Aussichtsplattform unterhalb des Belvederes gesperrt

Foto: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Die Aussichtsplattform unterhalb des Belvederes am Tollensesee ist bis auf weiteres gesperrt. Grund dafür sind Schäden am Fundament und Setzungsrisse, die bei einer Bauwerksprüfung festgestellt wurden. Risse wurden in mehreren Bereichen festgestellt, so dass es wichtig war, den vorderen Teil der Plattform abzusperren, um Gefahren für Besucher abzuwenden.

Die Standsicherheit der Plattform soll so schnell wie möglich wiederhergestellt werden. Experten suchen derzeit nach den Ursachen für die Schäden. Gleichzeitig werden Möglichkeiten ausgelotet, wie die Plattform wieder gesichert werden kann, um sie so schnell wie möglich für Besucher freizugeben. Solange die Plattform nicht gesichert ist, bleibt sie gesperrt.

Frühjahrsinspektion für neu.sw Linienschiff Rethra – Saisonbeginn ungewiss

Auf dem neu.sw Linienschiff „Rethra“ läuft zur Zeit die Frühjahrsinspektion. Wie immer stehen vor dem Saisonbeginn noch einige Arbeiten an. Ob die Rethra allerdings wie geplant ab dem 1. Mai in See stechen kann, ist derzeit noch fraglich.

Es gab in den vergangenen Tagen und Wochen bereits viele Nachfragen zum Rethra-Start, vermelden die Stadtwerke. Aktuell lassen die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus aber noch keine Fahrgastschifffahrt zu. Die neu.sw bitten um Verständnis, dass wegen der ungewissen Lage aktuell auch noch keine Termine für die beliebten Sonderfahrten vergeben werden können.

Trotzdem bereiten sich die Rethra-Kapitäne Ralf Burmeister und Peter Wisotzky wie gewohnt auf die Saison vor, unterstützt von Arbeitern der Schiffswerft Horn aus Wolgast. Diesmal werden zum Beispiel Motor, Heizung und Feuerlöschpumpe gewartet. Die Rethra steht inzwischen schon 17 Jahre im Dienst der Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB).

Sobald es losgehen kann, schippern die Kapitäne ihre Gäste wieder quer über den Tollensesee und wenn es der Naturschutz erlaubt ab Ende Juni auch über die Lieps, die für Seeadler, Eisvögel und Kormorane bekannt ist. Insgesamt werden sieben Anlegestellen angefahren. Fahrräder können mit aufs Schiff.

Alle Infos unter www.neu-sw.de/linienschiff

Fischerhaus wird notgesichert

Fotos: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Auf der Fischerinsel im Tollensesee haben Bauarbeiten am Fischerhaus begonnen. Nachdem letzte Sicherungsmaßnahmen im Jahr 2006 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) durchgeführt wurden, erfolgt derzeit eine Notsicherung des denkmalgeschützten Gebäudes im südlichen Bereich des Tollensesees. Das Fachwerkhaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts steht bereits seit 1986 auf der Denkmalliste und ist wahrscheinlich eines der ältesten durchgängig im kommunalen Besitz befindlichen Wohnhäuser des Landes. Die Insel diente den Fischern zu DDR-Zeiten unter anderem als Unterkunft und Zuflucht.

Das seit Jahrzehnten ungenutzte Fischerhaus gilt durch die abgeschiedene Lage, den langen Leerstand und den voranschreitenden Verfall als akut gefährdet. Um die Lasten vom Mauerwerk zu nehmen, werden zunächst die Dachziegel entfernt. Mit einem leichteren Blechdach wird das Haus künftig geschützt. Außerdem werden die Wände abgestützt und damit stabilisiert.

Da das Objekt im Naturschutzgebiet Nonnenhof und darüber hinaus in einem FFH- und Vogelschutzgebiet liegt, waren nicht nur umfängliche denkmal- sondern auch naturschutzrechtliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, die insbesondere die Durchführung der Arbeiten im Zeitraum von Dezember bis Ende Februar vorgeben. Die Insel darf bis auf wenige Monate im Jahr aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht betreten werden.

Die derzeitigen Erhaltungsmaßnahmen sind nur durch die Unterstützung des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern mit rund 100.000 Euro und der durch Spenden finanzierten Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit 10.000 Euro möglich.

Erste Blaualgen in der Seenplatte

Das Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte hat im Tollensesee erste Entwicklungen von Cyanobakterien, also „Blaualgen“ festgestellt. Deshalb ist die Überwachung der Badestellen am Tollensesee unverzüglich intensiviert worden. An den bewachten Badestelle Augustabad und Broda sind entsprechende Warnhinweise veröffentlicht.

„Wir rechnen bei dem anhaltend warmen und trockenen Wetter damit, dass jetzt auch in anderen Seen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte Blaualgen entstehen“, sagt Dr. Franz-Josef Stein, Sachgebietsleiter für Hygiene und Umweltmedizin beim Gesundheitsamt. Deshalb seien die Ämter im Kreis bereits informiert worden. Die Bademeister sind gebeten worden, besonders aufmerksam zu sein und Warnschilder aufzustellen. „Es sind nach wie vor viele Touristen in unserer Region, die Blaualgen vielleicht nicht erkennen. Deshalb sollten alle – auch an nicht bewachten Badestränden aufmerksam sein und Mitmenschen auf mögliche Anzeichen hinweisen“, so Dr. Stein.

Badegäste sollten zum Schutz ihrer Gesundheit in „Blaualgenteppichen“ grundsätzlich nicht baden. Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Es ist darauf zu achten, dass Kinder nicht in Algenanschwemmungen am Ufer spielen, oder gar Wasser schlucken. Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder -quaddeln), muss ein Arzt aufgesucht werden. Nach Möglichkeit sollten sich Badegäste nach dem Baden gründlich duschen.

Die Algenblüte ist an einem oder mehreren der folgenden Merkmale zu erkennen: Bläulich-grüne Trübung des Wassers, Schlierenbildung, Algenteppiche an der Oberfläche, Wolkenartige Verteilung im Wasser.

Cyanobakterien können ein Gesundheitsrisiko darstellen! Bei Hautkontakt können die schon genannten Reizungen sowie allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Eine Giftwirkung könnte auftreten, wenn an mehreren Tagen hintereinander algenhaltiges Wasser geschluckt wird.
Ansammlungen von Cyanobakterien sind sehr wind- und wetterabhängig. Innerhalb weniger Stunden kann sich die Situation völlig verändern.

Dem Badespaß steht nichts entgegen

Anfang August wurden die Neubrandenburger Badestellen routinemäßig auf ihre Badetauglichkeit untersucht, jetzt sind die Ergebnisse veröffentlicht worden.

Für die Badestellen am Tollensesee Alt Rehse, Augustabad, Broda, Buchort, Gatsch Eck, Klein Nemerow und Wustrow gilt einstimmig, dass hier das Wasser zum Baden geeignet ist.

Und auch der Reitbahnsee bekam diesen Befund. Dem ungetrübten Badespaß steht also nichts entgegen.

Die Fontäne im Tollensesee muss weiterhin trocken bleiben

Foto: FG Ornithologie Neubrandenburg

Noch spuckt die Fontäne auf dem Neubrandenburger Tollensesee kein Wasser. Grund dafür sind nach wie vor brütende Flussseeschwalben.

Ornithologen haben vor einigen Tagen einen prüfenden Blick auf die Plattform geworfen und dabei Küken und Eier entdeckt.

Um die Tiere nicht zu stören, wird die Fontäne frühestens Mitte August erst wieder sprudeln.

Rethra fährt am ersten Augustwochenende

Eigentlich sollte die Rethra auch in diesem Jahr im Rahmen des Detect Classic Festivals in Neubrandenburg als Konzertstätte dienen. Aber aufgrund der Corona-Pandemie fällt das Festival in diesem Jahr aus, sodass das Linienschiff am 1. und 2. August 2020 ganz regulär für Fahrten über den Tollensesee zur Verfügung steht.

Somit legt die Rethra nach gültigem Fahrplan am Sonnabend, 1. August und am Sonntag, den 2. August, zu jeweils zwei Touren über den Tollensesee ab. Neben den sechs regulären Haltestellen kommt in der Hauptsaison noch ein weiterer Anleger hinzu, weil das Fahrgastschiff zusätzlich einen Abstecher in die landschaftlich reizvolle Lieps macht und in Prillwitz stoppt.

Da aktuell die Zahl der Fahrgäste begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter 0395 3500 524 oder rethra@neu-sw.de gebeten. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.neu-sw.de/linienschiff.