Kitas gehen ab Montag landesweit in die Notfallbetreuung

Die 7-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner lag am 13. und 14. April landesweit über 150. Daher greift nach der Corona-Kindertagesförderungsverordnung (Corona-KiföVO M-V) die Regelung, dass die Kindertageseinrichtungen (Krippe, Kindergarten und Hort) und Kindertagespflegestellen im Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern für den Regelbetrieb geschlossen werden und nur noch eine Notfallbetreuung angeboten wird.

„Das landesweite Kita-Besuchsverbot mit Notfallbetreuung tritt am kommenden Montag, den 19. April auch für die Landkreise und kreisfreien Städte in Kraft, in denen die Inzidenz noch unter 150 beträgt“, teilte Sozialministerin Stefanie Drese am Mittwoch nach einer Beratung mit dem Expertengremium Kindertagesförderung mit. Der 15. und 16. April sind Übergangstage. In einigen Landkreisen greift bereits wegen eines Überschreitens der 7-Tages-Inzidenz von 150 das Besuchsverbot mit Notfallbetreuung.

Für die Notfallbetreuung gelten die bekannten Regelungen nach § 2 Absatz 4 bis 13 Corona-KiföVO M-V. Danach dürfen Kinder die Notfallbetreuung der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen in den folgenden Fällen besuchen:

  • in Härtefällen, insbesondere, wenn wegen einer Kindeswohlgefährdung der Besuch einer Kindertageseinrichtung erforderlich ist.
  • in begründeten Einzelfällen Kinder aus stationären und teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • in begründeten Einzelfällen Kinder von Alleinerziehenden
  • Kinder bei denen: mindestens ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist und eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann.

    Zu den kritischen Infrastrukturen zählen z.B. der medizinische Gesundheits- und Pflegebereich, Polizei, Bundeswehr, Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Behörden des Arbeits-, Gesundheits- und Verbraucherschutzes, Justizeinrichtungen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, Lebensmittelversorgung, öffentliche Daseinsvorsorge und Medien. Eine genaue Auflistung findet sich in § 2 Absatz 10 der anhängenden Lesefassung der Corona-KiföVO M-V.

Zwingende Voraussetzungen für die Entscheidung über die Notfallbetreuung sind die Erklärung der Eltern, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann sowie die Erklärung des Arbeitgebers, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur tätig und unabkömmlich ist. Die erforderlichen Formulare werden vom jeweiligen Jugendamt zur Verfügung gestellt.

Lesefassung_3._Corona-KiföVO_ÄndVO_M-V2.pdf (PDF, 0,15 MB)

Virtueller Girls Day im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit

„Nicht irgendetwas machen – sondern das, was zu mir passt!“
So lautet das Motto des diesjährigen Girls Day am 22. April 2021. Viele Unternehmen öffnen, wegen der Kontaktbeschränkungen überwiegend digital, ihre Türen, um unterschiedlichste MINT-Berufe (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik) sowie ihre Unternehmen vorzustellen.

Auch die Agentur für Arbeit nimmt an diesem digitalen Event teil und zeigt, dass die Bits und Bytes bei ihr eine große Rolle spielen. „Die Berufswelt hat für Mädchen so viel zu bieten. Wie wäre es mit einer IT-Karriere in einer der größten IT-Landschaften Europas, im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit?“, lädt Andrea Kether, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in der Agentur für Arbeit Rostock, ein.

Andrea Kether weiter: „Alles wird komplett virtuell und von Azubi zu zukünftigem Azubi gezeigt. Unsere Auszubildende Nathalie wird die Mädchen für den Ausbildungsberuf „Fachinformatiker/in“ begeistern und als weibliches Vorbild das Berufswahlspektrum der Mädchen erweitern. Von der Erstellung eigener Webseiten bis hin zum Aufbau von Netzwerken wird es sicher nicht langweilig.“

Und auch die Boys finden Beachtung. Im Ausbildungsberuf „Fachangestellte/r für Arbeitsmarkt­dienstleistungen“ ist der Anteil der männlichen Auszubildenden immer noch geringer. Hier werden unsere Azubis aus dem ersten Ausbildungsjahr als Vorbilder überzeugen und motivieren. Die Jungen haben damit die Chance, die Agentur für Arbeit als spannenden Arbeitgeber kennenzulernen und mehr über Chancen und Möglichkeiten in diesem Ausbildungsberuf zu erfahren.

Interessierte Mädchen und Jungen können sich gerne hier anmelden:
www.girls-day.de/@/Show/agentur-fuer-arbeit-rostock
www.boys-day.de/@/Show/agentur-fuer-arbeit-rostock

Alle Angebote – ob digital oder vor Ort – gibt’s im Girls Day-Radar und im Boys Day-Radar.

1000. Nachbarschaftshelfer/in für M-V gewonnen

Seit über einem Jahr leben wir unter den Bedingungen der Corona-Pandemie. Alle Bereiche unseres Alltags sind mehr oder weniger davon betroffen. Dabei sind ältere und pflegebedürftige Menschen besonderen Belastungen ausgesetzt. Ihre Versorgung und Pflege sicherzustellen ist eine gesellschaftliche Aufgabe, an deren Realisierung verschiedene Leistungsanbieter und Instanzen mitwirken.

So sind auch ehrenamtliche Nachbarschaftshelferinnen und- helfer im Auftrag der Pflegekassen im Einsatz. Beispielsweise können sie im Haushalt unterstützen, Einkäufe erledigen, Arzt- oder Behördentermine begleiten, vorlesen oder gemeinsame Spaziergänge anbieten.

Die Nachbarschaftshelferinnen und- helfer  werden im Rahmen von obligatorischen Kursen auf Grundlage der „Unterstützungsangebotelandesverordnung M-V“ qualifiziert. In einem Grundkurs erhalten sie allgemeine Kenntnisse im Umgang mit den zu betreuenden Menschen, Informationen zum Netzwerk Pflege und Anleitung zur Abrechnung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit mit den Pflegekassen.

Die Kursteilnahme ist Voraussetzung zur Nutzung des Entlastungsbetrages nach §45 b SGB XI für einen pflegebedürftigen Menschen.

Am 12.04.2021 wurde der oder die 1000. Nachbarschaftshelfer/- in geschult.

Wichtig ist: die Kurse werden auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen fortgeführt und zwar in der Kombination von Telefonkonferenz und Online-Kurs. Federführend tätig sind dabei die Pflegestützpunkte, welche für die Fragen der Nachbarschaftshelfer vor, während und nach dem Grundkurs zur Verfügung stehen.

PC-Grundkenntnisse und vor allem ein stabiles WLAN sind unabdingbare technische Voraussetzungen zur Teilnahme am Online-Kurs. Interessenten an der Nachbarschaftshilfe und an einem Grundkurs können sich in den vier Pflegestützpunkten unseres Landkreises telefonisch anmelden:
Pflegestützpunkt Demmin 0395  570 87 4750
Pflegestützpunkt Neubrandenburg 0395  570 87 5752
Pflegestützpunkt Neustrelitz 03981  262 90 64
Pflegestützpunkt Waren 0395  570 87 2331

Weitere Informationen können auch auf der Homepage www.PflegestuetzpunkteMV.de   nachgelesen werden.

Online-Vortrag zur Kinderernährung

Foto: © Cathy Yeulet/123RF.com

Kinder sind kaufkräftige Kunden von heute und morgen. Das Angebot von Lebensmitteln speziell für Kinder, so genannten Kinderlebensmitteln, hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Die bunten Verpackungen, Aufkleber und Sammelfiguren machen die Lebensmittel für Kinder attraktiv. Eltern werden mit der Extra-Portion Gesundheit zum Kauf der vermeintlich gesunden Kost animiert. Sie haben es oft nicht leicht, hier den Überblick zu behalten und ihren Kindern eine ausgewogene Kost auf den Tisch zu bringen.

Im ersten Teil des Vortrages werden Werbung und Wirklichkeit für Kinderlebensmittel näher beleuchtet. Danach wird aufgezeigt, was wirklich wichtig ist für eine gesunde Kinderernährung und wie man dieses praktisch umsetzen kann.

Der einstündige Vortrag findet am 22. April 2021 um 10 Uhr statt. Bitte melden Sie sich auf der Internetseite der Verbraucherzentrale MV unter „Termine & Veranstaltungen“ zu diesem Vortrag an. Alternativ ist die Nutzung dieses Links: www.verbraucherzentrale-mv.eu/veranstaltungen.

"Vertrauen ist die Basis" – 26. Bericht des Bürgerbeauftragten im Zeichen der Pandemie

Den Bericht über die Tätigkeit im Jahr 2020 hat der Bürgerbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, dem Landtag übermittelt. Es ist der 26. Jahresbericht eines Bürgerbeauftragten. „Niemals in dieser Zeit gab es eine solche Herausforderung wie die Corona-Pandemie im Jahr 2020“, schreibt der Bürgerbeauftragte in seinem Vorwort. Es sei klar, dass auch seine Tätigkeit in solch einem Jahr besonders gefordert war. Die Zahl der Eingaben, Beschwerden und Anliegen erreichte mit 2.035 eine Rekordhöhe. Zusätzlich seien Hunderte von mündlichen und kürzeren schriftlichen Anfragen bearbeitet und dokumentiert worden, zumeist mit Bezug auf die Pandemie.

Von den 2.035 Eingaben hatten 385 – über fast alle Sachgebiete hinweg – einen Corona-Zusammenhang. „Die Fragen vieler Menschen galten nicht nur dem Inhalt der in schneller Folge geänderten Corona-Verordnungen. Sie galten auch zunehmend der Verhältnismäßigkeit der Beschränkungen, etwa für Menschen in Pflegeheimen oder bei der Bewegungsfreiheit“, führte der Bürgerbeauftragte aus. „Leben und Gesundheit müssen geschützt werden“, so Crone weiter. Aber die Eingriffe in andere Rechte müssten nach der Verfassungsordnung verhältnismäßig, also geeignet, erforderlich und angemessen sein. Beides habe den Einsatz des Bürgerbeauftragten gefordert.

Matthias Crone bezeichnete es als nötig, Sorgen und Einwänden Gehör zu verschaffen und Fehler konkret anzusprechen. Das Ringen um die besten Lösungen und aufbauende Kritik führe in der Debatte weiter und stärke das Vertrauen in die demokratische Meinungsbildung und die Vernunft politischer Entscheidungen. Denn: „Vertrauen ist ja die Basis unseres Gemeinwesens.“ Dieses Vertrauen brauche man gerade 2021 für den Weg aus der Krise.

Anfragen und Eingaben zu sozialrechtlichen Angelegenheiten oder mit einem sozialen Schwerpunkt hatten wieder den größten Anteil. 2020 wurden 914 Fälle diesem Themenbereich zugeordnet (2019: 827), also fast 45 % aller Eingänge. Anliegen der Menschen mit Behinderungen waren darunter 247-mal (2019: 136) und damit erstmalig am stärksten in der Statistik vertreten.
Wieder wurde der überwiegende Anteil der Anliegen persönlich oder telefonisch geschildert, nämlich in 1.127 Fällen (55 %). 1.662 Eingaben waren am 15.3.2021 bereits abgeschlossen (82 %).

Der Bericht wird als Landtagsdrucksache und auf der Internetseite des Bürgerbeauftragten auch online veröffentlicht.

Professorinnen und Professoren für die Hochschule ernannt

Im April 2021 haben fünf Professorinnen und acht Professoren an den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern ihren Dienst angetreten. Ihre Ernennungsurkunden konnten sie wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie nicht persönlich in Schwerin entgegennehmen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat sie ihnen per Post zugestellt.

Für die Hochschule Neubrandenburg wurden ernannt:

Dr. phil. Jutta Helm wurde die Bezeichnung Professorin im Fach „Theorien und Methoden Sozialer Arbeit mit Schwerpunkt Hilfen zur Erziehung“ am Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung der Hochschule Neubrandenburg verliehen. Dr. Helm ist bereits seit 2017 als Vertretungsprofessorin an der Hochschule Neubrandenburg und daneben an der Universität Rostock als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig.

Dr. phil. Claudia Vogel wurde zur Professorin im Fach „Soziologie sowie Methoden der quantitativen Sozialforschung“ am Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung der Hochschule Neubrandenburg ernannt. Dr. Vogel war zuletzt Leiterin des Deutschen Alterssurveys (DEAS) am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) in Berlin.

Klare Regeln für den Schulbetrieb nach den Osterferien

Ab Montag, dem 12. April, wird es in Mecklenburg-Vorpommerns Schulen auch weiter Präsenzunterricht geben in den Landkreisen und kreisfreien Städten mit einem 7-Tage-Inzidenzwert von weniger als 150. Für den Schulbetrieb an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern gelten dann klare Regelungen.

Abhängig von den jeweiligen 7-Tage-Inzidenzen wird der Schulbetrieb in einem Zwei-Stufen-Modell geregelt. Bildungsministerin Bettina Martin machte deutlich, dass das Ziel sei, trotz des Infektionsgeschehens mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen Präsenzunterricht in den Schulen zu ermöglichen. Mit dem ersten Schultag werden die Selbsttestungen für Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte zweimal in der Woche ermöglicht. Wenn die Schulkonferenzen es beschließen, können die Selbsttest auch zuhause durchgeführt werden.

Gleichzeitig sind die Impfungen der Lehrkräfte an den Grund- und Förderschulen sehr weit fortgeschritten. Die örtlichen Gesundheitsämter werden weiterhin die Möglichkeit haben, je nach Infektionslage, notwendige weiterreichende Maßnahmen zu ergreifen. Auch gilt es in den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns, bei Bedarf flexibel auf den Verlauf der sogenannten 3. Welle zu reagieren. Die ab dem 12.04.2021 geltenden Regelungen sehen vor, dass jeweils der Mittwoch einer Woche der Stichtag ist, an dem der dann vorhandene 7-Tage-Inzidenzwert entscheidend für den Schulbetrieb in der darauffolgenden Woche ist.

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