Verfassungsfeindliche Schmiererei in Neubrandenburg

Am Donnerstag, 06.08.2020, wurden Beamte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg in den Markscheiderweg gerufen.

Unbekannte Täter hatten ein unbewohntes und stark renovierungsbedürftiges Wohngebäude beschmiert. An die Holzbarrikaden vor den Türen des leerstehenden Hauses hatten die Täter mittels roter Sprühfarbe Hakenkreuze und den Schriftzug „Migranten sind Feinde“ angebracht. Das Gebäude befindet sich gegenüber der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber.

Da ein Eigentümer vor Ort nicht bekannt gemacht werden konnte, machten die Polizeibeamten die Graffiti mittels Markierungsspray unkenntlich. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass sich die Schmiererei seit mindestens 20.07.2020 an den Absicherungen befinden. Eine Schadenshöhe ist nicht bekannt. Hinweise auf Tatverdächtige konnten nicht erlangt werden.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hat die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte an die Einsatzleitstelle unter 0395 5582 2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Täter mit gestohlenem E-Bike durch Ortungs-App verfolgt

Am 08.07.2020 gegen 14:30 Uhr ist es in der Salvador-Allende-Straße in Neubrandenburg zum Diebstahl eines hochwertigen E-Bikes gekommen, welches durch eine eingebaute GPS-Ortungstechnik unmittelbar nach dem Diebstahl geortet und wenig später sichergestellt werden konnte.

Zum Sachverhalt kann gesagt werden, dass sich die Geschädigte am Nachmittag zur ärztlichen Behandlung im Neubrandenburger Klinikum aufhielt. Ihr neues E-Bike, welches die Geschädigte erst am Vortag gekauft hatte, sicherte sie während dessen in einem Fahrradständer. Aufgrund des hohen Sachwertes des Fahrrades von 4500,-EUR hatte die Geschädigte für den Fall eines Diebstahls entsprechende GPS-Technik anbauen lassen. Über eine Ortungs-App erhielt die Geschädigte plötzlich während ihres Termins im Krankenhaus die Mitteilung, dass ihr Fahrrad entwendet wurde und sich das Fahrrad in Richtung Hinterste Mühle bewegt. Als die Geschädigte nachsah und sich der Diebstahl bestätigte, informierte sie umgehend die Polizei.

Gemeinsam mit den Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg nahm die Geschädigte die Verfolgung ihres E-Bikes bis nach Carlshöhe und von dort weiter in einen Wald auf. Im Wald trafen die Beamten dann auf zwei Zeuginnen die angaben, dass soeben eine Person auf einem E-Bike, welches zur Beschreibung des entwendeten Fahrrades passte, in das Waldstück in Richtung Burg Stargard gefahren ist.

Die Zeuginnen beschrieben den Tatverdächtigen wie folgt:

  • männlich
  • stämmig
  • dunkel bekleidet
  • hat eine Glatze

Nachdem die Beamten etwa 600 Meter in den Wald gefahren waren, konnte der Beschuldigte mit dem E-Bike aus der Ferne gesichtet werden. Der Beschuldigte flüchtete daraufhin abseits des Waldweges in den Wald hinein. Eine fußläufige Verfolgung durch die Beamten verlief negativ und der Beschuldigte entkam. Anhand der Ortungs-App stellte sich heraus, dass sich das Fahrrad immer noch im Nahbereich befand. Bei einer Suche konnte es aufgefunden und zum Zweck der kriminaltechnischen Untersuchung sichergestellt werden.

Aufgrund der Täterbeschreibung haben die Beamten bereits eine männliche Person, die bereits mehrfach polizeilich mit Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten ist, in Verdacht. Die Ermittlungen zum Sachverhalt wurden im Kriminalkommissariat Neubrandenburg aufgenommen und dauern an.

Parkplatz-Streit mit ausländerfeindlicher Beschimpfung

Dienstag Abend ist es gegen 21:00 Uhr im Juri-Gagarin-Ring in der Neubrandenburger Oststadt zu einem Streit zwischen einem Pärchen und einem Mann auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes gekommen.

Der 56-jährige deutsche Tatverdächtige soll den 24 Jahre alten Geschädigten mit „Du scheiß Ausländer“ beleidigt haben. Der junge Mann ist deutscher Staatsangehöriger und stammt aus dem Kosovo. Der Beschuldigte soll den 24-Jährigen zudem bespuckt und ihn mit dem Tod bedroht haben, indem er mit dem Zeigefinger entlang seines eigenen Halses strich und somit andeutete, dem Geschädigten den Hals durchschneiden zu wollen.

Das Opfer wählte den Notruf. Die Beamten des Hauptreviers Neubrandenburg konnten den Tatverdächtigen vor Ort feststellen und führten sowohl mit ihm als auch mit den deutschen Zeugen des Geschehens eine erste Befragung durch. Zu der Auseinandersetzung soll es nach derzeitigen Erkenntnissen gekommen sein, weil sich der Beschuldigte über die Parkposition der kosovarischen Freundin des Opfers geärgert hatte.

Gegen den Tatverdächtigen wird nun durch die Kripo Neubrandenburg wegen Beleidigung, Bedrohung und einfacher Körperverletzung ermittelt. Wer ebenfalls sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall machen kann, wendet sich bitte an die Einsatzleitstelle unter 0395/55822224, die Internetwache der Landespolizei MV unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Verkehrsunfall mit drei leicht verletzten Personen

Am Sonntagnachmittag, 05.07.2020, gegen 15:50 Uhr kam es an der Kreuzung Carlshöher Straße / Lindenhofer Straße in Neubrandenburg zu einem Verkehrsunfall mit drei leicht verletzten Personen.

Die 57-jährige deutsche Fahrzeugführerin eines Citroen befuhr die Carlshöher Straße und beabsichtigte geradeaus über die Kreuzung in die Quarzstraße zu fahren. Hierbei missachtete sie das Haltegebot an der Kreuzung und übersah den PKW Rover einer 54-jährigen Deutschen, die von der Lindenhofer Straße in Richtung Steinstraße unterwegs war. Es kam zum Zusammenstoß zwischen den beiden PKW.

Die Fahrzeugführerin des Rover, ihre 15-jährige Beifahrerin und die Citroen-Fahrerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Ein bei der 57-jährigen Unfallverursacherin durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,99 Promille. Daraufhin wurde bei ihr eine Blutprobenentnahme durchgeführt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung wurde eingeleitet.

Beide PKW waren durch den Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppunternehmen geborgen werden. Der entstandene Gesamtsachschaden beträgt ca. 30.000 Euro.

Mehrfacher Notrufmissbrauch in Neubrandenburg – drei Jugendliche ermittelt

In der Zeit vom 30.06.2020 23:25 Uhr bis 01.07.2020 ca. 01:55 Uhr haben nach jetzigem Ermittlungsstand drei tatverdächtige Jugendliche mehrfach missbräuchlich den Notruf gewählt und damit vier Einsätze der Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg und in einem Fall auch der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg ausgelöst.

Bei dem ersten Anruf gegen 23:25 Uhr teilte ein Hinweisgeber mit, dass es auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Neubrandenburger Oststadt zu einer körperlichen Auseinandersetzung mehrerer Personen gekommen ist. Die eingesetzten Beamten konnten keine Personen vor Ort feststellen.

Bei einem zweiten Anruf gegen 00:20 Uhr wurde per Notruf mitgeteilt, dass sich angeblich zwei Personen auf dem Parkplatz eines Discounters, ebenfalls in der Neubrandenburger Oststadt, schlagen. Auch dort hatten die Beamten keine Feststellung.

In einem dritten Anruf um 01:20 Uhr meldete ein Hinweisgeber, dass es zu einem Handtaschenraub in der Oststadt gekommen sein soll. Die Täter sollten laut Hinweisgeber in Richtung Klinikum geflüchtet sein. Auch dieser Sachverhalt bestätigte sich nicht.

Ein vierter Sachverhalt wurde gegen 01:55 Uhr der Rettungsleitstelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte gemeldet. Ein Hinweisgeber teilte eine Rauchentwicklung auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Oststadt mit. Neben der Feuerwehr, die mit drei Fahrzeugen ausrückte, wurde auch eine Funkstreifenwagenbesatzung zum Einsatz gebracht. Vor Ort konnte keine Rauchentwicklung festgestellt werden.

Im Rahmen der anschließenden Bestreifung des Gebietes konnten durch die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg wenig später drei tatverdächtige deutsche Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren in der Ziolkowskistraße angetroffen und überprüft werden. Die Mobiltelefone der Tatverdächtigen wurden sichergestellt und überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass mit allen drei Telefonen die Notrufe getätigt wurden. Weitere Notrufe gab es in der Nacht nicht mehr!

Die Ermittlungen gegen die drei Jugendlichen wurden wegen des Verdachts des Notrufmissbrauchs aufgenommen und dauern an.

Nach Einbruchsserie bei Hehler durchsucht

Donnerstag Vormittag haben Ermittler des Fachkommissariats 2 der Kripo Neubrandenburg in der Oststadt bei einem mutmaßlichen Hehler Räume durchsucht.

Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der Einbruchsserie in Neubrandenburg, bei der vor allem Anfang des Jahres eine serbische Bande in der Regel tagsüber in etliche Wohnungen eingedrungen war. Die mutmaßlichen Einbrecher sitzen bereits seit Längerem in U-Haft.

Der mutmaßliche Hehler ist Serbe und 50 Jahre alt. Bei ihm wurden mehrere Schmuckstücke gefunden, die damals bei den Einbrüchen unter anderem aus den Wohnungen gestohlen worden waren. Er wird verdächtigt, das Diebesgut von der Bande abgekauft und bis dato auch schon teilweise wieder weiter verkauft zu haben.

Die nun noch übrigen Diebeswaren werden nach Möglichkeit den Opfern zurückgegeben.

Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person in Neubrandenburg

Am Dienstag, 23.06.2020, gegen 16:55 Uhr, ereignete sich der Villejuifer Straße in Neubrandenburg ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einer Fußgängerin.

Der 78-jährige Fahrzeugführer eines Renault hatte am späteren Unfallort die Absicht, seinen Pkw in einer freien Parkfläche abzustellen. Aufgrund einer dort am rechten Fahrbahnrand befindlichen Hecke ließ er seine 89-jährige Beifahrerin vor dem beabsichtigten Einparkmanöver aus dem Fahrzeug aussteigen. Beim anschließenden Rückwärtsfahren in die Stellfläche übersah er seine Beifahrerin.

Die Frau wurde in der Folge vom einparkenden Fahrzeug erfasst und zwischen diesem und einem dahinter abgestellten Transporter eingeklemmt. Sie erlitt Verletzungen an den Beinen und wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von ca. 1500 Euro.