Schriftliche Abschlussprüfungen begannen am Dienstag

Am Dienstag (16. Juni) begannen im Bereich der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern die schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen. Diese waren wegen der Corona-Pandemie auf den jetzigen Zeitpunkt verlegt worden.

Nunmehr fanden bundesweit die schriftlichen Abschlussprüfungen in den gewerblich-technischen Berufen und am 18. sowie 19. Juni in den kaufmännisch-verwandten Berufen statt. Zusätzlich finden in einigen Berufen (z. B. Chemie- und Biologielaborant, Fachkraft für Schutz und Sicherheit) die regulären schriftlichen Abschlussprüfungen statt. Insgesamt prüft die IHK in diesen Sommerwochen 1250 Prüfungsteilnehmer in rund 100 Berufen.

Am Dienstag (16. Juni) fand in Neubrandenburg die Prüfung in drei umwelttechnischen Berufen (Fachkraft für Abwassertechnik, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Fachkraft für Wasserversorgungstechnik) statt. Zehn Prüflinge nahmen die gestellten Aufgaben in Angriff. Diese zehn kommen aus drei IHK-Bereichen – neben Neubrandenburg sind Auszubildende aus Ostbrandenburg und Potsdam dabei. Die Kammer Neubrandenburg leistet bei dieser Prüfung „Amtshilfe“ gegenüber den benachbarten IHKs.

Stadtverwaltung prüft Ausgaben

Oberbürgermeister Silvio Witt hat aufgrund der durch die Coronapandemie fehlenden Steuereinnahmen für die Vier-Tore-Stadt eine Haushaltswirtschaftliche Sperre verhängt. Stadtvertretung und Stadtverwaltung der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg haben sich darauf geeinigt, nicht über diese haushaltswirtschaftliche Sperre abzustimmen. Innerhalb der Stadtverwaltung werden nun Ausgaben auf den Prüfstand gestellt.

Trotz der Einnahmeverluste für den Stadthaushalt durch die Auswirkungen der Coronapandemie sollen alle Vereine ihre Unterstützung komplett bekommen. Auch aktuelle Investitionen in die Infrastruktur werden nicht gestoppt, machte Oberbürgermeister Silvio Witt in diesem Zusammenhang deutlich. „Der Stadt werden Steuereinnahmen fehlen, wie hoch die Ausfälle am Ende sein werden, ist noch nicht vollständig klar, trotzdem werden wir nicht an der Vereinslandschaft und den Unternehmen der Stadt sparen.“

Als mögliche Maßnahmen könnten Gutachten aufs nächste Jahr verschoben, Fortbildungen später stattfinden und interne Veranstaltungen entfallen. „Jede Ausgabe, die nicht vertraglich festgeschrieben ist, wird geprüft“, so Silvio Witt. Damit kann ein Teil der fehlenden Einnahmen innerhalb der Verwaltung aufgefangen werden.

„Wir erwarten aber, dass die Vorschläge, die die Regierungskoalition in Berlin zur Unterstützung der Kommunen erarbeitet hat, schnellstmöglich in konkrete Hilfen münden“, hob der Oberbürgermeister hervor. Die diesjährigen Ausfälle der Kommunen bei der Gewerbesteuer sollen nach Vorstellungen der Bundesregierung zu gleichen Teilen durch Bund und Länder ausgeglichen werden.

Jagdschein: jetzt zur Prüfung anmelden

Die nächste Prüfung zum Erwerb des ersten Jahresjagdscheins findet im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vom 24. Juni bis 26. Juni 2020 statt. Das teilt die Untere Jagdbehörde des Landkreises mit.

Dort muss sich bis zum 10. Juni 2020 schriftlich anmelden, wer die Prüfung absolvieren möchte. Dazu sind auch die entsprechenden Nachweise und eine Kopie des Personalausweises beizufügen.

Die Anmeldeformulare stehen auf der Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de. Sie können auch direkt in der Unteren Jagdbehörde in Demmin, Adolf-Pompe-Str. 12-15, abgeholt werden.

Die Prüfung findet nur dann statt, wenn sich dafür mindestens acht Personen angemeldet haben.

Montag öffnen Schulen für die Abschlussklassen

Nach den sechswöchigen Schulschließungen aufgrund der Corona-Krise öffnen am Montag, 27. April 2020, die weiterführenden allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern für die Abschlussklassen. Rund 20.480 Schülerinnen und Schüler, die die Mittlere Reife, das Abitur oder einen beruflichen Abschluss anstreben, können sich in der Schule auf ihre Prüfungen vorbereiten. Für die Klassenstufe 11 an regulären Gymnasien und Gesamtschulen sowie die Klasse 12 an Abendgymnasien werden Konsultationen ermöglicht. Bildungsministerin Bettina Martin. „Die Teilnahme an diesem prüfungsvorbereitenden Unterricht ist freiwillig.“

Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte müssen sich auf veränderte Bedingungen und strenge Hygieneregeln einstellen. Wichtig ist, dass alle das Abstandsgebot und die Hygieneregeln einhalten und das Schulgebäude nacheinander betreten. Schülerinnen und Schüler sollten sich einen Mund-Nasenschutz besorgen. Im Schulbus ist er Pflicht. Im Schulgebäude soll der Mund-Nasenschutz in den Pausen getragen werden, wenn sich viele Schülerinnen und Schüler auf den Fluren aufhalten.

In einem Schülerbrief hat sich das Bildungsministerium an die Jugendlichen gewandt, für die am Montag die Schule wieder startet, und über die geltenden Verhaltensregeln für den Schulbesuch während der Corona-Pandemie informiert. Das Ministerium hat das Schreiben an die Schulen übermittelt und online veröffentlicht. Eine wichtige Information an alle Schülerinnen und Schüler ist außerdem, dass niemand Sorgen haben muss, dass die Klassenarbeiten und Klausuren, die in den vergangenen Wochen ausgefallen sind, nun in den verbleibenden Wochen bis zu den Sommerferien nachgeschrieben werden müssen. Das ist nicht der Fall. Weitere wichtige Informationen gibt es auch dierekt aus den betroffenen Schulen, entweder über die Webseiten oder andere Wege.

Zudem weitet das Land ab dem 27. April 2020 die Notfallbetreuung in den Schulen parallel zu den Kitas aus. Auch dies geschieht unter Berücksichtigung der bestehenden Hygienevorschriften. So haben Kinder Anspruch auf eine Notfallbetreuung, wenn nur ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist. Bisher mussten beide Eltern in einem solchen Bereich tätig sein. Das Angebot ist nach wie vor eine Notfallbetreuung und greift nur dann, wenn eine Kinderbetreuung anders nicht organisiert werden kann.

Ergänzter Zeitplan für Abiturprüfungen

Das Bildungsministerium hat den Zeitplan für die diesjährigen Abiturprüfungen ergänzt.

Die Abiturprüfungen starten demnach am Freitag, 8. Mai 2020, mit dem Fach Deutsch. Außerdem wurde die Prüfung für Biologie von Freitag, 15. Mai 2020, auf Mittwoch, 20. Mai 2020, verschoben.

Damit werden die Prüfungstermine insgesamt entzerrt. Letzter Prüfungstermin bleibt weiterhin Samstag, 30 Mai 2020.

An den Prüfungen zur Mittleren Reife ändert sich nichts.

IHKs beginnen Abschluss- und Weiterbildungsprüfungen nun Mitte Juni

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer. Hiervon sind in der IHK-Region Neubrandenburg 1300 Prüfungsteilnehmer betroffen. Bis einschließlich Mai gibt es auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt. Darauf haben sich die zuständigen IHK-Gremien verständigt.

Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen werden nach jetzigem Stand in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni nachgeholt. Die industriell-technischen Prüfungen sollen demnach am 16. und 17. Juni und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni erfolgen. Aufgrund der behördlichen Vorschriften ist es faktisch unmöglich, bundesweit einheitliche Prüfungen ordnungsgemäß abzuhalten.

Auch alle IHK-Unterrichtungen sowie die IHK-Sach- und Fachkundeprüfungen bleiben ebenfalls mindestens bis zum 24. April ausgesetzt. Auch hier wird die IHK Neubrandenburg schnellstmöglich darüber informieren, wann diese wieder stattfinden können.

Um Engpässe im Güterverkehr zu vermeiden, ist die Gültigkeit der Schulungsnachweise für Berufskraftfahrer und im Gefahrgutbereich verlängert worden. So bleiben alle Bescheinigungen über die Fahrzeugführerschulung, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März und dem 1. November dieses Jahres endet, bis zum 30. November gültig. Auch die Schulungsbescheinigungen für Gefahrgutbeauftragte, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März und dem 1. November endet, bleiben ebenfalls bis zum 30. November gültig.

Ansprechpartnerin in der IHK Neubrandenburg: Ellen Grull, Tel. 0395 55 97-400 oder per E-Mail ellen.grull@neubrandenburg.ihk.de

Covid-19-Verdachtsfälle – Mobile Teams starten

In Mecklenburg-Vorpommern stehen seit Freitag vier Teams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereit, im Auftrag des Gesundheitsministeriums bei Verdacht einer Corona-Infektion Abstriche bei immobilen Patienten vorzunehmen.

Die 2er-Teams sind mit medizinischem Fachpersonal besetzt, die im ganzen Land unterwegs sein werden, um die Abstriche vornehmen. Die Abstriche erfolgen ausschließlich durch die Verordnung eines Arztes, der einen DRK-Koordinator über die Einsätze informiert. Dieser teilt die Teams nach Bedarf und Notwendigkeit ein. Das Wirtschaftsministerium fördert die mobilen Teams mit bis zu 100.000 Euro pro Monat, um die Ansteckungsgefahr in Krankenhäusern und Arztpraxen zu minimieren.

Zusätzlich zu den mobilen Teams gibt es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 15 weitere Abstrichzentren für Coronatests (Greifswald, Pasewalk, Stralsund, Bergen, Ludwigslust, Parchim, Neustrelitz, Neubrandenburg, Grevesmühlen, Wismar, 2x Rostock, Schwerin, Bützow Ortsteil Wolken und Hohenfelde (Landkreis Rostock)).

Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion – zunächst Telefonkontakt zum Hausarzt suchen. Ein Patient, der befürchtet, am Coronavirus erkrankt zu sein, soll sich zunächst bei seinem Hausarzt telefonisch melden. Der Arzt prüft, ob die Bedingungen für einen begründeten Verdachtsfall – nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts – am Coronavirus erkrankt zu sein, vorliegen. Der Patient geht dann auf Weisung des Arztes in ein Abstrichzentrum.