Bürgertestzentren sind nach wie vor in Betrieb

Das Corona-Testzentrum des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, in dem PCR-Tests auf Grundlage einer Überweisung vorgenommen wurden, kann auf Grund der aktuellen Lage geschlossen werden. Notwendige Labortests werden bei Bedarf weiterhin von Hausärzten und von den mobilen Teams vorgenommen. Sofern es auf Grund der pandemischen Lage notwendig werden sollte, wird der Landkreis erneut ein Testzentrum einrichten.

Im vergangenen Jahr 2020 waren von März bis Ende Dezember im Testzentrum in der Neubrandenburger Begonienstraße mehr als 15.700 Menschen getestet worden. In diesem Jahr sind dort bisher insgesamt etwas mehr als 18.020 PCR-Tests genommen worden. Täglich waren im Testzentrum – je nach Bedarf – 6 bis 8 Mitarbeiter im Einsatz.

Bürgertestzentren und Bürgerteststellen für einen Schnelltest sind nach wie vor im gesamten Landkreis geöffnet. Die Liste der Anbieter steht auf der Internetseite des Landkreises www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de unter „Corona“.

Unsere Wälder im Gesundheitscheck – die Waldzustandserfassung 2021 hat begonnen

Von Mitte Juli bis Mitte August reisen Forstleute durch die Wälder Mecklenburg-Vorpommerns, um den aktuellen Gesundheitszustand unserer Waldbäume unter die Lupe zu nehmen. An insgesamt 105 Aufnahmepunkten werden dabei rund 2.500 Bäume untersucht und hinsichtlich ihrer Vitalität eingeschätzt. Bevor am 20.07. die Inventur beginnt, wurden die 15 zweiköpfigen Aufnahmeteams im Vorfeld der seit 1992 jährlich durchgeführten Erhebung speziell geschult.

Der Waldzustand wird in Mecklenburg-Vorpommern jährlich nach einer bundesweit abgestimmten Strichprobeninventur auf einem permanenten Netz erhoben. Alle 8×8 km im Wald befindet sich ein Aufnahmepunkt. Dabei findet die Erhebung eigentumsübergreifend sowohl im Landes- als auch z. B. Bundes- und Privatwald statt. An jedem Punkt wird die Vitalität von 24 festgelegten Bäumen erfasst. Jeder dieser Bäume wird von der Krone bis zum Stammfuß genau betrachtet und liefert für die spätere Auswertung eine Fülle an Daten. Diese reicht von der Belaubung über die Vergilbung von Blättern und Nadeln bis zur Fruchtbildung und Schäden durch Mensch oder Natur.

Wesentlicher Aufnahmeparameter ist dabei die Kronenverlichtung der Bäume. Diese zeigt an, wieviel Prozent der Blätter oder Nadeln im Vergleich zu einer vollbelaubten Baumkrone fehlen. Die aufgenommenen Daten fließen nicht nur in den landesweiten Waldzustandsbericht, sondern auch in die bundesweite und darüber in die EU-weite Erhebung ein. Nachdem sich der Waldzustand in den vergangenen Jahren aufgrund der warm-trockenen Periode 2018 bis 2020 auffällig verschlechterte, wird sich in den diesjährigen Ergebnissen zeigen, inwiefern eine leichte Entspannung der Witterungssituation wieder eine positive Entwicklung bewirkte.

Hintergrund zur Waldzustandserhebung:

Der Waldzustand wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 1992 jährlich nach einer bundesweit abgestimmten Stichprobeninventur auf einem dauerhaften systematischen Netz erhoben. Die sogenannte Waldzustandserhebung ist das wesentliche Instrument zur Erfassung des Vitalitätszustandes der Wälder. Dabei dient der Kronenzustand als Weiser für den Gesundheitszustand des Waldes. Die Waldzustandserfassung ist im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Baustein des Forstlichen Umweltmonitorings geworden. Gerade die langjährigen Erfassungen ermöglichen eine objektive Beurteilung des Waldzustandes, der von Faktoren wie z. B. Witterungsverlauf, klimatische Veränderungen oder biotische Schäden durch z. B. Insekten beeinflusst wird. Durch die regelmäßigen Erhebungen können Veränderungen frühzeitig erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz der Wälder.

Avocados in der amtlichen Untersuchung

Das Landesamt hatte in diesem Jahr einen Untersuchungsschwerpunkt zu Avocados geplant. „Die Analyseergebnisse von 17 Proben ergaben nur eine Beanstandung“, sagt Dr. Stephan Goltermann, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock.
Die Proben dieser fettreichen Beere (Lorbeergewächs) wurden dem Einzelhandel in MV entnommen. Sie stammten aus Kolumbien (6 Stück), Spanien (6 Stück), Marokko (2 Stück) und jeweils eine aus Chile und Kenia. Bei einer Probe war keine Herkunft bekannt.

Aufgrund von erheblichem Schimmelbefall in der Frucht ist eine Avocadoprobe schon in der vorausgehenden Sensorikprüfung auf das Aussehen, den Geruch und den Geschmack beanstandet worden.

Alle Proben sind von den ExpertInnen des LALLF auf ca. 420 Pflanzenschutzmittel und deren Metaboliten (=Abbauprodukte) untersucht worden. Die Nachweisgrenze liegt bei dem kaum vorstellbar geringen Wert von etwa 10 µg der Substanz je Kilogramm Probe.
In zehn Avocadoproben waren keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (PSM) nachweisbar. In den anderen sieben gab es Spuren von bis zu drei Wirkstoffen von PSM. So war das Fungizid und erlaubte Nacherntebehandlungsmittel Prochloraz in allen sieben Proben enthalten.
Alle Wirkstoffmengen lagen unterhalb der erlaubten Höchstmengen.
„Das Untersuchungsergebnis ist insgesamt als „gut“ zu bezeichnen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) führt Analyseergebnisse auf, die mit höheren Beanstandungsraten oder einer größeren Menge an Wirkstoffrückständen schlechter ausfielen“, vergleicht Goltermann.

Corona-Testzentrum am Klinikum verlängert Öffnungszeiten

Aufgrund der großen Nachfrage verlängerte das gerade eröffnete Testzentrum am Standort Neubrandenburg des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums seit dem 7. Juni seine Öffnungszeiten. Der externe Betreiber bietet die kostenlosen Schnelltests dann montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 17 Uhr an. Das Testzentrum ist am Eingang des Hauses C gegenüber dem Parkdeck zu finden.

Hintergrund ist die seit dem 1. Juni gelockerte Besucherregelung des Krankenhauses für alle Standorte. Jeder stationäre Patient darf wieder eine Besuchsperson festlegen, die einmal täglich zu Besuch kommen kann. Ambulante Patienten dürfen wieder eine Begleitperson mitbringen. Sowohl Besucher als auch Begleitpersonen müssen aber einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorliegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Dabei gelten keine Ausnahmen für geimpfte und genesene Personen.

Sozialministerium stellt Sportvereinen 100.000 Selbsttests zur Verfügung

Unterstützung für den Freizeit- und Breitensport in unserem Land. Zum seit dieser Woche wieder möglichen Trainingsbetrieb auch im Innenbereich stellt das für Sport zuständige Sozialministerium den Vereinen 100.000 Selbsttests aus einer Landesbeschaffung kostenlos zur Verfügung. Die einfach anzuwendenden Tests werden dem Landessportbund zur Verfügung gestellt, der diese dann an die Vereine im Land verteilt. Die Tests können z. B. an ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer und Sportlerinnen und Sportler im Verein ausgereicht werden.

In Mecklenburg-Vorpommern ist seit dem 1. Juni Sport im Innenbereich in öffentlichen oder privaten Sportanlagen wieder möglich. Der vereinsbasierte Trainingsbetrieb kann in allen Sportarten und Altersgruppen in Gruppen bis 15 Personen stattfinden. Erwachsene benötigen einen maximal 24 Stunden alten Test. Kinder und Jugendliche benötigen keinen Extratest, aber deren Trainer und Betreuende.

Für den ebenfalls wieder in Gruppen bis 25 Personen möglichen Sport im Freien und auf öffentlichen oder privaten Sportaußenanlagen ist kein Test notwendig.

Testpflicht an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Ab der kommenden Woche, spätestens ab dem 28. April 2021, wird an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern die Testpflicht für Schülerinnen, Schüler und Personal eingeführt. Am Präsenzunterricht oder anderen Präsenzangeboten in der Schule darf dann nur noch teilnehmen, wer zweimal in der Woche einen negativen Test vorweisen kann. Das gilt auch für die Angebote der Notfallbetreuung. Die Testpflicht gilt ebenso für Erziehungsberechtigte, die das Schulgebäude betreten wollen.

„Die Testpflicht wird zusätzlichen Schutz in unsere Schulen bringen, denn sie führt dazu, dass alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, die im Präsenzunterricht sind, zweimal in der Woche auf das Corona-Virus getestet sind. Die Schulen werden der erste gesellschaftliche Bereich sein, der nach dem Lockdown geöffnet wird. Sobald die landesweite Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, werden die Schulen mit einem Stufenplan wieder in Präsenzunterricht wechseln. Die Öffnung für den Präsenzunterricht wird mit dem zusätzlichen Schutz einer verpflichtenden Teststrategie abgesichert. Damit setzen wir auch die Regelungen des beschlossenen Bundesinfektionsschutzgesetzes um. Es bleibt dabei: Die Schulen und Kitas haben in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin Priorität“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

Allen Schulen wurden bereits in den vergangenen Wochen ausreichend Selbsttest-Kits für Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte zur Verfügung gestellt. Seit dem 17. März 2021 wurde an den Schulen die Möglichkeit der Selbsttestung angeboten und von einem großen Teil (ca. 47%) der Schülerschaft und der Beschäftigten genutzt. Die Selbsttests werden weiterhin grundsätzlich an den Schulen durchgeführt. Wenn jedoch die Schulkonferenz entscheidet, dass Selbsttests auch zu Hause durchgeführt werden sollen, bleibt dies ebenso möglich. An dieser Praxis ändert sich aktuell nichts.

Der Nachweis über einen negativen Test kann durch die Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Weise erbracht werden:

  1. Durch die Durchführung eines Selbsttests unter Aufsicht und Anleitung unmittelbar nach Betreten des Schulgebäudes. Dafür ist eine Einverständniserklärung zur Durchführung eines Antigen-Schnelltests in der Schule notwendig.
  2. Durch eine Selbsterklärung der Erziehungsberechtigten oder des volljährigen Schülers oder der volljährigen Schülerin über einen zu Hause durchgeführten Selbsttest auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis. Dafür liegen die entsprechenden Formulare in den Schulen vor oder können auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur geladen werden. Das negative Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein.
  3. Mit einer Bescheinigung über einen Antigen-Schnelltest oder einen anderen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis, der max. 24 Stunden vorher in einem Testzentrum, einer Arztpraxis oder an anderer zulässiger Stelle durchgeführt wurde.
    Der Testpflicht nicht nachzukommen heißt, sich gegen den Präsenzunterricht in der Schule zu entscheiden. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler erhalten Aufgaben zur selbstständigen Bearbeitung. Sie haben jedoch keinen Anspruch auf Distanzunterricht.

Im Falle eines positiven Selbsttests gelten weiter die bestehenden Regelungen. Da das positive Testergebnis nur einen Anfangsverdacht darstellt, muss sich die Schülerin bzw. der Schüler umgehend in einem gesonderten Raum getrennt von den anderen Schülerinnen und Schülern aufhalten und wird dann von den Eltern abgeholt. Volljährige Schülerinnen und Schüler müssen das Schulgebäude umgehend verlassen. Danach muss unverzüglich ein PCR-Test bei einem Hausarzt unternommen werden. Sollte dieser Test negativ ausfallen, kann die Schülerin bzw. der Schüler wieder am Unterricht teilnehmen. Bei einem positiven Testergebnis entscheidet das örtliche Gesundheitsamt über die weiteren Maßnahmen des Kontaktmanagements.

Die Testpflicht besteht nicht für Schülerinnen und Schüler, die an den Abschlussprüfungen teilnehmen. Ihnen muss jedoch vor Beginn der Prüfungen ein Testangebot gemacht werden. Sie sind ausdrücklich aufgerufen, sich an den freiwilligen Selbsttests zu beteiligen oder max. 24 Stunden vor der Prüfung in einer Arztpraxis, einem Testzentrum oder in einer Apotheke einen Antigen-Schnelltest durchführen zu lassen.
Schülerinnen und Schüler, die vor der Teilnahme an einer Prüfung ein positives Ergebnis des Selbsttests haben, dürfen nicht an der Prüfung teilnehmen. Für sie gilt das oben genannte Verfahren auch. Sie legen Ihre Prüfung dann an einem der bekannten Nachschreibtermine ab.

Testzentrum im HKB öffnet morgen

Am morgigen Donnerstag (8. April) wird im Haus der Kultur und Bildung (HKB) ein weiteres Testzentrum eröffnet. Das ist möglich, da zahlreiche Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf der Stadt zur Unterstützung gefolgt sind. Von Montag bis Samstag wird Apotheker Erik Schumacher im HKB von 9 bis 15 Uhr die Möglichkeit zum Testen anbieten. Anmeldungen dafür sind unter www.corona-testzentrum-neubrandenburg.de möglich. Nachdem im Testzentrum die Arbeit aufgenommen wurde, ist zukünftig geplant, das Testen auch ohne Termin anzubieten.

Da die Inzidenzwerte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte kontinuierlich hoch sind, ist aufgrund der aktuellen Landesverordnung nach Ostern nur noch Terminshopping erlaubt und beim Einkaufen ein negatives Schnell- oder Selbsttestergebnis nötig. Ausgenommen von der Terminvereinbarung im Voraus und von der Teststrategie sind beispielsweise Super- und Getränkemärkte, Wochenmärkte, Tierbedarfsmärkte, Drogerien, Apotheken, Sanitätshäuser, Optiker und Hörgeräteakustiker, Blumenläden und Gartenbaucenter sowie Tankstellen und Zeitungsverkaufsläden. Für körpernahe Dienstleistungen muss ebenfalls ein negatives Testergebnis nachgewiesen werden.

Für kostenlose Schnelltests gibt es in der Vier-Tore-Stadt noch weitere drei Zentren. Apotheker Erik Schumacher bietet dies in der Turmstraße 20 an. Unter www.corona-testzentrum-neubrandenburg.de ist die Terminbuchung möglich. Apotheker Raffael Oidtmann unterstützt im Migrationszentrum in der Demminer Straße 44 das Testen. Unter der Telefonnummer 0395 4223986 oder unter www.schnelltest-neubrandenburg.de gibt es Termine. In der Oststadt bietet Apothekerin Anne Krohmann im Juri-Gagarin-Ring 31 Tests an. Termine unter www.ost-apotheke-nb.de.