Gastgewerbe: Beschäftigte an der Seenplatte in dramatischer Lage – NGG fordert Mindest-Kurzarbeitergeld

Bild: NGG

Vor den nächsten Bund-Länder-Gesprächen zur möglichen Lockdown-Verlängerung am morgigen Mittwoch macht die Gewerkschaft NGG auf die dramatischen Folgen der Schließungen für die Beschäftigten des Hotel- und Gaststättengewerbes im Kreis Mecklenburgische Seenplatte aufmerksam – und fordert einen Mindest-Kurzarbeitergeld von monatlich 1.200 Euro.

„Die Beschäftigten wissen nicht mehr, wie sie noch ihre Miete bezahlen sollen. Letzte Reserven sind längst aufgebraucht. Und es könnten noch Monate vergehen, bis Lokale und Hotels wieder öffnen“, so Jörg Dahms, Geschäftsführer der NGG-Region Mecklenburg-Vorpommern.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft haben die aktuellen Schließungen ähnlich gravierende Auswirkungen wie der Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres. Damals meldeten 444 gastgewerbliche Betriebe im Kreis Mecklenburgische Seenplatte Kurzarbeit an – das sind 67 Prozent aller Betriebe der Branche im Landkreis.

Die Zahl der kurzarbeitenden Köchinnen, Kellner und Hotelangestellten stieg auf 2.747, so eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit im Auftrag der NGG.