„WIEHIN? Kreativ-Wettbewerb Ländliche Mobilität für Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern“

Über eine Million Menschen und damit mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leben in MV in ländlichen Räumen. 62 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Die Schulwegzeit liegt schon bei Grundschülern im Schnitt bei 30 Minuten – pro Weg.
Doch während die Mobilität zwischen Schule und Wohnort in der Regel gewährleistet ist, sind es vor allem die Dritten Räume, die auf dem Lande unabhängig von den Eltern schwer zu erreichen sind. Dabei sind es besonders diese Orte von Freizeit, Kultur und Sport, die für gesellschaftliche Teilhabe am wichtigsten sind.

Besonders für junge Menschen stellt sich die Frage der Mobilität und der Unabhängigkeit hier schon sehr früh. Die KARO gAG richtet in ihrem neusten Projekt „WIEHIN?“ einen Kreativwettbewerb für Kinder und Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern aus. Der Name ist Programm: Die Kinder und Jugendlichen nähern sich auf kreative Weise der Problematik, in ländlichen Räumen von A nach B zu kommen. Dabei können sie die verschiedenen vorhandenen oder nicht vorhandenen Möglichkeiten entdecken und sich ein Stück mehr Unabhängigkeit schaffen. Sie entwickeln Ideen und Konzepte zur selbstständigen Mobilität – von Kindern für Kinder in ländlichen Räumen.

Der Wettbewerb soll einen Bewusstseinswandel in Mobilitätsfragen in verschiedenen Kontexten – von Unterricht bis Freizeit – voranbringen und dreht sich vor allem um elternunabhängige Lösungen aus der Perspektive der Teilnehmenden. Das Elterntaxi und der Schulbus sind für die meisten Kinder und Jugendlichen in ländlichen Räumen MVs die wichtigsten Fortbewegungsmittel. Viele andere Lösungen und Verkehrsmittel sind in der Wahrnehmung der jungen Zielgruppe gar nicht vorhanden oder rücken immer weiter aus dem Fokus.

„Im Wettbewerb geht es darum, die Perspektive der Kinder und Jugendlichen in die Diskussion einzubringen. Ihre Vorstellung einer Mobilität, die von Eltern und Großeltern unabhängig ist,“ so Sven Ehrecke, Vorstand der KARO gAG. Ziel des Wettbewerbs ist es nicht, den Teilnehmenden die Suche nach Patentlösungen zu übertragen, sondern das Kennenlernen von alten und neuen Mobilitätslösungen abseits des ‘Elterntaxis’ und den Bezug zur eigenen Fortbewegung in ländlichen Räumen. Das beginnt bei der Entdeckung des Zu-Fuß-Gehens und Radfahrens, geht über die Nutzung von Rufbussen, Regionalzügen, Mitfahrgelegenheiten und schließt natürlich auch Elektromobilität, smart mobility und visionäre Ansätze wie Flugtaxis mit ein. Extrem aufwendige Einreichungen sind nicht notwendig. Die KARO gAG freut sich über jede noch so kleine Einreichung.

Wichtigstes Ziel ist die tatsächliche Umsetzung von vielen kleinen regional verschiedenen Lösungen. Finanziert durch die Preisgelder aus dem Wettbewerb sollen so mehr Kinder und Jugendliche Zugang zu kulturellen Angeboten haben und einer Teilhabegerechtigkeit in ländlichen Räumen näherkommen. Das nachhaltige Weiterführen der kleinen praktikablen Lösungen, die im Projekt entwickelt und ausprobiert wurden kann auch langfristig großen Nutzen vor Ort entfalten. Die KARO gAG freut sich über eure Einreichungen.

Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage www.wiehin.de

Covid-19-Verdachtsfälle – Mobile Teams starten

In Mecklenburg-Vorpommern stehen seit Freitag vier Teams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bereit, im Auftrag des Gesundheitsministeriums bei Verdacht einer Corona-Infektion Abstriche bei immobilen Patienten vorzunehmen.

Die 2er-Teams sind mit medizinischem Fachpersonal besetzt, die im ganzen Land unterwegs sein werden, um die Abstriche vornehmen. Die Abstriche erfolgen ausschließlich durch die Verordnung eines Arztes, der einen DRK-Koordinator über die Einsätze informiert. Dieser teilt die Teams nach Bedarf und Notwendigkeit ein. Das Wirtschaftsministerium fördert die mobilen Teams mit bis zu 100.000 Euro pro Monat, um die Ansteckungsgefahr in Krankenhäusern und Arztpraxen zu minimieren.

Zusätzlich zu den mobilen Teams gibt es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 15 weitere Abstrichzentren für Coronatests (Greifswald, Pasewalk, Stralsund, Bergen, Ludwigslust, Parchim, Neustrelitz, Neubrandenburg, Grevesmühlen, Wismar, 2x Rostock, Schwerin, Bützow Ortsteil Wolken und Hohenfelde (Landkreis Rostock)).

Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion – zunächst Telefonkontakt zum Hausarzt suchen. Ein Patient, der befürchtet, am Coronavirus erkrankt zu sein, soll sich zunächst bei seinem Hausarzt telefonisch melden. Der Arzt prüft, ob die Bedingungen für einen begründeten Verdachtsfall – nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts – am Coronavirus erkrankt zu sein, vorliegen. Der Patient geht dann auf Weisung des Arztes in ein Abstrichzentrum.

Busse fahren im Landkreis MSE ab Donnerstag wie in den Ferien und sonntags

Ab Donnerstag, den 19. März 2020, gilt für die Busse im regionalen Linienverkehr der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) der Ferienfahrplan.

Die Stadtverkehre Waren und Neustrelitz werden ebenfalls ab dem 19. März 2020 wie sonntags fahren. Auch die Züge der Hanseatischen Eisenbahn GmbH verkehren zwischen Neustrelitz und Mirow sowie zwischen Waren und Malchow ab diesem Tag nach einem eingeschränkten Fahrplan.

Der Kontakt zwischen den Fahrern und den Fahrgästen muss weitgehend minimiert werden. Deshalb sind grundsätzlich die hinteren Türen zum Ein- und Aussteigen zu nutzen. Die Reisenden sind gebeten, jeden Kontakt zu den Fahrern und anderen Fahrgästen zu vermeiden. Bis auf Weiteres findet kein Fahrscheinverkauf statt. Die Busse und Bahnen können trotzdem genutzt werden.

Aus demselben Grund ist die Mobilitätszentrale am ZOB Neubrandenburg geschlossen. Sie ist für Auskünfte zum Fahrplan und andere Fragen zu den bekannten Öffnungszeiten montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr ausschließlich telefonisch unter der Rufnummer 0395 351 763 50 erreichbar.

Umfrage wird fortgesetzt: Wie mobil ist Neubrandenburg?

Mit Beginn des neuen Schuljahres sind die Neubrandenburger aufgerufen, sich wieder an der Haushaltsbefragung zur alltäglichen Mobilität zu beteiligen, die von der Technischen Universität Dresden (TU Dresden) seit April 2019 durchgeführt wird.

Die Untersuchung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – SrV“, das in mehr als 120 deutschen Städten und Gemeinden läuft. Die anonymisierte Auswertung liefert neben wichtigen Grunddaten für die kommunale Verkehrsplanung auch Erkenntnisse zu stadtübergreifenden Trends der Verkehrsentwicklung. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Sie kann telefonisch oder online erfolgen. Alle per Stichprobe zufällig aus dem Einwohnermelderegister gezogenen Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben. Eine Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet.

Im Kern der Befragung geht es darum, mit welchen Verkehrsmitteln die Neubrandenburger im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach dem Alter, dem Führerscheinbesitz und der Erreichbarkeit von Haltestellen gefragt. Auch Personen, die nur selten unterwegs sind, werden ausdrücklich zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten aller Bevölkerungsschichten erfasst werden soll.

Die Befragung läuft noch bis März 2020. Vor Beginn der Sommerferien wurde bereits fast ein Drittel der erforderlichen Zahl von Haushalten befragt. Dieses sehr gute Zwischenergebnis soll nun weiter ausgebaut werden. Die Stadtverwaltung und die TU Dresden bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen.

Weiterführende Informationen sind unter tu-dresden.de/srv2018 zu finden. Für Rückfragen steht unter 0800 / 830 1 830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.

Neue Angebote für E-Autos in Neubrandenburg

Die beiden städtischen Tochtergesellschaften neu.sw und Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH (NEUWOGES) haben sich gemeinsam auf eine neue Strategie zur Förderung der E-Mobilität in Neubrandenburg geeinigt.

Künftig werden die Stadtwerke Ladestationen für Privatkunden und Unternehmen anbieten. Die NEUWOGES kümmert sich um den öffentlichen Bereich und wird vom 11. Mai an in der Innenstadt zwei E-Ladesäulen in der Stargarder Straße betreiben.