Wohin mit den Gartenabfällen?

Mit Beginn des Frühlings bekommt der Garten seinen Frühjahrsputz. Pflanzliche Gartenabfälle dürfen in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg nicht verbrannt werden. Die Vier-Tore-Stadt bietet auch in diesem Jahr wieder den mobilen Schredderdienst als Alternative an.

Inanspruchnahme des Schredders

Der mobile Schredderdienst macht an verschiedenen Standorten nach Plan (Anlage) Station und kann zur Zerkleinerung von Baum- und Strauchschnitt aus nicht gewerblich genutzten Gartengrundstücken genutzt werden.

Für die Nutzung dieser Dienstleistung gelten folgende Bedingungen:

  • Der Baum- und Strauchschnitt hat einen Durchmesser von ca. 1 cm bis 10 cm.
  • Die Anlieferung des Schreddergutes zu den Standorten hat durch den Besitzer zu den ausgewiesenen Zeiten gemäß Anlage (keine Voranlieferung) zu erfolgen.
  • Das geschredderte Material ist durch den Lieferanten wieder mitzunehmen.
  • Baumstümpfe, Wurzelballen, Stauden- und Blumenreste, Rasenschnitt, Laub etc. gehören nicht zum Schreddergut.

In Neubrandenburg steht zudem für die Verwertung pflanzlicher Abfälle die Biotonne und der Annahmehof in der Ihlenfelder Straße 102 zur Verfügung. Wer die Möglichkeit hat, kann pflanzliche Abfälle durch Kompostierung entsorgen. Weitere Informationen unter der Telefonnummer: 0395 555 1825. Der Schredderplan ist unter www.neubrandenburg.de zu finden.

Schredderplan 2021

Luftgüte MV 2020 – Erneut keine Grenzwertüberschreitungen

Das LUNG hat eine erste Auswertung der Luftqualität 2020 durchgeführt. Der endgültige Luftgütebericht wird voraussichtlich im 2. Quartal 2021 vorliegen. Bis dahin werden noch externe Meteorologie und Verkehrsdaten ausgewertet. Dennoch lässt sich schon jetzt feststellen, dass es weder für Feinstaub noch für Stickstoffdioxid (NO2) in Mecklenburg-Vorpommern Grenzwertüberschreitungen gab.

„Die Werte lagen auf niedrigem Niveau noch unter denen des Vorjahres“, stellt Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus fest. „Das lag zum einen an den meteoro­logischen Bedingungen, die ähnlich günstig waren wie 2019. Und wir können davon ausgehen, dass die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zum Rückgang der verkehrsbedingten Luftschadstoffe beigetragen haben. Weniger Mobilität bedeutet eben auch weniger Emissionen. Das war selbst in der größten Stadt des Landes deutlich sichtbar. Wir können aber auch feststellen, dass sich die Messwerte kontinuierlich über die Jahre verbessert haben. Wir sind also in Mecklenburg-Vorpommern auf einem guten Weg. Und ich bin sicher, dass mit der Umstellung auf neue Energieträger noch eine weitere Verbesserung der Luftqualität einhergeht. Ich meine damit die wachsende E-Mobilität, die Nutzung von Wasserstoff und den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung.“

Ausgewählte Daten:

NO2: Der höchste Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert wurde mit 28 µg/m³ an der Messstelle Rostock-Am Strande festgestellt (Jahresgrenzwert: 40 µg/m³). Es war dort der niedrigste Jahresmittelwert seit Beginn der Messungen. Im Vorjahr betrug der Wert noch 33 µg/m³. Auch an den anderen verkehrsnahen Messstationen wurden mit Jahresmittelwerten zwischen 14 bis 23 µg/m³ (2019: 16 bis 26 µg/m³) durchweg sehr niedrige Werte beobachtet.

PM10: Tagesmittelwerte über 50 µg/m³ (Grenzwert: 35 Tage) traten 2020 an den verkehrsnahen Mess-stellen so selten wie nie auf. Die häufigsten Überschreitungen zählte mit lediglich 4 Tagen (2019: 13 Tage) die Messstation Rostock-Holbeinplatz.

PM2,5: Die PM2,5-Jahresmittel an den verkehrsnahen Stationen lagen mit Werten zwischen 8 µg/m³ und 11 µg/m³ deutlich unter dem Grenzwert von 25 µg/m³. Damit war auch die Feinstaubbelastung landesweit nochmals niedriger als 2019 (12 µg/m³).

Der Vorabbericht zur Luftgüte 2020 ist im Internet unter:
www.lung.mv-regierung.de/umwelt/luft/archiv/vber_20.pdf
einsehbar. Die aktuellen Werte, stündlich aktualisiert, finden Sie auch rechts in der Spalte unter Umweltdaten (Auf dem Smartphone könnte es unten stehen.)

Zuschuss für LED-Beleuchtung in Kita „Lütt Matten“ in Stavenhagen

Für seine Kindertagesstätte „Lütt Matten“ in Stavenhagen erhält der Träger „Jugend-Umwelt-Leben“ (JUL) aus Weimar vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 37.560,44 Euro (Fördersatz 50 Prozent).

Damit soll die Beleuchtung in der Kita auf moderne LED-Technik umgerüstet werden. Die Fördermittel stammen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE), aus dem Vorhaben zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen unterstützt werden.

Die gesamte Innenbeleuchtung der Kita soll auf LED umgerüstet werden. Damit können pro Jahr etwa elf Tonnen Kohlendioxid und knapp 19.000 Kilowattstunden Strom eingespart werden.

„Blaue Flagge“ an 36 Badestellen und fünf Sportboothäfen in Mecklenburg-Vorpommern vergeben

36 Badestellen und fünf Sportboothäfen (s. u.) aus Mecklenburg-Vorpommern sind mit dem Gütesiegel „Blaue Flagge“ ausgezeichnet worden.

Die „Blaue Flagge“ ist eine Umweltauszeichnung der Kopenhagener „Stiftung für Umwelterziehung“ (Foundation for Enviromental Education – F.E.E.); in Deutschland wird die internationale Auszeichnung durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. (DGU) verliehen. „Die ´Blaue Flagge´ ist ein Qualitätsversprechen für Gäste und Anwohner. Durch die Auszeichnung können sich Besucher am Wasser und in den Sportboothäfen darauf verlassen, dass die ausgezeichneten Stellen unter anderem ein besonderes Engagement im Umwelt- und Sicherheitsmanagement sowie eine hervorragende Badegewässerqualität vorweisen können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Mecklenburg-Vorpommerns Badestellen im bundesweiten Vergleich ganz vorn

Weltweit werden in diesem Jahr 4.598 „Blaue Flaggen“ in 48 Staaten wehen; davon 136 in Deutschland (31 Küstenbadestellen, 13 Badestellen an Binnengewässern und 92 Sportboothäfen). Das Wasser der Badestellen wird entsprechend der EU-Badegewässerrichtlinie nach mikrobiologischen und physikalisch-chemischen Parametern untersucht. Für die Auszeichnung mit der „Blauen Flagge“ gelten Richtwerte, die während der gesamten Badesaison nicht überschritten werden dürfen. „Mecklenburg-Vorpommern ist im bundesweiten Vergleich weit vorn; 30 der 31 ausgezeichneten Badestellen an Küsten und sechs der 13 Badestellen an Binnengewässern sind bei uns beheimatet. Bemerkenswert ist auch, dass mehr als die Hälfte unserer Badestellen schon seit über 20 Jahren die ´Blaue Flagge´ erhalten haben“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Der Wassertourismus in MV ist mit 1.400 Unternehmen und rund 7.000 Beschäftigten von großer Bedeutung für die touristische Entwicklung im Land. In diesem Tourismuszweig hat sich der Bruttoumsatz in den letzten zehn Jahren auf 474 Millionen Euro verdreifacht.

Die Auszeichnungen „Blaue Flagge“ gingen an:

Badestellen an der Küste

Ostseebad Kühlungsborn (Mittelstrand), Bad Doberan/Heiligendamm (Am Heiligen Damm), Ostseebad Zinnowitz (Hauptstrand, Sportstrand, Fischerstrand), Ostseebad Prerow (Nordstrand), Ostseeheilbad Graal-Müritz (Hauptstrand – Seebrücke), Ostseebad Binz (Hauptstrand), Ostseebad Baabe (Hauptstrand), Ostseebad Boltenhagen (Strandklinik), Ostseebad Warnemünde (Markgrafenheide Strand, Weststrand, Warnemünder Strand), Seebad Ahlbeck (An der Seebrücke), Seebad Heringsdorf (Sportstrand), Seebad Bansin (Langenberg), Ostseebad Ahrenshoop (Hohes Ufer), Ostseeheilbad Zingst (Kurhaus), Ostseebad Wustrow (Fischländer Strand), Ostseebad Sellin (Hauptstrand alt Nordstrand, Südstrand alt Fischerstrand), Ostseebad Trassenheide (Hauptstrand, Campingplatz), Ostseebad Göhren (Nordstrand), Ostseebad Karlshagen (Hauptstrand, Dünencamp), Seebad Loddin (Hauptstrand), Ostseebad Nienhagen (Hauptstrand), Vitte Hiddensee (Hauptstrand), Seebad Ückeritz (Hauptstrand).

Badestellen im Binnenland

Krakow am See (Städtische Badeanstalt am Jörnberg), Waren/Müritz (Volksbad), Neubrandenburg (Augustabad am Tollensesee, Strandbad Broda, Badestelle Reitbahnsee), Schwerin Zippendorf Strand.

Sportboothäfen

Wasserwanderrastplatz Prerow im Ostseebad Prerow, Stadthafen Barth, Bootshafen Kühlungsborn, Yacht- und Fischereihafen Karlshagen, M. C. Zierker See in Neustrelitz.

Gewässer durch Altöl verunreinigt

Am 10.05.2020 gegen 18:30 Uhr stellte der Eigentümer eine Verunreinigung seines Gewässers in Groß Miltzow fest. Dabei handelte sich um den Verbindungskanal zwischen Gohlmer Mühlenbach und dem Vorderen See.

Durch unbekannte Täter wurden dort ca. 200 Litern Altöl über einen Regenwasserschacht eingeleitet. Dieser Schacht ist direkt mit dem besagten Kanal verbunden. Um die weitere Ausbreitung des Altöles und das Hineinlaufen in die besagten Gewässer zu verhindern, kamen die Freiwillige Feuerwehr Groß Miltzow und die Ölwehr aus Alt-Strelitz zum Einsatz. Diese legten eine Ölsperre. Das Absaugen des Öles wurde dann am Montag durch die besagten Wehren vorgenommen.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf zirka 3.000 Euro. Eine Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung und des besonders schweren Falls einer Umweltstraftat wurde aufgenommen. Die weiteren Ermittlungen zum Tathergang bzw. zu den Tatverdächtigen werden durch das Kriminalkommissariat Außenstelle Friedland geführt.

Milde Witterung und Regen halfen Ackerpflanzen gut über den Winter

Nach dem Dürrejahr 2018, dem Wechselbad der Gefühle 2019 und jetzt unter dem Druck der Corona-Krise sehen die Landwirte in M-V mit sehr gemischten Gefühlen in die Zukunft.

Der Winter 2019/2020 war durch milde Temperaturen und wenig Niederschläge in den letzten Monaten des Jahres 2019 gekennzeichnet. Die Vegetation konnte keine echte Vegetationsruhe erreichen, schon im Februar zeigten sich die ersten Frühlingsanzeichen. Andererseits kam es dadurch auch nicht zu Auswinterungsschäden und die Kulturen konnten die z.T. schwierigen Aussaatbedingungen im Herbst 2019 wieder ausgleichen.

Die Bodenwasservorräte wurden durch die starken Niederschläge im Januar und Februar bis zum Einsetzen des Wachstums nur im Oberboden aufgefüllt, in den tieferen Schichten besteht das Defizit, wenn auch etwas verringert, fort. Das trockene sonnenreiche Wetter der letzten Wochen verschärft allerdings zunehmend die Wasserverfügbarkeit. Erste Bestände von Wintergetreide auf leichteren Böden zeigen bereits Reduktionen des Blattapparates aufgrund der trockenen Bedingungen. Die wiedereinsetzende Abkühlung mit den Frostereignissen in der vorösterlichen Zeit verlangsamte die Pflanzenentwicklung im Allgemeinen. Gegenwärtig beträgt der Vegetationsvorsprung etwa 14 Tage im Vergleich zum langjährigen Mittel. Das wird beim Winterraps offensichtlich, der sich vielerorts gut entwickelt hat. Der Raps befindet sich im Knospenstadium, frühe Saaten und Sorten blühen bereits.

Die Gesamtanbaufläche von Wintergetreide, Aussaat 2019 zur Ernte 2020 = 536 Tha, entspricht dem langjährigen Mittel (2014 – 2019). Beim Winterweizen zeigt sich weiterhin eine abnehmende Tendenz, die wichtigste Brotfrucht unserer Landwirte wurde nur noch auf ca. 310 Tha gedrillt. Das sind nochmals 20 Tha weniger als 2019 und fast 30 Tha weniger als im langjährigen Mittel. Gewinner sind der Roggen, hier hat die Anbaufläche im Vergleich zum langjährigen Mittel um ca. 13 Tha zugenommen, und die Wintergerste, von der ca. 14 Tha mehr im Feld stehen.
Beim Winterraps wurde zwar 5 Tha mehr als 2019 gedrillt, aber die Fläche liegt weiterhin ca. 20 % unter dem langjährigen Mittel (rd. 173 Tha zu 215 Tha).

Landesforst MV ruft zu "Waldolympiade Spezial 2020" auf

Die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern ruft die Schüler der 4. Klassen in MV dazu auf, ihre eigene Wald­olympiaden-Disziplin zu kreieren und die Ideen in Form von Zeichnungen, Fotos, Videos oder Texten in der Zeit vom 16. April bis 15. Mai einzureichen.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Waldolympiade in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden. Bei dem spielerischen Gruppenwettbewerb absolvierten die Kinder bisher einen Parcours aus Geschicklichkeits­übungen, Erlebnis- und Wissensstationen. Zwar an der frischen Luft, aber im Klassenverband. Dies ist derzeit nicht möglich. Das Anliegen, Menschen in den Wald zu bringen, möchte die Landesforst MV jedoch auch unter diesen besonderen Rahmenbedingungen weiterhin verfolgen – daher gibt es dieses Jahr die „WALDOLYMPIADE SPEZIAL“.

Zielgruppe sind Landeskinder der 4. Klassen. Aufgabe ist es, eine Waldolympiaden-Disziplin zu kreieren, die im nahegelegenen Wald allein oder mit der eigenen Familie erprobt werden soll. Zu den bewährten Disziplinen in der Vergangenheit gehören beispielsweise „Tiere des Waldes“, 2Baumartenkenntnis“ und „Holzstapel umsetzen“. Die Kinder sollen diese Aktivitäten rund um den Wald als Basis für ihre ganz eigenen kreativen Ideen nehmen. Die so entstandene Aktion kann auf unterschiedliche Weise dokumentiert (Zeichnung, Foto, Video, Aufsatz u.v.m.) und zusammen mit einem ausgefüllten Formular an waldolympiade@lfoa-mv.de gesandt werden. Die ersten 99 Einsendungen, die in der Zeit vom 16. April bis 15. Mai 2020 eingehen, können einen Holzpokal mit dem Wildtier des Jahres gewinnen.

Um möglichst viele Schulklassen berücksichtigen zu können, werden je Klasse maximal drei Kinder bei der Preisvergabe ausgezeichnet. Die Gewinner werden Ende Mai 2020 per E-Mail benachrichtigt und im Juni 2020 (KW 23 bis 25) soll idealerweise die Übergabe der Holzpokale in den Schulen erfolgen.
Für Rückfragen steht Ihnen Frau Tanja Hartmann unter tanja.hartmann@lfoa-mv bzw. telefonisch unter 03994/ 235 109 gerne zur Verfügung.

Die Waldolympiade ist neben Waldführungen, Wald­erlebnistagen, Jugendwaldheimaufenthalten, der Mitarbeit von Kindern an Naturschutzprojekten, den Waldkinder­gärten und Waldpatenschaften ein Teil der Waldpädagogikkonzeption der Landesforstanstalt und wird maßgeblich von der Stiftung „Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern“ unterstützt.