Seelsorge-Hotline der Nordkirche auch an den Feiertagen erreichbar

Die seit dem 24. März geschaltete Seelsorge-Hotline der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) wird auch an den bevorstehenden Feiertagen erreichbar sein. Das teilt der Hauptbereich Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog der Nordkirche heute (8. April) mit. Unter der kostenlosen Nummer 0800 4540106 sind weiterhin täglich von 14 bis 18 Uhr ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger der Nordkirche erreichbar.

An die Seelsorge-Hotline können sich alle Menschen wenden, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, so Prof. Dr. Kerstin Lammer, Leitende Pastorin des Hauptbereichs Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog der Nordkirche: „Seit dem Start der Hotline vor gut zwei Wochen wenden sich vor allem Menschen an uns, die unter den Folgen der Corona-Pandemie besonders leiden, weil sie mit Unsicherheit und Angst, aber auch mit Trauer umgehen müssen. Hinzu kommt, dass Menschen sich einsam oder eingesperrt fühlen, weil Besuche nicht möglich sind. Anderen wird es jetzt zu Hause zu eng, weil viele auf einmal drinnen bleiben müssen, das kann vermehrt zu Konflikten führen. Gerade an den Feiertagen wird das für viele vermutlich schwer werden. Für sie sind wir mit unserem seelsorgerlichen Gesprächsangebot da und ganz Ohr am Telefon.“

Derzeit sind insgesamt 35 haupt- und ehrenamtliche kirchliche Fachkräfte abwechselnd an der Seelsorge-Hotline im Einsatz. Je nach Bedarf und Anzahl der Anrufe kann das Helferteam erweitert werden. Nach einem gemeinsamen Aufruf von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Hauptbereichsleiterin Prof. Dr. Kerstin Lammer und dem Diplom-Psychologen Matthias Schmidt vom Beratungs- und Seelsorgezentrum an der Hauptkirche St. Petri in Hamburg, haben sich zahlreiche ausgebildete haupt- und ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger für die Seelsorge-Hotline der Nordkirche zur Verfügung gestellt.

Selbstverständlich steht auch die Telefonseelsorge unter den Nummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 weiterhin zur Verfügung (www.telefonseelsorge.de).

Corona-Krise: Nordkirche startet ab morgen kostenlose Seelsorge-Hotline

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) bietet ab Dienstag, 24. März, eine kostenlose Seelsorge-Hotline für alle Menschen an, die unter den Folgen der Corona-Krise leiden. Unter der Nummer 0800 4540106 sind bis auf Weiteres täglich von 14 bis 18 Uhr ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger der Nordkirche erreichbar.

Menschen, die beispielsweise unter emotionalen und psychischen Belastungen oder sozialer Isolation leiden, sowie kranke und alte Menschen, die seelsorgerliche Begleitung brauchen, können sich an die Seelsorgerinnen und Seelsorger wenden.

Gedenkfeiern für verstorbene Kinder und Geschwister in MV

Alljährlich am Abend des zweiten Sonntags im Dezember um 19 Uhr stellen Menschen rund um die Welt eine brennende Kerze ins Fenster. Sie gedenken so ihrer verstorbenen Kinder und Geschwister. „Durch das Entzünden der Kerzen wandert eine Lichtwelle einmal um die Welt zum Zeichen dafür, dass das Licht der Kinder, die unser Leben erleuchtet und gewärmt haben, weiter scheint und sich ausbreitet“, sagt die Greifswalder Klinikseelsorgerin Pastorin Brita Bartels.

In Mecklenburg-Vorpommern finden an dem Wochenende oder in dessen Umfeld mehrere Gedenkfeiern statt. Betroffene Eltern und Angehörige sind dazu herzlich von den Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorgern sowie den Kliniken vor Ort eingeladen. Ebenso sind Menschen willkommen, die in ihrem Beruf mit dem Tod kleiner Kinder konfrontiert sind. In ihrer tiefen, lebenslangen Trauer können Eltern, Großeltern, Familien und Freunde Nähe, Unterstützung und Gemeinschaft erfahren.

In Neubrandenburg laden die evangelische Krankenhausseelsorge und ein ökumenisches Team ebenfalls am 9. Dezember um 17 Uhr in die St. Johanniskirche herzlich ein. „Wir wollen uns gemeinsam Zeit nehmen, uns dieser Kinder zu erinnern. Denn da wo wir sind, die wir leben, da sind auch sie, die verstorbenen Kinder“, sagt Pastorin Anke Leisner.