Verkehrsbeeinträchtigungen auf Neubrandenburger Y-Kreuzung

Am Freitagmorgen, 30.10.2020, kam es zwischen 07:00 und 09:30 Uhr zu Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich der sogenannten „Y-Kreuzung“ (Neuendorfer Str./Rostocker Str./Weitiner Str.) in Neubrandenburg. Grund dafür war zunächst ein Verkehrsunfall auf der Weitiner Straße und anschließend eine Ölspur auf der besagten Kreuzung. Beide Vorfälle ereigneten sich zeitlich aufeinanderfolgend, standen aber in keinem Zusammenhang.

Gegen 06:55 Uhr befuhr ein 52-jähriger deutscher Fahrzeugführer eines PKW die Weitiner Straße stadteinwärts. An der Kreuzung zur Rostocker Straße kam er aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab und fuhr in der Folge gegen den Mast einer Lichtzeichenanlage. Die Beleuchtungseinrichtung der Lichtzeichenanlage wurde durch den Zusammenstoß beschädigt. Es ist ein Gesamtschaden von ca. 11.000 Euro entstanden. Bei dem Verkehrsunfall wurde niemand verletzt.

Gegen 08:10 Uhr wurde der Polizei dann eine Ölspur auf der „Y-Kreuzung“ gemeldet. Die eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg stellten eine ca. 20m breite und 600 m lange Ölspur fest. Der unbekannte Verursacher fuhr vermutlich stadtauswärts in Richtung Neuendorf/B 192. Während der Beseitigung der Ölspur durch eine angeforderte Spezialfirma kam es bis ca. 09:30 Uhr zu halbseitigen Sperrungen der Rostocker Straße, Neuendorfer Straße und Weitiner Straße.

Zwei Betrüge geglückt

Am Donnerstag wurden in Neubrandenburg insgesamt zehn Betrugsfälle angezeigt, in denen sich der Anrufer als Polizist ausgab. Die Gründe des Anrufes waren unterschiedlich, vom Verkehrsunfall eines Verwandten, bis zur Kaution, oder die gefasste Diebesbande. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich sehr hoch.

Leider hat einer der Anrufe Erfolg gehabt. In den Mittagsstunden rief ein Thomas Krüger von der Kriminalpolizei bei einem 77-jährigen Deutschen an. Dem Neubrandenburger wurde am Telefon weisgemacht, dass eine Diebesbande gefasst wurde. Einer der Täter konnte jedoch flüchten. Die anderen Tatverdächtigen hätten einen Zettel mit Namen, Anschrift und Bankdaten des Geschädigten dabei gehabt, daher fürchte die Polizei nun um seine Sicherheit. Man wolle dem flüchtigen Täter eine Falle stellen und benötige dafür Geld als Lockmittel. Das Geld sollte der Senior auf ein ausländisches Konto überweisen. Der 77-Jährige begab sich zur Bank und überwies über 5000 EUR. Als er wieder zu Hause war, riefen die Betrüger erneut an und gaben an, weitere 8000 EUR zu benötigen, um des Täters habhaft zu werden. Das Geld würde er sofort nach Ergreifung wieder bekommen. Daraufhin wurde der Geschädigte skeptisch und informierte die echte Polizei. Diese Masche ist in dieser leichten Abwandlung neu. Üblicherweise will der falsche Polizist die Wertgegenstände sicherstellen, damit sie nicht gestohlen werden und schickt Kollegen in zivil, die sie abholen.

In der Nähe von Friedland ist eine Frau auf den Liebesbetrug (Romance Scam) hereingefallen. Die 63-jährige Deutsche wurde über Facebook von einem angeblichen General der United Nation angeschrieben. Er nannte sich Robert Kienäppel. Es wurden über längere Zeit zahlreiche Liebesbekundungen ausgetauscht. Schließlich teilte er ihr mit, dass er sich auf geheimer Mission in Kabul befände. Er wolle jedoch aus diesem Einsatz raus und sich zur Ruhe setzen. Dazu müsse er sich freikaufen. Die Geschädigte korrespondierte per Mail mit der „United Nation“ und bat dort um den Freikauf des Generals. Dieser wurde gewährt und sie überwies über 5000 EUR an ein ausländisches Konto. Durch ihre Hausbank wurde ihr später mitgeteilt, dass es sich wahrscheinlich um Betrug handelt und die 63-Jährige erstattete Anzeige.

Aktuelle Warnung vor Betrügern – ein Betrug geglückt – Rentnerehepaar verliert mehr als 20.000 Euro

Am Mittwoch, 28.10.2020, kam es in Blankensee zu einem geglückten Betrug zum Nachteil älterer Menschen, bei dem ein Rentnerehepaar über mehr als 20.000 Euro ihres Vermögen gebracht wurden.

Das geschädigte deutsche Rentnerehepaar ist über 80 Jahre alt. Die Ehefrau hat am 28.10.2020 gegen 09:30 Uhr einen Anruf einer vermeintlichen Staatsanwältin aus Görlitz erhalten. Diese gab an, dass die Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem eine Radfahrerin tödlich verunglückt sei. Zudem soll der Schwiegersohn auf dem Beifahrersitz gesessen haben und bei dem Unfall ebenfalls verletzt worden sein. Zusätzlicher psychischer Druck wurde auf die Geschädigte aufgebaut, da im Hintergrund wiederholt eine weibliche weinerliche Stimme die Worte rief: „Mutti, hilf mir“.

Von der Geschädigten wurden 150.000 Euro als Kaution gefordert. Da die Rentnerin diese Summe nicht aufbringen konnte, erklärte sie, dass sie 20.000 Euro in bar, kleine Goldbarren und diverse Schmuckstücke in Gold besitzt. Sie kontaktierte ihren Ehemann, der ebenfalls durch die vermeintliche Staatsanwältin über den Verkehrsunfall der Tochter in Kenntnis gesetzt wurde.

Der Ehemann organisierte anschließend telefonisch über die Hausbank einen Dispokredit in Höhe von 20.000 Euro. Er schenkte dem Hinweis des Bankangestellten auf einen möglichen Betrugsversuch dabei keine Bedeutung. Der Geschädigte holte in der Folge den eingerichteten Dispokredit vom Bankautomaten in Blankensee ab und begab sich gegen 16:20 Uhr zur vereinbarten Übergabe in die Lessingstraße nach Neustrelitz. Dort übergab der Geschädigte einer unbekannten männlichen Person 20.000 Euro in bar, mehrere Goldbarren im Gesamtwert von ca. 500 Euro sowie diversen Familienschmuck.

Den unbekannten Mann beschreibt der Geschädigte wie folgt: klein, ca. 50 Jahre alt. Er trug einen schwarzen Anorak mit weißem Aufdruck, eine helle Mütze, einem weißen Mundschutz und eine schwarze Umhängetasche. Der Tatverdächtige verließ den Übergabeort anschließend fußläufig in Richtung Kiefernheide.

Der Geschädigte begab sich anschließend zurück zur Wohnanschrift, hegte Zweifel und verständigte von dort die Polizei. Die Beamten haben eine Strafanzeige aufgenommen. Die Ermittlungen wurden in der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg aufgenommen. Zeugen, die die Geldübergabe am Mittwoch, den 28.10.2020 gegen 16:20-16:30 Uhr beobachtet haben oder Angaben zum Tatverdächtigen oder einem möglichen Fluchtfahrzeug geben können, melden sich bitte bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395-5582 2224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

Auch heute Vormittag sind die Telefonbetrüger wieder aktiv. Im Raum Neubrandenburg rufen die Betrüger derzeit insbesondere ältere Menschen an und hinterfragen das Vermögen potentieller Geschädigter, stellen sich als angeblicher Polizist vor oder, wie auch in dem hier beschriebenen Fall, geben an, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall gehabt hat mit Folgen, für welche Bargeld benötigt wird.

Die Polizei warnt, keiner fremden Person Geld zu übergeben. Bitte nehmen Sie selbstständig Kontakt zu ihren Angehörigen auf und besprechen das Anliegen mit diesen. Bei verdächtigen Anrufen, kontaktieren Sie bitte die 110.

Zeugen nach Körperverletzung zum Nachteil eines 14-Jährigen gesucht

Am frühen Dienstagabend, 27.10.2020, gegen 17:10 kam es in einem Einkaufszentrum im Juri-Gagarin-Ring in der Neubrandenburger Oststadt zu einer Körperverletzung zum Nachteil eines 14-jährigen Deutschen.

Der Geschädigte befand sich in dem Einkaufszentrum, als ihm zwei männliche Jugendliche, einer von ihnen ohne Mund-Nasen-Schutz, begegnete. Der Geschädigte konfrontierte die männliche Person ohne Mund-Nasen-Schutz auf dessen Fehlverhalten. Daraufhin agierten die Jugendlichen gemeinschaftlich zum Nachteil des Geschädigten, wobei sie diesen schlugen und traten, sodass er Nasenbluten erlitt. Die Tatverdächtigen flüchteten in der Folge unerkannt über einen Seitenausgang.

Die Verletzungen des 14-Jährigen wurden vor Ort durch Rettungskräfte ambulant behandelt. Die zwei männlichen Tatverdächtigen werden ca. 16 Jahre alt geschätzt und hatten einen ausländischen Dialekt. Beide haben eine schlanke Statur und dunkle Haare. Einer der Tatverdächtigen trug einen roten Kapuzenpullover, der zweite Tatverdächtige einen hellen Kapuzenpullover.

Im Kriminalkommissariat Neubrandenburg wurden die Ermittlungen wegen der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Es werden Zeugen gesucht. Wer den Sachverhalt beobachtet hat, Angaben zu den Tatverdächtigen oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, richtet diese bitte an die Polizei in Neubrandenburg unter 0395 5582 5224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

Zeugenaufruf nach Diebstahl eines BMW 640d in carbonschwarz

In der Nacht vom 27.10.2020 zum 28.10.2020 wurde in der Neubrandenburger Südstadt ein hochwertiges Fahrzeug mit den amtlichen Kennzeichen NB-AK 107 entwendet. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen BMW 640d in carbonschwarz. Das Fahrzeug ist erst ein Jahr alt und hat einen Wert von ca. 90.000 Euro.

Das Fahrzeug stand unter einem Carport auf dem eigenen Grundstück in der Obodritenstraße in Neubrandenburg. Nach derzeitigen Erkenntnissen kann die Tatzeit auf 01:20 Uhr bis 07:25 Uhr eingegrenzt werden. Zudem soll das Fahrzeug nicht mehr viel Kraftstoff gehabt haben, so dass es wahrscheinlich ist, dass die Täter eine Tankstelle im Umfeld aufgesucht haben müssen.

Es wurde eine Anzeige wegen Diebstahls erstattet und sofort die Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Bisher konnte das Fahrzeug nicht wieder aufgefunden werden. Es werden Zeugen gesucht. Wer in der vergangenen Nacht in der Südstadt in Neubrandenburg und insbesondere in der Obodritenstraße auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen wahrgenommen hat, das Fahrzeug gesehen hat oder Angaben zum Verbleib des Fahrzeuges oder möglichen Tatverdächtigen und Tatfahrzeugen geben kann, richtet diese bitte an die Polizei in Neubrandenburg unter 0395-5582 5224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

Verkehrsunfall mit Sachschaden unter erheblichen Alkoholeinfluss und ohne Fahrerlaubnis

Am Dienstagabend, 27.10.2020, gegen 18:40 Uhr kam es auf der L281 zwischen Woldegk und Pasenow auf Höhe des Abzweiges Friedrichshöh zu einem Verkehrsunfall. Hierbei kam ein PKW VW mit polnischem Kennzeichen nach rechts von der Fahrbahn ab und streifte einen neben der Fahrbahn befindlichen Strommasten.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Eine Bürgerin stellte das verunfallte Fahrzeug im Straßengraben fest und teilte den Sachverhalt über den Notruf der Polizei mit. Der 42-jährige Fahrzeugführer entfernte sich fußläufig und torkelnd zusammen mit der 28-jährigen Beifahrerin, die noch eine Bierflasche in der Hand hielt.

Umgehend eingesetzte Funkstreifenwagen des Polizeirevieres Friedland stellten den unverschlossen PKW im Straßengraben fest. Der Fahrzeugführer konnte jedoch nicht angetroffen werden. Bei der anschließenden Nahbereichsfahndung konnten der 42-jährige Fahrzeugführer und seine 28-jährige Beifahrerin angetroffen werden, stritten aber alle Tatvorwürfe ab.

Bei den angetroffenen Personen handelt es sich um polnische Staatsbürger. Ein Atemalkoholvortest ergab bei der Beifahrerin einen Wert von 0,00 Promille. Der Fahrzeugführer hingegen brachte das Gerät zur Bestimmung des Alkoholgehalts in der Atemluft an seine Grenzen. Der Display zeigte trotz mehrmaligen Tests nur „größer als 5,5 Promille“ an, sodass das der genaue Wert unbekannt ist.

Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen bestätigte sich immer mehr das der 42-jährige den PKW tatsächlich geführt hat, auch wenn er die Vorwürfe gegenüber den Beamten abstritt. Zur weiteren Spurensicherung wurde der Kriminaldauerdienst der Polizeiinspektion Neubrandenburg hinzugezogen. Es wurde eine Blutprobenentnahme bei dem 42jährigen Fahrer durchgeführt. Während der Maßnahme räumte dieser ein nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein. Anschließend wurde der Fahrzeugführer aus der polizeilichen Maßnahme entlassen.

Der entstandene Sachschaden durch den Unfall beläuft sich auf ca. 2000 EUR. Der 42-jährige muss sich nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Verkehrsunfall mit leicht verletzter Person auf der B197

Am Dienstagnachmittag, 27.10.2020, gegen 15:35 Uhr kam es auf der B 197 kurz vor Friedland zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lkw und einem Pkw.

Eine 30-jährige deutsche Fahrerin eines Kia befuhr die Bundesstraße aus Richtung Sadelkow kommend in Richtung Friedland. Auf einer langen Geraden setzte die Fahrerin zum Überholen der vor ihr fahrenden Zugmaschine an. Beim Einscheren nach rechts kam es zur Berührung zwischen der rechten Fahrzeugseite des Kia und der vorderen linken Fahrzeugseite der Zugmaschine. In der weiteren Folge kam der Pkw ins Schleudern und stieß gegen die angrenzende Leitplanke, bevor es quer zur Fahrbahn zum Stehen kam.

Die Fahrerin des Kia wurde bei dem Unfall leicht verletzt, konnte jedoch nach kurzer Behandlung vor Ort wieder entlassen werden. Insgesamt entstand ein geschätzter Sachschaden von 6000 Euro, wobei der Pkw als wirtschaftlicher Totalschaden einzuschätzen ist.