MSEunternehmen_digital: Unternehmen nutzen zunehmend neue Plattform für Präsentation und Kontakte

In drei Wochen – am 5. November 2020 – geht die diesjährige Unternehmensmesse des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte „MSEunternehmen_digital“ ins Netz.  Auch wenn der eigentliche Messetermin der 10. November 2020 ist, bietet die ins Internet verlegte Messe den Teilnehmern die Möglichkeit, über den eigentlichen Veranstaltungstermin hinaus für zwei Wochen – vom 5. bis 18. November 2020 – für registrierte Besucher sichtbar zu sein.

Dieses Angebot für die eigene Unternehmenspräsenz nutzen immer mehr Unternehmen aus der Seenplatte und darüber hinaus. Flagge für die Wirtschaft des Landkreises und ein ganz neues Format des Austausches und der Kontaktanbahnung für Unternehmen in MV zeigen beispielsweise die 12.18 Fleesensee Holding, das Kreiskrankenhaus Demmin, die Energieanlagen Nord GmbH (Neubrandenburg), EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH & Co.KG, Mecklenburger Backstuben GmbH, zahlreiche Netzwerke, Aus- und Weiterbildungsinitiativen, kleine Unternehmen und Start-ups.

Sie alle erwarten von ihrer Teilnahme an der Unternehmensmesse Präsenz in einer Zeit, in der Unternehmen nicht viele Möglichkeiten haben, sich anderen Unternehmen, potentiellen Partnern, Kunden oder Mitarbeitern zu präsentieren. Kontakte, Austausch, Gespräche – direkt per Chat, Telefon oder Mail – sind bei MSEunternehmen_digital genauso möglich, wie bei der klassischen Form der Messe – durch die digitale Vernetzung sogar noch unkomplizierter und effizienter.

„Nur wer präsent ist, kann auch wahrgenommen werden! In der aktuellen Zeit gilt das mehr denn je“, sagt Sabine Lauffer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH . Mit MSEunternehmen_digital bietet die Wirtschaftsförderung den Unternehmen im Landkreis eine neue Plattform, wahrgenommen zu werden. Mit minimalstem Aufwand und allen Möglichkeiten – dank Internet sogar über die Landkreisgrenzen hinaus.

Was: MSEunternehmen_digital
Wann: 10. November 2020; Messezutritt für registrierte Besucher/innen und Teilnehmer/innen: 05.11.2020 bis 18.11.2020
Wo: http://messe.mseunternehmen.de
Wie: www.MSEunternehmen.de

Corona-Hotline des Landkreises mit neuer Nummer

Nach der Behebung von technischen Problemen mit der Telefonanlage der Kreisverwaltung Mecklenburgische Seenplatte, mussten einige Nummern neu vergeben werden.

In diesem Zusammenhang hat auch die Corona-Hotline eine neue Telefonnummer erhalten. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 0395 57087 7777 zu erreichen.

Am Sonnabend und Sonntag ist das Telefon von 9 bis 15 Uhr für Fragen zu den geltenden Regeln im Umgang mit der Pandemie zu erreichen.

Corona-Allgemeinverfügung tritt am Sonnabend in Kraft

In Anbetracht der Zunahme an Infektionen mit dem Covid-19-Virus im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat Landrat Heiko Kärger eine Allgemeinverfügung für den Landkreis bekannt gemacht. Damit gelten ab Sonnabend, den 17. Oktober 2020 für die Seenplatte zusätzliche Einschränkungen für die Einwohner.

Darüber informierte der Landrat in einer Pressekonferenz am frühen Freitagnachmittag: Demnach ist in allen Geschäften und Einkaufszentren, Parkhäusern, auf Wochenmärkten, Flohmärkten usw. ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Familientreffen in der Häuslichkeit sind auf maximal 15 Personen zu beschränken. Feiern in Gaststätten mit mehr als 25 Personen sind untersagt. Für Gaststätten, Bars usw. gelten Sperrstunden von Null bis 6 Uhr morgens. In großen Räumen sind Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern nicht statthaft.

Die vollständige Allgemeinverfügung ist auf der Internetseite des Landkreises bekannt gemacht und veröffentlicht. Der Landrat begründete die neuen Maßnahmen damit, dass er darin eine Möglichkeit sieht, die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Das Problem ist, dass die Erkrankungen steigen und das wir in fast 25 Prozent der Fälle nicht wissen, wo die Menschen sich angesteckt haben“, so der Landrat. Aber man könne noch so viele Verordnungen erlassen – das allerwichtigste sei, dass die Menschen mitmachen.

Der Landrat appellierte mehrmals an die Einwohnerinnen und Einwohner und an die Besucher des Landkreises, Abstand zu halten, auf Feiern zu verzichten und sich zu schützen. Denn der überwiegende Teil der Erkrankungen resultiert aus Familienfeiern.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind in den zurückliegenden 7 Tagen 90 Neuerkrankungen labortechnisch festgestellt worden. Immer mehr Erkrankungen traten ohne Beziehung zu bislang bekannten Fällen auf. Das heißt, viele der Betroffenen wurden im Alltag angesteckt, ohne dass sich die Quelle der Infektion feststellen lässt. Die Zahlen der Infektionen entwickelten sich in der zurückliegenden Woche parallel zum Bundestrend, erklärte Amtsarzt Dr. Franz-Josef Stein. Seit dem Frühjahr sind im Landkreis mehr als 320 Personen an Covid-19 erkrankt, davon 125 akut. Acht Patienten werden seit dem Frühjahr auf Intensivstationen behandelt.

Die 16. Allgemeinverfügung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zur Begrenzung der Neuinfektionen Covid-19/Übertragung von SARS-CoV-2 ist auf der Internetseite des Landkreises bekannt gemacht.

Schwarzwildmeldung

Vor dem Hintergrund der bestehenden ASP-Gefahr werden die Jagdausübungsberechtigten des Landkreises bis auf Weiteres aufgefordert, die Schwarzwildstrecke untergliedert nach Altersklassen für die Zeiträume vom 01.04. bis 31.08. des Jahres zusammengefasst und dann monatlich, jeweils zum 10. des Monats, unter Verwendung des Formblattes der Jagdbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zu melden.

Die Meldungen können postalisch oder an die E-Mail-Adresse jagdundwaffen@lk-seenplatte.de erfolgen.

Die jährlich geforderte Wildnachweisung, die bis zum 10. April jeden Jahres einzureichen ist, bleibt von dieser monatlichen Schwarzwildmeldung unberührt.

Rechtsgrundlage für die Abforderung dieser Daten bildet § 21 Abs. 8 des Jagdgesetzes des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Landesjagdgesetz – LJagdG M-V).

jetzt zur Prüfung anmelden

Die nächste Prüfung zum Erwerb des ersten Jahresjagdscheins findet im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vom 26. bis 30. Oktober 2020 statt. Das teilt die Untere Jagdbehörde des Landkreises mit. Dort muss sich bis zum 19. Oktober 2020 schriftlich anmelden, wer die Prüfung absolvieren möchte.

Dazu sind auch die entsprechenden Nachweise und eine Kopie des Personalausweises beizufügen. Die Anmeldeformulare stehen auf der Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de. Sie können auch direkt in der Unteren Jagdbehörde in Demmin, Adolf-Pompe-Str. 12-15, abgeholt werden.

Die Prüfung findet nur dann statt, wenn sich dafür mindestens acht Personen angemeldet haben. Die Zahl der Teilnehmer ist auf maximal 20 beschränkt.

Grippeschutzimpfungen in der „Zigarre“

Das Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte bietet im Oktober wieder Grippeschutzimpfungen in Neubrandenburg an. Sie werden ab dem 13. Oktober 2020 jeweils Dienstag und Donnerstag von 9:00 bis 12:00 und von 13:00 bis 16:00 Uhr in der Woldegker Straße 6 („Zigarre“), 3. Etage, in den Räumlichkeiten der Betreuungsbehörde durchgeführt.

Terminabsprachen sind bei dieser Aktion nicht möglich. Weil selbstverständlich die Corona-Hygiene-Richtlinien eingehalten werden müssen, wird am Eingang eine Zuweisung erfolgen. Wartezeiten sind also einzuplanen.

Am 27.Oktober können Kinder unter 14 Jahre nicht geimpft werden.

Und nicht vergessen: der Impfausweis ist mitzubringen.

11.200 Vollzeit-Beschäftigte an der Seenplatte arbeiten zum Niedriglohn

40 Stunden Arbeit pro Woche und trotzdem bleibt es klamm im Portmonee: Aktuell arbeiten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 20 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten im Niedriglohnsektor. Insgesamt rund 11.200 Menschen erzielen trotz voller Stundenzahl ein Einkommen unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 1.885 Euro brutto im Monat (Wert für Ostdeutschland). Darauf hat die Gewerkschaft IG BAU hingewiesen. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor.

„Dass selbst eine Vollzeitstelle häufig nicht ausreicht, um finanziell halbwegs abgesichert zu sein, ist alarmierend“, sagt Wolfgang Ehlert, Bezirksvorsitzender der IG BAU Ostmecklenburg-Vorpommern. In der Region zählten unter anderem die Landwirtschaft, die Gebäudereinigung und die Floristik zu den Branchen, in denen besonders wenig gezahlt werde. Grund dafür sei auch die schwindende Tarifbindung.

„Je mehr Firmen aus Tarifverträgen aussteigen, desto schlechtere Karten haben die Beschäftigten. Es droht eine immer tiefere Spaltung des Arbeitsmarktes“, warnt Ehlert. Diese werde durch die Corona- Pandemie teils verschärft: Beschäftigte im Handwerk könnten nur selten Homeoffice machen. Wegen hoher Mieten in den Städten müssten sie zudem oft weite Pendelwege in Kauf nehmen.

Der Gewerkschafter ruft die Unternehmen im Landkreis dazu auf, sich zu Mitbestimmung und Tarifautonomie zu bekennen: „Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgsmodell, das den Beschäftigten – und den Betrieben – über Jahrzehnte wachsenden Wohlstand beschert hat. Sie darf nicht unter die Räder kommen.“ Nach Untersuchungen der Hans-Böckler-Stiftung profitieren davon auch die Firmen. In tarifgebundenen Unternehmen steige die Produktivität, Mitarbeiter seien motivierter.

„Aber auch die Politik ist am Zug. Sie sollte mehr für die Tarifbindung tun“, erklärt Ehlert und nennt das Beispiel des Maler- und Lackiererhandwerks: Dort haben Gesellen Anspruch auf einen tariflichen Mindestlohn von 13,50 Euro pro Stunde. Diese Lohnuntergrenze wurde von der Politik für die ganze Branche zur Pflicht gemacht. Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn liegt aktuell bei 9,35 Euro pro Stunde. „Klar ist aber auch: Je mehr Menschen sich in den Gewerkschaften engagieren, desto mehr lässt sich gegenüber den Arbeitgebern herausholen“, so Ehlert.