Versammlungsgeschehen im Bereich Mecklenburgische Seenplatte

Am 18.05.2020 führte die Polizeiinspektion Neubrandenburg anlässlich mehrerer sogenannter „Montagsspaziergänge“ einen Polizeieinsatz mit insgesamt 150 eigenen und unterstellten Kräften der Landesbereitschaftspolizei durch.

Die „Montagsspaziergänge“ wurden vorwiegend in den sozialen Medien für mehrere Städte im Bereich Mecklenburgische Seenplatte beworben. Bis auf eine Versammlung in Friedland, wurde keine der genannten Stadtspaziergänge angemeldet.

In den Städten Neubrandenburg, Demmin, Waren, Neustrelitz und Malchow versammelten sich gegen 19:00 Uhr zahlreiche Personen zu den Montagsspaziergängen, die die aktuellen Bestimmungen der Corona-Schutz-Verordnung thematisierten.

Während sich in Neustrelitz ca. 20 Personen stationär auf dem Marktplatz versammelt hatten, setzten sich in Neubrandenburg kurz nach 19:00 Uhr ca. 300 Personen, in Demmin ca. 60 Personen, in Malchow ca. 30 Personen, in Friedland 6 Personen und in Waren ca. 100 Personen in Bewegung.

Die Versammlung in Friedland verlief ohne besondere Vorkommnisse und wurde gegen 19:30 Uhr störungsfrei beendet. In den anderen Orten hat die Polizei die jeweiligen Aufzüge begleitet. Insbesondere in Neubrandenburg mussten zur Absicherung des Aufzuges kurzzeitige Straßensperrungen an den Kreuzungen des Friedrich-Engels-Rings und in der Innenstadt eingeleitet werden. Die Polizei hat während des Aufzuges und insbesondere am Ende des Aufzuges auf dem Marktplatz vereinzelte Versammlungsteilnehmer auf die Einhaltung der Abstandsregelungen hingewiesen. Dies ist in Form von Lautsprecherdurchsagen und durch direkte Ansprachen erfolgt.

Die Stadtspaziergänge wurden jeweils ohne besondere Vorkommnisse beendet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgrund des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen.

Interaktives Theater: Lichtkunst am Landestheater Neustrelitz

Standbilder aus dem Video zur Lichtkunst
(Fotos: TOG, Eric Wegner)

Der Physiker Dr. Marcus Doering (Label PMD-ART) und der Beleuchtungsmeister Eric Wegner (Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz) haben in den letzten Wochen daran gearbeitet, das Portal des Landestheaters Neustrelitz lebendig zu machen.

Sie haben eine interaktive Videoprojektion auf der Fassade des Hauses gestaltet. Dabei gehen Bewegung und Lichtkunst ein Arrangement ein: Wenn sich Zuschauer auf dem Vorplatz des Theaters bewegen, gehen, laufen, springen, dann verändern sie aktiv die Projektion auf dem Portal. Die beiden wollen mit diesem Projekt in Zeiten der coronabedingten gravierenden Einschränkungen des Theaterbetriebes allen Theaterfreunden eine lichtdurchflutete Freude auf dem Vorplatz des Landestheaters bieten.

Noch ist das Format in Arbeit: ab dem 13. Mai werden beide immer mittwochs öffentlich zwischen 22 und 23 Uhr auf dem Theatervorplatz die Feinjustierung vornehmen. Besucher sind willkommen. Um den notwendigen Abstand wird gebeten und gesorgt.

Die TOG plant, den Zuschauern zur Wiedereröffnung der neuen Spielzeit ab Anfang September diese lebendige Theaterfassade regelmäßig zu präsentieren, nach jeder Abendvorstellung ab 22:00 Uhr.
WIR BLEIBEN LEBENDIG!

YouTube: https://youtu.be/CB0-8QhLXMY
Oder auf der Homepage: www.theater-und-orchester.de

Tödlicher Verkehrsunfall

Am Dienstag, 12.05.2020, gegen 09:30 Uhr ist es in Neustrelitz zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem LKW und einem PKW gekommen, bei dem eine Person verstorben ist.

Der 55-jährige deutsche Fahrzeugführer eines LKW befuhr die Wesenberger Chaussee aus Richtung Neustrelitz in Richtung der B198. Der 69-jährige deutsche Fahrzeugführer eines PKW befuhr die Wesenberger Chaussee aus Richtung der B198 und fuhr in Richtung Neustrelitz. Nach bisherigen Erkenntnissen kam der 69-Jährige auf Höhe der Abfahrt zur Jugendarrestanstalt, Am Kaulksee, auf Grund gesundheitlicher Probleme auf die Gegenfahrbahn. Dabei kam es zum Frontalzusammenstoß zwischen dem Fahrzeug des 69-Jährigen und dem entgegenkommenden LKW.

Durch eintreffende Rettungskräfte konnte der 69-Jährige vor Ort zunächst reanimiert werden, ist aber kurze Zeit später im Krankenhaus verstorben. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird davon ausgegangen, dass gesundheitliche Probleme unfallursächlich sind. Der 55-jährige LKW-Fahrer erlitt einen Schock und wurde vorsorglich im Krankenhaus Neustrelitz untersucht.

Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Der entstandene Schaden wird auf ca. 40.000 Euro geschätzt. Die Unfallstelle musste zur Unfallaufnahme und Bergung der beiden Fahrzeuge vollgesperrt werden. Auf Grund auslaufender Betriebsstoffe musste auch die Fahrbahn gereinigt werden.

Versammlungen im Bereich des PP Neubrandenburg

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg fanden am gestrigen Montag (11.05.2020) in den drei Landkreisen insgesamt sieben Versammlungen statt, zu denen zuvor über soziale Netzwerke aufgerufen worden war. Die Versammlungen wurden als „Montagsspaziergang“ bzw. „Abendspaziergang“ deklariert und hatten die bestehenden Corona-Schutzverordnungen zum Thema.

In Demmin nahmen etwa 100, in Neubrandenburg etwa 200, in Malchow 25, in Waren 50, in Neustrelitz zehn, in Greifswald 13 und in Stralsund 30 Personen an den Versammlungen teil. Die Teilnehmer der Versammlungen kamen aus den unterschiedlichsten gesellschaftspolitischen Lagern und waren nicht klar zueinander abgrenzbar. Teilweise handelte es sich um Familien mit Kindern. Nur eine der Versammlungen (Demmin) war zuvor angemeldet worden. Ein Verantwortlicher oder Versammlungsleiter gab sich lediglich in Demmin zu erkennen.

Die sogenannten Spaziergänge begannen gegen 19:00 Uhr größtenteils in den Innenstädten und dauerten im Durchschnitt etwa eine Stunde. Durch die Teilnehmer wurden keine Plakate mitgeführt oder Reden gehalten. Die Teilnehmer wurden an allen Orten von Funkstreifenwagenbesatzungen begleitet. Dabei wurden nach bisheriger Einschätzung keine Verstöße gegen die vorgeschriebenen Abstandsregelungen festgestellt. Die Versammlungsteilnehmer verhielten sich friedlich und kooperativ. Ein polizeiliches Einschreiten war in keinem Fall erforderlich.

Bei der größten Versammlung in Neubrandenburg nahmen etwa 200 Personen teil. Der Aufruf in den sozialen Netzwerken war vielfach geteilt worden. Zehn Beamte schützen die Versammlung. Die Teilnehmer begaben sich vom Marktplatz über den Friedrich-Engels-Ring wieder zurück zum Marktplatz. Den Versammlungsteilnehmern setzten sich auf der Aufzugsstrecke eine 21-jährige deutsche Frau und zwei deutsche Männer (42 und 24 Jahre alt) in den Weg. Daraufhin wurde die Frau von drei bisher unbekannten Männern bespuckt und getreten. Sie wurde leicht verletzt. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Körperverletzung auf.

In den sozialen Netzwerken wird häufig die Frage gestellt, warum die Polizei die Versammlungen nicht aufgelöst hat, obwohl diese nicht angemeldet waren. Für Versammlungen sind originär die Versammlungsbehörden der Landkreise zuständig, deren Vertreter teilweise auch vor Ort waren. Die Versammlungsfreiheit ist ein Grundrecht und genießt nach Artikel 8 des Grundgesetzes einen besonderen Schutz. Die eingesetzten Kräfte wägten in allen Orten dieses hohe Recht auf freie Meinungsäußerung ab und wahrten die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit. Das Nichtanmelden einer Versammlung führt nicht automatisch zu deren Auflösung. Die Versammlungen in allen sieben Orten verliefen friedlich und ohne Störungen. Die Durchführung einer nicht angemeldeten Versammlung ist gemäß § 26 Nr. 2 Versammlungsgesetz straf- bzw. bußgeldbewährt. Entsprechende Anzeigen gegen Unbekannt werden erstattet.

In den kommenden Tagen werden sich die Polizeiinspektionen Anklam, Stralsund und Neubrandenburg mit den örtlich zuständigen Versammlungsbehörden besprechen und abstimmen, wie künftige Versammlungen möglichst sicher und unter Einhaltung der Corona-Schutz-Verordnung durchgeführt werden können.

Die Polizei achtet das Grundrecht der Versammlungsfreiheit als ein hohes Gut. Sie möchte an Verantwortliche appellieren, Versammlungen spätestens 48 Stunden vor der Bekanntgabe bei der zuständigen Versammlungsbehörde anzumelden. Dies ermöglicht der Polizei, den erforderlichen Schutz der Versammlungsteilnehmer, zum Beispiel durch verkehrslenkende Maßnahmen und Begleitung, zu gewährleisten, etwaige Gefährdungen auszuschließen und mit dem Versammlungsleiter vor Ort in kooperativen Gesprächen die sichere Durchführung der Versammlung zu erörtern.

Weiterhin Besucherstopp am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum

Der Besucherstopp im Neubrandenburger Klinikum bleibt bis auf Weiteres bestehen.

Um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken und insbesondere, um die Patienten und die Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen, sind im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum und an allen Standorten weiterhin Besuche nicht gestattet. Nur in begründeten Fällen und nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt können Ausnahmen erfolgen.

Das Klinikum bittet um Verständnis für die ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen.

Erschreckende Bilanz vom Wochenende: Polizei erwischt 14 alkoholisierte Fahrzeugführer

Am verlängerten Wochenende haben die Beamten der Polizeiinspektion Neubrandenburg bei den mobilen Verkehrskontrollen in ihrem Zuständigkeitsbereich insgesamt 14 Trunkenheitsfahrten festgestellt. Bei 12 dieser festgestellten Trunkenheitsfahrten waren die gemessenen Promillewerte über 1,1 Promille, so dass es sich um eine Straftat „Trunkenheit im Verkehr“ handelt. Dabei haben die Beamten sechs Trunkenheitsfahrten allein in Neubrandenburg festgestellt.

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Schmuck aus Juweliergeschäft in Neustrelitz entwendet

Am Mittwoch, 29.04.2020, zwischen 10:30 Uhr und 11:00 Uhr ist es in der Glambecker Straße in Neustrelitz zu einem Schmuckdiebstahl aus einem Juwelier gekommen. Nach jetzigem Ermittlungsstand betrat ein unbekannter Tatverdächtiger am 29.04.2020 gegen 10:30 Uhr das Juweliergeschäft und fragte die Angestellte in gebrochenem Deutsch, ob sie auch Ohrlöcher stechen würde. Die Angestellte verneinte dies, woraufhin der Mann das Geschäft verließ.

Gegen 11:00 Uhr befand sich die Angestellte im hinteren Bereich des Geschäftes. Dabei hörte sie Geräusche aus dem Verkaufsraum. Als sie nachsah, bemerkte sie denselben Mann, der eine halbe Stunde zuvor im Geschäft war. Dieser stand nun hinter dem Verkaufstresen an einem verschlossenen Regal und tat, als würde er sich für die darin befindlichen Ketten interessieren. Die Angestellte schob den Mann aus dem Verkaufsbereich. Anschließend verließ er das Geschäft in unbekannte Richtung. Erst nachdem der Mann sich entfernt hatte bemerkte die Angestellte, dass aus einer Schublade hinter dem Verkaufstresen 30 Halsketten und 9 goldene Damenringe in Herrengröße im Gesamtwert von 1650,-EUR entwendet wurden.

Der Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden:

  • ca.30 Jahre alt
  • ca. 1,80 m groß
  • schlanke Gestalt
  • sehr gepflegtes Äußeres
  • schwarze, sehr kurz geschnittene Haare
  • sehr kurz geschnittener, schwarzer Vollbart
  • dunkle Bekleidung
  • sprach mit einem ausländischen Dialekt (vermutl. osteuropäisch)

Im Rahmen der Fahndung konnten die eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz den Tatverdächtigen nicht antreffen. Die Ermittlungen zum Diebstahl wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle in Neustrelitz aufgenommen.

Die Ermittler suchen Zeugen! Wer Hinweise zum Täter geben kann bzw. wer Angaben zum Verbleib des Diebesgutes machen kann, wird gebeten sich bei der Polizei in Neustrelitz unter der Telefonnummer 03981 258 224 zu melden.