Polizei-Kontrollen zu Corona-Maßnahmen der Landesregierung

Seit Donnerstagnachmittag kontrolliert die Polizei die Landesgrenzen von Mecklenburg-Vorpommern, um den touristischen Reiseverkehr zu unterbinden.

Die wichtigsten Infos dazu:

Wo?

  • Kontrollstellen auf den Bundesstraßen in Richtung M-V
  • NICHT auf den Autobahnen (aber bei Bedarf an bestimmten Ausfahrten)

Wann?

  • seit Donnerstag, 16:00 Uhr

Warum?

  • Maßnahmen erfolgen, um die Einhaltung der Anordnungen der Landesregierung M-V sicherzustellen. (Der touristische Reiseverkehr soll unterbunden werden, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.)
  • Verstöße gegen §7 der Landesverordnung M-V stellen eine Straftat gemäß §75 (1) Infektionsschutzgesetz dar. (Wer dieser vollziehbaren Anordnung zuwiderhandelt, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft werden.)

Wie?

  • Mit eigenen Revierkräften in Streifenwagen und mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei.
  • Es werden vor allem Fahrzeuge, die kein Kennzeichen aus M-V haben, kontrolliert.
  • Kontrollen sind punktuell und mobil an den Landesgrenzen von M-V.
  • Kontrollierte Autofahrer werden nach dem Grund ihrer Reise gefragt. Nur wer seinen Erstwohnsitz im Bundesland hat oder in M-V einer erwerbsmäßigen bzw. selbstständigen Tätigkeit nachgeht, darf weiter reisen. Wer keinen Erstwohnsitz im Bundesland hat, muss einen nachweisbaren dringenden Grund für die Einreise haben. Ist dieser nicht plausibel, wird die Einreise verweigert. Sollte sich jemand dagegen widersetzen, nimmt die Polizei eine Anzeige auf.
  • Es wird an den Kontrollstellen viele Einzelfälle geben. Die Einsatzkräfte werden mit Herz und Verstand prüfen, ob die Begründungen plausibel sind.

Einschränkungen Spielplätze, Gaststätten, etc.: Um weitere soziale Kontakte zu beschränken sieht die Landesverordnung unter anderem auch vor, dass Spielplätze, Kinos, Sportplätze nicht benutzt werden dürfen und Kneipen, Clubs und Bars geschlossen bleiben müssen. Zudem dürfen Gaststätten mit Beschränkungen nur bis 18:00 Uhr Gäste bewirten. Ob Verstöße gegen diese Anordnungen begangen werden, kann im Zuge der Amtshilfe für Landkreise und kreisfreie Städte durch die Polizei kontrolliert und entsprechend geahndet werden.

Mecklenburg-Vorpommern schließt Tourismus

Seit dem 18. März 2020 gelten aufgrund der Corona-Krise neue Regeln für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern.

„Mecklenburg-Vorpommern ist gern und erfolgreich Tourismusland. In der jetzigen Situation geht Urlaub aber nicht mehr. Deshalb müssen wir den Tourismus im Land komplett herunterfahren. Das geschieht zur Sicherheit der einheimischen Bevölkerung, der Beschäftigten in der Tourismuswirtschaft und auch unserer Gäste. Es muss unser Ziel sein, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Die Landesregierung hat sich am 18.3.2020 entschieden, einheitliche Regeln für das ganze Land festzulegen. Seit dem 18. März 2020 ist in ganz MV allen touristischen Anbietern, Hotels, Pensionen, Gasthöfen, Campingplätzen, Wohnmobilplätzen, Vermietern von Ferienwohnungen und auch Homesharing-Anbietern, untersagt, Urlaubsgäste aufzunehmen. Alle Gäste, die bereits im Land sind, müssen ihren Urlaub bis spätestens 20.3.2020 beendet haben. Untersagt sind auch Tagesausflüge aus anderen Bundesländern nach MV, ebenso wie Busreisen oder Tagungen.

Zweitwohnbesitzer aus anderen Bundesländern dürfen ihre Wohnungen nur nutzen, wenn sie in MV einer erwerbsmäßigen oder selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Private Besuche innerhalb der Familie sind weiter möglich. Für BürgerInnen mit Erstwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern gibt es keine Einschränkungen bei der Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes.

Die Regeln gelten zunächst bis einschließlich 19. April 2020.

Mecklenburg-Vorpommern wieder beliebtestes Reiseziel der Deutschen

Zum vierten Mal in Folge konnte Mecklenburg-Vorpommern seinen Platz als beliebtestes Inlandsziel der Deutschen behaupten. Das geht aus der Reiseanalyse 2020 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen hervor.
Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen Marktanteil von 5,1 Prozent an allen 2019 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,5 Prozentpunkte vor Bayern. Zudem hält MV den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Schleswig-Holstein (4,2 Prozent) und Niedersachsen (3,4 Prozent).

International behauptet sich MV vor Österreich (4,7 Prozent) auf Platz vier, liegt damit hinter Spanien (12,7 Prozent), Italien (8,7 Prozent), Türkei (6,3 Prozent).

Zwischen Januar und Dezember wurden knapp 8,4 Millionen Gäste (+6,2 Prozent) und 34,1 Millionen Übernachtungen (+10,4 Prozent) im Urlaubsland MV gemeldet. Im Einzelnen sind dies: Fischland-Darß-Zingst (+17,2 Prozent), Inseln Usedom (+15,6 Prozent) und Rügen (+11,9 Prozent), Mecklenburgische Ostseeküste (+10,0 Prozent), Vorpommersches Festland (+3,8 Prozent),Mecklenburgischen Seenplatte/ Schweiz (+3,7 Prozent), Westmecklenburg (+2,8 Prozent).

Der Städtetourismus vereint in den sechs größten Städte des Landes rund zwölf Prozent aller Übernachtungen: Hansestadt Stralsund (+9,8 Prozent), Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg (+9,0 Prozent), Welterbestadt Wismar (+8,9 Prozent), Rostock (+7,0 Prozent), Schwerin (+2,2 Prozent), Hansestadt Greifswald (-1,1 Prozent).

Beim Camping belegt MV mit 5,07 Millionen Übernachtungen (+1,2 Prozent) im bundesweiten Vergleich den dritten Platz hinter Bayern und Niedersachsen.

Rund 393.000 ausländische Gäste (-3,0 Prozent) verbrachten 2019 mehr als 1,1 Millionen Übernachtungen (+3,4 Prozent) in MV. Diese kamen aus: Dänemark (+3,3 Prozent), Österreich (+2,5 Prozent), Schweiz (+1,9 Prozent), Niederlanden (-10,8 Prozent), Schweden (-0,4 Prozent).

Einladung zum Touristischen Forum

Informieren und mitgestalten beim touristischen Forum

Wie entwickelt sich der Naturtourismus in der Müritz-Nationalparkregion? Resümee und Zukunftsvisionen mit der Möglichkeit zur Mitgestaltung. Das Nationalparkamt Müritz lädt alle Tourismus-Akteure zum touristischen Forum am Mittwoch, den 11. März, ein. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr im Ägyptischen Saal des Schlosses Hohenzieritz.

Auf der Tagesordnung des Forums steht die Auswertung der Saison 2019, ein Überblick zu den Vorhaben des Aktionsplans für den Müritz-Nationalpark sowie die Vorstellung eines neuen Projektes, das den Einsatz von Freiwilligen während Urlaubsaufenthalten zum Inhalt hat. Das touristische Forum dient der Diskussion und bietet allen Teilnehmern die Chance, sich zu diesen Themen aktiv einzubringen.

Den Aktionsplan können Interessierte unter www.mueritz-nationalpark.de im Menüpunkt Konzepte und Leitfäden herunterladen und sich mit Ideen an das Nationalparkamt wenden. „Das Nationalparkamt Müritz veröffentlicht hiermit transparent seine Planungen im wichtigen Bereich des Tourismus und wird auch zukünftig über den Umsetzungsstand der einzelnen Vorhaben in jährlich stattfindenden touristischen Foren berichten“, so Martin Kaiser, Tourismusexperte des Nationalparkamtes.

Projektwettbewerb Modellregionen gestartet

Der Projektwettbewerb Modellregionen 2020/2021 zur Umsetzung der Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern ist gestartet.
Ab sofort können Bewerbungen eingereicht werden, die ausgewählte Schlüsselmaßnahmen aus der Landestourismuskonzeption gebietsübergreifend erproben und evaluieren. Dafür werden Regionen ausgewählt, die örtliche, regionale und freiwillige Initiativen vorweisen können – möglichst von Küste und Binnenland für unterschiedliche Themen und Ansätze.

Grundlage sind beispielsweise ein Nachweis regionaler Kooperationsbereitschaft mit entsprechenden öffentlich rechtlichen Vereinbarungen, eine leistungsfähige Infra- und Angebotsstruktur, ein gebietsbezogenes Marketing und die gegenseitige Anerkennung gästefinanzierter Beiträge (Kurkarten) oder die branchenübergreifende Steuerung der regionalen Entwicklung.

Eine Jury unter Leitung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern wird über die Modellregionen entscheiden. Teilnahmeberechtigt sind Landkreise bzw. Ämter und kommunale Zusammenschlüsse, keine einzelnen Gemeinden oder Tourismusorganisationen. Das Projekt läuft 24 Monate. Es sollen mindestens drei Modellregionen gefunden und umgesetzt werden. Die Projekte sind in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen.

Bewerbungen zum Wettbewerb sind in einem geschlossenen Umschlag mit dem Vermerk „Teilnahme am Wettbewerb Landestourismuskonzeption“ per Post oder per E-Mail beim Wirtschaftsministerium einzureichen bis spätestens 30.04.2020 (Eingangsstempel).
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV
Referat 240
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Antragsunterlagen: www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/

Vertrag für den WLAN-Ausbau in Tourismusregionen geschlossen

Der Ausbau von rund 260 WLAN-Hotspots in Tourismusregionen des Binnenlandes von MV startet. Nach einer EU-weiten Ausschreibung wurde der WLAN-Ausbauvertrag zwischen dem Unternehmen The Cloud Networks Germany GmbH aus München und dem Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, geschlossen.

Die Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft ist eine wesentliche Forderung in der Tourismuskonzeption „Branche mit Zukunft gestalten“ und ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung des heimischen Tourismus. Digitale Informationen über Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten von Museen und Gaststätten oder Schleusen sowie aktuelle Verkehrsmeldungen sind für Einheimische und Gäste notwendig und werden zu einem guten Aufenthalt vor Ort vorausgesetzt – gerade für Familien mit Kindern. So können die Gästezufriedenheit gesteigert, weitere internationale Gäste gewonnen, Versorgungslücken geschlossen und die Sicherheit auf dem Wasser erhöht werden.

Eine möglichst flächendeckende, frei zugängliche WLAN-Versorgung ist Voraussetzung für die touristische Entwicklung und Wertschöpfung. Bisher fehlt jedoch die WLAN-Verfügbarkeit an ausgewählten Plätzen. Abhilfe sollen rund 260 WLAN-Hotspots schaffen, die bis 2021 installiert werden. Deren Standorte gehen aus der Studie zur „Standortbestimmung von WLAN-Hotspots in Tourismusregionen von Mecklenburg-Vorpommern“ hervor. Diese wurde durch die DEN GmbH Greifswald erstellt und im II. Quartal 2019 veröffentlicht.

Die benötigten Mittel von 500.000 Euro werden aus der Digitalen Agenda des Landes zur Verfügung gestellt.

Link zur Studie: www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Service/Publikationen/

Tourismusverband zeichnete Pastor i.R. Eckart Hübener aus

Der Mecklenburger Kapellenweg ist untrennbar mit seinem Namen verbunden: Eckart Hübener. Der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. hat den Pastor im Ruhestand jetzt mit dem diesjährigen Tourismuspreis ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis an touristischen Unternehmen, Netzwerke oder Privatpersonen, die sich die Tourismusentwicklung in der Mecklenburgischen Seenplatte verdient gemacht haben. Der Geehrte hatte die Idee zu dieser besonderen Route.

Eckart Hübener hat den 35 Kilometer langen Mecklenburger Kapellenweg entwickelt und mit vielen Freiwilligen in die Tat umgesetzt. Sowohl auf dem Fahrrad als auch per Pedes oder mit dem Auto können Neugierige die sieben Orte erkunden. Sie können längst vergessene Kapellenplätze anhand von sichtbaren Feldsteinmauern, Holzkreuzen und Sitzbänken erkennen. Der Weg führt durch kleine Anhöhen der Mecklenburgischen Schweiz. Gekennzeichnet ist er durch grün-weiße Richtungsschilder, ein Logo sowie Tafeln. „Besucher können schöne Aussichten genießen“, so der in Rambow lebende Eckart Hübener, der die Idee zu der Route hatte.

In seiner Laudatio erinnerte Bert Balke vom Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte, daran, dass  es in der Region einst sieben Kapellen gab, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört und im Jahr 1750 die nicht mehr auffindbar war. Eckart Hübener habe einmal gesagt: Die Kapellen seien einfach untergepflügt worden und dies hat Pastor Hübener genervt, wie er es einmal selbst formulierte.

„Heute sind Andachtsräume unter freiem Himmel entstanden – ein Angebot das perfekt ins touristische Konzept unserer Destination passt“, so Bert Balke weiter. „Bei der Suchmaschine Google gibt es seitenweise Material über Eckart Hübener. Die jüngeren Beiträge stehen fast alle im Zusammenhang mit seinem touristischen Wirken. Er ist ein wandelndes Heimatmuseum. Und für die, die ihn kennen Symbol dafür, dass Tourismus im ländlichen Raum sehr viel mehr ist als ein Zimmer und ein Bett.“