Mehr als 1,8 Millionen Euro für den Neubrandenburger Kulturpark

Der Bund unterstützt die Sanierung des Kulturparks der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg mit 1.845.000 Euro. Darüber hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner heutigen Sitzung entschieden. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ aus dem Energie- und Klimafonds.

„Ich freue mich, dass wir diese Mittel erhalten“, betonte Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt. „Derzeit wird der Eingangsbereich des Kulturparks neugestaltet. Mit dem Geld vom Bund können wir eine nachhaltige Entwicklung für den gesamten Park anstreben und weitere Projekte umsetzen. Gleichzeitig sind wir in der Lage die sogenannte grüne Lunge unserer Stadt nachhaltig zu entwickeln.“

Mit dem Geld möchte die Vier-Tore-Stadt als Modellvorhaben einen nachhaltigen Beitrag zur klimaangepassten Stadtentwicklung durch eine gezielte Entwicklung und Modernisierung von Grünflächen zur Nutzung der in urbanen Räumen lebenden Menschen leisten, heißt es in dem Antrag. Neubrandenburg hat 2019 ein Klimaschutzkonzept verabschiedet. Einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten unter anderem solche städtischen Grünflächen wie der Kulturpark.

Der Kulturpark in unmittelbarer Nähe zum Tollensesee und naturnahen Waldgebieten gehört zu den wichtigsten Naherholungsgebieten der Vier-Tore-Städter. Er wurde 1968 bis 1972 angelegt und ist einer der wenigen neu geschaffenen, bedeutenden Parkanlagen der ehemaligen DDR. Er ist in der Denkmalliste der Vier-Tore-Stadt eingetragen.

Schulen profitieren von erstem Schritt des Schulbauprogramms

Zahlreiche Schulen in Mecklenburg-Vorpommern können sich über zusätzliche Finanzmittel zum Umbau, der Sanierung oder der Erweiterung ihrer Gebäude freuen. In einem ersten Schritt werden 31 Projekte im Land (Auflistung der Schulen s. Anhang) eine Gesamtsumme von 5,3 Mio. Euro aus dem Schulbauprogramm erhalten. Schwerpunktmäßig geht es darum, die durch die Corona-Pandemie erforderlichen Hygienestandards herzustellen bzw. zu sichern. Dazu zählen kurzfristig zu realisierende Baumaßnahmen an Fenstern, Toiletten, Lüftung, Verkabelung, Brandschutz sowie Bauvorhaben, die zur Schaffung bzw. Erweiterung von Raumkapazitäten führen, die der Modernisierung von Altbausubstanzen und der besseren Anpassung von Gemeinschaftsräumen und -einrichtungen an den Schulbetrieb dienen.

Die jetzt ausgewählten Projekte sind der erste Schritt des Gesamtprogramms aus dem Sondervermögen MV-Schutzfonds in Höhe von 100 Mio. Euro. Die interministerielle Koordinierungsarbeitsgruppe Schulbau des Ministeriums für Inneres und Europa in Abstimmung mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat jetzt zunächst über die Anträge für kleinere Vorhaben mit einer maximalen Fördersumme von jeweils 500.000 Euro beraten. Die Entscheidung über die größeren Vorhaben wird voraussichtlich Ende Juli getroffen.

Neben der Erneuerung von sanitären Anlagen können die geförderten Schulen auch Fenster modernisieren, bislang nicht genutzte Räume zu zusätzlichen Klassenräumen umbauen, Sonnenschutzvorrichtungen installieren, Außenanlagen erneuern, die Schulküche sanieren oder getrennte Wege für die Schülerinnen und Schüler einrichten.

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hatte Ende des vergangenen Jahres im Zuge der Annahme des zweiten Nachtragshaushaltes 2020 die Bereitstellung von Finanzmitteln in Höhe von 100 Mio. EUR aus dem Sondervermögen MV-Schutzfonds zur pandemiebezogenen Verbesserung der Schulinfrastruktur der allgemeinbildenden Schulen des Landes beschlossen.

In Neubrandenburg wird die BIP-Kreativschule umgebaut und modernisiert. Die Turnhalle wird saniert. In Penzlin werden in der Johann-Heinrich-Voß-Schule die Sanitäranlagen erneuert. In Blankensee werden in der Schule am Kirschgarten die Waschtischarmaturen ausgetauscht und es werden dezentrale Lüftungsanlagen eingebaut.

Übersicht Förderung Schutzfonds

Rathaus-Sanierung ist gestartet

Die Bauarbeiten am Neubrandenburger Rathaus haben am Dienstag mit der symbolischen Enthüllung des Bauschildes im Beisein von Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung und Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt begonnen.

Bereits 2013 hatte sich die Neubrandenburger Stadtvertretung mehrheitlich für die energetische Sanierung ausgesprochen und damit auf die Förderfähigkeit des Projektes gesetzt. Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern hat dem Ausnahmeantrag noch im selben Jahr entsprochen. Im Jahr 2017, mit fortgeschrittener Planung, gab es einen entsprechenden Zustimmungsbescheid.

Es wird von einer Gesamtinvestition von 18,4 Millionen Euro ausgegangen. Die Stadt bekommt für die Rathaussanierung mehr als 14 Millionen Euro Städtebaufördermittel und Sonderbedarfszuweisungen vom Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern.

Es erfolgt die Sanierung des Innenbereichs sowie eine bautechnische und energetische Sanierung und gestalterische Aufwertung der Fassade. Fassadendämmung, eine Erneuerung der Elektro- und Heizungsanlage und neue Fußbodenbeläge sind ebenfalls geplant. Die Grundstruktur der Fassadenaufteilung, die klare Gliederung mit einem leichten zweigeschossigen Sockel auf der Straßenseite (Westseite) und der darüber liegenden eher geschlossenen Fensterfassade mit der bandförmigen Anordnung der Öffnungen, bleibt erhalten. In der Fassade wird der Eingangsbereich leicht betont und die Giebel behalten ihre Grundstruktur mit der jeweiligen Öffnung im Bereich des Treppenhauses. Auch eine Akzentbeleuchtung wird wieder in der Westfassade integriert sein.

Die ersten Ausschreibungen sind bereits gelaufen. Die Auswirkungen des deutschlandweiten Baubooms sind auch in Neubrandenburg zu spüren. Preissteigerungen bei Rohstoffen, Anhebung von Zoll- und Transportkosten, Fachkräftemangel und Auslastung der Unternehmen sind dabei nur einige Faktoren. Die Auswertung der ersten Vergaben ist jedoch positiv, es liegen derzeit alle Angebote innerhalb der kalkulierten Kosten.

Die Arbeiten werden bis Ende 2021 dauern.

Sanierungsarbeiten auf dem Neuen Friedhof Neubrandenburg

In dieser Woche haben die Bauarbeiten zur Sanierung des nördlichen Rundweges sowie eines Teiles des Weges am Osteingang Niels-Stensen-Straße auf dem Neuen Friedhof in der Oststadt begonnen.
Insgesamt werden die Wege auf einer Länge von 165 Metern umfassend saniert. Die Arbeiten beinhalten die komplette Erneuerung der Wegedecke und die seitlichen Einfassungen. Ablaufmulden und Regenrinnen werden entsprechend den topographischen Verhältnissen so ausgebaut, dass das Oberflächenwasser besser ablaufen kann.
Mit der Erneuerung steht für die Zukunft wieder ein weiterer Teil eines qualitativen, barrierefreien und nutzbaren Wegeverlaufes als Bestandteil des historischen Wegenetzes zur Verfügung. Gestalterisch und funktional stehen die Arbeiten im Einklang mit den Zielen des Pflege- und Entwicklungskonzeptes für den Neuen Friedhof.