Entwicklung der Politisch motivierten Kriminalität im Jahr 2019 in Mecklenburg-Vorpommern

Die Politisch motivierte Kriminalität (PMK) in Mecklenburg-Vorpommern war im Jahr 2019 durch folgende wesentliche Entwicklungen gekennzeichnet:

  • Anstieg der Gesamtfallzahlen Politisch motivierter Kriminalität von 1.288 Delikten auf 1.425 Delikte (+10,6 %)
  • Rückgang der Gewaltdelikte um 16 Fälle, ausgenommen PMK-rechts-(hier Anstieg um sechs Straftaten)
  • Rückgang von Angriffen auf Parteibüros um fünf Fälle
  • Anstieg von Straftaten mit dem Tatmittel Internet um 31 Fälle

Die Bewertung und statistische Einordnung der Straftaten, die der Landespolizei bekannt geworden sind, richtet sich nach dem bundeseinheitlichen Definitionssystem. Seit Beginn des Jahres 2017 wird die Politisch motivierte Kriminalität in fünf Phänomenbereichen erfasst. Dazu zählen die PMK-links-, PMK-rechts- und neu die PMK-ausländische Ideologie- sowie PMK-religiöse Ideologie-. Kann ein Sachverhalt nicht unter diesen Phänomenbereichen subsumiert werden, so wird er wie bisher im Phänomenbereich PMK-nicht zuzuordnen erfasst.

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Drei Fahrzeugführer mit mehr als 1,1 Promille kontrolliert

Am Wochenende haben die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg drei Fahrzeugführer festgestellt, die unter erheblichen Alkoholeinfluss (mehr als 1,1 Promille) ihr Fahrzeug geführt und damit eine Straftat begangen haben.
Am 09.11.2019 gegen 01:45 Uhr haben die Beamten einen 28-jährigen Fahrzeugführer auf dem Friedrich-Engels-Ring, auf Höhe des Rathauses einer Kontrolle unterzogen. Dabei stellten sie neben des Nichtvorhandenseins der erforderlichen Fahrerlaubnis auch Atemalkoholgeruch beim Fahrzeugführer fest. Ein durchgeführter Atemalkoholtest bei dem 28-Jährigen hat einen Wert von 2,15 Promille ergeben. Es folgten die Blutprobenentnahme im Klinikum Neubrandenburg, die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels sowie die Erstattung der Strafanzeigen wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr sowie Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis.

Am 10.11.2019 gegen 00:30 Uhr kontrollierten die Neubrandenburger Beamten ein Fahrzeug in der Woldegker Straße. Auf Grund des starken Alkoholgeruchs führten die Beamten einen Atemalkoholtest bei dem 55-jährigen Fahrzeugführer durch, welcher ein Ergebnis von 1,35 Promille anzeigte. Auch diesem Fall wurde eine Blutprobenentnahme durchgeführt, der Führerschein sichergestellt und die Strafanzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr erstattet.

Am 10.11.2019 gegen 15:50 Uhr wurde der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg telefonisch mitgeteilt, dass in der Max-Adrion-Straße ein Fahrzeug mit eingeschaltetem Licht im Graben steht, welches sich augenscheinlich festgefahren hatte. Eine alkoholisierte, unverletzte männliche Person soll sich fußläufig von dem Fahrzeug entfernen. Die Beamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg haben sich sofort zum Feststellort begeben. Sie konnten den 49-jährigen Fahrzeugführer und gleichzeitig auch Fahrzeughalter nach umfangreichen Suchmaßnahmen fußläufig auf dem Heimweg antreffen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest hat einen Wert von 1,59 Promille ergeben. Es folgten die Blutprobenentnahme, Sicherstellung des Führerscheines und Erstattung der Strafanzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

Zahl der Trickbetrugsversuche ist weiter auf hohem Niveau – Landespolizei setzt auf Aufklärung und zielgerichtete Präventionsmaßnahmen um Straftaten zu verhindern

Bundesweit ist in den vergangenen Jahren die Anzahl der bei der Polizei angezeigten Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen kontinuierlich angestiegen.

Diese Entwicklung zeichnet sich auch in Mecklenburg-Vorpommern ab und so ist bereits in den ersten Wochen dieses Jahres ein hohes Fallaufkommen zu verzeichnen.

Mit 1.442 angezeigten Fällen ist in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 das bisher höchste Fallaufkommen festzustellen (2017: 996 Fälle, 2016: 468 Fälle, 2015: 324 Fälle, 2014: 239 Fälle). Erfreulicherweise wächst durch regelmäßige Warnungen und zielgerichtete Aufklärung der Anteil der Taten, die im Versuchsstadium steckenbleiben. Der Anteil der Fälle, bei denen es zur Übergabe von Geld oder Wertsachen kam, konnte im Vergleich zu den Vorjahren (2017: 8 Prozent, 2016: 7,7 Prozent, 2015: 14,8 Prozent) weiter auf 6,9 Prozent gesenkt werden. Insgesamt wurden der Polizei 99 vollendete Trickbetrugsfälle im Jahr 2018 bekannt. Beim Gesamtschaden ist mit etwa 520.000 Euro ein ebenfalls Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2017: etwa 615.000 Euro) zu verzeichnen.

Die hohe Versuchsquote ist insbesondere auf eine höhere Sensibilisierung in der Bevölkerung zurückzuführen. Denn die Kenntnis von diesem Phänomen und seinen unterschiedlichen Begehungsweisen führt zu einer höheren Wachsamkeit, einem rechtzeitigen Erkennen des Betrugs sowie einer größeren Bereitschaft für deren Anzeige bei der Polizei, auch bei versuchten Taten. Dies gilt nicht nur für die Opfer selbst, sondern auch für Angehörige, Bankmitarbeiter, Taxifahrer u. a., die die betroffenen, älteren Menschen rechtzeitig über die Situation aufklären und die Polizei informieren.

Die Warnmeldungen und Hinweise der Polizei richten sich daher ausdrücklich nicht nur an die oftmals betroffene ältere Bevölkerung. Im Familien- und Bekanntenkreis sollte über Trickstraftaten gesprochen werden, um älteren Verwandten und Bekannten Handlungssicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen oder Kontaktaufnahmen zu geben.

Typische Begehungsweisen der Trickstraftaten z. N. älterer Menschen sind nach wie vor der klassische Enkeltrick unter Vorspielen eines angeblichen Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnisses, das Auftreten unter der Legende eines Polizeibeamten oder Staatsanwaltes, der Trickdiebstahl durch Ausnutzung der Arglosigkeit der Opfer, wie der „Deponiertrick“ oder die Bitte um Hilfe, der Gewinnspielbetrug, bei dem ein Geldgewinn in Aussicht gestellt wird, sobald „Gebühren“ für verschiedene Zwecke gezahlt wurden, sowie das Fordern von Geldbeträgen wegen angeblicher Schulden.

Da jeder vollendete Trickbetrug für die Betroffenen neben dem finanziellen Verlust häufig auch eine hohe psychische Belastung darstellt, setzt die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren verstärkt auf die Vorbeugung derartiger Straftaten. Neben regelmäßigen Warnmeldungen und Präventionsveranstaltungen wird seit 2010 das Merkblatt für Geld und Kreditinstitute an alle im Land befindlichen Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen zur Sensibilisierung der Angestellten verteilt. Zudem beraten die ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberaterinnen und -berater kostenlos zu typischen Gefahrensitationen und stärken somit das Sicherheitsgefühl der älteren Generation (siehe https://www.polizei.mvnet.de/Pr%C3%A4vention/Senioren/).

Tipps der Polizei gegen den Enkeltrick:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Weitere Informationen und Präventionshinweise zum Themenfeld Trickbetrug gibt es unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.