Verwechslungsgefahr: Desinfektionsmittel in Getränkeflaschen

Desinfektionsmittel in Getränkeflasche (Foto: VZ MV)

Verbraucherschützer warnen vor Händedesinfektion in PET-Trinkflaschen, da diese Produkte starke Ähnlichkeit mit Getränkeflaschen aufweisen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist nicht nur die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln sprunghaft gestiegen, sondern auch die Nachfrage nach Behältnissen für deren Abfüllung. Vereinzelt finden sich daher auch alkoholische Lösungen zur Händedesinfektion in PET-Flaschen in Form von handelsüblichen Getränkeflaschen.

Die Angebotsform dieser Produkte stellt aus Sicht des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes jedoch ein Gesundheitsrisiko für Verbraucher dar. Die verwendete Flasche erweckt den Eindruck, dass sich darin Wasser befindet, unabhängig von der Kennzeichnung. „Wir sehen die Gefahr, dass das Desinfektionsmittel mit einer Wasserflasche verwechselt werden könnte. Vor allem der Sportcap-Verschluss lässt diesen Schluss zu“, erklärt Nora Röder, Leiterin Fachbereich Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale M-V.

Gerade Kinder könnten sich von dieser Flasche angezogen fühlen, da zahlreiche bei Kindern beliebte Getränke (Fruchtsaftschorlen, Eistee, Sportlergetränke) ebenfalls in solchen PET-Flaschen verkauft werden. Die Verbraucherschützer befürchten, dass sich das Etikett während der Nutzung löst. Dann besteht keine Sicherheitsvorkehrung mehr und Verbraucher könnten aus der vermeintlichen Wasserflasche trinken. Auch eine Weiterverwendung der leeren Verpackung als Trinkflasche ist nicht auszuschließen.

„Wir halten die Verwendung einer handelsüblich für Getränke verwendeten PET-Flasche für die Aufbewahrung von Händedesinfektionsmittel für gefährlich und empfehlen diese Produkte nicht zu kaufen“, sagt Nora Röder.

Sieben Tipps zum Hitzeschutz in Wohnräumen

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hat sieben Tipps zum Hitzeschutz für Wohnräume zusammengestellt, die für ein angenehmeres Wohnklima im Sommer sorgen.

1. Richtiges Lüften
Lüften lohnt sich umso mehr, je kühler es draußen ist. Am effektivsten ist das Lüften deshalb in den Nacht- und Morgenstunden. Es bietet sich die Verwendung eines Thermometers an, welches die Außen- und Innentemperatur misst, denn der subjektive Eindruck täuscht oft.

Quelle VZMV

2. Rollläden, Außenjalousien und andere Verschattungen
Über die Fenster dringt ein Großteil der Wärme in den Innenraum ein. Die Anbringung eines Sonnenschutzes ist deshalb wichtig. Rollläden und Außenjalousien sind besonders wirksam, weil sie von außen abgebracht werden und dadurch viel mehr Wärme abhalten, als zum Beispiel Vorhänge. Rollläden, die außerdem eine Einbruchschutzklassifizierung (mindestens RC 2) haben, werden durch die KfW finanziell gefördert. Achtung: Mieter müssen vor Anbringung von außen den Vermieter um Erlaubnis fragen.

3. Sonnenschutzfolien und Sonnenschutzverglasungen
Sie bieten ebenfalls einen wirksamen Hitzeschutz, verdunkeln allerdings dauerhaft die Räume. Zur Not hilft ein weißes Tuch, das von außen vor das Fenster gehängt wird und leicht wieder entfernt werden kann.

4. Klimageräte
Klimageräte verbrauchen sehr viel Strom. Gerade bei einfachen Geräten kostet der Betrieb schnell mehr als die Anschaffung. Wer ein Klimagerät benutzen will, sollte ein Gerät mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse wählen. Die Effizienzklasse ist Teil des Energielabels und steht gut lesbar auf jedem Gerät. Die beste Effizienzklasse ist A+++. Fest eingebaute Splitgeräte sind erheblich energieeffizienter als mobile Monoblockgeräte. Monoblockgeräte sind in der Regel drei Effizienzklassen schlechter. Bei der Auswahl sollte auch auf den Geräuschpegel des Klimageräts geachtet werden.

5. Ventilatoren
Vor der Anschaffung eines Klimageräts sollte zunächst ein simpler Ventilator ausprobiert werden. Er ist in Anschaffung und Betrieb erheblich preiswerter als ein Klimagerät. Ventilatoren senken zwar nicht die Raumtemperatur, aber sie sorgen für eine gefühlte Kühlung durch die verstärkte Verdunstung der Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche.

6. Dach- und Fassadenbegrünung
Bepflanzungen sorgen für eine natürliche Verschattung auf Wänden und Dächern und tragen dadurch und durch Wasserverdunstung zur Kühlung bei. Auch günstig auf dem Grundstück gepflanzte Sträucher und Bäume sorgen für eine Verschattung.

7. Bauliche Maßnahmen
Eine gute Dämmung des Dachs und der Außenwände sorgt im Sommer für angenehme Innentemperaturen und spart im Winter Heizkosten ein. Dachüberstände und Terrassendächer verringern eine direkte Sonneneinstrahlung ins Haus, wodurch sich die Erwärmung zusätzlich abschwächt. Für Neubauten schreibt die Energieeinsparverordnung vor, dass der Sonneneintrag ins Haus begrenzt werden muss. Auf diese Weise wird Energieaufwand zum Kühlen des Hauses vermieden.

„Die Energieberater der Verbraucherzentrale beraten Verbraucher individuell und vor allem unabhängig zu geeigneten Hitzeschutzmaßnahmen“, erläutert Arian Freytag, Experte der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erhalten Verbraucher außerdem Informationen zu den Themen Haustechnik, Sanierung und dem Hausbau. Die Beratung findet persönlich, telefonisch oder online statt. Informationen gibt es auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 809 802 400.

Landschaft genießen und Wälder schützen

Bitte Regeln für das Verhalten im Wald beachten

Statt Osterfeuer in den Gemeinden sind in diesem Jahr vielmehr Osterspaziergänge ganz in Familie angesagt. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bieten sich dafür schöne Wälder und Feldwege, sozusagen direkt vor der Haustür, an. Vorsorglich bittet deshalb die Arbeitsgruppe Waldbrandschutz des Landkreises alle Waldbesucher darum, die bekannten Regeln für das Verhalten im Wald zu beachten:

Im und am Wald darf kein Feuer entzündet werden, Rauchen im Wald und in der Feldflur ist grundsätzlich verboten. Das Befahren von nichtöffentlichen Waldwegen und das Parken von Fahrzeugen auf Waldwegen und trockenen Wiesen sind zu unterlassen. Wer einen Brand im Wald, auf Heideflächen oder auch Mooren bemerkt sollte sofort den Feuerwehr-Notruf 112 anrufen oder die 110 der Polizei.

Wie die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, werden in Deutschland nur ein bis drei Prozent aller Waldbrände durch natürliche Ursachen, wie Blitzschlag ausgelöst. Die meisten Waldbrände jedoch werden leider durch fahrlässiges oder sogar vorsätzliches Verhalten entfacht.

Maßnahmen zum Corona-Schutz in Neubrandenburger Bussen erweitert

Neubrandenburgs Stadtbusse sind an diesem Wochenende mit Plexiglasscheiben ausgerüstet worden. Sie grenzen den Fahrerbereich ab und ergänzen die bislang verwendeten Absperr-Ketten. Mit der Maßnahme sollen Busfahrer und Fahrgäste besser vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden. Gleichzeitig behalten die Fahrer dank der durchsichtigen Scheiben die Möglichkeit, den Fahrgastraum jederzeit zu überblicken.

Unterstützt wurden die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB) von der Neubrandenburger Firma MWS, Moderne Werbesysteme GmbH. Deren Mitarbeiter haben die Plexiglasscheiben in sehr kurzer Zeit passend hergestellt und nun auch eingebaut. Wir danken für das Engagement!

Seit drei Wochen bereits werden Fahrgäste in Neubrandenburg auf Grund der Corona-Krise gebeten, im Bus hinten einzusteigen. Die Fahrscheinpflicht wurde ausgesetzt. Seit dem 19. März gilt zudem durchgängig der Sonntagsfahrplan. Die Zahl der Fahrgäste ist in Folge von Schul- und Betriebsschließungen deutlich zurückgegangen. Damit das Abstandsgebot in den Stadtbussen eingehalten werden kann, stellen die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe zusätzliche Busse bereit, die je nach Bedarf bei größerem Fahrgastaufkommen die entsprechenden Haltestellen anfahren.

Die NVB sind eine Tochtergesellschaft der Neubrandenburger Stadtwerke. Alle Informationen zum Busverkehr gibt es unter: www.neu-sw.de/busverkehr.

Taxifahrer müssen sich schützen

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat sich mit einem Merkblatt an alle Taxi- und Mietwagenunternehmen gewandt und ihnen Hinweise zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus gegeben.

So sollten die Fahrer darauf achten, genügend Abstand zu ihren Fahrgästen zu halten. Händeschütteln zur Begrüßung ist tabu. Der Fahrgast sollte möglichst hinten rechts im Fahrzeug Platz nehmen. Das Tragen von Handschuhen kann vor einer möglichen Übertragung des Virus durch Berührung schützen, wie etwa beim regelmäßigen Kassieren von Bargeld. Auch das Nachrüsten von Trenn- bzw. Hygienescheiben kann sich als zweckmäßig erweisen, um nur einige Empfehlungen aus dem Merkblatt zu nennen.

Auch die Fahrgäste können einen großen Beitrag zum Schutz leisten, indem sie sich vor und nach der Fahrt gründlich die Hände waschen, auf angeregte Unterhaltungen mit dem Fahrer verzichten und möglichst bargeldlos bezahlt.

Tagung der Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung M-V

Netzwerk Lernort Bauernhof M-V: Erlebnis gesucht – Bauernhof gefunden am 12. März 2020 im Bürgerhaus Güstrow

Zum Auftakt der Tagung stellen sich einige landwirtschaftliche Höfe vor. Sie zeigen, warum ganzheitliche Naturbildung auf dem Lernort Bauernhof so wichtig ist. Weitere Schwerpunkte sind die Möglichkeiten der Förderung für zukünftige Akteure. Am Nachmittag vertiefen sechs Workshop die Themen, wie z.B. „Wie kommen die Gruppen zu den Höfen?“. Es bieten u.a. praktisch tätige Landwirte, Schulen, KiTa´s und die Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof ihre Unterstützungen an.

Auf der Tagung wird das neu gegründete Netzwerk vorgestellt: lernort-bauernhof-mv.de. Es möchte zum Mitmachen anregen. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Landwirten, Gärtnern, Schulbauernhöfen, Umweltbildnern und verarbeitenden Betrieben.

Warum ist das eine gute und wichtige Idee?

  • landwirtschaftliche Höfe können den Rahmen bieten, um ihre pfiffigen und zukunftsstarken Projekte vorzustellen
  • Kinder und Jugendliche lernen wieder, wo die Nahrungsmittel wirklich herkommen
  • landwirtschaftliche Betriebe können über ein neues Standbein nachdenken
  • strahlende Kinderaugen sind der beste Lohn

Die Tagung möchte die aufgeführten Möglichkeiten gut veranschaulichen und die Akteure vernetzen. Das Netzwerk ist offen für alle landwirtschaftlichen Betriebe, ökologisch oder konventionell, groß oder klein.

Der Einladungsflyer mit dem vollständigen Programm und dem Link zur Anmeldung ist unter www.lung.mv-regierung.de/dateien/landeslehrst_09_programm.pdf abrufbar. Anmeldungen sind noch möglich. Die Tagung beginnt um 10 Uhr im Bürgerhaus Güstrow (Sonnenplatz 1).

Einsatz für den Artenschutz

Gemeinsam anpacken für Fettkraut und Enzian

Sie wollen seltene Pflanzen unterstützen, Spaß in der Gemeinschaft erleben und sich mit Freunden und Förderern des Nationalparks treffen? Dann melden Sie sich schnell beim Pflegeeinsatz in der Wacholderheide online an.

Arbeitseinsatz Wacholderheide (Foto: B. Lüthi Herrmann)

Am Samstag, den 29. Februar, um 8 Uhr lädt der Förderverein des Müritz-Nationalparks und das Nationalparkamt Müritz zum gemeinsamen Arbeitseinsatz ein. Mitmachen kann jeder, der Muskelkraft, wasserfeste Schuhe und feste Arbeitshandschuhe mitbringt. Treffpunkt ist der Eingangsbereich zum Nationalpark an der Specker Straße in Waren (Müritz).

Wer mithelfen möchte, kann sich sofort unter eveeno.com/Wacholderheide2020 online anmelden. Platz gibt es für bis zu 60 Helfer.

Neben der Arbeit gibt es ausreichend Gelegenheiten für persönliche Gespräche und einen Blick über das schöne Ostufer der Müritz. Ein gemütliches Mittagessen gegen 13 Uhr beendet den Arbeitseinsatz.

Fettkraut (Foto: S. Escher)

Info: In der Wachholderheide am Ostufer der Müritz finden sich ideale Lebensbedingungen für sonst seltene Pflanzenarten. Hier finden verschiedene Orchideen, der Baltische Enzian oder das Gemeine Fettkraut – eine fleischfressende Pflanze – einen Lebensraum. Das Ostufer gilt nicht nur als eines der artenreichsten Gebiete im Müritz-Nationalpark, sondern auch landesweit. Seit 1998 beweidet der Landschaftspflegehof Müritzhof die Flächen mit Fjällrindern, Ponys und Schafen. Sie sorgen dafür, dass Bäume und Sträucher nicht die seltenen Pflanzen überwuchern. Doch an den stacheligen Wacholder trauen sich die Tiere nicht heran. Hier müssen Menschen helfen.

Baltischer Enzian (Foto: S. Escher)

Um den halboffenen Charakter der Landschaft am Ostufer zu bewahren, muss der Wacholder regelmäßig zurückgeschnitten werden. Seit 2003 übernehmen dies Landschaftspflegehof und Nationalparkamt gemeinsam mit engagierten freiwilligen Helfern. 2020 findet die Aktion bereits zum 16. Mal statt.