Mann fährt aus vermeintlich hilfloser Lage in Richtung Strafanzeige

Am 28.07.2021 wurde das Polizeirevier Malchin auf eine männliche Person im Gewerbegebiet Reutereiche in Stavenhagen aufmerksam gemacht, die sich augenscheinlich in hilfloser Lage befindet.

Die Beamten konnten den 45-jährigen deutschen Staatsbürger schlafend antreffen und im folgenden Gespräch eine Gefahrenlage ausschließen. Ein Alkoholtest bei dem Mann, der grundlegend einen orientierten Eindruck machte, ergab einen Wert von 2,79 Promille. Sein Fahrrad schiebend entfernte er sich vom Ort. Kurze Zeit später wurde er jedoch fahrend durch die Beamten in der Warener Straße festgestellt und einer erneuten Kontrolle unterzogen.

Da der Verdacht der Trunkenheit im Verkehr bestand, wurde eine Blutprobenentnahme veranlasst und eine Strafanzeige gefertigt. Die folgenden Ermittlungen, gegen den Mann aus der Region, werden durch die Kriminalkommissariataußenstelle Malchin geführt.

Feststellung eines betrunkenen und per Haftbefehl gesuchten Radfahrers

Im Rahmen der Streifentätigkeit kontrollierten Beamte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg am Freitagabend, 23.07.2021, gegen 20:20 Uhr einen Radfahrer, der aufgrund seiner Fahrweise entlang des Friedrich-Engels-Rings aufgefallen ist. Dieser fuhr auf dem Geh- und Radweg vom Bahnhof in Richtung Pferdemarktkreuzung in deutlichen Schlangenlinien. Als die Beamten ihr Fahrzeug wendeten, um dem Mann zum Zweck einer Verkehrskontrolle zu folgen, mussten sie feststellen, dass der Radfahrer seinen Weg auf der Fahrbahn entgegen der Fahrtrichtung fortsetzte.

Noch vor dem Erreichen des Kreuzungsbereiches konnte er angehalten und einer Kontrolle unterzogen werden. Ein Atemalkoholtest förderte mit angezeigten 1,7 Promille die Ursache der unsicheren Fahrweise zu Tage. Darüber hinaus wurden bei der Personalienüberprüfung ein offener Haftbefehl über 20 Monate festgestellt und bei der Durchsuchung der Person Gegenstände für den Drogenkonsum aufgefunden. Betäubungsmittel führte er nicht mit sich.

Das Kriminalkommissariat Neubrandenburg ermittelt nun gegen den 29-jährigen Mann eritreischer Herkunft wegen Trunkenheit im Verkehr und dem Verdacht des illegalen Drogenbesitzes. Nach der Entnahme einer Blutprobe wurde der Mann an eine Justizvollzugsanstalt im Land überstellt. Der Haftbefehl wurde aufgrund verschiedener Straftaten, u. a. Körperverletzung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Diebstahl, erlassen.

Verkehrsunfall mit einem Linienbus

Am Sonntagabend, 25.07.2021, befuhr ein Linienbus der Stadt Neubrandenburg die Busspur der Neustrelitzer Straße in Richtung Zentrum. Nach ersten polizeilichen Ermittlungen befand sich der Bus gegen 18:35 Uhr auf Höhe des Autohauses Volvo, als plötzlich und unerwartet für den Busfahrer ein schwarzer Pkw (Kombi) vor dem Bus nach rechts abbog. Dieser unbekannte Pkw nutzte nicht die vorgesehene Abbiegespur, sondern bog ab, nachdem er die Haltlinie schon passierte. Zusätzlich befuhr ein Radfahrer auf dem Radweg, entgegengesetzt der zulässigen Fahrtrichtung, so dass der Busfahrer diesen durchfahren lassen musste.

Die Gesamtumstände führten wiederum dazu, dass der Busfahrer eine Gefahrenbremsung einleitete und sich dadurch vier Fahrgäste verletzten. Kinder im Alter von 2, 9 und 10 Jahren und eine Erwachsene im Alter von 42 Jahren wurden leicht verletzt und im Klinikum Neubrandenburg vorsorglich untersucht und behandelt. Durch die Reaktion des 46- jährigen Busfahrers konnte eine Kollision verhindert werden. Sowohl der Pkw-Fahrer, als auch der Radfahrer entfernten sich anschließend unerkannt und unerlaubt vom Unfallort.

Die Kriminalpolizei in Neubrandenburg ermittelt hier wegen Verdachts der Unfallflucht und bittet um Zeugenhinweise: Wer hat Sonntag Abend (25.07.2021) gegen 18:35 Uhr den Unfall beobachtet? Wer kann Hinweise zum PKW oder zum Radfahrer geben? Sachdienliche Informationen nehmen das Polizeihauptrevier Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 5582 5224, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Zeugenaufruf nach versuchtem Raub in Innenstadt

Am 15.07.2021 gegen 08:45 Uhr lief eine 66-jährige Neubrandenburgerin entlang der Treptower Straße in Richtung Treptower Tor. Kurz vor dem Erreichen des Tores nahm sie einen Radfahrer wahr, der sich von hinten näherte. Um diesem die Durchfahrt zu ermöglichen, trat sie einen Schritt nach rechts.

In dem Moment, als sie sich zu dem Radfahrer umdrehen wollte, stieß dieser sie kraftvoll gegen die linke Schulter, wodurch sie zu Fall kam und sich leichte Verletzungen zuzog. Darüber hinaus versuchte der Tatverdächtige ihr den Beutel aus der Hand zu reißen, was jedoch nicht gelang. Hieraufhin entfernte sich der Radfahrer über die 3. Ringstraße in Richtung Kleine Wollweberstraße.

Die Frau beschrieb den Tatverdächtigen als etwa 20- bis 30-jährigen, sonnengebräunten, 1,75 m großen Mann mit schlanker Gestalt. Dieser trug schwarze, höhere Turnschuhe, einen schwarzen Kapuzenpullover und eine schwarze Jogginghose. Das genutzte Fahrrad machte auf die Frau einen deutlich veralteten Eindruck, wobei jedoch die neu wirkende Bereifung auffiel.

Anwohner und Passanten, die den Vorfall beobachtet oder Hinweise auf den Tatverdächtigen geben können, werden gebeten sich bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395 55825224 oder über die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Radfahrer auf der Autobahn

Am Sonnabendvormittag, 19.06.2021, gegen 11:00 Uhr meldete sich ein Busfahrer von der A 20 und teilte der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg mit, dass er sich derzeit auf Höhe der Anschlussstelle Pasewalk-Süd befindet auf dem Standspur ein Radfahrer fährt.

Das zuständige Autobahn- und Verkehrspolizeirevier Altentreptow konnte den Bus und den davor fahrenden Radfahrer an der Landesgrenze zu Brandenburg stoppen. Der in Stettin wohnhafte 44-jährige Moldauer gab an, dass er keinen anderen Weg zurück nach Hause kenne.

Nach einer eindringlichen Belehrung wurde der Radfahrer in die Obhut des Busfahrers entlassen, der sich dankensweise bereit erklärte, diesen bis zur Anschlussstelle Prenzlau-Ost mitzunehmen. Von dort soll die Radtour dann deutlich ungefährlicher über Bundes- und Landstraßen weitergehen.

Neubrandenburg steigt aufs Rad – Stadtradeln startet am Montag

Montag startet die nächste Runde zum Stadtradeln in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg. Vom 10. bis zum 30. Mai sind die Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger aufgefordert, beim Stadtradeln wieder in die Pedale zu treten.

Bei der Aktion für Klimaschutz, Radförderung, Lebensqualität und gleichzeitig für eine saubere Stadt, mehr Bewegung und eine Menge Spaß gehen Kommunen und Gemeinden an den Start, um Kilometer zu sammeln.

Im vergangenen Jahr konnte die Vier-Tore-Stadt mit 345 aktiven Fahrradfahrenden in 36 Teams insgesamt 98.504 Kilometer erradeln. Knackt Neubrandenburg in diesem Jahr die 100.000 Kilometermarke?

In den vergangenen Tagen haben sich immer mehr Vier-Tore-Städter zum Mitmachen entschlossen. Mehr als 240 Radfahrerinnen und Radfahrer sind schon jetzt dabei. Wer mitmachen möchte, kann sich jederzeit anmelden (auch nach dem 10. Mai) unter:

www.stadtradeln.de/home

 

Radfahrer zum Auftakt gleich doppelt im Blick

Fahren.Ankommen.LEBEN

Heute starten die themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ der Landespolizei MV an einem besonderen Tag, denn gleichzeitig ist heute auch der bundesweite Aktionstag von „sicher.mobil.leben“, der speziell „Radfahrende im Blick“ hat. Passend zu dem Tag steht unsere Monatskampagne unter dem Motto „Zweiradfahrer im Straßenverkehr“.

Die Zielgruppe der Kontrollen liegt im Mai neben den Radfahrern auch auf Nutzern von Pedelecs (Räder mit Trethilfe und einem elektromotorischen Hilfsantrieb) und S-Pedelecs (weiterentwickelte Variante mit der eine Fahrgeschwindigkeit von etwa 45 Stundenkilometern erreicht werden kann).

Die Polizeibeamten der beiden Polizeipräsidien des Landes – Neubrandenburg und Rostock – werden den ganzen Monat Mai über verstärkt die Radler im Blick haben. Zum einen stehen Kontrollen an Unfallschwerpunkten im Fokus sowie in Bereichen, in denen regelmäßig zum Beispiel der Radweg verkehrsgefährdend in falscher Richtung benutzt wird. Zum anderen sollen Radfahrer auch für mögliche Gefahren auf dem Rad sensibilisiert werden.

2020 sind in MV 1.495 Radfahrer verunglückt (Pedelec: 173, S-Pedelec: 2). Im Jahr 2019 waren es bei den Radfahrern 1.558 (Pedelec: 117, S-Pedelec: 1). Die Polizei rät grundsätzlich jedem Radfahrer:

  • verkehrssichere Räder kaufen und nutzen
  • Bremsen, Reifen, Beleuchtung regelmäßig warten
  • Helm tragen (Bei Radfahrern jeglichen Alters dringend empfohlen!)
  • Vor allem bei Dunkelheit, Dämmerung oder zum Beispiel bei Starkregen oder Nebel gut sichtbare, reflektierende Kleidung tragen
  • defensive und vorausschauende Fahrweise
  • besonders vorsichtig an Kreuzungen und bei Einmündungen sein
  • Teilnahme an Fahrsicherheitstrainings (Kinder können Fahrradparcours absolvieren)

Übrigens müssen Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auf Gehwegen fahren, Kinder bis zehn Jahre dürfen es. Wer die Jungen und Mädchen als Aufsichtsperson (also mind. 16 Jahre alt) auf dem Rad begleitet, darf ebenfalls mit auf dem Gehweg fahren. Wie immer gilt hier natürlich die gegenseitige Rücksichtnahme – auch in Bezug auf Fußgänger.

Hintergrund zum bundesweiten Aktionstag: Basierend auf dem Beschluss der Innenministerkonferenz vom 7./8. Dezember 2017 wird seit 2018 die länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“ durchgeführt. Zur Stärkung der Verkehrssicherheit wird seitdem einmal jährlich ein bundesweiter Kontrolltag festgelegt. Nach den Schwerpunktthemen „Ablenkung“ und „Gewerblicher Personen- und Güterverkehr“ sollte 2020 das Thema „Radfahrende“ im Fokus stehen. Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie wurde der Kontrolltag 2020 ausgesetzt. Als neuer Kontrolltag im Jahr 2021 mit gleichbleibender Schwerpunktsetzung wurde dann der 5. Mai 2021 beschlossen.