Nachmeldung zu: Polizeieinsatz wegen Bedrohung mittels Schusswaffe

Wie bereits berichtet, kam es Donnerstag Abend (23. April 2020, 19:45 Uhr) zu einem größeren Polizeieinsatz in Jarmen. Hintergrund war eine Bedrohung mittels einer Schusswaffe. Nach ersten Erkenntnissen kam es zuvor zwischen den Hausbewohnern – einer 37 Jahre alten Frau und ihrem 47-jährigen Lebensgefährten – und einem Bekannten, welcher bei den beiden für eine kurze Zeit nächtigte, zu Streitereien. Daraufhin bedrohte der 29-jährige Mann das Paar mit einer Schusswaffe, die ihm in einem Handgemenge abgenommen werden konnte. Die Frau konnte mit der Waffe das Haus verlassen. Auch ihr Lebensgefährte konnte kurz darauf aus dem Haus flüchten, er erlitt allerdings leichte Verletzungen im Halsbereich, die ihm vermutlich mittels eines Messers zugefügt wurden. Er wurde zur Behandlung ins Krankenhaus nach Greifswald gebracht.

Im Rahmen des Einsatzes waren die Kolleginnen und Kollegen der Schutzpolizei mit 13 Streifenwagen, die Kriminalpolizei, ein Polizeihubschrauber und Spezialkräfte des LKA M-V vor Ort. Der Tatverdächtige konnte zunächst über die angrenzende Ackerfläche flüchten, durch einen eingesetzten Polizeihund konnte er jedoch schnell ausfindig gemacht werden. Der Fährtenhund Erwin führte die Kollegen zu einem Hochstand, wo der Mann auch festgestellt und anschließend festgenommen werden konnte.

Der Tatverdächtige ist bereits vor einiger Zeit ins Visier der Kriminalpolizei in Wolgast geraten. Gegen ihn lag ein offener Haftbefehl vor, weil er beschuldigt wird, für einen Raubüberfall auf eine Tankstelle in Brünzow am 10. Februar 2020 verantwortlich zu sein (Pressemitteilungen vom 11. und 21. Februar 2020). Er war für die Polizei zunächst nicht greifbar, da er ohne festen Wohnsitz gewesen ist. Nachdem der in der vergangenen Nacht festgenommen worden ist, hatte man ihm rechtliches Gehör angeboten, allerdings wollte er sich zu den Vorwürfen nicht weiter äußern. Heute Nachmittag wurde der 29-Jährige nun einem Haftrichter vorgeführt – der Haftbefehl wegen des Raubüberfalls auf die Tankstelle wurde vollstreckt, sodass der Mann nun in die JVA Bützow gebracht wurde.

Polizeieinsatz wegen Bedrohung mittels Schusswaffe

Am 23.04.2020 gegen 19:45 Uhr ist es zu einem größeren Polizeieinsatz in der Ortschaft Jarmen-Kronsberg gekommen. Hintergrund des Einsatzes war eine Bedrohung mittels einer Schusswaffe.

Am Donnerstagabend, dem 23.04.2020, ging in der Einsatzleitstelle in Neubrandenburg der Notruf einer Hinweisgeberin zu einer Bedrohung mit einer Pistole ein. Die Hinweisgeberin gab an, dass eine ihr unbekannte männliche Personen ihren Lebensgefährten in ihrem Wohnhaus mit einer Pistole bedroht hatte. Die Hinweisgeberin und ihr Lebensgefährte hätten das Haus verlassen können und der Tatverdächtige befinde sich allein im Wohnhaus.

Daraufhin kamen insgesamt dreizehn Funkstreifenwagen der Polizeihauptreviere Anklam, Greifswald, Neubrandenburg, Neustrelitz, Demmin und der Polizeireviere Friedland und Heringsdorf, sowie der Kriminaldauerdienst zum Einsatz. Zur weiteren Unterstützung wurden der Polizeihubschrauber und die Spezialkräfte des LKA M-V zum Ereignisort beordert.

Mit Eintreffen der eingesetzten Kräfte verließ eine verletzte männliche Person das Haus. Die Person wurde durch die eingesetzten Kräfte in Empfang genommen. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um den Lebensgefährten der Hinweisgeberin handelte. Die verletzte Person wurde mit dem Rettungswagen ins Klinikum nach Greifswald verbracht und dort ärztlich versorgt.

Auf Grund des umfangreichen Polizeieinsatzes hat der Tatverdächtige im Laufe der Abendstunden seine ausweglose Situation erkannt und sich den Polizeikräften ergeben. Der 29-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und zum Polizeihauptrevier Anklam gebracht. Am 24.04.2020 erfolgte die richterliche Vorführung. Unterstützt wurde der polizeiliche Einsatz durch die Feuerwehr Jarmen und das THW der Ortsgruppen Greifswald und Demmin.