Bevölkerung in der Region wächst

Die Bevölkerung in der IHK-Region Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern ist im Vorjahr (2020) seit Jahrzehnten erstmals wieder gewachsen. Das geht aktuell aus Veröffentlichungen des Landesamtes für Statistik hervor. Gegenüber 2019 hat sich die Nettozuwanderung mehr als verdoppelt und ist auf fast 4000 Personen gestiegen. Zu knapp 90 Prozent war dies eine Nettozuwanderung von Deutschen. Die IHK-Region weist bei den nachfolgenden Regionen Deutschlands die größten Wanderungssalden auf:

Wanderungssaldo

Berlin: 1.080
Brandenburg: 654
Baden-Württemberg: 230
Sachsen: 216
EU: 613

Wanderungssaldo insg.: 3.859

Der Nettozuzug aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist kräftig angestiegen. Dazu hat vermutlich beigetragen, dass die Corona-Maßnahmen in den dicht besiedelten Regionen als besonders einschränkend wahrgenommen wurden. Die Wanderungen zwischen den Kontinenten waren – sicherlich auch Corona bedingt – im vergangenen Jahr niedrig. Allerdings hat eine kräftige Nettozuwanderung aus der EU in die IHK-Region stattgefunden.

Eine Aufgliederung der Nettozuwanderung nach Altersgruppen zeigt, dass viele junge Familien mit Kindern zugewandert sind. Dieser Effekt ist so stark, dass die Nettozuwanderung von unter 18-jährigen die Nettozuwanderung im Rentenalter überwiegt.

Bevölkerungszahl im Land ist erstmals seit 2017 wieder leicht gestiegen

Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, lebten zum Ende des Jahres 2020 insgesamt 1 610 774 Personen im Land und damit 2 636 (+ 0,2 Prozent) Einwohnerinnen und Einwohner mehr als im Jahr zuvor. Der Bevölkerungszuwachs ist vor allem auf den positiven Wanderungssaldo zurückzuführen.

Im Jahr 2020 wurden 12 061 Kinder lebend geboren, 569 Kinder (- 4,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im selben Zeitraum starben 21 854 Menschen und damit 152 Personen (0,7 Prozent) mehr als im Jahr 2019.

Der Überschuss der Sterbefälle über die Zahl der Geburten wurde jedoch durch den gestiegenen Wanderungsgewinn übertroffen. Im Jahr 2020 haben 44 647 Menschen ihren Hauptwohnsitz nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt, während 32 066 Personen in ein anderes Bundesland oder ins Ausland gezogen sind. Daraus ergibt sich ein Wanderungsgewinn von 12 581 Personen, das sind 4 538 Personen (56,4 Prozent) mehr als im Vorjahr (8 043 Personen).

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter der Rubrik Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesellschaft-&-Staat/Bevölkerung.

Verkehrszählung auf dem ehemaligen RWN-Gelände

Derzeit wird der städtebauliche Rahmenplan für das ehemalige RWN-Gebiet erarbeitet. Im Zuge dessen ist eine Verkehrsuntersuchung nötig. Dafür ist für den morgigen Dienstag, 15. Juni, eine Verkehrszählung geplant.

Die Verkehrszählung ist an dem Tag für 24 Stunden angesetzt. Die aufgezeichneten Daten werden ausschließlich zur Gewinnung anonymisierter Verkehrsanalysen als Planungsgrundlage verwendet und drei Wochen bis zum Abschluss der Auswertungen gespeichert.

Für die Zählung werden an verschiedenen Lichtmasten und Verkehrsschildern Kameras angebracht sein.

Mehr Umsatz, weniger Steuerpflichtige 2019

Im Jahr 2019 gaben in Mecklenburg-Vorpommern 55 604 Unternehmen eine Umsatzsteuer-Voranmeldung mit einem voraussichtlichen Umsatz von 49,6 Milliarden EUR (ohne Umsatzsteuer) ab. Der Wert des Umsatzes aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich um 2,7 Prozent gegenüber 2018. Die Zahl der Steuerpflichtigen blieb dabei auf dem Vorjahresniveau (- 38 Steuerpflichtige), wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt. Die aus den angemeldeten Umsätzen resultierenden Umsatzsteuer-Vorauszahlungen summierten sich 2019 auf 1,5 Milliarden EUR (+ 3,6 Prozent).

Ein Blick auf die Wirtschaftsabschnitte zeigt, dass es – wie im Vorjahr –  die mit Abstand höchsten Umsätze im Handel einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (10,8 Milliarden EUR) und im Verarbeitenden Gewerbe (9,4 Milliarden EUR) gab. Diese beiden Bereiche erzielten zusammen 42,2 Prozent des Gesamtumsatzes.

Im Jahr 2019 meldeten – wie schon für 2018 – 85 Unternehmen einen Umsatz von jeweils 50 Millionen oder mehr EUR an. Zusammen kamen diese 0,2 Prozent der Unternehmen auf Umsätze aus Lieferungen und Leistungen im Wert von 11,0 Milliarden EUR. Das entsprach etwa einem Viertel der Umsätze (23,0 Prozent) aller erfassten Unternehmen. Dagegen entfiel auf die 13 290 Unternehmen (23,9 Prozent) in der Umsatzgrößenklasse 17 500 bis unter 50 000 EUR mit 433,5 Millionen EUR lediglich 0,9 Prozent des Gesamtumsatzes.

Die Hälfte (50,8 Prozent) des gesamten Umsatzes wurde 2019 von 8 939 Kapitalgesellschaften (überwiegend Gesellschaften mit beschränkter Haftung) erwirtschaftet. Weitere 24,2 Prozent des Umsatzes entfielen auf 38 444 Einzelunternehmen, 20,6 Prozent auf 7 127 Personengesellschaften (überwiegend Gesellschaften bürgerlichen Rechts). Die 1 094 Unternehmen mit einer anderen Rechtsform meldeten die übrigen 4,4 Prozent des Umsatzes.

Detaillierte Informationen können im Statistischen Bericht „Umsätze und ihre Besteuerung 2019“ (L413 2019 00) unter https://www.statistik-mv.de unter der Rubrik „Publikationen; Statistische Berichte; Öffentliche Finanzen, Personal, Steuern“ eingesehen werden.

MV: Durchschnittspreise für Trinkwasserbezug und Abwasserentsorgung sind gesunken

Alle drei Jahre findet bundesweit die Erhebung der Wasser- und Abwasserentgelte statt, zuletzt für die Jahre 2017 bis 2019. Nach den nunmehr vorliegenden Ergebnissen sind in Mecklenburg-Vorpommern die durchschnittlichen Wasserentgelte je Kubikmeter gesunken. Die Jahresgrundgebühr für Trinkwasser stieg leicht. Insgesamt fielen in Mecklenburg-Vorpommern die Wasserkosten bei durchschnittlicher Haushaltsgröße und durchschnittlichem Wasserverbrauch 2019 geringer aus als in den Vorjahren.

Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern bezogen 745 Gemeinden (Gebietsstand 01.01.2019) im Land öffentliches Trinkwasser für insgesamt rund 1,61 Millionen angeschlossene Einwohner. Dabei richteten sich die je Haushalt anzuwendenden Wasserpreise nach den Anschluss- und Vertragsbedingungen von insgesamt 759 Tarifgebieten (Gemeinden oder Gemeindeteile mit Trinkwasserentgelt). Im Durchschnitt bezahlten die Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2019 für einen Kubikmeter Trinkwasser (1 000 Liter) 1,59 EUR. Das waren 7 Cent weniger als 2018 (1,66 EUR/m³) und 6 Cent weniger als 2017 (1,65 EUR/m³).

Das haushaltsübliche verbrauchsunabhängige Trinkwasserentgelt (Jahresgrundgebühr) betrug 2019 durchschnittlich 96,58 EUR und war damit 0,51 EUR höher als 2018 (96,07 EUR/Jahr) und 1,29 EUR höher als 2017 (95,29 EUR/Jahr). Die Trinkwasserkosten bei durchschnittlicher Haushaltsgröße (1,91 Personen je Haushalt) und durchschnittlichem jährlichen Wasserverbrauch je Haushalt (rund 75 Kubikmeter) lagen 2019 im Land bei 215,53 EUR im Jahr. Das waren 4,76 EUR weniger als 2018 (220,29 EUR/Jahr) und 3,23 EUR weniger als 2017 (218,76 EUR/Jahr).

Für 734 Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns gab es mengenbezogene Entgelte für die öffentliche Entsorgung von Abwasser. Das durchschnittliche Abwasserentgelt lag im Jahr 2019 bei 2,57 EUR je Kubikmeter Abwasser (1 000 Liter). Das waren 3 Cent weniger als 2018 (2,60 EUR/ m³) und 6 Cent weniger als 2017 (2,63 EUR/ m³). In 627 Gemeinden wurden zudem auch haushaltsübliche mengen- und flächenunabhängige Abwasserentgelte erhoben. Diese Abwassergrundgebühr betrug für das Jahr 2019 durchschnittlich 76,35 EUR. Das waren 5,85 EUR weniger als 2018 (82,20 EUR) und 3,72 EUR weniger als 2017 (80,07 EUR).

Weitere Informationen enthält der Statistische Bericht „Wasser- und Abwasserentgelte für die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern, 2019“ (Q193 2019 01). Neben der Entwicklung der durchschnittlich zu zahlenden verbrauchsabhängigen und verbrauchsunabhängigen Wasserpreise 2017 bis 2019 liefert er detaillierte Informationen zu den Wasserpreisen der Gemeinden für 2019. Der Bericht kann kostenfrei im Internet unter https://www.statistik-mv.de unter der Rubrik „Publikationen; Statistische Berichte; Umwelt“ heruntergeladen werden.

24 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen 2019 in M-V

Im Jahr 2019 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 24 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen registriert, bei denen insgesamt 109 600 Liter freigesetzt wurden. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern anlässlich des Internationalen Tages der Umwelt am 5. Juni 2021 mitteilt, konnten 106 500 Liter der ausgetretenen Schadstoffe wiedergewonnen und damit umfängliche Wasserbelastungen verhindert werden. Bei den nicht wiedergewonnenen 3 100 Litern handelte es sich um freigesetzte Stoffe der Wassergefährdungsklasse zwei aus Beförderungsunfällen.

Von den im Jahr 2019 insgesamt 24 registrierten Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen ereigneten sich 20 Unfälle bei der Beförderung dieser Stoffe. Die durch Beförderungsunfälle 2019 freigewordene Menge an Schadstoffen (6 300 Liter) konnte nur zur Hälfte zum Schutz der Umwelt wiedergewonnen, anschließend genutzt oder ordnungsgemäß entsorgt werden. 3 100 Liter der Wassergefährdungsklasse zwei (deutlich wassergefährdend) wurden nicht wiedergewonnen und belasteten so dauerhaft die Umwelt.

Vier Unfälle gab es beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Bei diesen vier Unfällen wurden insgesamt 103 300 Liter wassergefährdende Stoffe freigesetzt, konnten aber auch vollständig wiedergewonnen werden.

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Rauschgiftkriminalität nimmt in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu

Die Delikte im Bereich der Rauschgiftkriminalität sind im Jahr 2020 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 8.739 Fälle der Rauschgiftkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Damit ist die Anzahl der bekannt gewordenen Rauschgiftstraftaten um 4,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2019: 8.351 Fälle) und erreicht erneut einen Höchststand seit Erfassung der Delikte. Der Anteil der Rauschgiftkriminalität an der festgestellten Gesamtkriminalität betrug in Mecklenburg-Vorpommern 8,2% (2019: 7,5%).

Wie bereits in den vergangenen Jahren bildeten die allgemeinen Verstöße im Zusammenhang mit Cannabisprodukten den Schwerpunkt (4.691 Fälle), gefolgt von Straftaten im Zusammenhang mit Amphetamin (1.456 Fälle). Die Anzahl der erfassten Cannabisplantagen liegt auf dem Niveau des Vorjahres (15 Plantagen im Jahr 2020 gegenüber 17 Plantagen im Jahr 2019).

Regional betrachtet verzeichneten die größten Anstiege die Stadt Schwerin (Steigerung um 391 Fälle auf 954), gefolgt vom Landkreis Rostock (Steigerung um 242 Fälle auf 1.281) und vom Landkreis Nordwestmecklenburg (Steigerung um 74 Fälle auf 927). Die Städte Schwerin mit einer Häufigkeitszahl von 997 und Rostock mit 692 sowie der Landkreis Rostock mit 594 liegen deutlich über der Häufigkeitszahl des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit 543 Fällen je 100.000 Einwohner.

Ähnlich wie bei den Fallzahlen ist auch eine leichte Zunahme bei den Tatverdächtigen (um 1,7% auf 6,751 Tatverdächtige) festzustellen. Die dominierende Altersgruppe bei den Tatverdächtigen stellt weiterhin die der Erwachsenen mit einem Anteil von 68,7% dar. Hier stieg die Zahl der Tatverdächtigen um 130 auf 4.638 (+3,1%). In der Altersgruppe der Heranwachsenden mit einem Anteil von 16,1% sanken die ermittelten Tatverdächtigen um 37 auf 1.088 (-3,3%). In der Altersgruppe der Jugendlichen wurde hingegen ein Anstieg um 44 auf 1.018 Tatverdächtige verzeichnet (+4,3%). Im Jahr 2020 traten 63 Kinder im Alter von 10 bis unter 14 Jahren erstmalig polizeilich im Zusammenhang mit Drogendelikten in Erscheinung. Damit sank die Anzahl der Minderjährigen im Vergleich zum Vorjahr um 14.

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