1000. Nachbarschaftshelfer/in für M-V gewonnen

Seit über einem Jahr leben wir unter den Bedingungen der Corona-Pandemie. Alle Bereiche unseres Alltags sind mehr oder weniger davon betroffen. Dabei sind ältere und pflegebedürftige Menschen besonderen Belastungen ausgesetzt. Ihre Versorgung und Pflege sicherzustellen ist eine gesellschaftliche Aufgabe, an deren Realisierung verschiedene Leistungsanbieter und Instanzen mitwirken.

So sind auch ehrenamtliche Nachbarschaftshelferinnen und- helfer im Auftrag der Pflegekassen im Einsatz. Beispielsweise können sie im Haushalt unterstützen, Einkäufe erledigen, Arzt- oder Behördentermine begleiten, vorlesen oder gemeinsame Spaziergänge anbieten.

Die Nachbarschaftshelferinnen und- helfer  werden im Rahmen von obligatorischen Kursen auf Grundlage der „Unterstützungsangebotelandesverordnung M-V“ qualifiziert. In einem Grundkurs erhalten sie allgemeine Kenntnisse im Umgang mit den zu betreuenden Menschen, Informationen zum Netzwerk Pflege und Anleitung zur Abrechnung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit mit den Pflegekassen.

Die Kursteilnahme ist Voraussetzung zur Nutzung des Entlastungsbetrages nach §45 b SGB XI für einen pflegebedürftigen Menschen.

Am 12.04.2021 wurde der oder die 1000. Nachbarschaftshelfer/- in geschult.

Wichtig ist: die Kurse werden auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen fortgeführt und zwar in der Kombination von Telefonkonferenz und Online-Kurs. Federführend tätig sind dabei die Pflegestützpunkte, welche für die Fragen der Nachbarschaftshelfer vor, während und nach dem Grundkurs zur Verfügung stehen.

PC-Grundkenntnisse und vor allem ein stabiles WLAN sind unabdingbare technische Voraussetzungen zur Teilnahme am Online-Kurs. Interessenten an der Nachbarschaftshilfe und an einem Grundkurs können sich in den vier Pflegestützpunkten unseres Landkreises telefonisch anmelden:
Pflegestützpunkt Demmin 0395  570 87 4750
Pflegestützpunkt Neubrandenburg 0395  570 87 5752
Pflegestützpunkt Neustrelitz 03981  262 90 64
Pflegestützpunkt Waren 0395  570 87 2331

Weitere Informationen können auch auf der Homepage www.PflegestuetzpunkteMV.de   nachgelesen werden.

Erfolgsmodell – zehn Jahre Pflegestützpunkte in MV

Im März 2011 hat in Pasewalk der erste Pflegestützpunkt Mecklenburg-Vorpommerns seine Arbeit aufgenommen. Heute, zehn Jahre später, gibt es 19 Beratungsstellen im ganzen Land. Das Besondere an ihnen ist, dass sie eine neutrale und kostenlose Sozial- und Pflegeberatung unter einem Dach vereinen. Deshalb sind sie auch als erste Anlaufstelle der Menschen im Land für alle Fragen rund um die Themen Pflege und Alter etabliert. Die Nachfrage dazu ist immens.

Eine Erfolgsgeschichte

Nach intensiver Aufbauarbeit stehen die Pflegestützpunkte im Land heute hervorragend da. Allein im vergangenen Jahr führten die rund 55 Pflege- und Sozialexperten der Stützpunkte auch in Zeiten der Corona-Pandemie rund 45.000 Gespräche und Beratungen durch. Für Sozialministerin Stefanie Drese sind die Pflegestützpunkte eine Erfolgsgeschichte. In einer Videobotschaft anlässlich des Jubiläums bedankte sie sich bei allen Beteiligten für die hervorragende Arbeit: „Unsere Pflegestützpunkte sind ein ganz wichtiger Baustein in der Pflegelandschaft unseres Landes. Denn unser gemeinsames Ziel ist es vor allem, dass diejenigen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, dennoch ein möglichst selbstbestimmtes Leben zuhause führen können. Ambulant vor stationär heißt unser pflegepolitisches Leitmotiv. Die Pflegestützpunkte sind dabei zu einem Dreh- und Angelpunkt mit einer flächendeckenden Beratungsstruktur geworden“, betonte Drese.

Die Ministerin dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten und hebt in ihrem Video-Grußwort hervor: „Sie geben jeden Tag den Pflegestützpunkten ein Gesicht. Sie sind kompetent, fachkundig und empathisch. Hilfesuchende müssen einen tiefen Einblick in ihr Leben und das ihrer Angehörigen zulassen. Deshalb hat Ihre Arbeit auch ganz wesentlich mit Vertrauen zu tun. Denn ohne gengenseitiges Vertrauen und Einfühlungsvermögen für die Nöte und Sorgen der Rat- und Hilfesuchenden funktioniert eine gute Beratung und Begleitung nicht.“

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Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Nachdem das Gesundheitsamt ein Abklingen des Infektionsgeschehens für die Senioren- und Pflegeheime melden kann, die Ende des Jahres mit hohen Infektionszahlen kämpften, sind nun in zwei Senioren- und Pflegeheimen in Neubrandenburg Infektionen festgestellt worden.

In einer der Einrichtungen sind ein Bewohner und ein Mitarbeiter und in der anderen drei Bewohner und zwei Pflegekräfte positiv getestet worden. Die entsprechenden Hygienemaßnahmen und Regelungen sind eingeleitet worden.

Im Gesundheitsamt gehen die Amtsärzte davon aus, dass in den nächsten Tagen dort weitere Ansteckungen festgestellt werden.

Arbeitsagentur und Landkreis arbeiten Hand in Hand – und werben gemeinsam um freiwillige Helfer, die in Alten- und Pflegeheimen entlasten

Arbeitsagentur und Landkreis arbeiten Hand in Hand und werben gemeinsam um freiwillige Helfer, die in Alten- und Pflegeheimen Bewohner und Personal auf das Coronavirus testen. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation: Die Heime werden entlastet. Und Bezieher von Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld können dazuverdienen.

In der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 05.01.2021 zum Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie ist vereinbart worden, besondere Schutzmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen zur Wahrung der Gesundheit der Bewohner/innen und Beschäftigten zu treffen.

Im Kern steht eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in den Heimen sowie für Besucher/innen von Alten- und Pflegeheimen. Vielfach haben die Heime in der Mecklenburgischen Seenplatte Teststationen im Eingangsbereich eingerichtet. Doch das bindet Personal. Eine Pflegekraft, die am Eingang Tests von Besuchern abnimmt, kann während dieser Zeit keine pflegerischen Tätigkeiten übernehmen.

Und genau diese Lücke könnten Freiwillige schließen, in dem sie das Pflegepersonal als Helfer bei den Schnelltests entlasten. Aber das sei nur ein Beispiel von vielen, erklärt Thomas Müller, Leiter des Verwaltungsstabs und 2. Stellvertretender Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte: „Zusätzliche Hände, aufmerksame und freundliche Helfer werden auch bei vielen täglichen Aufgaben gebraucht. So im Eingangsbereich, bei der Essenverteilung, beim Betten machen, beim Zuhören. Damit würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heime deutlich entlastet, die die pflegerischen Leistungen auszuführen haben.“

„Wir hoffen sehr, qualifizierte Helfer aus der Region zu finden, die Heime bei der Arbeit unterstützen“, bittet Thomas Besse, Chef der Agentur für Arbeit Neubrandenburg. Und weiter sagt er: „Auch Beschäftigte in Kurzarbeit müssen Gehaltseinbußen hinnehmen, während die laufenden Kosten im Alltag weiterbezahlt werden müssen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder die andere das Kurzarbeitergeld durch so eine Helfertätigkeit aufstocken möchte und so Lohneinbußen abgefedert werden können.“

Wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber-Service – Interessierte können sich in der an den Arbeitgeberservice – von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis – unter der gebührenfreien Service-Hotline 0800 4 555520 wenden. Hier erhalten Bezieher von Arbeits-oder Kurzarbeitergeld auch Informationen, ob und gegebenenfalls wie der Hinzuverdienst angerechnet wird.

Corona: Aktuelle Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Weil sich immer mehr Menschen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit dem Corona-Virus anstecken, hat Landrat Heiko Kärger weitere Einschränkungen verfügt, um die Ausbreitung zu mildern. Für die Amtsbereiche, in denen in den zurückliegenden Tagen Pflegeheime, Pflegedienste, Gesundheitseinrichtungen und Schulen vermehrt Infektionen aufgetreten sind, gelten nun besondere Regeln. Das betrifft die Einwohner in den Gemeinden der Amtsbereiche Friedland, Woldegk und Stargarder Land.

Die 22. Allgemeinverfügung, die am 27. November in Kraft getreten ist, schränkt in diesen genannten Regionen die Besuche in vollstationären Pflegeeinrichtungen ein. So dürfen Besuche nur in dafür vorgesehenen Besucherzimmern stattfinden, in denen die Hygieneregeln eingehalten werden. Dazu gehören unter anderem die Desinfektion von Händen und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Besucher sind auf kürzestem Wege vom Personal der Einrichtung zu dem Besucherzimmer zu geleiten. Ausnahmen sind möglich, wenn beispielsweise der Heimbewohner nicht in der Lage ist, sein Zimmer zu verlassen, oder wenn er ein Einzelzimmer bewohnt.

„Wir sehen uns zu dieser Maßnahme gezwungen, weil wir verhindern wollen, das in weitere Pflegeheime im Nordosten unseres Landkreises Covid-19 hineingetragen wird“, sagte Landrat Heiko Kärger zur Begründung der neuen Festlegungen. Die meisten Ansteckungen seien „von draußen“ gekommen. Das könne man weitestgehend verhindern, wenn alle aufmerksamer und zum Schutz der Heimbewohner rücksichtsvoller mit der Situation umgehen.

Eine weitere Allgemeinverfügung betrifft den Freizeitsport. „Wir müssen in den genannten 3 Amtsbereichen die Sporthallen und anderen Sportstätten für den Jugend- und Freizeitsport schließen“, so der Landrat. Das betrifft den Trainings- und den Wettkampfbetrieb. Ausschließlich Sportunterricht darf stattfinden. Im Freien kann Sport getrieben werden, sofern er individuell oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands abläuft. „Oder anders gesagt: Joggen und Walken sind natürlich nicht verboten“, betonte Heiko Kärger.

Ihm sei bewusst, dass die Schließung der Sporthallen für den Freizeitsport für die Kinder und Jugendlichen in den Sportvereinen in diesen Zeiten eine zusätzliche herbe Belastung ist. „Aber wir haben zurzeit das Problem, dass in der Freizeit die Ansteckungen über diese Durchmischung in andere Schulen und Kitas gelangen. Das macht die Nachverfolgung von Kontakten immer schwieriger und vor allem trägt das zur schnellen Verbreitung des Virus bei“, erklärte der Landrat.

Die Allgemeinverfügung zur Schließung der Sporthallen für den Freizeitsport in den Amtsbereichen Friedland, Woldegk und Stargarder Land tritt am kommenden Montag, den 30. November 2020, in Kraft. Beide Verfügungen sind auf der Internetseite des Landkreises bekannt gemacht.

In Zusammenhang mit dem Geschehen im Pflegeheim in Friedland wurden am Mittwochabend und am Donnerstag 19 weitere Bewohner und 4 Mitarbeiter positiv gemeldet. Es handelt sich um die Ergebnisse einer Reihenuntersuchung im Heim. Das Geschehen ist bisher im Wesentlichen auf einen Wohnbereich beschränkt.

In der Kooperativen Gesamtschule in Altentreptow müssen ab heute, wegen der Infektion eines Lehrers und eines Schülers, die Schüler der Klassenstufe 10 und 6 weiterer Klassen in die Quarantäne gehen.

Ethische Fragestellungen bei der Altenpflegeausbildung gestern und heute

Die dritte Vorlesung an besonderen Orten im Jahr 2020 mit dem Thema „Pflege und Gesundheit im dritten Reich – Ethische Fragestellungen gestern und heute“ findet in der Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse in Alt Rehse statt. Die Hochschule Neubrandenburg lädt alle Interessierten zu dieser kostenfreien Veranstaltung ein.

Prof. Gahlen-Hoops von der Hochschule Neubrandenburg hält einen Vortrag zur Pflegeausbildung zur Zeit der Nationalsozialisten im dritten Reich. Weiterhin werden die heutige Ausbildung von Pädagogen in der Pflege / „Nursing“ und der Altenheilkunde thematisiert. Zum Programm gehören ein moderierter Rundgang über den Gedenkort Alt Rehse und eine Diskussion mit den Gästen zu ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Gesundheit und Pflege älterer Menschen. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 begrenzt, wird aber ins Internet übertragen: https://www.youtube.com/user/HsNbTv.

Wann: Dienstag, 6. Oktober 2020
Beginn: 17:00 Uhr mit der Führung über den Gedenkort
Wo: 17217 Alt Rehse, Erinnerungs- Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse, Koordinaten zur Anreise (https://routing.openstreetmap.de/?z=13¢er=53.512347%2C13.168488&loc=53.497011%2C13.167781 ) (openstreetmap)

Zum Anmeldeformular
Die Vorlesung wird zu Dokumentationszwecken gefilmt und für das Bürgerradio NB-Radiotreff 88,0 aufbereitet. Die Veranstaltung findet im Freien bzw. überdacht mit Sitzen vor dem Gebäude statt.

Pflege studieren – in Neubrandenburg

Jetzt, zum Wintersemester 2020/2021 bietet die Neubrandenburger Hochschule als eine von drei Hochschulen in Norddeutschland erstmalig das berufsanerkennende Studium zur Pflegefachperson (B.Sc.) an.

In 6 Semestern qualifizieren sich die Studierenden für die generalistische Pflege in allen Bereichen (u. a. Krankenhaus- und Rehabilitationswesen und Einrichtungen der Altenhilfe.)

Es sind noch einige Studienplätze frei!

Interessenten informieren sich auf der Webseite der Hochschule unter https://www.hs-nb.de/studiengaenge/bachelor/nursing-bsc/ oder nehmen Kontakt zur Studiengangskoordinatorin Frau Mara Schubert auf.
Telefon: 0395 5693 3210
E-Mail: mschubert@hs-nb.de