In Alt Plestlin steht die erste Wasserwanderkirche Deutschlands

Das Wasserwandergebiet der naturnahen Peene, die sich auf fast 100 Kilometern zwischen Verchen und Anklam durch Bruchwälder und Flussauen schlängelt, gilt als „Amazonas des Nordens“. Neben den Schönheiten der Natur hat dieses Eldorado für Paddler und Kanuten mit der ersten Wasserwanderkirche Deutschlands in Alt Plestlin jetzt eine weitere Besonderheit zu bieten. In der gerade erst sanierten Feldsteinkirche mit Fachwerkturm finden Wasserwandernde nun die Gelegenheit zum spirituellen Auftanken.

Die Kirche befindet sich im Unteren Peenetal, wenige hundert Meter vom Ufer der Peene und einem Wasserwanderrastplatz entfernt. In der dortigen Hafenmeisterei ist auch der Kirchenschlüssel hinterlegt. Interessierte sind eingeladen, sich den Schlüssel abzuholen und dann eigenständig die Kirche zu besuchen, so Arnold Pett, Pastor der Kirchengemeinde Jarmen-Tutow, zu der die Kirche gehört.

In der Kirche bestehe beispielsweise die Möglichkeit, in der Stille zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Gern sei er auch bereit, für Wasserwandernde auf Wunsch abendliche Andachten zu halten, so der Pastor. Um die Menschen auf die Wasserwanderkirche aufmerksam zu machen, hat Arnold Pett eigens ein Schild entworfen und anfertigen lassen. Auf blauem Grund ist eine weiße Kirche mit blauen Wellen zu sehen, darüber die Aufschrift „Wasserwanderkirche Alt Plestlin“.

Fünfter Tutower Motorradgottesdienst

Am kommenden Sonnabend (29. August) lädt die Kirchengemeinde Jarmen-Tutow gemeinsam mit dem Motorradclub „Berserker“ um 10 Uhr zu einem Motorradgottesdienst nach Tutow in das Clubhaus der Biker in der Dammstraße 23a ein.

Das Motto des diesjährigen Tutower Bikergottesdienstes, der bereits zum fünften Mal stattfindet, lautet: „Lass ma‘ langsam anrollen…“.

Nicht nur alle Motorradfahrer und Zweiradbegeisterten, sondern auch Jung und Alt aus Nah und Fern sind herzlich eingeladen, so Arnold Pett. „Mit rockiger Musik der Band ‚Reverends and Friends‘, andächtigen Gedanken und Gottes Segen feiern wir diesen Gottesdienst. Zudem wird das neue Motorrad der Feuerwehr Jarmen für seinen Dienst geweiht“, kündigt der Pastor der Kirchengemeinde Jarmen-Tutow an.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet wie in den Vorjahren eine gemeinsame Ausfahrt statt.

Heimliche Spannervideos sind strafbar

„Heimliche Spannervideos verletzen den höchstpersönlichen Lebensbereich und sind strafbar“, sagt Heinz Müller, Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern. „Die auf dem Festival ‚Monis Rache‘ offenbar benutzten Minikameras gibt es in allen möglichen Ausfertigungen. Sie können in einem Rauchmelder, einem Kugelschreiber oder auch einem Ladegerät versteckt sein. Aufnahmen solcher Kameras können im Grunde jeden von uns treffen.“ Müller warnt: „Auch, wenn sie auf dem freien Markt erhältlich sind, lassen sich Minikameras nicht datenschutzkonform betreiben“.

Auf dem Festival „Monis Rache“ in Tutow (Vorpommern-Greifswald) hat ein Mann Medienberichten zufolge Kameras auf den Toiletten versteckt und die Benutzerinnen gefilmt. Nach einer Recherche des ARD-Magazins „Strg_F“ hat er die Aufnahmen später geschnitten und auf Porno-Plattformen verteilt. Damit soll er fast 8000 Euro verdient haben.

Die Polizeiinspektion Anklam hat nach der Veröffentlichung der Reportage von Amts wegen eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die dortige Kriminalpolizeiinspektion hat inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts der Begehung von Straftaten nach §§ 184 und 201a Strafgesetzbuch sowie § 23 Kunsturheberrechtsgesetz aufgenommen. Die Polizei bittet Personen, die 2018 auf dem Festival waren, die Dixi-Toiletten benutzt haben und somit Betroffene dieser Tat sein könnten, Anzeige zu erstatten. Das könne auch online unter www.polizei.mvnet.de geschehen.

Der oberste Datenschützer des Landes nimmt den Sachverhalt sehr ernst. Seine Behörde werde alle in ihrem Zuständigkeitsbereich möglichen Maßnahmen ergreifen. Zunächst liege das Verfahren aber bei der zuständigen Staatsanwaltschaft.