Zwei Sportbootunfälle mit erheblichen Sachschäden in der Müritzregion

Am Donnerstag, den 27.08.2020, ereigneten sich im Revier der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren zwei Sportbootunfälle mit erhöhter Relevanz. In beiden Fällen nahmen die eingesetzten Beamten erheblichen Sachschaden auf. Personen wurden hierbei nicht verletzt.

Aus dem Yachthafen Untergöhren wurde am Vormittag ein Sportbootunfall mit ca. 4.000,- Euro Sachschaden gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein gemieteter Katamaran, dessen Besatzung namentlich noch nicht bekannt ist, bei einem Manöver eine Stromsäule beschädigt haben. Diese wurde aus der Verankerung gelöst und ist nicht mehr einsatzbereit.

Ein zweiter Sportbootunfall mit vorläufig geschätztem Gesamtsachschaden von 50.000 Euro ereignete sich kurze Zeit später auf der nördlichen Müritz vor Klink. Ein 50-jähriger Mann sowie eine 44-jährige Frau aus Sachsen beabsichtigten, mit ihrer gemieteten hochwertigen Motoryacht (10m) von der Sietower Bucht in Richtung Klink zu verlegen. Dabei kam es zu einer Grundberührung, bei dem der Bootsrumpf teilweise aufgerissen wurde. Trotz Wassereinbruch konnte die Yacht durch den verantwortlichen Sportbootführerscheininhaber in den Hafen Klink manövriert werden. Hier kamen sofort Tauchpumpen zum Einsatz.

Die betroffene Yacht wurde anschließend durch ein Bergungsunternehmen in eine benachbarte Marina geschleppt. Während dieses Manövers wurde der Eldenburger Kanal kurzzeitig für die gesamte Schifffahrt gesperrt.
In beiden Fällen ist die genaue Unfallursache noch unklar. Weiterführende Ermittlungen zu den genauen Unfallhergängen werden durch die Wasserschutzpolizeiinspektion Waren geführt.

Unfall auf dem Tollensesee – ein Mann schwer verletzt

Am Donnerstag gegen 17:45 Uhr kam es auf dem Tollensesee im Uferbereich von Klein Nemerow zu einem Unfall zwischen einem
Motorboot und einem Schwimmer.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr ein Sportboot vom Typ LOTOS den Tollensesee aus Richtung Klein Nemerow in Richtung Lieps. Sowohl der 48-jährige Schwimmer als auch das Sportboot waren nach Zeugenaussagen etwa 200 Meter vom Ufer entfernt. Aus bisher ungeklärter Ursache kam es dann zur Kollision.

In der Folge wurde dem 48-jährigen Deutschen der linke Arm abgerissen. Durch den eingesetzten Notarzt, Rettungswagen und Rettungshubschrauber erfolgte die Erstversorgung des Geschädigten. Der Verletzte wurde mit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen zur Uni Klinik Greifswald per Rettungshubschrauber verlegt.

Der 62-jährige deutsche Bootsführer und seine 63-jährige Frau erlitten einen Schock und wurden ebenfalls medizinisch versorgt. Ein Seelsorger sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Groß Nemerow/Rowa, Burg Stargard und die Berufsfeuerwehr Neubrandenburg waren im Einsatz. Die eingesetzten Beamten der WSPI Waren haben die Untersuchungen zum Unfall aufgenommen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.