter 0381 2087050.

Marktcheck der Verbraucherzentrale MV zur Füllmenge und zu Nährwertangaben: Wie viel Luft steckt im Vanilleeis?

Foto: Vanilleeiskugel, Pixabay Ulrike Mai

Frühlingssonne und steigende Temperaturen machen Lust auf ein Eis. Ein nichtrepräsentativer Marktcheck der Verbraucherzentrale Mecklenburg- Vorpommern nahm die Kennzeichnung von zehn Vanilleeissorten unter die Lupe. Vorrangig ging es dabei um die Füllmengen- und die Nährwertangaben.

Füllmengenkennzeichnung von Eis

Laut Fertigpackungsverordnung werden die Füllmengen von flüssigen Lebensmitteln nach Volumen, alle anderen Lebensmittel nach Gewicht gekennzeichnet. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. Speiseeis wird wie ein flüssiges Lebensmittel behandelt und die Füllmenge somit nach Volumen, also in Millilitern, gekennzeichnet. 80 Prozent der Hersteller im Test gaben zusätzlich freiwillig auch die Füllmenge in Gramm an. In allen Produkten im Marktcheck steckte ein Luftaufschlag, teilweise bis über 100 Prozent. Durch die eingeschlagene Luft steigt das Volumen und aus 500 Gramm werden schnell 1000 Milliliter. Luft macht das Eis cremig. Jedoch muss die Luft im Zutatenverzeichnis nicht deklariert werden.

Nährwertkennzeichnung

Schwierig wird es für den Verbraucher, wenn auch die Nährwerte, wie z. B. Kalorien-, Zucker- und Fettgehalte, bezogen auf das Volumen angegeben werden. Knapp ein Drittel der Hersteller in der Stichprobe tat dies. Sie gaben die Kalorien nur bezogen auf 100 Milliliter an. Die Verbraucher können diese Angabe nicht nachmessen. Weil aber 100 Milliliter Eis oft nicht mehr als 50 Gramm entsprechen, wirken die Kaloriengehalte vergleichsweise niedrig. 30 Prozent der Hersteller im Test gaben die Nährwerte nur in Bezug auf das Gewicht an. Das macht es dem Verbraucher nicht leicht, Eis unterschiedlicher Hersteller miteinander zu vergleichen. Immerhin 40 Prozent gaben die Nährwerte sowohl für das Gewicht als auch für das Volumen an.

Was ist eine Portion Eis?

Gesetzlich verpflichtend sind die Nährwertangaben nur in Bezug auf 100 Gramm oder auf 100 Milliliter Eis. 80 Prozent der Hersteller machten zusätzlich auch Angaben bezogen auf eine Portion. Dabei fiel auf, dass die gewählten Portionsgrößen der Hersteller sehr stark variierten. Sie lagen zwischen 50 und 86 Gramm und 100 bis 200 Millilitern.

Herstellerbefragung

Die Eishersteller wurden schriftlich u. a. um Auskunft gebeten, nach welchen Kriterien sie ihre Portionsgrößen festlegen. Mehrfach wurde erklärt, dass die Hersteller sich auf die Standards von Euroglaces (Europäischer Speiseeisverband) beziehen, die eine Portion Eis mit 100 Millilitern bemessen.

Keiner der angefragten Hersteller hatte bei der Festlegung seiner Portionsgrößen Verbraucherbefragungen zugrunde gelegt.

Fazit

Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern sieht die Angabe von Portionsgrößen bei Eis als unsinnig an, da Portionsgrößen individuell sehr unterschiedlich sind. Durch die Angabe kleingewählter Portionsgrößen könnte beim Verbraucher ein falscher Eindruck der tatsächlich aufgenommenen Kalorien entstehen.

Weiterhin wäre es verbraucherfreundlicher, wenn alle Eishersteller sowohl die Füllmengen in Gramm als auch die Nährwertangaben bezogen auf das Gewicht angeben würden, so könnte der Verbraucher Eis unterschiedlicher Hersteller leichter miteinander vergleichen, Nährwerte realistischer einschätzen und eine bewusste Kaufentscheidung treffen.

Honig – genaue Herkunft oft nicht erkennbar

Honig (Quelle: Pixabay / Gasfull)

Honig ist beliebt. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa ein Kilogramm Honig pro Jahr. Eine Vielzahl von Sorten sind im Angebot: von Akazienhonig über Rapshonig bis hin zu Wald- und Wiesenhonig. Aber woher kommt der Honig, der in unseren Supermarktregalen steht? Nur etwa 30 Prozent der Nachfrage kann aus einheimischer Produktion gedeckt werden. Der größte Anteil wird importiert, vor allem aus Argentinien, Mexiko und der Ukraine. Bedeutende europäische Länder für den Import von Honig nach Deutschland sind Bulgarien, Ungarn und Rumänien.

Die genaue Herkunft erfahren Verbraucher jedoch oft nicht. Gemäß der deutschen Honigverordnung muss Honig zwar eine Herkunftsangabe tragen, ein konkretes Ursprungsland muss aber lediglich auf dem Etikett stehen, wenn der Honig aus nur einem Land stammt. Oft handelt es sich jedoch um eine Mischung von Honigen aus zwei oder mehr Ursprungsländern. Dann genügt einer dieser Hinweise: „Mischung von Honig aus EU-Ländern“, „Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“ oder „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“. Vor allem die Angabe „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ ist wenig hilfreich, schließlich kann so gekennzeichneter Honig aus der ganzen Welt stammen.

Wer gern Honig aus Deutschland kaufen möchte, sollte sich nicht nur auf den ersten Eindruck verlassen, sondern genauer hinschauen. So hat manch deutscher Hersteller bzw. Abfüller neben wenigen deutschen Honigen vor allem Honigmischungen aus anderen Ländern im Sortiment.

Wird „Deutschland“ als Ursprungsland angegeben oder lautet die Bezeichnung „Deutscher Honig“, darf der Honig auch nur aus Deutschland stammen. Bei Honig, der in einem Imker-Honigglas des Deutschen Imkerbundes verpackt ist, muss die deutsche Herkunft ebenfalls garantiert sein.

Und selbstverständlich: Werben Hersteller freiwillig mit Angaben, wie „Honig aus Nord-Deutschland“ oder „Honig aus Mecklenburg-Vorpommern“, muss der Honig auch aus dieser Region kommen.

Sperrungen verhindern – neu.sw Berater unterstützen säumige Kunden

54 000 Jahresrechnungen hat neu.sw im Januar an seine Kunden in Neubrandenburg und dem Umland verschickt. Damit wurden die Dienstleistungen für Strom, Gas, Fernwärme, Kabelfernsehen, Trinkwasser und Abwasser für das Jahr 2019 abgerechnet und die Abschläge angepasst. Trotz Mahnungen haben einige Kunden ihre offenen Rechnungen noch nicht beglichen, andere haben die vereinbarten Abschläge nicht gezahlt. Rund 250 neu.sw Kunden werden deshalb in den kommenden Tagen erneut Post erhalten.

neu.sw hat wie viele Energieversorger bundesweit während der akuten Phase der Corona-Krise auf die Sperrung von Strom- und Gas-, aber auch Trinkwasser- und Fernwärmeanschlüssen verzichtet. Gerade in dieser Zeit der Unsicherheit sollten sich säumige Kunden nicht zusätzlich Sorgen um ihre Versorgung machen müssen. Jetzt, da sich das Leben vorsichtig normalisiert, wird neu.sw diese Kunden nochmals an ihre Pflicht erinnern. In den Schreiben wird ihnen die Sperrung der Versorgung angekündigt für den Fall, dass auch innerhalb der neuerlich gesetzten Frist nicht gezahlt werden sollte. Zumeist geht es dabei um die Unterbrechung der Stromlieferung. Aber auch Trinkwasser, Gas und andere Versorgungsmedien könnten davon betroffen sein.

Zu einer Sperrung muss es nicht kommen! Wir bitten alle Kunden, die ihre offenen Forderungen bislang nicht beglichen haben, diese zu zahlen oder sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Für Fragen steht das neu.sw Beraterteam allen Kunden persönlich im Kundenbüro im Marien-Carrée am Marktplatz, telefonisch unter der Servicenummer 0800 3500 800 oder unter kundenservice@neu-sw.de zur Verfügung.