Lösung für ein gemeinsames Miteinander gesucht

Foto: Polizeiinspektion Neubrandenburg

Mit Beginn der Sommerferien und den ersten Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich der unter Denkmalschutz stehende Aussichtspunkt Belvedere und auch der Brodaer Strand zu einem beliebten Treffpunkt der Neubrandenburger Jugendlichen etabliert. Es gibt seitdem nicht nur Beschwerden der umliegenden Anwohner über Lärm und Vandalismus, sondern vor allem über den Müll und die Abfälle, die die jungen Menschen dort oft hinterlassen. Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz und die geltende Corona-Verordnung (Abstandsgebot) wurden von der Polizei bei mehreren Kontrollen ebenfalls festgestellt.

Am Donnerstag gab es ein Gespräch zwischen Oberbürgermeister Silvio Witt gemeinsam mit der Polizei und dem Jugendamt des Landkreises. Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass es um eine einvernehmliche Lösung gemeinsam mit den Jugendlichen gehe, die alle zufrieden stellt. „Hier soll nicht mit rigiden Verboten reagiert werden. Wir wollen die Interessen der Kinder und Jugendlichen genauso berücksichtigen, wie die nötigen Aspekte des Denkmalschutzes und die Wünsche der Anwohner“, betonte Oberbürgermeister Silvio Witt. Aus diesem Grund sei man übereingekommen, dass die Mobile Jugendarbeit über das Jugendamt des Landkreises das Gespräch mit den Jugendlichen suchen wird.

„Wir wissen, dass die jungen Menschen einen Platz brauchen, um sich zu treffen, da noch viele Einrichtungen geschlossen sind“, so Silvio Witt. Möglicherweise bieten sich am Brodaer Strand Alternativen abseits zum Belvedere an. „Gleichzeitig wollen wir die Jugendlichen dafür sensibilisieren, Rücksicht auf Badegäste und Anwohner zu nehmen, den Strand sauber zu hinterlassen und ein respektvolles Miteinander zu ermöglichen. Ich bin mir sicher, dass wir das gemeinsam erreichen werden.“

Eine leicht verletzte Person nach Verkehrsunfall auf der A 20

Am Mittwochnachmittag, 12.08.2020, befuhr ein 60-jähriger deutscher Fahrzeugführer eines Transporters Mercedes gegen 16:50 Uhr die A20 zwischen den Anschlussstellen Friedland und Neubrandenburg-Ost in Fahrtrichtung Rostock.

Auf Grund eines geplatzten Reifens am linken Hinterrad kam das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Der bei dem Verkehrsunfall leicht verletzte Fahrer wurde mit einem Rettungswagen in das Klinikum Neubrandenburg eingeliefert.

Die Unfallstelle wurde für einen Zeitraum von etwa 30 Minuten voll gesperrt. Zur Beseitigung der auslaufenden Betriebsstoffe kamen die Kameraden der Feuerwehren aus Groß Miltzow und Golm zum Einsatz.

Am nicht mehr fahrbereiten Transporter entstand ein geschätzter Sachschaden in Höhe von 15.000,- Euro.

Feststellung eines Fahrzeugführers unter erheblichem Alkoholeinfluss nach Zeugenhinweis

Am Dienstagabend, 11.08.2020, befuhr ein 38-jähriger deutscher Fahrzeugführer gegen 23:30 Uhr mit seinem PKW die B96 aus Neubrandenburg in Richtung Neustrelitz. Dabei zeigte er ein so auffälliges Fahrverhalten (Schlangenlinien), dass eine hinter ihm befindliche deutsche Fahrzeugführerin die Einsatzleitstelle der Polizei informierte.

Durch das Engagement der Hinweisgeberin konnte das Fahrzeug kurz vor Neustrelitz durch Kräfte des dortigen Polizeihauptreviers angehalten und der Fahrzeugführer einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,04 Promille.

Dem betroffenen Fahrzeugführer wurde die Weiterfahrt untersagt, eine Blutprobenentnahme zur Beweissicherung angeordnet, der Führerschein beschlagnahmt und eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr von Amts wegen aufgenommen.

Die Polizei bedankt sich ausdrücklich bei der Hinweisgeberin für ihr couragiertes Handeln, da so möglicherweise Schlimmeres verhindert werden konnte.

Zwei Brände im Landkreis

Gleich zwei Brände innerhalb kürzester Zeit beschäftigten die Polizeibeamten des Polizeihauptreviers Waren am 11.08.2020 in den frühen Abendstunden.

Gegen 17:20 Uhr wurde bekannt, dass an der B 192 bei Schmortburg eine Strohpresse brennt. Durch das Feuer geriet zusätzlich ca. 1 ha Stoppelacker in Brand. Die eingesetzten 25 Kameraden der umliegenden drei Freiwilligen Feuerwehren aus Penzlin, Groß Vielen und Marihn konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Der Schaden wird auf ca. 10.000 EUR geschätzt, Personen wurden nicht verletzt. Nach jetzigem Ermittlungsstand kann von einem technischen Defekt ausgegangen werden.

Um 18:33 Uhr wurde der Polizei ein brennender PKW auf dem Parkplatz vom Güterbahnhof in Waren gemeldet. Beim Eintreffen der Beamten konnte ein qualmender PKW festgestellt werden. Durch die Polizeibeamten und im Anschluss durch die eintreffende Freiwillige Feuerwehr Waren, die mit insgesamt 19 Einsatzkräften und 4 Fahrzeugen zum Einsatz kam, konnte ein größeres Feuer verhindert werden. Zur Ursache des Brandes können bisher keine Aussagen getroffen werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 2.000 EUR.

Achtung Rollsplit – zwei Verkehrsunfälle mit verletzten Personen auf der L25

Am Dienstagvormittag, 11.08.2020, ist es auf der L25 zu zwei Verkehrsunfällen gekommen, da zwei Fahrzeugführer beim Befahren einer Kurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben. Auf der betroffenen L25 ist Rollsplit verteilt, mit einem Warnhinweisschild wird darauf hingewiesen. Der Rollsplit könnte eine mögliche Unfallursache sein.

Gegen 07:05 Uhr kam ein 28-jähriger deutscher Fahrzeugführer auf der L25 bei Blankenförde in einer Kurve von der Fahrbahn ab und verunfallte. Der 28-Jährige wurde verletzt und musste mit dem Rettungswagen in das Neustrelitzer Krankenhaus gebracht. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Schaden wird auf ca. 15.000 Euro geschätzt. Zur Bergung des Fahrzeuges musste die Straße kurzzeitig gesperrt werden.

Gegen 11:00 Uhr kam eine 51-jährige Fahrzeugführerin in der Ortschaft Useriner Mühle mit ihrem Fahrzeug in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und überschlug sich in der Folge mehrfach. Die 51-Jährige wurde in ihrem Transporter eingeklemmt und musste von der Kameraden der umliegenden freiwilligen Feuerwehren befreit werden. Sie erlitt durch den Unfall so schwere Verletzungen, dass sie mit dem Rettungshubschrauber in das Neubrandenburger Klinikum gebracht werden musste. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Schaden wird auf ca. 10.000 Euro geschätzt. Zur Unfallaufnahme, Bergung des Fahrzeuges und Reinigung der Fahrbahn musste die Straße bis ca. 13.00 Uhr vollgesperrt werden.

Ergänzende Infos zum tragischen Unfall durch den Abriss einer Starkstromleitung

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg kam am heutigen Dienstag ein Brandursachenermittler zum Einsatz. Im Ergebnis dessen stellte der Brandursachenermittler fest, dass es einen technischen Defekt im Bereich des Motorraumes gegeben hat. Auf Grund dessen ist das Feuer ausgebrochen. Fremdeinwirkung, also eine Brandstiftung wird ausgeschlossen.

Auf Grund mehrfacher Nachfragen kann zu den Personalien gesagt werden, dass die 22-jährige tödlich Verunglückte aus dem bayrischen Landkreis Weilheim-Schongau und die beiden 17- und 19-jährigen Helfer aus der oberpfälzischen Stadt Weiden kommen. Der 47-jährige Wohnmobilbesitzer kommt aus Baden-Württemberg.

Tragischer Unfall durch Abriss einer Starkstromleitung

Am Montagabend, 10.08.2020, gegen 22:50 Uhr ist es in der Nähe des Malkwitzer Sees (bei Hohen Wangelin) zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem eine Person tödlich verunglückt ist. Nach bisherigen Erkenntnissen parkte ein Wohnmobil auf einem nicht ausgewiesenen Campingplatz an dem besagten See unter einer Hochspannungsleitung. Aus bisher unbekannter Ursache geriet der Wohnwagen in Brand. Durch die starke Hitzeentwicklung riss die Hochspannungsleitung und fiel auf das Wohnmobil.

Eine 22-jährige deutsche Urlauberin, die wegen des Brandes helfen wollte, wurde in Folge der abgestürzten Hochspannungsleitung so stark verletzt, dass sie trotz sofort eingeleiteter erster Hilfsmaßnahmen noch vor Ort verstarb. Zwei 17- und 19-jährige deutsche Urlauber aus Bayern leisteten erste Hilfe bei der Verletzten und wurden dabei ebenfalls leicht verletzt. Sie wurden zur medizinischen Untersuchung in das Klinikum Güstrow gebracht. Der 47-jährige deutsche Nutzer des Wohnmobils wurde bei dem Versuch der Löschmaßnahmen ebenfalls leicht verletzt und musste medizinisch behandelt werden.

An dem Wohnmobil entstand ein Schaden von ca. 15.000 Euro. Die Polizei schließt derzeit Fremdeinwirkung aus und hat, wie üblich, ein Todesermittlungserfahren eingeleitet.