„Umsturz? Zusammenbruch? Befreiung!“ – Neue Ausstellung im Stadtarchiv

Im Neubrandenburger Stadtarchiv ist die neue Ausstellung „Umsturz? Zusammenbruch? Befreiung!“ zu sehen. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Neubrandenburgs Innenstadt durch Kampfhandlungen und Brandlegung zu einem Großteil zerstört. Um diese Zeit hielten sich neben den Bewohnern tausende Flüchtlinge und befreite Häftlinge der Zwangslager in der Stadt und der Region auf. Für die meisten ausländischen Häftlinge und Arbeitskräfte war dies die Zeit ihrer Befreiung von faschistischer Unterdrückung und Ausbeutung.

Das Stadtarchiv widmet dem Aspekt der Befreiung eine neue Foto-Ausstellung. Der ehemalige tschechische Konzentrationslager-Häftling Jaroslav Skliba gelangte nach seiner Befreiung aus dem KZ Sachsenhausen nach Neubrandenburg. Er dokumentierte auf seinem Weg die Zeit direkt nach Kriegsende. Befreite Männer und Frauen stehen im Mittelpunkt seiner fotografischen Arbeit.

Die Fotos befinden sich heute im Tschechischen Staatsarchiv Prag und wurden dem Archiv der Vier-Tore-Stadt zur Verfügung gestellt. Ergänzend zur Fotodokumentation wird Filmmaterial über die Befreiung gezeigt.

Die Ausstellung ist bis 31. Dezember 2020 dienstags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

FÄLLT AUS: Der Kulturpark in Neubrandenburg – Gartenkunst als nationales Aufbauwerk (aktualisiert)

Zwischen 1969 und 1975 entsteht auf dem moorastigen Gelände zwischen Stadt und Tollensesee, dem Werderbruch, der heutige Kulturpark in Form eines Landschaftsgartens mit Wiesen, Spielplätzen, Staudengärten und zahlreichen Plastiken verschiedener Künstlerinnen und Künstler.

Am Mittwoch, 25.September, um 19 Uhr berichtet Prof. Dr. Caroline Rolka von der Hochschule Neubrandenburg im Neubrandenburger Stadtarchiv, Marktplatz 1 (Eingang Darrenstraße), über Hintergründe zur Entstehung des Neubrandenburger Gartendenkmals. Im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks der DDR leisteten Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger freiwillige Arbeitsstunden beim Aufbau. 1981 erhielt der Park den Denkmalstatus.

Die Veranstaltung sollte im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ des Neubrandenburger Regionalmuseums stattfinden. Es wird gefördert durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Update: Die Veranstaltung fällt krankheitsbedingt aus. Sie wird zu einem späteren Termin nachgeholt.

"Von Büchern und Pastoren" – Erfahren Sie mehr über die Historische Kirchenbibliothek St. Marien

„Von Büchern und Pastoren“ können die Mitarbeiter der Universitätsbibliothek Rostock allerhand berichten. Immerhin arbeiten sie schon länger an dem Projekt „Historische Kirchenbibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern – Modelle der Vernetzung, Erhaltung, Erschließung und Nutzung“. Auch die Bücher der Kirchenbibliothek St. Marien aus Neubrandenburg sind im Rahmen des Projektes gesichtet, begutachtet, repariert und erfasst worden, bevor sie hierher zurückkehren konnten.

Viele dieser Drucke sind Zeugnisse der Kirchengeschichte und beinhalten theologische Abhandlungen in deutscher und lateinischer Schrift. Sie stammen zum großen Teil aus dem Besitz von Pastoren der Kirche und anderen kirchlichen Amtsinhabern aus Mecklenburg.

Auf Besonderheiten und einige Raritäten aus dieser beeindruckenden Bibliothek machen die Mitarbeiter der Abteilung Sondersammlung der Universitätsbibliothek Rostock mit diesem Vortag aufmerksam.

Für historisch Interessierte sicher eine Gelegenheit, die Bestände der Kirchenbibliothek kennen zu lernen und mit einer Besichtigung der Magazinräume zu verbinden.
Die Veranstaltung (Eintritt ist frei) findet am Montag, 25. Februar, um 17 Uhr im gemeinsamen Studienbereich von Bibliothek und Stadtarchiv im HKB (Eingang Darrenstraße) statt.

Neubrandenburger Bauten der Nachkriegsmoderne – Was macht ein Bauwerk zu einem Denkmal?

Im Stadtarchiv am Neubrandenburger Marktplatz (Eingang Darrenstraße) dreht sich am 18. Februar um 19 Uhr alles um diese Frage. Anhand von verschiedenen Bauwerken der Nachkriegsmoderne erklärt Marie Mamerow von der Unteren Denkmalschutzbehörde solche Fachbegriffe und erläutert die Bedeutung von Denkmalschutz.

Bauwerke sind aussagekräftige Zeugnisse der Vergangenheit, sie prägen unsere Umgebung nachhaltig. Sie begleiten den Menschen als Gefährten über Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte. Diese Stadtgefährten sind unser architektonisches Erbe, es gilt, sie für die zukünftigen Generationen zu erhalten. Trotzdem scheiden sich an manchem Eintrag in der Denkmalliste die Geister. Ist vieles nicht doch einfach nur Beton?

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds „Stadtgefährten“ der Kulturstiftung des Bundes.

Ein Tag des Gedenkens

Mit der Plastik „Die Trauernde“ in der 2. Ringstraße bleiben die unzähligen Frauen, die in Konzentrationslagern ermordet wurden oder die als Zwangsarbeiterinnen an Entkräftung und Krankheiten starben unvergessen. Auf Initiati­ve der Kurt und Herma Römer Stiftung (Hamburg), des Fürsten­berger Fördervereins Ravensbrück, der Landtagspräsidentin M-V und des Demokratischen Frauenbun­des (Kreisverband Neubranden­burg) wurde die Plastik gestiftet und am 17. April 2015 enthüllt.

Am Montag, 28. Januar, soll sie in das Eigentum der Stadt Neubrandenburg übergehen. Um 13 Uhr erfolgt die feierliche Über­gabe am Gedenkort in der 2. Ringstraße an der Stadtmauer neben dem Regionalmuseum.

Eine Stunde später findet die Eröff­nung der Ausstellung „Die tapfe­ren Frauen aus Neubrandenburg“ im Stadtarchiv statt. Die Ausstel­lung wurde von dem Ur-Enkel der polnischen KZ-Häftlingsfrau Ma­ria Ratajczak konzipiert. Maria Ra­tajczak war Arbeiterin in der Rüs­tungsindustrie der Mechanischen Werkstätten und verstarb dort am 14. April 1945.

In einer Abendveranstaltung stellt Dr. Johannes Schwartz zum Thema „Weibliche Angelegenheiten“ Aus­züge aus seiner Dissertation über weibliche KZ-Häftlinge in Neu­brandenburg und Ravensbrück vor. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr im Studienbereich des Stadtarchivs.

Interessenten sind zu allen Veranstaltungen eingeladen.

Öffnungszeiten zum Jahreswechsel 2018/2019

Abweichend von den derzeitigen Öffnungszeiten der Kultureinrichtungen gelten zum Jahreswechsel 2018/2019 folgende Schließtage:

  • Regionalbibliothek: 24.,25.,26. und 31.12.18 sowie 1.1.19
  • Stadtarchiv: 25.12.18 und 1.1.19

Die Ausstellungen im Regionalmuseum und in der Kunstsammlung sind am 2. Weihnachtsfeiertag (26.12.18) von 10 bis 17 Uhr zugänglich.