Bürgerempfang zum Stadtgeburtstag

Anlässlich des Stadtgeburtstages am 4. Januar wird traditionell zum Bürgerempfang in die Konzertkirche eingeladen. Engagierte Bürger werden für ihre ehrenamtliche Arbeit durch Stadtpräsident Dieter Stegemann gewürdigt. Oberbürgermeister Silvio Witt ehrt ein Unternehmen der Stadt. Die Auszeichnungen sind mit einem Eintrag ins Ehrenbuch der Stadt verbunden.

Nachfolgend die Ehrungen und die Rede von Oberbürgermeister Silvio Witt anlässlich des 772. Stadtgeburtstages.
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Bürgerempfang zum Stadtgeburtstag

Anlässlich des Stadtgeburtstages am 4. Januar wird traditionell zum Bürgerempfang in die Konzertkirche eingeladen.

Oberbürgermeister Silvio Witt wird auf das vergangene Jahr zurückblicken und berichten, welche Herausforderungen im neuen Jahr anstehen. Engagierte Bürger werden für ihre ehrenamtliche Arbeit durch Stadtpräsident Dieter Stegemann gewürdigt.

Für einen kulturellen Rahmen sorgen die Tänzerinnen der Tanzaktion sowie die Band „Mosaik“. Nach dem Programm ist Gelegenheit, mit Stadtvertretern des Rathauses ins Gespräch zu kommen.

Beginn ist um 17 Uhr in der Konzertkirche.

NEIN zu Gewalt an Frauen

Foto: Stadt Neubrandenburg

Am Montag war der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Dabei handelt es sich um einen Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt nahm diesen Tag zum Anlass, um die Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ an der Stadtverwaltung in der Lindenstraße 63 zu hissen. Die Fahne weht dort für eine Woche.

Bereits im Oktober vertrat Oberbürgermeister Silvio Witt als Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages die Kommunen bei den Verhandlungen mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und den Ministerinnen der Länder. Im Ergebnis der Sitzung wurde sich für mehr und besser ausgestattete Frauenhäuser und Beratungsstellen ausgesprochen. Der Bund will rund 120 Millionen Euro in den kommenden Jahren dafür bereitstellen.

„Jegliche Form von Gewalt gegen Frauen ist inakzeptabel. Von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder brauchen schnellen und unbürokratischen Schutz. Wir wollen gemeinsam mit Bund und Ländern Prävention und Hilfsangebote verbessern“, so Oberbürgermeister Witt.

Im Kulturpark starten die Bauarbeiten

In Neubrandenburg hat Mittwoch mit einem kleinen Festakt die Neugestaltung des Kulturparkeingangs am Friedrich-Engels-Ring/Neustrelitzer Straße begonnen. Oberbürgermeister Silvio Witt durfte als Erster die Baggerschaufel in die Erde setzen.

Der Kulturparkeingang wird im Rahmen des Projektes „Event- und Kulturpark Neubrandenburg und Koszalin“ neugestaltet. Neubrandenburg und die polnische Partnerstadt Koszalin können dabei im Rahmen des Interreg Va Kooperationsprogramms Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polska auf Fördermittel zurückgreifen. Während die Vier-Tore-Stadt ihr Hauptaugenmerk auf den Kulturpark richtet, revitalisiert Koszalin seinen Park der Pommerschen Herzöge und die dortige Freilichtbühne.

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Symbolischer 1. Spatenstich "Sanierung Regionalschule Nord"

Schüler und Lehrer enthüllten gemeinsam mit Bildungsministerin Bettina Martin, Stadtpräsident Dieter Stegemann und Oberbürgermeister Silvio Witt das Bauschild.

Mit der Enthüllung des Bauschildes begannen heute die Sanierungsarbeiten an der Regionalschule Nord. Das Schulgebäude wird umfassend saniert. Mit Hilfe von Städtebaufördermitteln im Rahmen des Programms „Die Soziale Stadt“ werden insgesamt 9,3 Millionen Euro (davon 6,4 Millionen Euro Städtebaufördermittel) investiert. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 24 Monate dauern, so dass im 4. Quartal 2021 Schüler und Lehrer wieder einziehen können.

Mit der Regionalschule Nord werden Kapazitäten für die schulische Versorgung der Stadtgebiete Vogelviertel, Reitbahnviertel, Industrieviertel und Datzeberg geschaffen. Am Schulcampus Nord in der Traberallee wurden bereits die Turnhalle mit rund 2,7 Millionen Euro und die Grundschule Nord mit rund 5 Millionen Euro saniert und zur Nutzung übergeben.

Fotos: Stadt Neubrandenburg

Im Zuge der Sanierung erfolgt die Anpassung und Ergänzung der Raumstrukturen für die Nutzung des Gebäudes als Regionalschule mit allen sozialen Funktionen einer Ganztagsschule sowie die Herstellung des bautechnischen Brand-, Schall- und Wärmeschutzes.

Die zwei Hauptgebäude werden saniert, der bestehende Verbindungsbau wird abgebrochen. In dem Zwischenraum der beiden Plattenbauten entsteht ein Foyer und eine Aula, die die verschiedenen Nutzungen miteinander verbindet. Der bisherige Schuleingang wird im Zuge der Sanierung in den Verbindungsbau integriert und barrierefrei hergestellt. Durch einen Aufzug im Neubau, der Anordnung von Behinderten-Toiletten und durch schwellenlose Ausbildung der Übergänge wird die Schule barrierefrei.

 

Rede des Oberbürgermeisters Silvio Witt anlässlich der Gedenkstunde des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Rede des Oberbürgermeisters Silvio Witt anlässlich der Gedenkstunde des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Stadt Neubrandenburg und der Bundeswehr
Sonntag, 17. November 2019, 14 Uhr Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen

Sehr geehrter Brigadegeneral Durst,
sehr geehrter Peter Modemann, als Vorsitzender des Regionalverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Neubrandenburg,
sehr geehrter Militärdekan Lorek,
sehr geehrte Gäste,
liebe Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger,

„Frieden braucht Mut“ hat der Volksbund in diesem Jahr zur Überschrift seines 100-jährigen Bestehens gewählt. Vor 100 Jahren war die Aussöhnung erbitterter Kriegsgegner ein wichtiger Aspekt seiner Arbeit. Solche Feindschaften, wie damals etwa zwischen Frankreich und Deutschland, finden wir im heutigen Europa kaum noch. Populistische Strömungen, Finanzkrisen und der Streit um Beitragszahlungen stellen die Einigkeit in der Europäischen Union dennoch auf harte Proben. Trotzdem rechnet kaum jemand unter uns damit, dass es in der Zukunft wieder zu bewaffneten Konflikten europäischer Staaten kommen könnte.

Weltweit ist der Optimismus wohl kaum so groß. Ob beim Bürgerkrieg im Jemen, im indisch-pakistanischen Konflikt, den Auseinandersetzungen afrikanischer Volksgruppen oder bei blutigen Aufeinandertreffen von Paramilitärs in Lateinamerika, die Zahl bewaffneter kriegerischer Handlungen ebbt nicht ab. Tausende ziviler Opfer machen es uns schwer, von Frieden in der Welt zu sprechen.

„Frieden braucht Mut“, was das bedeutet, darauf müssen wir alle, jeder Einzelne für sich, die richtige Antwort finden. Im Kleinen mag das bedeuten, verletzenden Worten, Hass auf andere Menschen, Wut und Gewalt entgegen zu treten. Wir sind aufgefordert, Offenheit, Toleranz und ein konstruktives und respektvolles Miteinander zu pflegen. Das kann uns hier, auch in Neubrandenburg ein besseres und friedlicheres Leben ermöglichen. Internationale Konflikte wird unser freundlicher Umgang miteinander allein nicht entschärfen.

Wir organisieren diesen heutigen Tag und das Gedenken hier in Fünfeichen traditionell in enger Partnerschaft mit der Bundeswehr. Umso bedeutsamer fühlen sich für mich und sicher auch für viele Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburg die Auftritte der Verteidigungsministerin in den vergangenen Tagen an. Sie hat daran erinnert, dass die Bundeswehr aus der Mitte unserer Gesellschaft kommt. Dass die Soldatinnen und Soldaten genau wie ihre Veranstaltungen deutlicher Teil unserer Öffentlichkeit sein sollten. In Neubrandenburg haben wir dies mit zahlreichen Partnerschaftsaktionen mit der Panzergrenadierbrigade 41 immer gelebt, ob mit Kommandoübergaben auf dem Marktplatz, der Präsenz der Einheit beim Vier-Tore-Fest oder dem Engagement der Soldatinnen und Soldaten für soziale Einrichtungen in der Stadt, etwa mit dem vorweihnachtlichen Benefizkonzert zugunsten des DRK.

Ohne den Einsatz mutiger Männer und Frauen in Uniform wird der weltweite Frieden kaum zu erreichen sein, das ist meine Überzeugung. Ihnen Respekt und Unterstützung für ihren schwierigen Dienst zu geben, garantiert nicht nur Zuspruch. Trotzdem sollte es selbstverständlich sein.

Ihr Einsatz ist mindestens genauso wichtig wie der vieler ziviler Helferinnen und Helfer, die sich für den Frieden engagieren. Ob als Arzt, Aufbauhelfer, Umweltschützer, Seelsorger oder Politiker.

„Frieden braucht Mut“. Im täglichen Leben den Mut, aufeinander zuzugehen. Andere zu akzeptieren und den Schwächeren zur Seite zu stehen.

Im Großen bedeutet es für mich den staatlichen Mut, in Konflikten einzugreifen, wenn Vermittlung allein nicht zum Erfolg führt. Für uns alle den Mut, auszuhalten, dass die Entscheidungen für internationale Militäreinsätze auch kritisiert werden. Dass diese auch Opfer bedeuten können. Wir sollten solidarisch zeigen, dass eine Bundeswehr, die als Parlamentsarmee auf Beschluss des Bundestages in der Welt präsent ist, auch zu unserer Gesellschaft gehört.

Der Volkstrauertag ist mehr als sein Name uns offen mit auf den Weg gibt. Aufgrund zweier Weltkriege hat Deutschland mehr Kriegsopfer verursacht als jedes andere europäische Land. In diesen Weltkriegen sind auch Millionen Deutsche zu Tode gekommen, beklagt und betrauert von Ehepartnern, Geschwistern, Eltern und Kindern. All diesen Opfern gemeinsam zu gedenken, gibt uns der heutige Tag Anlass und Zeit. Er soll uns aber nicht nur trauern lassen, er führt uns damit auch die Gründe vor Augen, wieso Frieden, egal wie selbstverständlich er in unserem Land geworden ist, unser wichtigstes Ziel sein muss.

Wir können dankbar sein, dass kriegerische Auseinandersetzungen seit Jahrzehnten kaum direkte Auswirkungen auf unser persönliches Leben haben. Opfer in der Familie, Hunger und Leid hat kein weltweiter Krieg mehr für die meisten von uns bedeutet. Unsere Gesellschaft und auch unsere Stadt wurden durch die Folgen des Bürgerkrieges in Syrien trotzdem beeinflusst. Die Aufnahme von Schutzbedürftigen hat in unserem politischen System neue Kräfte gestärkt, die Debattenkultur und Mehrheitsverhältnisse verändert. Der Ton ist rauer geworden. Politischer Druck und Tempo haben zugenommen. Unabhängig davon, wie man diese Veränderungen bewertet, sollte uns allen ihre Ursache im Gedächtnis bleiben. Hunderttausende haben in Europa Schutz gesucht, weil in ihrer Heimat Krieg und Gewalt herrschen. Nicht nur in Syrien, auch im Irak, der Ukraine oder in Afghanistan können Menschen nicht sicher leben.

Direkt mit ihrer Anwesenheit oder indirekt mit der Unterstützung von Nato-Partnern hat die Bundeswehr in vielen dieser Konfliktherde Verantwortung für den Frieden übernommen. Das bedeutet für die Soldatinnen und Soldaten nicht nur, dass sie den Mut brauchen, sich für den Frieden einzusetzen. Sie bringen auch Opfer, wenn sie mit körperlichen oder seelischen Verletzungen aus dem Einsatz zurückkommen oder einfach, wenn sie über Monate von ihren Angehörigen getrennt sind. Menschen, die in Krisenregionen vor Ort sind, werden auch zu wichtigen Botschaftern. Sie sind nah dran am Geschehen und können Ursache und Wirkung von Konflikten einschätzen. Wer ihnen zuhört, kann verstehen und vielleicht sogar in Zukunft besser handeln. Auch hier zeigt sich, wie wichtig eine besonnene Gesellschaft ist, die zuhören kann.

Zeigen Sie, liebe Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger, dass unsere Stadt den Einsatz der Bundeswehr zu würdigen weiß und bereit ist, ihn zu unterstützen. Zeigen Sie auch mit dem Engagement im Volksbund Kriegsgräberfürsorge oder mit Ihren Spenden, dass wir um die Opfer von kriegerischen Handlungen nicht nur trauern, sondern dass wir uns aktiv für den Frieden einsetzen wollen.

Auf ein Wort mit Oberbürgermeister Silvio Witt

Lob, Kritik, Fragen und Ideen – der Oberbürgermeister lädt am Montag, 18. November, um 17 Uhr zur Bürgersprechstunde ein.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, mit dem Oberbürgermeister persönlich zu sprechen, Fragen an ihn zu richten und ihre Anliegen zu schildern.

Treffpunkt ist Behindertenverband e. V., Am Blumenborn 23, 17033 Neubrandenburg.