Sonderausstellung "Blutiges Gold"

Im Tollensetal bei Altentreptow fand vor über 3.200 Jahren eine große Schlacht statt. Seit der Entdeckung der Fundstelle wird die Geschichte der Bronzezeit neu geschrieben. In einem großen Konflikt standen sich hunderte von jungen Männern gegenüber. Am Ende waren viele von ihnen tot – getroffen von Pfeilen, Lanzen, Schwertern und Keulen.

Wie ist dieses Ausmaß von Gewalt zu erklären? Und wer hatte damals die Macht, Kriege zu führen – mit so vielen Beteiligten? Spektakuläre Funde aus Mecklenburg-Vorpommern öffnen den Blick in eine Welt, die von der Ostsee bis an das Mittelmeer vernetzt war. Goldgeschmückte Männer und Frauen mit kiloschwerer Bronzetracht treten auf, dazu eine Dame mit Seidenschleier.

Wie gelangten sie an diesen Reichtum und welche Rolle spielten sie in der Gesellschaft? Die Sonderausstellung „Blutiges Gold“ zeigt Licht- und Schattenseiten einer lange vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist.

Regionalmuseum im Franziskanerkloster
Öffnungszeiten:
Mi-So 10-17 Uhr
Öffnungszeiten unter Vorbehalt.

Zutritt nur unter Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen (Mindestabstand, Maskenpflicht).

Oberbürgermeister eröffnet Ausstellung "Blutiges Gold"

Foto/Montage: Stadt Neubrandenburg

Ab 13. Mai öffnen Kunstsammlung und Regionalmuseum die Türen wieder wie gewohnt mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Oberbürgermeister Silvio Witt wird am Mittwoch um 10 Uhr die Ausstellungseröffnung zu „Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“ in einem kleinen Rahmen nachholen. Die Schau des Archäologischen Landesmuseums sollte bereits im März eröffnet werden, musste aber aufgrund der Corona-Krise verschoben werden. Interessierte Medienvertreter sind dazu willkommen.

Im Tollensetal bei Altentreptow fand vor mehr als 3200 Jahren eine große Schlacht statt. Seit der Entdeckung der Fundstelle wird die Geschichte der Bronzezeit neu geschrieben. Spektakuläre Funde aus Mecklenburg-Vorpommern öffnen den Blick in eine Welt, die von der Ostsee bis an das Mittelmeer vernetzt war. Die Sonderausstellung „Blutiges Gold“ zeigt Licht- und Schattenseiten einer längst vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist.

Besucherinnen und Besucher von Museum und Kunstsammlung werden gebeten, die gängigen Hygienemaßnahmen zu beachten, insbesondere das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, das Desinfizieren der Hände im Eingangsbereich sowie das Einhalten der Abstandsregeln.

„lantschaft“, die aktuelle Ausstellung der Kunstsammlung, läuft noch bis zum 7. Juni 2020. Das Regionalmuseum im Franziskanerkloster zeigt die Sonderausstellung „Blutiges Gold“ bis zum 20. September 2020.

Veranstaltungen, Gruppenführungen und museumspädagogische Angebote werden zu einem späteren Termin wieder mit ins Programm aufgenommen.

 

Schlösser und Museen öffnen am Dienstag – zunächst mit freiem Eintritt

Fast zwei Monate waren die landeseigenen Schlösser und Museen geschlossen. Ab kommendem Dienstag (12. Mai 2020) öffnen die Einrichtungen wieder für Gäste. Als Dank an die Menschen bei uns im Land hat Finanzminister Reinhard Meyer angeordnet, dass die ersten beiden Wochen der Eintritt in allen Häusern frei sein wird.

Derzeit wird in den Einrichtungen mit Hochdruck die Umsetzung der Hygiene-Auflagen vorbereitet, um einen sicheren Besuch des Staatlichen Museums Schwerin, des Schlossmuseums in Schwerin sowie der Schlösser Bothmer, Granitz, Hohenzieritz, Ludwigslust und Mirow zu ermöglichen. Trotz weitgehender Lockerungen bleiben die Abstandsregelungen weiterhin gültig. Damit die Sicherheit beim Besuch der historischen Bauten gewährt werden kann, wird daher unter anderem an geänderten Wegeführungen gearbeitet. Zudem müssen Besucherinnen und Besucher wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen einen Mund-Nase-Schutz tragen.

Auf Anordnung von Finanzminister Reinhard Meyer wird es zudem bis zum 24. Mai 2020 in allen Einrichtungen einen kostenfreien Eintritt geben.

Regionalmuseum schließt auch seine Türen

Auch das Regionalmuseum Neubrandenburg ist vorübergehend geschlossen.

Die geplante Ausstellungseröffnung am 18.03.2020 muss aus aktuellem Anlass – CORONA – abgesagt werden.

Es wird um Verständnis gebeten.

Eine Woche voller Veranstaltungen

Regionalmuseum zeigt BLUTIGES GOLD ab 18. März im Franziskanerkloster

Bildungsministerin Bettina Martin, Oberbürgermeister Silvio Witt sowie Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen eröffnen am 18. März um 18:30 Uhr die Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums „BLUTIGES GOLD – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“.

In einer großen Schlacht im Tollensetal bei Altentreptow vor über 3.200 Jahren fanden Hunderte von jungen Männern gewaltsam ihren Tod. Spektakuläre Funde zeugen von einer Vernetzung der Menschen in der Bronzezeit bis an das Mittelmeer und von großen Reichtümern, die in unsere Region gelangten. Diese Sonderausstellung zeigt Licht- und Schattenseiten einer lang vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist. Am 25. März, 2. sowie 23. April finden jeweils um 19 Uhr begleitende Vorträge zum Thema statt.

Abenteuer LANTSCHAFT | Drei Filme und eine Soundinstallation von aktuell ausstellenden Künstlern am 19. März um 19 Uhr in der Kunstsammlung

Einige der neun Kunstschaffenden, deren Malereien noch bis zum 22. März in der Kunstsammlung zu sehen sind, arbeiten genreübergreifend, beispielsweise an filmischen oder musikalischen Projekten. Die hier dargebotenen Arbeiten erzählen Geschichten, rufen vielfältige Assoziationen hervor oder setzen sich direkt oder indirekt mit deren Werken auseinander.

Die Soundinstallation Waterfalls des Norwegers Anders Grønlien entführt in ungewöhnliche Klangwelten und verbindet diese mit der Zeichnung eines Wasserfalls. Pentimenti, ein fünfeinhalb minütiger Film von Denise Richardt aus Deutschland, dokumentiert in höchst spannender Weise die Entstehung ihres Bildes „Trikolore Litauen“. Der 35-minütige Kurzfilm Colonna des österreichischen Malers und Filmemachers Berthold Bock zeigt in traumhaften surrealen Erzählsträngen sein Verhältnis zu verschiedenen malerischen Werkzyklen. Neues Tahiti, das ca. eineinhalbstündige Roadmovie des österreichischen Landschaftsmalers und Konzeptkünstlers Lukas Pusch erzählt die anarchisch fröhliche Geschichte von der Gründung des ersten Zentrums für Gegenwartskunst in Sibirien und von der romantischen Suche einer neuen Welt nach dem Ende der Sowjetunion. Denise Richardt und Berthold Bock sind an diesem Abend anwesend.

BiboKino thematisiert Brigitte Reimann am 17. März in der Regionalbibliothek

Inspiriert von der Leipziger Buchmesse und vom baldigen Start in den Bücherfrühling zeigt der Förderverein der Regionalbibliothek am 17. März um 17 Uhr zwei Film-Dokumentationen, die an die Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933-1973) erinnern. Erfahren Sie mehr über ihr Leben, ihr literarisches Werk oder das nach ihr benannte Literaturhaus in der Gartenstraße. Im ersten Beitrag geht es um Reimanns Zeit in Neubrandenburg zwischen 1968 und 1973. In dem 1998 entstandenen Kurzfilm kommen die Schriftstellerkollegen Christa Wolf, Helmut Sakowski und Wolfgang Schreyer, ihr Bruder Lutz Reimann, ihre Schwester Dorothea Herrmann, ihre Freundin Ingrid Weinhofen, der Künstler Wolfgang Schubert oder die Ärztin Marie-Luise Matthes zu Wort. Der zweite Film dokumentiert den Neubau des Literaturhauses von 1996 bis zur Eröffnung 1999.

Eine Woche voller Veranstaltungen

Regionalmuseum zeigt BLUTIGES GOLD ab 18. März im Franziskanerkloster

Bildungsministerin Bettina Martin, Oberbürgermeister Silvio Witt sowie Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen eröffnen am 18. März um 18:30 Uhr die Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums „BLUTIGES GOLD – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“.

In einer großen Schlacht im Tollensetal bei Altentreptow vor über 3.200 Jahren fanden Hunderte von jungen Männern gewaltsam ihren Tod. Spektakuläre Funde zeugen von einer Vernetzung der Menschen in der Bronzezeit bis an das Mittelmeer und von großen Reichtümern, die in unsere Region gelangten. Diese Sonderausstellung zeigt Licht- und Schattenseiten einer lang vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist. Am 25. März, 2. sowie 23. April finden jeweils um 19 Uhr begleitende Vorträge zum Thema statt.

Abenteuer LANTSCHAFT | Drei Filme und eine Soundinstallation von aktuell ausstellenden Künstlern am 19. März um 19 Uhr in der Kunstsammlung

Einige der neun Kunstschaffenden, deren Malereien noch bis zum 22. März in der Kunstsammlung zu sehen sind, arbeiten genreübergreifend, beispielsweise an filmischen oder musikalischen Projekten. Die hier dargebotenen Arbeiten erzählen Geschichten, rufen vielfältige Assoziationen hervor oder setzen sich direkt oder indirekt mit deren Werken auseinander.

Die Soundinstallation Waterfalls des Norwegers Anders Grønlien entführt in ungewöhnliche Klangwelten und verbindet diese mit der Zeichnung eines Wasserfalls. Pentimenti, ein fünfeinhalb minütiger Film von Denise Richardt aus Deutschland, dokumentiert in höchst spannender Weise die Entstehung ihres Bildes „Trikolore Litauen“. Der 35-minütige Kurzfilm Colonna des österreichischen Malers und Filmemachers Berthold Bock zeigt in traumhaften surrealen Erzählsträngen sein Verhältnis zu verschiedenen malerischen Werkzyklen. Neues Tahiti, das ca. eineinhalbstündige Roadmovie des österreichischen Landschaftsmalers und Konzeptkünstlers Lukas Pusch erzählt die anarchisch fröhliche Geschichte von der Gründung des ersten Zentrums für Gegenwartskunst in Sibirien und von der romantischen Suche einer neuen Welt nach dem Ende der Sowjetunion. Denise Richardt und Berthold Bock sind an diesem Abend anwesend.

BiboKino thematisiert Brigitte Reimann am 17. März in der Regionalbibliothek

Inspiriert von der Leipziger Buchmesse und vom baldigen Start in den Bücherfrühling zeigt der Förderverein der Regionalbibliothek am 17. März um 17 Uhr zwei Film-Dokumentationen, die an die Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933-1973) erinnern. Erfahren Sie mehr über ihr Leben, ihr literarisches Werk oder das nach ihr benannte Literaturhaus in der Gartenstraße. Im ersten Beitrag geht es um Reimanns Zeit in Neubrandenburg zwischen 1968 und 1973. In dem 1998 entstandenen Kurzfilm kommen die Schriftstellerkollegen Christa Wolf, Helmut Sakowski und Wolfgang Schreyer, ihr Bruder Lutz Reimann, ihre Schwester Dorothea Herrmann, ihre Freundin Ingrid Weinhofen, der Künstler Wolfgang Schubert oder die Ärztin Marie-Luise Matthes zu Wort. Der zweite Film dokumentiert den Neubau des Literaturhauses von 1996 bis zur Eröffnung 1999.

GEFANGEN IM KRIEG | Regionalmuseum stellt in Russland aus

Fotos: Stadt Neubrandenburg

Das Neubrandenburger Regionalmuseum zeigt derzeit eine Ausstellung in der tatarischen Hauptstadt Jelabuga in Russland. Das Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren war der Anlass für die Museumsmitarbeiter in Jelabuga die Ausstellung Gefangen im Krieg zu übernehmen.

Vor fünf Jahren stellte das Museum der Vier-Tore-Stadt mit der Schau zwei Themenkreise vor: Kriegsgefangene der Roten Armee in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere im Kriegsgefangenenlager Fünfeichen und deutsche Kriegsgefangene in der damaligen Sowjetunion, insbesondere im Gefangenenlager Jelabuga. Die Inhalte basieren auf aktuellen Forschungsergebnissen von Dr. Natalja Jeske, Annalise-Wagner-Preisträgerin 2015, sowie von Prof. Dr. Carsten Gansel, Universität Gießen, der die Ausstellung in Russland anregte. Die deutsche Fassung war zuvor auch im Dokumentationszentrum Prora und im Stadtmuseum Waren zu sehen. Die jetzt erstellte russische Fassung befindet sich nun in der tatarischen Hauptstadt, ca. 200 Kilometer östlich von Kasan.

Auf dem Friedhof dort erinnern heute Namenstafeln, ähnlich wie in Neubrandenburg, an die Opfer. Zu ihnen gehört auch der Arzt Kurt Reuber, der die sogenannte „Madonna von Stalingrad“ zeichnete, die sich seit 1983 in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befindet. Im Kriegsgefangenenlager Jelabuga waren viele Offiziere und Soldaten inhaftiert, die sich im Bund Deutscher Offiziere bzw. im Nationalkomitee Freies Deutschland engagierten.