Ausstellung über Wildbienen eröffnet

Rund 600 Wildbienenarten leben in Deutschland. Als Bestäuber sichern sie vor allem im Obst- und Gemüsebau landwirtschaftliche Erträge. Darüber hinaus erhalten sie durch ihre Bestäubungsleistung die Vielfalt an Wildblumen. Doch der Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten wird knapp, es fehlt an Nahrung und Nistmöglichkeiten.

Das Berliner Wildbienen-Projekt „Mehr Bienen für Berlin – Berlin blüht auf“ zeigt, wie öffentliche Grünflächen bestäuberfreundlich aufgewertet werden und so Lebensräume für Insekten entstehen können. Prof. Sandra Rose (Studiengang Agrarwirtschaft) und Prof. Robert Sommer (Studiengang Naturschutz und Landschaftsplanung) haben die zugehörige Ausstellung in der Neubrandenburger Hochschule offiziell eröffnet.

„Wildbienen zeigen uns, was unsere beiden Studiengänge verbindet und wieso es wichtig ist, gerade jetzt diese Verbindung zu fördern. Eine Trendwende in den Agrarlandschaften lässt sich am besten umsetzen, wenn beide Fachrichtungen zusammenarbeiten“, so Prof. Sommer, „eine intensive Nutzung der Landschaft führt zu einem Artenrückgang, während eine extensive Nutzung die Artenvielfalt fördern kann. Allerdings müssen diese extensive Bewirtschaftungsformen auch gefördert werden. Entscheidend ist die Wertschätzung landwirtschaftlicher Produkte und die entsprechende Entlohnung von Landwirtinnen und Landwirten.“

Er betont die besondere Relevanz einer gemeinsamen Bildung an der Hochschule Neubrandenburg: „Wenn die Landwirtinnen und Landwirte auf der einen Seite die Effekte der Umweltmaßnahmen auf die Artenvielfalt kennen und unsere Absolventinnen und Absolventen von NLP auf der anderen Seite in den zuständigen Behörden mehr über die Landwirtschaft wissen, dann setzen die Landwirtinnen und Landwirte die Maßnahmen viel eher um. Denn so fühlen sie sich wertgeschätzt und müssen – hoffentlich – keine großen bürokratischen Hürden mehr nehmen.“ Lassen sie uns im Sinne der Wildbiene daher mit Respekt aufeinander zugehen.“

Die Ausstellung ist bis Januar im Foyer von Haus 1 zu sehen. Das Projekt wird durch die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gefördert.

Führungen im Müritz-Nationalpark

Die Familienführungen der Nationalpark-Ranger bieten ein abwechslungsreiches Angebot für kleine und große Naturfreunde auf Entdeckertour. Der Müritz-Nationalpark bietet unzählige Möglichkeiten die Ferienzeit gemeinsam in der Natur zu verbringen.

„Der Löwe, der Wolf und das wilde Volk im Wald“ Bei dieser Familienführung mit dem Ranger entdecken Groß und Klein die Vielfalt von Wiese, Wald und Moor und erleben Natur zum Anfassen.
Wo? Zwenzow, Parkplatz Ortsausgang Richtung Mirow
Wann? Dienstag, 18. und 25. August 10:00 bis 13:00 Uhr
Etwa vier Kilometer

„Spurensuche für Groß und Klein“ Fährten, Federn und Fraßspuren können uns verraten, welche Tiere im Wald leben, ohne dass wir sie selbst zu Gesicht bekommen. Wie der berühmte Detektiv Sherlock Holmes macht ihr euch auf die Suche und kommt den Tieren dabei manchmal ganz nahe.
Wo? Schwarzenhof, Nationalpark-Information
Wann? Freitag, 14. und 21. August 10:30 bis 13:15 Uhr
Etwa fünf Kilometer

Für die Führungen ist bis 1 Tag vorher eine Anmeldung unter 039824 252 80 erforderlich.

Unterwegs mit dem Ranger

Der Müritz-Nationalpark bietet unzählige Möglichkeiten den Urlaub oder die Freizeit in der Natur zu verbringen. Dazu gehören auch Führungen zu unterschiedlichen Themen.

Rund um die Wienpietschseen geht eine Wanderung, die sich mit der Entstehung von Mooren und ihrer Rolle für das Klima auseinandersetzt.
Wo? Nationalparkeingang Waren, Specker Straße
Wann? Donnerstag, 13. August
11:00 bis 15:00 Uhr
Etwa fünf Kilometer

Für die Führung ist eine Anmeldung unter 039824 252 80 erforderlich.

Amphibienkonzert im Müritz-Nationalpark

Musikfestival im Müritz-Nationalpark – Sehen, Hören, Erleben. Endlich, es ist so weit, das alljährliche Spektakel ist wieder zu hören.

Moorfrösche: Zur Paarungszeit verfärben sich die männlichen Moorfrösche blau. Hier wartet eine ganze Gruppe auf Weibchen.
(Fotos: S. Krage)

Wie jedes Jahr treffen sich an den Kleingewässern mehrere tausend Solisten und Darsteller im zeitigen Frühjahr. In der Paarungszeit der Lurche finden mehrere Events statt, die sehr viel Energie und ein starkes Durchhaltevermögen verlangen. Der krönende Abschluss ist die Paarung – und damit die Eiablage.

Das erste große Festival ist gerade am Ausklingen: Zum Ende des Winters, wenn es am Tag ausreichend warm wird, kommen Grasfrosch und Moorfrosch als erstes in die Gewässer. Im vergangenen Jahr waren die blauen Frösche in der Zeit um Ostern zu hören, die aktuell warmen Temperaturen beschleunigen das Spektakel.

Mit dem Fernglas lassen sich die Amphibien ungestört beobachten

Die Saison ist aber keinesfalls vorbei. Kamm- und Teichmolche in ihrem Prachtkleid, Libellenlarven und andere Insekten sind jetzt zu bestaunen. Und das nächste große Ereignis steht bereits vor der Tür. An jedem warmen Abend beginnt das Konzert von neuem. Es sind verschiedene Singstimmen zu hören. Angefangen mit dem Bass und dem Bariton – die unvergesslichen Rotbauchunken und Wasserfrösche. Ein wenig später am Abend kommen die Tenöre noch mit dazu – die Laubfrösche. Dann blähen die Pavarottis der Kleingewässer ihre Schallblasen stolz auf, wie Kinder ihre Kaugummis.

Im Müritz-Nationalpark gibt es unzählige Kleingewässer, Sümpfe und Konzertbühnen der Amphibien. Bei einem Spaziergang in der Abenddämmerung können Sie das Spektakel genießen. Doch eine Bitte: Bleiben Sie auf den Wegen und stören Sie die Tiere nicht.

Raus in die Natur – es gibt viel zu entdecken

Buschwindröschen: Das Buschwindröschen ist recht häufig und bildet oft große Blütenteppiche. Die weißen Blüten öffnen sich besonders bei schönem Wetter.

Naturerwachen im Müritz-Nationalpark

Auch zu Zeiten der Coronakrise sind Spaziergänge erlaubt. Warum nicht in den Müritz-Nationalpark? Denn dort gibt es aktuell viel zu entdecken.

Frische Luft und Sonnenschein sind gut – daran zweifelt kein Mediziner. Und wenn dann noch die ersten Pflanzen voller Kraft in den Frühling starten und die ersten bunten Blüten zu sehen sind, dann ist dies Balsam für unsere Seele.

Mit seiner Größe von rund 32.000 Hektar bietet der Müritz-Nationalpark genug Platz für Ausflüge – ohne dass sich Menschen begegnen oder in Gruppen bewegen müssten. Viele Wander-, Rad- und Erlebniswege bieten den Gästen tolle Erlebnisse inmitten ungestörter Natur.

Leberblümchen: Sobald die ersten Blüten sich öffnen, wie hier beim Leberblümchen, bietet sich den Insekten ein reich gedeckter Tisch mit Pollen und Nektar.

Geophyten nennt man die Pflanzen, die mit Hilfe von Speicherorganen den Winter im Boden überdauern. Bereits vor dem Laubaustrieb der Bäume nutzen sie Licht und Wärme, um aus dem Erdreich auszutreiben, daher auch der Name Frühlingsgeophyten für unsere bekannten Frühblüher.

Die nötige Energie für das zeitige Austreiben im Frühjahr liefert das Speicherorgan (Zwiebel, Knolle oder Rhizom). Zu den Geophyten gehören beispielsweise das Buschwindröschen, Leberblümchen oder die Schlüsselblume. Für Menschen sind es die lang ersehnten bunten Farben nach dem Winter.

Schlüsselblume: Die Schlüsselblume verdankt ihren Namen der Pflanzenform, die an einen Schlüsselbart erinnert.
(Alle Fotos: B. Lüthi Herrmann)

Aber auch die Tierwelt erwacht: Beobachten Sie doch mal das scheinbar chaotische Gewimmel an einem Waldameisenhaufen – ein faszinierender Anblick der Geschäftigkeit. Also gehen Sie raus in die Natur. Es gibt viel zu entdecken.

 

Tagung der Landeslehrstätte für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung M-V

Netzwerk Lernort Bauernhof M-V: Erlebnis gesucht – Bauernhof gefunden am 12. März 2020 im Bürgerhaus Güstrow

Zum Auftakt der Tagung stellen sich einige landwirtschaftliche Höfe vor. Sie zeigen, warum ganzheitliche Naturbildung auf dem Lernort Bauernhof so wichtig ist. Weitere Schwerpunkte sind die Möglichkeiten der Förderung für zukünftige Akteure. Am Nachmittag vertiefen sechs Workshop die Themen, wie z.B. „Wie kommen die Gruppen zu den Höfen?“. Es bieten u.a. praktisch tätige Landwirte, Schulen, KiTa´s und die Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof ihre Unterstützungen an.

Auf der Tagung wird das neu gegründete Netzwerk vorgestellt: lernort-bauernhof-mv.de. Es möchte zum Mitmachen anregen. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Landwirten, Gärtnern, Schulbauernhöfen, Umweltbildnern und verarbeitenden Betrieben.

Warum ist das eine gute und wichtige Idee?

  • landwirtschaftliche Höfe können den Rahmen bieten, um ihre pfiffigen und zukunftsstarken Projekte vorzustellen
  • Kinder und Jugendliche lernen wieder, wo die Nahrungsmittel wirklich herkommen
  • landwirtschaftliche Betriebe können über ein neues Standbein nachdenken
  • strahlende Kinderaugen sind der beste Lohn

Die Tagung möchte die aufgeführten Möglichkeiten gut veranschaulichen und die Akteure vernetzen. Das Netzwerk ist offen für alle landwirtschaftlichen Betriebe, ökologisch oder konventionell, groß oder klein.

Der Einladungsflyer mit dem vollständigen Programm und dem Link zur Anmeldung ist unter www.lung.mv-regierung.de/dateien/landeslehrst_09_programm.pdf abrufbar. Anmeldungen sind noch möglich. Die Tagung beginnt um 10 Uhr im Bürgerhaus Güstrow (Sonnenplatz 1).

Ausbildung zum PilzCoach

Verein der Natur- und Landschaftsführer bietet Weiterbildung für Erzieher, Lehrer, Eltern und Naturinteressierte an.

Pilze locken jedes Jahr viele Menschen in die Wälder. Nur wer sich gut auskennt, ist beim Sammeln auf der sicheren Seite. Foto: N. Künkler

Während eines insgesamt sechstägigen Kurses können Sie sich zum „PilzCoach“ weiterbilden. Angeboten wird der Kurs vom Verein der Natur- und Landschaftsführer Mecklenburg-Vorpommern e.V. „Damit reagieren wir auf die große Nachfrage nach fachkundigen Naturführern während der Pilzsaison. Hotels, Vermieter und Veranstalter im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern haben den Bedarf der Gäste in den Herbstmonaten signalisiert“, so Heike Brechler vom zuständigen Verein. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, lediglich Interesse an der Natur und Begeisterung für Pilze.

Die Pilzcoach-Ausbildung unterliegt den Richtlinien der DGfM und kann mit einer Prüfung und Zertifikat nach 6 Unterrichtstagen zu je 8 Stunden abgeschlossen werden. Zu den Grundlagen im Umgang mit Pilzen lernen Sie ca. 30 Arten kennen und diese kreativ zu verwenden, z.B. bei der Papierherstellung oder als Farbstofflieferanten. Neben spielerischer Wissensvermittlung üben wir Exkursionsplanung sowie Gruppenleitung und tauschen unser Wissen und unsere Erfahrungen aus.

Der Kurs findet im April (13. – 15.4.) und Ende Oktober (30.10. – 1.11.) statt und kostet 399 €. Übernachtung und Verpflegung müssen die Teilnehmer selbst organisieren und die Kosten dafür tragen. Eine Anmeldung ist bei Heike Brechler unter heike.brechler@naturfuehrer-mv.de und 0151 17423838 möglich. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 14 Personen.