60.000 EUR Schaden nach Diebstahl von Fahrzeugteilen in Neubrandenburg

In der Nacht vom 05.07 zum 06.07.2020 ist es in der Genzkower Straße in Neubrandenburg zu einem Einbruch in eine Fahrzeugfirma gekommen.

Nach dem bisherigen Kenntnisstand haben bislang unbekannte Täter einen Zaun, welcher das Firmengelände umgibt, überwunden. Anschließend haben die Täter 17 Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz vom Typ Sprinter angegriffen und die Scheinwerfer entwendet. Aus fünf Fahrzeuge wurde zudem die Standheizungen entwendet. Bei den angegriffenen Fahrzeugen handelt es sich neben drei Altfahrzeugen um 14 Neufahrzeuge, die für die spätere Nutzung als Krankentransportfahrzeuge für unterschiedliche Firmen vorgesehen waren und entsprechend ausgerüstet werden sollten.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Täter zum Abtransport des Diebesgutes ein größeres Fahrzeug genutzt haben. Die Tatzeit kann vom 05.07.2020, 21:30 Uhr, bis 06.07.2020, 05:50 Uhr, eingegrenzt werden. Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg haben die Ermittlungen am Tatort aufgenommen und Spuren gesichert. Der Schaden wird derzeit auf ca. 60.000 EUR geschätzt.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Tatortes gesehen haben, werden gebeten sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 5582 5224 entgegen.

Verkehrsunfall mit drei leicht verletzten Personen

Am Sonntagnachmittag, 05.07.2020, gegen 15:50 Uhr kam es an der Kreuzung Carlshöher Straße / Lindenhofer Straße in Neubrandenburg zu einem Verkehrsunfall mit drei leicht verletzten Personen.

Die 57-jährige deutsche Fahrzeugführerin eines Citroen befuhr die Carlshöher Straße und beabsichtigte geradeaus über die Kreuzung in die Quarzstraße zu fahren. Hierbei missachtete sie das Haltegebot an der Kreuzung und übersah den PKW Rover einer 54-jährigen Deutschen, die von der Lindenhofer Straße in Richtung Steinstraße unterwegs war. Es kam zum Zusammenstoß zwischen den beiden PKW.

Die Fahrzeugführerin des Rover, ihre 15-jährige Beifahrerin und die Citroen-Fahrerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Ein bei der 57-jährigen Unfallverursacherin durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,99 Promille. Daraufhin wurde bei ihr eine Blutprobenentnahme durchgeführt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung wurde eingeleitet.

Beide PKW waren durch den Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppunternehmen geborgen werden. Der entstandene Gesamtsachschaden beträgt ca. 30.000 Euro.

Enkeltrick in letzter Sekunde verhindert – Trickbetrüger mit neuer Masche am Werk

Freitagmittag haben Ermittler der Kripo Anklam in letzter Sekunde eine 78-Jährige davor bewahrt, einem Enkeltrick zum Opfer zu fallen und über 25.000 Euro zu verlieren. Durch Ermittlungsarbeit waren die Beamten auf die Frau aufmerksam geworden. Sie hatte zuvor Anrufe von falschen Polizisten bekommen, die ihr „rieten“, ihr Geld abzuheben und es zur Sicherheit den vermeintlichen Polizisten zu übergeben.

Derzeit gibt es im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg (Landkreise VG, VR und MSE) etliche Trickbetrugversuche per Telefon, die Hinweisgeber der Polizei melden. Vor allem Bürger im Bereich des Landkreises Vorpommern-Greifswald sind aktuell betroffen.

Darunter sind falsche Gewinnspielversprechen bei denen vorab Geld überwiesen werden soll oder aber Codes von Gutscheinkarten durchgegeben werden sollen. Besonders „beliebt“ war bei den Betrügern in diesen Tagen aber die oben bereits erwähnte Masche mit den falschen Polizisten. „Es hat einen Überfall in Ihrer Nähe gegeben und Ihr Name steht auf der Liste der Bande. Wir fragen nun ab, ob Sie Wertgegenstände zu Hause haben.“ So oder ähnlich gehen die Betrüger vor.

Eine neue noch ausgefeiltere Methode erlebte dabei eine 68-Jährige aus Anklam. Sie wurde von einem vermeintlichen Ermittler der Anklamer Polizei kontaktiert und sollte weitergeleitet werden an die Einsatzleitstelle der Polizei. Während der Verbindungsmelodie sollte sie selbst die 110 eintippen. Es ging wieder jemand ans Telefon und bestätigte die „Echtheit“ der Ermittler, die zuvor angerufen haben. Das Gespräch brach ab, die Frau hat es richtigerweise bei der echten Polizei angezeigt.

Wichtig in diesem Zusammenhang:

  • Die Polizei wird NIE am Telefon den Besitz von Wertgegenständen abfragen!
  • Bei Geldforderungen oder abgefragten Auskünften zu Wertgegenständen: Geben Sie nie Auskünfte über Ihren Besitz, legen Sie auf, informieren Sie die echte Polizei.
  • Die Polizei wird Sie nie weiterleiten und bitten, die 110 einzutippen. Und: Die 110 kann zwar gewählt werden, aber die Polizei kann nicht mit der im Display angezeigten 110 bei Ihnen anrufen!
  • Es kann tatsächlich vorkommen, dass sich richtige Ermittler im Zuge eines bereits laufenden Ermittlungsverfahrens auch telefonisch bei jemandem meldet. Aber auch dabei werden Sie nie nach Ihrem Besitz oder nach Wertgegenständen gefragt. Zudem erkennen Sie die Echtheit daran, dass der Anrufer Detailwissen zu dem Sachverhalt kennt, in den Sie involviert sind.
  • Bei Unsicherheit über die Echtheit des vermeintlichen Polizisten am Telefon: Lassen Sie sich den Namen und die Dienststelle sowie die Personalnummer geben. Legen Sie auf und rufen Sie von sich aus die im Telefonbuch stehende Nummer des örtlichen Reviers zum Prüfen an oder wählen Sie im Zweifel eigenständig die 110!
  • Lassen Sie sich nie darauf ein, sich zur Überprüfung weiterverbinden zu lassen oder eine Ihnen vorgegebene Nummer zu wählen. Auch die können getürkt sein.

In diesem Zusammenhang sensibilisiert die Polizei derzeit auch Banken und Sparkassen, dass es wieder gehäufte Betrugsversuche zum Nachteil älterer Menschen gibt.

Wer einen betrügerischen oder verdächtigen Anruf erhält, sollte umgehend das örtlich zuständige Polizeirevier oder die Einsatzleitstelle unter 0395 55822224 eigenständig kontaktieren.

Herrenlose Badelatschen lösen Polizeieinsatz aus

Herrenlose Badelatschen haben am Donnerstag, 02.07.2020, gegen 18:30 Uhr einen Sucheinsatz der Polizei auf dem Tollensesee nahe der Ortschaft Alt Rehse ausgelöst. Ein aufmerksamer Bürger meldete dem Polizeihauptrevier Neubrandenburg, dass er Badelatschen und einen Autoschlüssel mit dazugehörigem abgestellten PKW an der Badestelle in Alt Rehse aufgefunden hat. Diese Sachen befinden sich bereits seit ca. 1 Stunde dort.

Ein Eigentümer konnte in der Nähe nicht festgestellt werden. Auch konnten keine Schwimmer auf dem Tollensesee gesichtet werden. Da ein Badeunfall nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden sofort Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Waren, der Polizeihubschrauber und die umliegenden Feuerwehren zur Suche zum Einsatz gebracht. Durch zuvor durchgeführte Ermittlungen konnte die Halterin des abgestellten PKW an der Badestelle ermittelt werden. Bei dieser handelte es sich um eine 58-Jährige Deutsche aus Alt Rehse.

Gegen 19:20 Uhr wurde dann ca. 300 m entfernt vom Uferbereich eine Person im Wasser gesichtet, welche in Richtung Badestelle schwamm. Bei dieser Person handelte es sich um die gesuchte Eigentümerin der Badelatschen und des PKW. Mit etwas erstauntem Gesicht über die zahlreichen Einsatzkräfte wurde die Dame wohlauf in Empfang genommen und die Suchmaßnahmen konnten beendet werden.

Die Polizei bedankt sich auf diesem Wege nochmals für das vorbildliche Verhalten des Hinweisgebers.

Abgetrennter Arm wurde durch polizeiliche Einsatzkräfte geborgen!

Am 01.07.2020 sowie am 02.07.2020 führte die Wasserschutzpolizeiinspektion Waren mit Unterstützung durch die Tauchergruppe der Technischen Einsatzeinheit weitere intensive Suchmaßnahmen am Tollensesee, Höhe Klein Nemerow, durch. Bisher wurde erfolglos nach dem abgetrennten Arm eines Schwimmers sowie einer Boje gesucht, die nach einem tragischen Sportbootunfall am 25.06.2020 nicht mehr auffindbar waren.

Am Mittwoch, den 01.07.2020 wurden zuerst weiterführende Informationen von Angehörigen sowie Zeugen ausgewertet und dann mittels GPS-Technik eingemessen. Somit konnte das Suchgebiet nochmals erheblich auf 200 Meter x 140 Meter (ca. 2,8 ha) eingegrenzt werden. Anschließend erfolgte eine systematische und vorerst noch erfolglose Absuche durch Polizeitaucher.

Am heutigen Donnerstag, den 02.07.2020 wurden die Suchmaßnahmen im Flachwasserbereich vor Klein Nemerow nochmals intensiviert. Die sehr gute Zusammenarbeit der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren mit den Kräften der Tauchergruppe TEE sowie die langjährige Erfahrung der eingesetzten Beamten führte letztlich dazu, dass um 11:15 Uhr zuerst die Schwimmbrille und zeitnah 80 Meter entfernt der abgetrennte Arm des Schwimmers in einer Wassertiefe von 2 Meter und einem Abstand von ca. 100 Meter zum Ufer geborgen werden konnte.

Es wurde durch die Wasserschutzpolizei im Auftrag von Angehörigen ein Bestattungsinstitut vermittelt, nachdem zuerst die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft und anschließend der behandelnde Arzt im Klinikum Greifswald von dem Fund in Kenntnis gesetzt wurde.

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern nach wie vor an und werden durch die Wasserschutzpolizeiinspektion Waren geführt.

Verkehrsunfall auf der A20 – Fahrer kommt aufgrund gesundheitlicher Probleme von der Fahrbahn ab

Am Donnerstagmorgen, 02.07.2020, gegen 05:35 Uhr meldete ein Hinweisgeber der Einsatzleitstelle der Polizei einen liegen gebliebenen Transporter auf der A20 zwischen den Anschlussstellen Neubrandenburg Ost und Friedland in Fahrtrichtung Stralsund, dessen Fahrer im verschlossenen Fahrzeug saß und nicht ansprechbar war.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass der Fahrer aufgrund gesundheitlicher Probleme nach links von der Fahrbahn abkam und die Mittelschutzplanke mehrere Meter touchiert hat, bevor er auf der linken Fahrspur zum Stehen kam.

Die Beamten des Autobahn-und Verkehrspolizeireviers Altentreptow haben sich umgehend zum Unfallort begeben und den Fahrer – einen 51-jährigen Deutschen – aus seinem Fahrzeug geholt. Zur Öffnung des Fahrzeugs mussten die Beamten eine Seitenscheibe zerstören. Anschließend haben sie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte und des Notarztes mit den Reanimationsmaßnahmen begonnen. Der Notarzt konnten allerdings nur noch den Tod feststellen.

Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg waren vor Ort im Einsatz und haben die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Während des Einsatzes und der Bergungsmaßnahmen musste die A 20 bis ca. 08:00 Uhr voll gesperrt werden.

Auftakt zu Handy-Kontrollen – Neues Verkehrsspiel für Kinder eingeweiht

Seit Mittwochmorgen kontrollieren Beamte im Zuge der Kampagne „Fahren.Ankommen.Leben!“ an mobilen und stationären Kontrollstellen mit dem Schwerpunkt „Ablenkung im Straßenverkehr“. Dabei wurden bis heute Nachmittag im Bereich der Inspektion Neubrandenburg (Landkreis MSE) unter anderem elf Verstöße Handynutzung geahndet (neun Mal Fahrzeugführer, zwei Mal Radfahrer) sowie auch sieben Mal unangeschnalltes Fahren. Im Bereich der Inspektion Stralsund (Landkreis VR) wurden bisher sechs Handyverstöße am Steuer festgestellt sowie zwei Gurt-Verstöße. Im Bereich der Inspektion Anklam (Landkreis VG) wurden bis zum Nachmittag fünf erwischt, die am Steuer das Handy nutzten und elf Mal mussten die Beamten Fahrer wegen Gurt-Verstoßes anhalten.

Bei der Präventionsveranstaltung in Wolgast wurde erstmals durch den polizeilichen Präventionsberater Mario Tschirn eine neue Möglichkeit vorgestellt, die sowohl zur Kriminalitätsprävention (u.a. Mobbing, Diebstahl) und Verkehrserziehung für Kinder dienen soll. Dabei handelt es sich jeweils um eine fünf mal fünf Meter große bunte Spielplane mit mehreren Aktionsfeldern und großen Schaumstoffwürfel (s. Fotos). Die Verkehrserziehungsplane wurde passenderweise gleich von dem Beamten und einigen Kindern vor Ort ausprobiert.

Die neuen Spielplanen wurden durch Präventionsberater der Polizei anhand eines ähnlichen Spiels, das polnische Beamte bereits nutzen, gemeinsam entwickelt. Im Rahmen des deutsch-polnischen Kooperationsprogrammes „Interreg“ konnte die Idee verwirklicht werden. Jede Polizeiinspektion wird mit diesen Planen ausgestattet. Sie sollen vor allem bei der Präventionsarbeit mit Vorschul- oder Grundschulkindern eingesetzt werden, unter anderem im grenznahen Raum zum Beispiel in der deutsch-polnischen Schule in Löcknitz.