Abschlussprüfungen im Sommer für 1300 Azubis

Heute (17. Mai) begannen bundesweit die kaufmännischen schriftlichen Prüfungen auch im Bereich der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern.

„Gemeinsam mit hunderten Ehrenamtlichen setzen wir derzeit alles daran, dass es bei den Auszubildenden keinen Corona-Jahrgang gibt“, stellt Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern fest. Dabei blickt er auf die aktuell stattfindenden Sommer-Abschlussprüfungen.

Insgesamt stellen sich 860 Auszubildende in kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Berufen, 150 Auszubildende in gewerblichen Berufen und 300 Fortbildungsteilnehmer der abschließenden Überprüfung ihrer beruflichen Handlungskompetenz. Die rund 1.300 Prüfungsteilnehmer werden dabei in 46 unterschiedlichen kaufmännischen, 39 gewerblichen Ausbildungsberufen und Fachrichtungen sowie 18 verschiedenen Fortbildungen zu Spezialisten, Meistern oder Fachwirten geprüft. Mit drei Prüfungsteilnehmern wird erstmals in dem noch sehr jungen Beruf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“ geprüft.

Diese Prüflinge steigen nach dem Bestehen mit zurzeit sehr gefragten Kompetenzen in den Arbeitsmarkt ein. Unter den eher nicht so bekannten gewerblichen Berufen finden Prüfungen für Packmitteltechnologen, Polsterer oder Fachkräfte für Lebensmitteltechnik. Größere Prüflingszahlen gibt es wie in den Vorjahren z. B. in den Handelsberufen, den gastgewerblichen Berufen, bei Kaufleuten für Büromanagement, Bankkaufleuten statt.

Ohne ehrenamtliche Prüfer keine Prüfung. Die unmittelbare Abnahme der Prüfungen erfolgt durch ehrenamtliche IHK-Prüfer/-innen, Fachleute ihres Gebietes. In 125 zum Einsatz kommenden Prüfungsausschüssen werden im Sommer 2021 rund 500 Prüfungsausschussmitglieder tätig werden. Die mündlichen Prüfungen, praktischen Prüfungen und Projektarbeiten laufen vom 27. Mai bis zum 30. August.

Abiturprüfungen und Mittlere-Reife-Prüfungen beginnen

In Mecklenburg-Vorpommern beginnen am Freitag, 23. April 2021, die zentralen und länderübergreifenden Abiturprüfungen. In diesem Schuljahr können 5.500 Schülerinnen und Schüler das Abitur ablegen. Den Anfang machen die Prüfungen im Fach Englisch. In der kommenden Woche folgen dann die weiteren länderübergreifenden Prüfungen in Französisch (Mittwoch, 28. April) und Deutsch (Freitag, 30. April). An Gymnasien und Gesamtschulen erreichen die Schülerinnen und Schüler das Abitur nach der Jahrgangsstufe 12, an Abend- und Fachgymnasien nach der Jahrgangsstufe 13.

Für die Abschlussprüfungen gelten in diesem Jahr strenge Hygieneregeln. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Schulen Anfang April entsprechende Hygiene- und Organisationshinweise übermittelt. So müssen Schülerinnen und Schüler beispielsweise während der schriftlichen Prüfungen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Mindestabstand von 1,5 m ist einzuhalten. Die Schülerinnen und Schüler sind aufgerufen, vor den Prüfungen einen Selbsttest durchzuführen. An allen Schulen stehen Selbsttests zur Verfügung.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur weist für diejenigen, die nicht am selben Morgen der Prüfung einen Test vornehmen möchten, auf die Möglichkeit hin, dass sich Schülerinnen und Schüler am Vortag (insbesondere wochentags) auch in einem Testzentrum, in einer Arztpraxis oder in einer Apotheke testen lassen können. Ein solcher Antigen-Schnelltest gibt, wenn er max. 24 Stunden vor der Prüfung erfolgt ist und ein negatives Ergebnis zeigt, zusätzliche Sicherheit. Damit kann dann auch der Selbsttest direkt vor der Prüfung entfallen. Eine Testpflicht vor den Prüfungen gibt es nicht. Auch die heute vom Bundesrat gebilligte Neufassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes sieht keine Testpflicht vor Prüfungen vor.

Schülerinnen und Schüler mit einem positiven Testergebnis müssen dieses Ergebnis zunächst bei einem Hausarzt mit einem PCR-Test abklären lassen und können an diesem Tag nicht an den Prüfungen teilnehmen. Sie legen ihre Prüfung dann an einem Nachschreibtermin ab.
In der kommenden Woche beginnen für 6.100 Schülerinnen und Schüler dann auch die zentralen schriftlichen Prüfungen zur Mittleren Reife. Am Mittwoch, 28. April 2021, erfolgen die Prüfungen im Fach Deutsch, am Freitag, 30. April in der ersten Fremdsprache.

Eier, frisch oder gekocht und gefärbt – keine mikrobiologische Beanstandung

„Keine Salmonellen oder andere potentiell krankmachende Erreger auf oder im Ei! Das ist das gute Ergebnis unserer mikrobiologischen Untersuchungen von 134 Proben frischer Eier“, freut sich Dr. Stephan Goltermann, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. Diese Anzahl Proben ist seit dem 01.01.2020 bis dato im LALLF unter die Lupe genommen worden.

Bemängelt werden musste in neun Fällen eine unvollständige Kennzeichnung, wie z. B. die fehlende Angabe zur Güteklasse der Eier oder des Erzeugercodes. Eine Eiprobe ist mit einem Hygienehinweis versehen worden, da sie verschmutzt war.

Neben den rohen Konsumeiern hat das Landeslabor 20 gekochte und gefärbte Eiproben (z. B. Brotzeiteier) zur Überprüfung auf mikrobiologische Auffälligkeiten angefordert. Auch diese Eier waren mikrobiologisch in Ordnung. In fünf Fällen ist die Kennzeichnung mangelhaft gewesen. Außerdem war die Kalkschale eines bunt gefärbten Eies kaputt und der Eiinhalt verdorben.

Verbraucher sollten vor dem Verzehr von Eiern darauf achten, dass deren Kalkschale unversehrt ist. Bekanntermaßen ist sie mit einer natürlichen, unsichtbaren Schutzschicht überzogen. Kalkschale und Schutzschicht sind die ursprünglichen Mechanismen in der Vogelwelt, um das Küken vor dem Eindringen von Keimen zu schützen.

„Neben der Unversehrtheit des Äußeren sollten Sie vor dem Verzehr kurz Aussehen, Geruch und letztlich den Geschmack des Eies überprüfen“, rät Goltermann. Bei Abweichungen von den gewohnten oder erwarteten Eigenschaften ist das Ei besser zu entsorgen.

Fit für die IHK-Prüfung trotz Corona

In den kommenden Wochen beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die IHK-Abschlussprüfungen im Sommer. Oft verläuft die Prüfungsvorbereitung nun digital. Angesichts der großen Herausforderungen für die Betroffenen konnten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verschiedene Anbieter von E-Learning-Tools davon überzeugen, Teile ihrer Angebote kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Diese können ab sofort und noch bis zum 19. Mai unter ihk-pruefungsfit.de genutzt werden.

„Wir freuen uns, dass wir damit den Unternehmen in der aktuell schwierigen Zeit ein Angebot zur Unterstützung ihrer Auszubildenden machen können. Es ist eine große Geste der Anbieter, ihre E-Learning-Tools im Rahmen der Aktion kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Viele Betriebe sorgen sich derzeit um die Existenz, sind aber dennoch weiter sehr engagiert in der Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Die digitale Bereitstellung von ausbildungsspezifischem Lernmaterial ist für Unternehmen und Auszubildende eine große Hilfe“, sagt Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der im Sachgebiet Berufsbildung innerhalb der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern federführenden IHK Neubrandenburg zum Start der neuen Internetseite.

Die Initiative wird unterstützt von IHKs aus neun Bundesländern Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Neue Prüfungstermine für das Abitur 2021 festgelegt

Die Termine für die schriftlichen Prüfungen zum Abitur 2021 in Mecklenburg-Vorpommern stehen fest. Der Start der schriftlichen Prüfungen ist vom 13. April auf den 23. April 2021 verschoben. Die Prüfungen werden am Freitag, den 23. April 2021 mit dem Fach Englisch beginnen. Am 26. April folgen die Fächer Latein/Schwedisch/Polnisch, Ernährungslehre mit Chemie, Gesundheit, Metalltechnik, Elektrotechnik, Bautechnik, Datenverarbeitungstechnik, Gestaltungs- und Medientechnik, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik. Die weiteren Termine können der genauen Auflistung im Anhang entnommen werden. Die normalen Prüfungen – also ohne die Nachprüfungen – werden am 12. Mai enden. Die Nachprüfungstermine sind zwischen dem 18. Mai und dem 27. Mai.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat die Schulen heute in einem Hinweisschreiben über die neuen Termine informiert. „Für die Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, frühzeitig zu wissen, wann sie in welchem Fach geprüft werden“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Damit können sie sich jetzt zielgerichtet auf die Prüfungen vorbereiten.“

Für die Prüfungstermine zur Mittleren Reife ergeben sich keine Änderungen, da der Start dieser Prüfungen schon zuvor später als die Abiturprüfungen angesetzt war. Sie werden wie geplant am 28. April beginnen und bis zum 3. Mai dauern. Nachprüfungen werden dann zwischen dem 26. und dem 31. Mai sein.

„Wichtig ist, dass den Schülerinnen und Schülern für ihre Abschlüsse keine langfristigen Nachteile durch die Corona-Pandemie entstehen. Deshalb bin ich sehr froh, dass klar ist, dass die Bundesländer die Abiture gegenseitig anerkennen werden und dass sichergestellt wird, dass die in diesem Jahr erworbenen Abschlüsse überall als gleichwertig anerkannt werden“, sagte Bildungsministerin Martin.

Abiturprüfungen in MV werden verschoben

Nach der virtuellen Sitzung der Kultusministerkonferenz am heutigen Donnerstag hat Bildungsministerin Bettina Martin das weitere Vorgehen bei den Abschlussprüfungen im Schuljahr 2020/2021 angekündigt. „Wir haben heute in der Kultusministerkonferenz vereinbart, dass wir den jungen Menschen in den Abschlussklassen auch in diesem Jahr trotz der Pandemie einen Abschluss ermöglichen werden“, sagte Martin.

„Die Abschlussprüfungen finden statt. Wichtig ist, dass den Schülerinnen und Schülern für ihre Abschlüsse keine langfristigen Nachteile durch die Corona-Pandemie entstehen. Deshalb bin ich sehr froh, dass klar ist, dass die Bundesländer die Abiture gegenseitig anerkennen werden und dass sichergestellt wird, dass die in diesem Jahr erworbenen Abschlüsse überall als gleichwertig anerkannt werden.“

Martin erklärte weiter, dass in Mecklenburg-Vorpommern alles dafür getan werde, dass die Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen eine faire Chance haben auf einen guten und vergleichbaren Abschluss. „Wir waren bundesweit das erste Land, das nach den Sommerferien den täglichen Regelbetrieb in den Schulen gestartet hat. Bis kurz vor den Weihnachtsferien konnte bei uns Schule in Präsenz stattfinden. Und es ist auch ein wichtiger Erfolg der Verhandlungen in den vergangenen Tagen auf Bundesebene, dass wir auch weiterhin unsere Abschlussklassen im Präsenzunterricht auf ihre Prüfungen vorbereiten können“, so Martin.

Und doch sei klar, dass diese vergangenen zehn Monate keine normale Schulzeit war. „Wir werden deshalb alles dafür tun, dass die Schülerinnen und Schüler faire Rahmenbedingungen für ihre Prüfungen erhalten. Dafür werden wir auch weitere Anpassungen bei der Durchführung und Vorbereitung der Prüfungen vornehmen, ohne dabei die Qualität des Abschlusses zu reduzieren.“ Bei all den anstehenden Entscheidungen gehe es um die Lebenskarrieren der Jugendlichen. Es müsse ihnen die Eintrittskarte in ihre Zukunft nach der Pandemie gesichert werden.

Bereits während des laufenden Schuljahrs hat Mecklenburg-Vorpommern unterstützende Maßnahmen ergriffen:

  • Wir haben am 1. September 2020 die so genannten Vorabhinweise für die Prüfung 2021 (Abitur und Mittlere Reife) an alle Schulen gegeben. Mit diesen Hinweisen haben wir die prüfungsrelevanten Inhalte für den Unterricht reduziert. So können die Schülerinnen und Schüler gezielter auf ihre Prüfungen vorbereitet werden.
  • Es wurden zusätzliche Musteraufgaben in Deutsch und Mathematik erstellt.
  • Für die Lehrkräfte sind zusätzliche Fortbildungsangebote zur Prüfungsvorbereitung und spezifische Informationen zur Prüfungsvorbereitung über Fachbriefe zur Verfügung gestellt worden.
  • Für die Schülerinnen und Schüler haben wir den Zugang zu den Prüfungsaufgaben früherer Jahre erweitert.
  • Die Anzahl der verpflichtenden Leistungsnachweise im laufenden Schuljahr wurde reduziert.
  • Nicht zuletzt haben die Abschlussklassen die Möglichkeit des Präsenzunterrichts.

Mit Blick auf den heutigen KMK-Beschluss und in Übereinstimmung mit den getroffenen Regelungen werden folgende weitere Maßnahmen ergriffen:

  1. Wir werden die Termine der schriftlichen Abiturprüfungen verschieben, um zusätzliche Zeit für die Vorbereitungen zu schaffen. Dabei wollen wir weiterhin die länderübergreifenden Poolaufgaben nutzen. Die ersten Prüfungen starten anstatt am 13.04.2021 nun erst am 23.04.2021 mit der ersten bundesweiten Zentralprüfung.
  2. Wir werden die Hinweise zum prüfungsvorbereitenden Unterricht weiter präzisieren, um eine noch konzentriertere Vorbereitung auf die prüfungsrelevanten Inhalte in den Prüfungsfächern zu ermöglichen.
  3. Wir werden den Notendruck im verbleibenden Schuljahr nochmals reduzieren.
  4. Wir werden ermöglichen, dass als gemeinsame Entscheidung von Prüfling und Schule die Termine der mündlichen Prüfungen individuell festgelegt werden dürfen.
  5. Die Prüfungsregelungen für die Spezialgymnasien werden an die aktuelle Lage mit Blick auf die Praxisanteile angepasst.
  6. Über besondere Prüfungsbedingungen für Schülerinnen und Schüler, die ausschließlich oder überwiegend im Distanzunterricht auf die Abiturprüfung vorbereitet wurden, wird immer mit Blick auf den Einzelfall im Rahmen eines Nachteilsausgleiches entschieden.

„Über diese und noch weitere Punkte sind wir bereits seit einiger Zeit mit dem Bündnis für gute Schule in engem Austausch“, sagte Martin abschließend.

Mit dem Käse in M-V alles ok?

Jährlich werden im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V knapp 8.000 Proben Lebensmittel untersucht. Auch die Vielfalt der Käse gehört zu den untersuchten Produkten. Ob jung, alt, mild, kräftig, cremig oder nussig – Vertreter vieler Sorten kommen in die Kontrolle. In der Außenstelle des LALLF in Neubrandenburg arbeiten die Experten dieser Lebensmittelgruppe. 501 Käseproben wurden seit Anfang des Jahres 2019 bis heute sensorisch, chemisch, mikrobiologisch und rückstandsanalytisch untersucht.

76 Prozent (383 Stück) der Käsevariationen waren komplett in Ordnung. Bei 35 Proben wurden geringe Mängel ohne amtliche Reglementierung festgestellt. „61 Käseproben mussten beanstandet werden“, resümiert Prof. Frerk Feldhusen, Direktor des LALLF.

Die meisten Beanstandungen (46 Proben) ergaben sich aus der Kennzeichnung. Spezielle Kennzeichnungsanforderungen, wie die Angaben der Käsegruppe, der Fettgehaltsstufe oder der Hinweis „mit Rohmilch hergestellt“ werden häufig beim Verkauf als lose Ware aus Käsetheken nicht vorgenommen. Fehler bei den allgemeinen Pflichtangaben, wie beispielsweise dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), der Nährwertkennzeichnung oder der verpflichtenden Angabe des Inverkehrbringers sind ebenfalls aufgefallen.

Mikrobiologisch verdorben waren insgesamt sechs Käseproben. Sie sind unter anderem durch Schimmel auf der Oberfläche oder hefigen Geschmack sensorisch als abweichend eingestuft worden. Bei einem Käse führten hygienische Mängel während der Herstellung zu erhöhten Keimgehalten sogenannter „Hygieneindikatorkeime“. Das sind unter anderem Enterobakterien oder Staphylokokken.

Betrachtet man den Anteil Käse, der in M-V hergestellt wurde, ergibt sich ein recht positives Ergebnis. 122 der Gesamtprobenzahl sind hier hergestellt und teilweise regional vermarktet worden. 63 Prozent waren beanstandungsfrei. Wie auch im Gesamtbild, fielen hauptsächlich Kennzeichnungsmängel auf (12 Proben). Krankmachende Keime sind gar nicht nachgewiesen worden. In 13 Fällen wurden geringe Bemängelungen ausgesprochen, die aber zu keiner Beanstandung führten.

„Gerade kleine Hersteller vertreiben in M-V eine schöne Markenvielfalt und interessante Produkte“, merkt Feldhusen an. Regionale Unterschiede in der Futterzusammenstellung, der Herstellung oder die Verwendung von Kuh-, Schaf- oder/und Ziegenmilch machen heimische Erzeugnisse einzigartig.

Oft haben diese Herstellerbetriebe Probleme mit der gesetzeskonformen Kennzeichnung ihrer Produkte. Feldhusen räumt ein: „Die Kennzeichnungsregeln der EU, ergänzt um nationale Regelwerke erfordern eine intensive Beschäftigung mit diesem Thema. Das ist von Kleinstunternehmen nicht immer sofort zu überblicken.“

Hintergrund

Der Begriff „Käse“ ist besonders geschützt. Nur aus Milch von zur Milchgewinnung gehaltener Tierarten wie Rinder, Büffel, Schafe und Ziegen hergestellter Käse darf auch „Käse“ heißen. Wichtig ist, dass Milchfett und Milcheiweiß nicht durch Fremdeiweiß oder Fremdfett ersetzt werden dürfen.

Die Deutschen verzehren durchschnittlich etwa 25 Kilogramm Käse pro Jahr. Ob auf Schulbrot oder als Abschluss für ein Dinner – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Es gibt etwa 400 Sorten Käse in Deutschland.

Man kann den Käse nach

  • der Art der Reifung,
  • dem Wassergehalt und
  • den Fettgehaltstufen

einteilen.

Es gibt z. B. den milden Gouda, den würzigen Tilsiter, den weichen Camembert und den harten Bergkäse, den fetten Mascarpone sowie den fettarme Harzer. Daneben werden regionale und landestypische Spezialitäten wie Allgäuer Emmentaler, Feta aus Griechenland und Parmesan aus Italien angeboten.