Abfuhrtermine im Zusammenhang mit Feiertagen

Wegen der Entleerung der Mülltonnen hat es beim Umweltamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte einige empörte Anrufer gegeben, die den Abfuhrtermin verpasst hatten.

Tatsächlich ist es so, dass es im Zusammenhang mit Feiertagen, wie Weihnachten und Ostern, naturgemäß alljährlich zu Abweichungen bei den Entsorgungsterminen kommt. Diese waren jedoch langfristig und planmäßig erfolgt und bereits im Abfallratgeber und im elektronischen Tourenplan auf der Internetseite veröffentlicht. Deshalb weist das Umweltamt vorsorglich darauf hin, dass solche Verschiebungen der Wochentage auch im kommenden Jahr im Zusammenhang mit Feiertagen entstehen werden. Vor allem diese Abweichungen sollte sich jeder ganz besonders im Kalender markieren.

Die Abfuhrtermine für das Jahr 2021 sind über die Homepage des Landkreises bereits jetzt abrufbar. Dort ist auch der Abfallratgeber für das Jahr 2021 in digitaler Form eingestellt. Bitte nutzen Sie diese digitalen Angebote. Sie können dort auch Ihre persönlichen Abfuhrtermine für das gesamte Jahr ausdrucken. Die Papierausgabe des Abfallratgebers wird in der 3. Kalenderwoche an alle Haushalte verteilt. Bitte informieren Sie Ihre Nachbarn oder Verwandte, die kein Internet haben, nach Möglichkeit über die Abfuhrtermine im Januar.

Und noch einen Hinweis gibt das Umweltamt zum Jahresende: Gelbe Säcke, die jetzt zu spät herausgestellt wurden, bittet der Landkreis von den Straßen zu entfernen und in der gelben Tonne zu entsorgen. Sollte der Verpackungsabfall, der über die Feiertage anfällt, dann nicht mehr in die gelbe Tonne passen, kann die Mehrmenge in transparenten Beuteln zur Abfuhr neben die gelbe Tonne gestellt werden. Bei der ersten Abfuhr im neuen Jahr werden diese Beutel mitgenommen.

Auch Mehrmengen an Restmüll, die über die Feiertage anfallen, können bei der ersten Leerung im neuen Jahr in Müllbeuteln neben die Restmülltonne gestellt werden. Die Müllabfuhr wird auch diese mitnehmen.

Sondereinsatz gegen Müllberge

In der Innenstadt werden die Müllbehälter ab sofort täglich einmal öfter geleert. Damit reagiert die Stadt auf das derzeit hohe Müllaufkommen besonders auf dem Markt, in der Treptower und in der Stargarder Straße.

In den vergangenen Tagen hat sich aufgrund der Schließung der gastronomischen Einrichtungen besonders der Verpackungsmüll gehäuft, so dass die vorhandenen Abfallbehälter hauptsächlich in der Mittagszeit und am Abend überquellen oder der Müll gar nicht erst in den dafür vorgesehenen Behältern landet.

Fotos: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Gleichzeitig appelliert Oberbürgermeister Silvio Witt noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger im Interesse aller, die Stadt sauber zu halten, vorhandene Müllbehälter zu nutzen und wenn diese voll sind, den Abfall in einem nächsten Behälter zu entsorgen.

Die Stadt hat vorgesorgt. Während des sogenannten ersten Lockdown wurden in der Innenstadt zusätzlich drei Müllpressbehälter aufgestellt und zusätzliche Kapazitäten zur Abfallentsorgung geschaffen.

Wurden in der der Innenstadt durch den Entsorger Remondis bisher die Abfallbehälter zweimal am Tag geleert, so passiert dies nun drei Mal täglich. Hinzu kommen weitere Kosten fürs Müllsammeln. „Die Entsorgung und die derzeitigen Sondereinsätze kosten zusätzlich Geld aus der Stadtkasse – also unser aller Geld“, betont der Oberbürgermeister.

Zum Streik der Müllwerker

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind Müllwerker des Entsorgungsunternehmens REMONDIS am Morgen des 25. Mai 2020 in einen Warnstreik getreten.
Darüber ist die kommunale Abfallwirtschaft im Umweltamt des Landkreises von ihrem Vertragspartner informiert worden.

Wie der Dezernent Torsten Fritz sagte, sei vorerst noch unklar, wie viele Müllwerker streiken und wie lange. „Es werden trotzdem Mülltonnen im Laufe der nächsten Tage geleert. Deshalb bitten wir die Bürgerinnen und Bürger, die Tonnen zum Leeren stehen zu lassen, auch wenn sich noch nicht sagen lässt, wann der Inhalt entsorgt wird.“

Corona stellt auch Abfallentsorgung vor besondere Herausforderungen

Die Corona-Epidemie und die Maßnahmen zur Bekämpfung des SARS-CoV-2-Virus stellen auch die Abfallentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern vor besondere Heraus­forderungen. Zum einem fällt mehr Abfall an, weil sich deutlich mehr Menschen als sonst zu Hause aufhalten. Damit die Restabfalltonnen nicht überquellen, sind Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung gerade wichtiger denn je. Viele nutzen die Corona-Zwangspause zudem auch, um Keller und Dachböden zu entrümpeln.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt für die Abfallentsorgung von Haushalten, in denen infizierte Personen, begründete Verdachtsfälle oder sonstige Personen in häuslicher Quarantäne leben bestimmte Vorsichtsmaßnahmen.

Für diese Haushalte rät das Umweltweltministerium M-V gemäß den Empfehlungen des RKI zu folgendem Umgang mit Abfällen – auch wenn bisher keine Fälle bekannt sind, bei denen sich Personen durch Berührung von kontami­nierten Gegenständen angesteckt haben:

  • Neben dem Restmüll sind auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Biomüll ausschließlich über die Restmülltonne (graue Tonne) zu entsorgen.
  • Sämtliche Abfälle, die durch das Virus kontaminiert sein könnten, sind in Abfallsäcken zu entsorgen. Einzelgegenstände wie beispielsweise Taschentücher sind nicht lose in Abfalltonnen zu werfen.
  • Abfallsäcke sind sicher zu verschließen.
  • Spitze und scharfe Gegenstände sind in bruch- und durchstich­sicheren Einwegbehältnissen zu verpacken.
  • Müllsäcke sind möglichst sicher zu verstauen, so dass keine Tiere damit in Kontakt kommen.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe sind nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt zu entsorgen.

Für alle anderen privaten Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern, in denen keine infizierten Personen, keine begründeten Verdachtsfälle und auch keine sonstigen Personen in häuslicher Quarantäne leben, gilt weiterhin uneingeschränkt das Gebot der Abfalltrennung. Es gelten die entsprechenden Hinweise des Abfallentsor­gers.

Müllentsorgung: 28-Tage-Rhythmus beginnt

Ab der 14. Kalenderwoche, am 30. März 2020, startet im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die 28-tägliche Leerung für 60-l-Mülltonnen. Das betrifft die Haushalte, die eine 28-tägliche Leerung beantragt und eine rote Gebührenmarke erhalten haben. Sie stellen ab jetzt ihre schwarze Tonne nur noch alle 28 Tage zur Leerung bereit.

Die konkreten Terminen sind, wie gewohnt, auf der Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de zu finden. Von der Startseite geht es mit einem Klick auf das Foto mit der Papier- und der Mülltonne unter „Abfall & Müll“ direkt zum Tourenplan. Dort sind der Wohnort und die Straße oder der Ortsteil einzugeben und das Kästchen „Restmülltonne 28-täglicher Rhythmus“ anzuklicken. Dann erscheinen alle Termine bis zum Jahresende.

Wer keinen Zugang zum Internet hat, erfährt auf der Seite 2 im kommenden Kreisanzeiger, der am 28. März 2020 erscheint, wie man mit Hilfe des Tourenplans im Abfallratgeber die neuen Termine selbst ermitteln kann.

Für unsere älteren Mitbürger ist auch hier in diesen Tagen Unterstützung gefragt. Nachbarn, Kinder oder Enkel könnten behilflich sein, um die Termine schnell und unkompliziert von der Internetseite herunterzuladen – ganz gleich, wie weit entfernt sie wohnen.

Jetzt bitte nicht entrümpeln

Da viele Menschen pandemiebedingt zu Hause sind, nutzen sie die Zeit, um zu entrümpeln.

Die Recyclinghöfe haben in den vergangenen Tagen ein verstärktes Besucheraufkommen verzeichnet. So nachvollziehbar es ist, die jetzige Zeit für einen Frühjahrsputz zu nutzen, bitten die kommunalen Entsorger, diese Arbeiten bzw. die Entsorgung der anfallenden Abfälle auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen.

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe:

Zum einen sind die Wertstoffhöfe aktuell so stark frequentiert, dass teilweise der gebotene Abstand zwischen den Mitarbeitern und den Kunden sowie auch zwischen den Kunden selbst nicht mehr gewahrt werden kann.

Zum anderen ziehen Abfallwirtschaftsbetriebe in Krisenzeiten Personal von Recyclinghöfen ab, um diese Mitarbeiter gemäß für die Sammeltouren einsetzen zu können.

Denn Priorität der Betriebe hat gerade in diesen Zeiten, die Entsorgung von medizinischen Abfällen sowie von hygienisch risikobehafteten Rest- und Bioabfällen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Aus denselben Gründen gibt es derzeit längere Wartezeiten bei der Anmeldung von Sperrmüll. Die übliche Wartezeit von drei Wochen ist derzeit nicht einzuhalten.

Neubrandenburg will vom Einwegbecher weg

Allein in Deutschland werden jedes Jahr ca. 2,8 Milliarden Einwegbecher nur für Coffee-to-go verwendet und nach einem einmaligen Gebrauch weggeworfen – das sind rund 320.000 Becher in der Stunde. In Zusammenarbeit mit den Kaffeeanbietern des Stadtgebietes möchte die Stadt Neubrandenburg einen Beitrag dazu leisten, diese Zahl zu senken, um damit Ressourcen zu schonen und den Einwegmüll in Neubrandenburg zu reduzieren.

Hierzu lädt die Stadt Neubrandenburg alle Anbieter von Coffee-to-go-Produkten am Montag, 23. September 2019, 18 Uhr in den Kleinen Seminarraum des Hauses der Kultur und Bildung (HKB, Haus C, OG, Kleiner Seminarraum, Marktplatz 1) ein, um über ein Pfandsystem für Mehrwegbecher zu informieren.

Wann?
Montag, 23. September 2019 um 18 Uhr

Wo?
HKB, Haus C, OG, Kleiner Seminarraum, Marktplatz 1

Eingeladen sind beispielsweise Café-Betreiber und Gastronomen, Bäckereien, Tankstellen oder weitere Stellen, die Kaffee zum Mitnehmen anbieten. Bei der Veranstaltung informiert das Start-Up-Unternehmen RECUP über ein einfaches und nachhaltiges Pfandsystem für Mehrwegbecher. Die Cafeteria der Hochschule Neubrandenburg sowie 25 GRAD – Die Kaffeebar nutzen dieses System bereits.

Anmeldungen unter: wirtschaftsfoerderung@neubrandenburg.de