Linienschiff Rethra startet in die Saison – Rundfahrten mit Abstand

Es kann losgehen! Am Pfingstwochenende sticht das neu.sw-Linienschiff „Rethra“ erstmals in diesem Jahr wieder in See. Die Saison startet Corona-bedingt vier Wochen später als geplant – und es müssen natürlich Auflagen erfüllt werden. Die aber sind überschaubar. Die Crew freut sich, dass die „alte Dame“ endlich wieder mit Gästen auf Tour gehen darf.

Es können nun etwa 35 Passagiere mitfahren. Das sind rund halb so viele wie sonst üblich. Deshalb empfiehlt sich eine Anmeldung unter 0395 3500 524 oder rethra@neu-sw.de. Auf dem Schiff gelten die bekannten Corona-Regeln: Mindestabstand von 1,5 Metern und Hände reinigen. Ein Desinfektionsspender steht im Fahrgastraum bereit. Eine Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen. Die Kapitäne tragen eine Schutzmaske, wenn sie das Fahrgeld kassieren oder im Fahrgastraum unterwegs sind.

So steht den maritimen Rundfahrten auf dem Tollensesee nichts mehr im Weg. Die 23 Meter lange, 4 Meter breite und 180 PS starke Rethra startet am 30. Mai zum ersten Mal und legt dann außer montags und freitags regelmäßig um 10:30 Uhr und 14:00 Uhr vom Anleger am Badehaus ab. Am Pfingstmontag fährt das Schiff ebenfalls zu diesen Zeiten los. Ab Ende Juni kommen dann die beliebten Fahrten über die Lieps dazu. Außerhalb des Fahrplans kann die Rethra auch in diesem Jahr für Sonderfahrten gebucht werden. Anfragen für diese Touren bitte ebenfalls unter 0395 3500 524 oder rethra@neu-sw.de.

Auf dem Schiff werden die Fahrgäste durch einen Bildschirm über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Geschichten rund um den See informiert. Auch die Kapitäne können die eine oder andere Anekdote erzählen. An Bord gibt es Snacks und Getränke, Selbstverpflegung ist wie immer erlaubt. In der vergangenen Saison zählten die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe als Betreiber der Rethra mehr als 8 300 Passagiere.

Das Linienschiff ist in der ersten Mai-Hälfte einer großen Wartung unterzogen worden. Fachleute der Schiffswerft Horn aus Wolgast und die beiden Kapitäne haben die 54 Jahre alte Rethra wieder auf Vordermann gebracht. Ein neuer Anstrich schützt sie nun wieder vor Fäulnis, Muschelbesatz und Rost. Motordurchsicht und Ölwechsel sind erledigt. Das Steuerhaus ist instandgesetzt. Kurzum: Alles ist bereit.

Fördermittel für Fischerinsel zugesichert

Für die Fischerinsel im Süden des Tollensesees gibt es Fördermittel. Rund 94.000 Euro stellt das Land dafür in diesem Jahr zur Verfügung. „Das Geld reicht nicht aus, um das denkmalgeschützte Haus auf der Insel zu sanieren. Wir sind aber verpflichtet Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen und weitere Planungsmaßnahmen in Gang zu setzen. Dies können wir jetzt tun“, machte Oberbürgermeister Silvio Witt deutlich.

Seit Jahren bereitet die Fischerinsel und das denkmalgeschützte vom Verfall bedrohte Gebäude der Stadt Sorgen. Die letzten Instandsetzungsmaßnahmen an dem Haus wurden im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) im Jahr 2006 durchgeführt.

Hinzu kommt, dass es sich bei der Fischerinsel um einen äußerst sensiblen Bereich im Spannungsfeld zwischen Naturschutzgebiet (Nonnenhof) und dem Denkmalschutz handelt. Außerdem gehört die Fischerinsel zum Vogelschutzgebiet mit europaweiter Bedeutung und den entsprechend strengen Regularien, was die Nutzung betrifft. Die Fischerinsel liegt im Brutgebiet des Vogelschutzgebietes und darf nicht betreten werden. Nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises außerhalb der Brutzeit ist dies möglich. Das Gebäude ist demnach nicht nutzbar, steht aber unter Denkmalschutz. Dieser Denkmalstatus verpflichtet wiederrum zu entsprechenden Maßnahmen, um den Erhalt zu sichern.

Das Gebäude auf der Insel ist eines der ältesten noch stehenden Häuser in Neubrandenburg. Das zweigeschossige Fachwerkgebäude wurde schon im Jahr 1729 in Ratsprotokollen erwähnt. Bis in die 1970er-Jahre übernachteten noch Fischer in dem Haus. Seitdem steht es weitestgehend leer.

Welche konkreten Sicherungsmaßnahmen mit dem Geld aus Schwerin in diesem Jahr vorgenommen werden können, wird derzeit geprüft.

Maroder Ufersteg wird zurückgebaut

Fotos: Stadt Neubrandenburg

Der Ufersteg am Strandbad Broda ist so marode, dass die Stand- und damit die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben sind. Derzeit ist der Steg abgesperrt. Ab morgen beginnen auf einem Abschnitt voraussichtlich die ersten Rückbauarbeiten. Eine entsprechende Instandsetzung dieses Teilbereiches wird kurzfristig geplant.

Stege am Tollensesee werden instandgesetzt

Am Montag, 21. Oktober, beginnen die Arbeiten für die Instandsetzung der Stege (Schiffsanlegestege) Klein Nemerow und Gatsch Eck. Begonnen wird mit dem Anlegesteg in Klein Nemerow. Es werden die Längs- und Querträger sowie der Belag erneuert.

Lässt die Witterung es in den Wintermonaten zu, sollen die Arbeiten bis zum erneuten Beginn der Linienschifffahrt am 1. Mai 2020 abgeschlossen sein.

2019er Saison für Linienschiff Rethra geht zu Ende

Auf dem Tollensesee geht die Saison für das neu.sw Linienschiff Rethra zu Ende. Noch bis zum Sonntag, den 29. September legt es – außer montags und freitags – zweimal täglich am Badehaus ab, um 10:30 Uhr und 14:00 Uhr.

Die „kleine“ Tour am Vormittag führt über den Tollensesee mit Stopps an den Anlegern Wassersportzentrum, Gatsch Eck, Klein Nemerow, Alt Rehse und Nonnenhof. Die große Tour am Nachmittag führt zusätzlich ins Naturschutzgebiet Lieps, wo es in Prillwitz noch einen Halt gibt. Wie gehabt können Fahrgäste auch ihre Fahrräder mit an Bord nehmen.

Mit Blick auf die vorläufigen Zahlen zeigen sich die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe als Betreiber des Schiffes bereits jetzt zufrieden mit der nunmehr 15. Saison. Mehr als 8 300 Passagiere nutzten die Rethra seit Ostern für Ausflüge aufs Wasser und in die Region. Ein leichtes Plus. In der gesamten Saison 2018 wurden gut 8 000 Fahrgäste gezählt.

Fahrten des Linienschiffs Rethra fielen heute aus

Nachdem die Vormittagsfahrt der Rethra heute (Donnerstag) aufgrund eines technischen Defektes ausfallen musste, konnte das Linienschiff auch am Nachmittag nicht starten. Kräftiger Wind und heftige Böen auf dem Tollensesee sorgten dafür, dass die Rethra am Anleger bleiben musste.

Am Freitag sollen die Touren wieder planmäßig stattfinden. Informationen zur Rundfahrt und zu den Abfahrtszeiten finden Sie hier.

Detect Classic Festival der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Musik auf der Rethra – das gibt es nicht oft. Am Sonnabend, den 27. Juli 2019, aber werden Fahrgäste das Linienschiff der Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB) gleich mehrmals als Konzertstätte erleben. Dann ist die Rethra im Einsatz für das neue DETECT CLASSIC FESTiVAL der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Bei dem insgesamt dreitägigen Event auf und am RWN-Gelände in Neubrandenburg treffen Musikwelten mit Klassik-, Techno- und elektronischen Klängen aufeinander.

Zwischen 12:00 und 18:00 Uhr legt die Rethra am Yachthafen jeweils mit neuen Musikern ab und schippert Festivalgäste über den Tollensesee. Stündlich geht es für etwa 45 Minuten aufs Wasser, so der Plan der Festspiele. Mitfahren darf jeder, der Eintritt für das Festival bezahlt hat und ein entsprechendes Bändchen am Arm trägt. Die beiden regulären Linienfahrten unseres Schiffes fallen an diesem Tag aus.

Eingebettet in das DETECT-Konzept sind auch zwei Konzerte in der Konzertkirche, mit der Jungen Norddeutschen Philharmonie und Percussion-Solist Alexej Gerassimez beziehungsweise mit dem STEGREIF.orchester. Dafür haben die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit Hilfe der Neubrandenburger Verkehrsbetriebe einen Shuttleservice für Festivalgäste eingerichtet. NVB-Busse bringen die Besucher vom RWN-Gelände zur Konzertkirche und nach der Veranstaltung wieder zurück.

Die Neubrandenburger Stadtwerke unterstützen das DETECT CLASSIC FESTiVAL, das die Reihe kultureller Veranstaltungen in der Stadt bereichern wird, gern und sponsern deshalb unter anderem die Busfahrten und die Ausflüge mit dem Linienschiff Rethra.

https://detectclassicfestival.de/lineup/