GemeinsamKriseBewältigen – Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin ist wieder regelmäßig vor Ort

Seit Dienstag, 15.09.2020, setzt die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern gemeinschaftlich mit dem von ihr und weiteren Partnern getragenen deutsch-polnischen Projekt „Haus der Wirtschaft“ den „Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin“ vor Ort wieder fort. „Wir wollen das Format künftig auch dazu nutzen, um uns nicht nur über die Auswirkungen der Pandemie in der Grenzregion auszutauschen, sondern gemeinsam Wege aus der Krise zu suchen, getreu dem Motto #gemeinsamKriseBewältigen“, sagte Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg, bei der ersten Zusammenkunft in Stettin nach der coronabedingten Zwangspause vor den rund 50 Gästen aus beiden Ländern.

Schwerpunktthema der diesjährigen Treffen sind die Gewerbegebiete und Investitionsmöglichkeiten auf beiden Seiten der Grenze. So standen am gestrigen Dienstag (15. September) die Standorte Anklam, vertreten von Bürgermeister Michael Galander, und Stepnica im Mittelpunkt.

Der Wirtschaftskreis hält an seinem Ziel fest, einen grenzüberschreitenden Gewerbeatlas zu entwickeln, um überregional wirksamer für den gemeinsamen Wirtschaftsstandort Metropolregion Stettin werben zu können. Darauf hatten sich die beteiligten Partner mit den Wirtschaftsfördergesellschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Wojewodschaft Westpommern im Januar dieses Jahres verständigt.

In das geplante Projekt ist die Geschäftsstelle für die Metropolregion Stettin in Anklam um Leiter Thomas Meyer eng eingebunden.

Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin will gemeinsamen Standortatlas

Bis zum Ende dieses Jahres soll es einen gemeinsamen Atlas für die Gewerbeflächen im östlichen Mecklenburg-Vorpommern und der Woiwodschaft Westpommern geben. Dafür hat sich Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, beim gestrigen Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin in Stettin ausgesprochen.

Von den anwesenden 70 deutschen und polnischen Gästen konnte er breite Zustimmung gewinnen. Jolanta Kielmas (Stellvertretende Direktorin des Zentrums für Wirtschaftliche Initiativen der Wojewodschaft Westpommern), Michael Sturm (Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern, kurz Invest in MV), Bernd Schubert (Stellvertreter des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern), Władysław Diakun (Bürgermeister von Police) und Thomas Meyer (Leiter der Geschäftsstelle für die Metropolregion Stettin in Anklam), in dessen Zuständigkeit das geplante Projekt künftig mit fallen soll, erklärten ihre Unterstützung.

Die beiden Wirtschaftsförderer aus Mecklenburg-Vorpommern und Stettin hatten zuvor einen Überblick über die Gewerbestandorte beiderseits der Grenze gegeben. Außerdem waren sie auf die jeweiligen Branchenschwerpunkte und besonderen Bedingungen für Unternehmensansiedlungen in ihren Regionen eingegangen.

„Unser erklärtes Ziel ist es, gemeinschaftlich die grenzüberschreitende Metropolregion Stettin weiter zu entwickeln. Beide Gewerbeatlanten jetzt zusammenzuführen, ist mit eine der Grundvoraussetzungen, um auch überregional für den gemeinsamen Wirtschaftsstandort zu werben“, sagte Torsten Haasch zu dem Vorhaben.

Deutsch-Polnischer Wirtschaftskreis heißt künftig "Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin"

Mit der Umbenennung des Deutsch-Polnischen Wirtschaftskreises setzt die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern ein Zeichen für die weitere Entwicklung einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin. Ab sofort heißt das Gesprächsforum „Wirtschaftskreis Metropolregion Stettin“. „Unter diesem neuen Namen wollen wir künftig noch stärker ausloten, welche neuen Entwicklungsimpulse sich für beide Seiten aus einem gemeinsamen Wirtschafts-, Lebens- und Bildungsraum ergeben können. In der Region leben rund 1,2 Millionen Menschen. Hierin liegt ein riesiges Potenzial, sagte der Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Wolfgang Blank, vor dem gerade stattgefundenen Wirtschaftskreistreffen im Stettiner Hotel Radisson Blu. Dieser steht traditionell im Zeichen des Tages der Deutschen Einheit. Erwartet wurden rund 75 Gäste. Darunter sind auch Vertreter der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, der Woiwodschaft Westpommern und der Stadt Szczecin.

Seit seiner ersten Zusammenkunft im April 2001 kam der Wirtschaftskreis rund 160 Mal zu wirtschafts- und gesellschaftspolitisch relevanten Themen mit deutschen und polnischen Spitzenvertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Diplomatie, Verwaltung und Medien zusammen. Mehr als 10.000 Gäste aus beiden Ländern nutzten bislang die Möglichkeit, Informationen von Experten aus erster Hand zu erhalten, miteinander ins Gespräch zu kommen, deutsch-polnische Kontakte zu knüpfen und auszubauen. Jüngstes Ergebnis war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen der IHK Neubrandenburg und der Wirtschaftskammer Nord in Stettin am 12. September. Auf deren Grundlage wollen beide Organisationen künftig noch intensiver zusammenarbeiten, gemeinsame Projekte generieren und Schritt für Schritt umsetzen.

Neben dem Wirtschaftskreis ist die IHK Neubrandenburg mit weiteren Partnern auch mit dem „Haus der Wirtschaft“ seit fast 20 Jahren als Botschafter für die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Nachbarland präsent. Dessen Mitarbeiter sind Ansprechpartner für Unternehmer in der Grenzregion.

IHK-Präsident: Neu eröffnete Geschäftsstelle "Metropolregion Stettin" in Anklam ist eine richtige Entscheidung

Die Entwicklung einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Metropolregion Stettin gewinnt an Struktur. Im Vorfeld des heutigen Deutsch-Polnischen Wirtschaftskreises im Stettiner Hotel Vulcan zeigte sich Dr. Wolfgang Blank, Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, erfreut über die jetzt eröffnete Geschäftsstelle in Anklam, die künftig das weitere Zusammenwachsen beider Wirtschafts- und Lebensräume koordinieren soll.

„Es war die einzig richtige Entscheidung und höchste Zeit, die Geschäftsstelle im östlichen Landesteil anzusiedeln. Hier sitzen die Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, deren kontinuierliche Arbeit damit eine Aufwertung erfährt. Neue Perspektiven eröffnen sich, auch für die in der Grenzregion lebenden rund 1,2 Millionen Menschen“, so der IHK-Präsident. Er sichert dem für die Geschäftsstelle „Metropolregion Stettin“ zuständigen Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann zu, dass die IHK Neubrandenburg auch weiterhin diesen Prozess aktiv begleiten und mitgestalten wird. Der Staatssekretär stellt die Arbeit der Geschäftsstelle und seine Vorstellungen zur Entwicklung der Metropolregion dem Wirtschaftskreis am Nachmittag vor. Rund 70 deutsche und polnische Gäste werden erwartet.

Mit dem „Haus der Wirtschaft“ ist die IHK Neubrandenburg mit ihren Partnern seit seiner Gründung vor fast 20 Jahren als Botschafter der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Nachbarland präsent. Polen ist für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern neben vielfältigen regionalen Kooperationen der Unternehmen und der Zivilgesellschaft weiterhin der wichtigste Außenhandelspartner. Allein im Vorjahr wurden Waren im Wert von 1,2 Milliarden Euro ausgetauscht.