Bibliothek, Kunstsammlung und Museum öffnen ihre Türen

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist es ab morgen wieder möglich, kulturelle Ausstellungen, Museen, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen sowie Bibliotheken und Archive ohne Terminvereinbarung zu besuchen.

Die Regionalbibliothek der Vier-Tore-Stadt und das Archiv öffnen ihre Türen ab morgen 10 Uhr. Aus Infektionsschutzgründen werden Bereiche wie beispielsweise die Leseecke (Zeitschriften und die PC-Arbeitsplätze) aber gesperrt (siehe Anhang).

Foto (Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg): Die neue Ausstellung im Regionalmuseum „Auf Spurensuche – abgestaubt“.

Die Kunstsammlung und das Regionalmuseum im Franziskanerkloster öffnen ab Mittwoch wieder ihre Türen (10 Uhr) für Besucher. Die Museumsgäste erwartet eine neue Ausstellung unter dem Motto „Auf Spurensuche – abgestaubt“. Die Wiedergründung des Neubrandenburger Museumsvereins jährte sich im vergangenen Jahr zum 30. Mal. Das Regionalmuseum freut sich, die dazu entstandene Sonderausstellung nun bis zum 24. Mai der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ein Teil der Sonderausstellung widmet sich dem Kochbuch der Kochschule Neubrandenburg, das durch den Verein publiziert wurde. Hier stehen sich Küchenutensilien vergangener Zeiten und Fotos des Neubrandenburger Fotografen Thomas Kunsch gegenüber. Aber auch Vergangenheit und Gegenwart des Museumsvereins werden beleuchtet.

In der Kunstsammlung in der Großen Wollweberstraße ist noch bis zum 14. März die Ausstellung „Eilergerhard. YOU&ME“ mit faszinierenden Objekten aus Porzellan und Silikon zu sehen. Während der Zeit des Lockdown wurde die Bestandsausstellung „Der glückliche Griff“ im Obergeschoss komplett neugestaltet. Ein Besuch lohnt sich.

Auf 360° Tour durchs Regionalmuseum und durch die Kunstsammlung

Auch wenn die Museen aufgrund der Corona-Pandemie derzeit geschlossen sind, lädt die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg dennoch zu einer Erkundungstour der besonderen Art durch das Regionalmuseum im Franziskanerkloster und durch die Kunstsammlung ein. Ein Mausklick macht es möglich und schon befinden sich Besucher inmitten von Stadtgeschichte im 3D-Format bzw. zwischen zeitgenössischer Kunst.

Fotos: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Die Dauerausstellung des Regionalmuseums und die Ausstellungsräume der Kunstsammlung können jetzt auf einer 360°Tour bequem von Zuhause digital erkundet werden.

Umgesetzt wurde das Projekt mit Thomas Grosse von dem Rostocker Jungunternehmen „Neunauge 360° virtuell 3D“.

https://www.neubrandenburg.de
https://www.museum-neubrandenburg.de
https://www.kunstsammlung-neubrandenburg.de

Neubrandenburger Kochschule

Ein „Kochbuch der Neubrandenburger Kochschule“ ist im Buchhandel und im Museum (nach coronabedingter Schließung) ausgelegt.

Das Heft 52 in der Schriftenreihe des Regionalmuseums entstand auf Grundlage handschriftlicher Aufzeichnungen von Alma Kurth aus Bartow bei Altentreptow, die um 1910 die Vier-Tore-Städter Kochschule am Schützenwall besuchte. Ihre in Kurrentschrift festgehaltenen Notizen wurden von Museumsvereinsmitgliedern übertragen und sind in einer Auswahl von fast 50 Rezepten Anregung zum Nachkochen für traditionelle Speisen, Kuchen und Marmeladen.

Das Heft ist aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Museumsvereins entstanden und wurde mit Unterstützung der „Gertrud und Franz Schubert Stiftung“ finanziert. Es ist für 10 Euro erhältlich. Die Illustrationen, Fotomotive von historischen Küchengerätschaften aus dem Bestand des Regionalmuseums, lieferte der Fotograf Thomas Kunsch.

Die Wiedergründung des Neubrandenburger Museumsvereins wird in der nächsten Sonderausstellung des Museums im Franziskanerkloster thematisiert.

Museum und Kunstsammlung bleiben zu – Spielplätze weiterhin zugänglich

Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg setzt die neue Corona-Verordnung um.

Aus diesem Grund werden die Kunstsammlung und das Museum für die kommenden vier Wochen geschlossen. Die Bibliothek und das Archiv bleiben für Besucher geöffnet, wobei der Lesesaal nur mit Einschränkungen besucht werden kann. Die bisher geltenden Hygienemaßnahmen werden weiterhin unverändert umgesetzt.

Die Sportplätze und Turnhallen der Stadt bleiben für den Kinder- und Jugendsport geöffnet. Auch die Außenspielplätze sind weiterhin zugänglich.

Landeseigene Museen und Schlösser ab Montag geschlossen

Die landeseigenen Schlösser und Museen werden ab kommendem Montag geschlossen.

„Wir sind jetzt wieder in einer kritischen Phase der Pandemie. Es ist jetzt wichtig, die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Daher haben wir im Kabinett beschlossen, die Museen wieder zu schließen. Wir müssen jetzt alle Anstrengungen unternehmen, um die zweite Welle zu brechen.“, so Finanzminister Reinhard Meyer.

Das Staatliche Museum Schwerin, das Schlossmuseum in Schwerin sowie die Schlösser Bothmer, Granitz, Güstrow, Hohenzieritz, Ludwigslust und Mirow bleiben ab kommendem Montag zunächst bis Ende November geschlossen.

Die Außenbereiche der Schlösser sowie die Gärten und Parks bleiben weiter geöffnet. Allerdings gilt auch hier, dass die geltenden Hygienemaßnahmen einzuhalten sind.

Quiz führt durchs Museum

Das Regionalmuseum bietet sich in Zeiten von Corona hervorragend als außerschulischer Lernort an. Um die größtmögliche Sicherheit für Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten, wurde ein Museumsquiz entwickelt, mit dem sich die Schülerinnen und Schüler das Museum nach einer kurzen Einführung auf dem Klosterhof selbstständig erschließen können.

Die Auswertung kann wahlweise im Anschluss auf dem Hof oder durch die Lehrkräfte im Unterricht erfolgen. Um den Kontakt zu anderen Besucherinnen und Besuchern zu vermeiden, findet das Quiz nach Voranmeldung montags und dienstags statt. An den anderen Wochentagen werden Wallrundgänge mit der Museumspädagogin angeboten. Hier können die Schülerinnen und Schüler an historischen Orten in die Geschichte der Stadt eintauchen.

Terminabsprache für beide Veranstaltungen unter 0395 555 1273

Ausstellungseröffnung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale, 25. September 2020, 14-15 Uhr, Regionalmuseum

Am 25. September 2020 wird Rektor Professor Gerd Teschke im Neubrandenburger Regionalmuseum die Ausstellung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale eröffnen. Zusammen mit den Zeitzeugen Heinz Schewe, Irmtraut Steinert und Jörgen Sönderby soll die Ausstellung vorgestellt und erlebbar gemacht werden.

Professor Gerd Teschke zur Ausstellung: „Die Ausstellung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale geht für mich zurück auf eine Diskussionsrunde an der evangelischen Akademie Loccum zum Thema „30 Jahre Mauerfall: Unterschiede in der Entwicklung von west- und ostdeutschen Berufsbiografien“.

In diesem Kontext wurden über die Treuhandausstellung verschiedene persönliche Berufsbiografien in der Nachwendezeit näher beleuchtet. Dieses Thema reicht in meiner Wahrnehmung bis in die heutige Zeit hinein und ist verbunden mit ganz persönlichen Schicksalen.

Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Regionalmuseums und der Hochschule ist es gelungen, diese Ausstellung für die Zeit vom 26.09. bis 08.11. nach Neubrandenburg zu holen. Von besonderem Interesse sind sicher vier „Treuhand Schicksale“ aus der Neubrandenburger Nachwendezeit, die einen zusätzlichen Ausstellungteil ausmachen werden; sie gewähren einen besonderen und ganz persönlichen Einblick in jene Zeit, mit ihren speziellen Umständen.“