Heranwachsen mit digitalen Medien – Offene Kanäle der Medienanstalt M-V veranstalten Fachtage

Die Offenen Kanäle der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin (Fernsehen in Schwerin), Neubrandenburg (NB-Radiotreff 88,0) und Rostock (Rostocker Offener Kanal Fernsehen) bieten im Jahr 2021 zwei Fortbildungsmodule zum Thema „Heranwachsen mit digitalen Medien – Neue Herausforderungen an den Jugendmedienschutz und die Medienerziehung“ an.

Der Referent Prof. Dr. Daniel Hajok von der Arbeitsgemeinschaft Kindheit, Jugend und Neue Medien in Berlin wird die Teilnehmenden für das veränderte Heranwachsen junger Menschen in der Welt von YouTube, WhatsApp, Instagram und digitalen Spielen sensibilisieren. Aktuelle Daten zum Medienumgang werden referiert und Konzepte für eine angemessene pädagogische Begleitung diskutiert. Herausforderungen für schulische Medienbildung spielen dabei ebenso eine Rolle wie die an Schutz, Teilhabe und Förderung orientierte medienerzieherische Begleitung – nicht zuletzt in Familien.

Die Veranstaltungen richten sich an alle Pädagoginnen und Pädagogen im schulischen sowie außerschulischen Bereich und an alle Interessierten. Aufgrund der aktuell noch andauernden Pandemie wird das erste Modul, das am 4. Mai 2021 stattfindet, digital via ZOOM durchgeführt. Das zweite Modul ist (sofern es die Gegebenheiten zulassen) als Präsenzveranstaltung geplant und wird am 11. Oktober 2021 beim Offenen Kanal Fernsehen in Schwerin sowie am 12. Oktober 2021 beim Offenen Kanal NB-Radiotreff 88,0 durchgeführt.
Anmeldung für den 04.05.2021 bitte an: m.vannauer@nb-radiotreff.de
Anmeldung für den 11.10.2021 bitte an: kerle@fernsehen-in-schwerin.de
Anmeldung für den 12.10.2021 bitte an: m.vannauer@nb-radiotreff.de

Die Veranstaltung wird als Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte durch das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern anerkannt.

Junge Wähler:innen in Zeiten von Fake News und Verschwörungserzählungen

Ein neues Handbuch von klicksafe unterstützt Jugendliche im kompetenten Umgang mit Fake News und Verschwörungserzählungen und hilft ihnen im Superwahljahr 2021, sich eine fundierte politische Meinung bilden zu können. Das neue klicksafe-Handbuch „Meinungsbildung in der digitalen Welt“ stellt Meinungsbildungskompetenz in den Mittelpunkt, die von jungen Menschen benötigt wird, um auch auf dem Weg zu ihren ersten Wahlentscheidungen Informationen differenziert beurteilen zu können und eine eigene Haltung zu entwickeln.

Im Superwahljahr 2021 werden viele junge Menschen zum ersten Mal eine politische Wahlentscheidung treffen. Entschieden werden diese Wahlen heute in einer medialen Öffentlichkeit, in der Falschmeldungen, populistische Narrative und Verschwörungserzählungen immer mehr zu Gefahren für demokratische Prozesse werden. Mangelnde Kompetenzen im Umgang mit diesen Phänomenen befeuern Misstrauen gegenüber Politik, Wissenschaft und Journalismus und stärken letztendlich antidemokratische Kräfte. Wichtig ist deshalb, dass Jugendliche als die Wählerschaft von morgen schon früh lernen, Informationen kompetent zu bewerten und einzuordnen und sich eine auf Fakten beruhende politische Meinung zu bilden.

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Sex-Chats und kinderpornografische Bilder per Insta, TikTok und Co. auf Kinder-Handys – Eltern sollten Telefone kontrollieren und aufklären

In dieser Woche ist es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg zu mehreren angezeigten Fällen gekommen, bei denen Kinder und Jugendliche über Apps wie Instagram oder TikTok Kontakt mit Unbekannten hatten und nach einiger Zeit in eindeutige Sex-Chats verwickelt worden sind. Außerdem erhielten sie Bilder mit kinderpornografischem Material und wurden teilweise auch aufgefordert, selbst Nacktbilder von sich zu verschicken.

Eine Elfjährige auf Rügen hatte jemanden über die Plattform TikTok kennengelernt und mit ihm zunächst per Instagram und später via WhatsApp gechattet – in dem Glauben, es handle sich ebenfalls um einen Schüler. Nach „normalen“ Unterhaltungen per Nachricht, schickte ihr der Unbekannte plötzlich kinder- und jugendpornografische Fotos und gab vor, dass sich so etwas alle in seiner Klasse anschauen würden. Er forderte das Mädchen auf, selbst Nacktaufnahmen von sich zu fertigen und zu senden. Das geschah glücklicherweise nicht, da die Eltern das Handy des Mädchens kontrolliert haben und Fotos und Chats sichergestellt haben.

In einem anderen Fall hatte ein 14-Jähriger aus Neustrelitz kinder-und jugendpornografisches Material zugeschickt bekommen und selbst Bilder von sich verschickt. Der Kontakt zu dem angeblichen Mädchen ist nach derzeitigen Erkenntnissen durch Teilnahme an Online-Spielen entstanden. Auch hier fielen die Chats durch eine Handykontrolle auf und konnten gestoppt werden.

Die beschriebenen Geschädigten sind Deutsche.

In beiden Fällen erstatteten die Eltern richtigerweise Anzeige bei der Polizei. Wir gehen dennoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

Das Polizeipräsidium Neubrandenburg appelliert hiermit an Eltern: Kontrollieren Sie regelmäßig die Handys und Laptops der Kinder und Jugendlichen. Eine Überprüfung von Chats bwz. der Nutzung von Apps wie WhatsApp, TikTok, Instagram und Co. kann solche Fälle aufdecken und ggf. noch verhindern, dass die Kinder und Jugendlichen selbst Bilder oder Videos von sich verschicken.

Doch nicht nur die Kontrolle ist wichtig, sondern auch Aufklärung von Beginn der Handynutzung an. Wer bestimmte Apps oder Chatmöglichkeiten nicht von vornherein für seine Kinder sperrt bzw. deren Nutzung nicht unterbindet, sollte den eigenen Kindern klar machen, dass sie sich Eltern sofort anvertrauen, wenn sie selbst Bilder oder Videos mit sexuellem Hintergrund erhalten. Kindern sollte klar gesagt werden, dass es in keinem Fall in Ordnung oder eine lapidare Angelegenheit ist, wenn sie zu Sex-Chats mit Unbekannten oder zum Verschicken von Nacktbildern aufgefordert werden. Hinter vermeintlichen etwa gleichaltrigen Jungen oder Mädchen, stecken in Wahrheit zumeist erwachsene Täter, die sich das Vertrauen der Opfer erschleichen. Sofern sie Material zugesendet bekommen haben, verbreiten sie dieses höchstwahrscheinlich auch im Darknet oder auf anderen Wegen weiter.

Auch das Weiterleiten von kinder- und jugendpornografischem Material zum Beispiel an Freunde ist strafbar. Es ist also kein Kavaliersdelikt, etwa in Gruppenchats mit Mitschülern Nacktbilder von Mädchen oder Jungen weiterzuverbreiten.

FLIMMO-Special zum SID: Kinder auf Informationssuche – Zwischen Fakt und Fake

Wann ist Corona endlich vorbei? Was ist der Klimawandel? In diesen Tagen haben Kinder viele Fragen und wollen die Welt um sich herum verstehen. Doch gerade im Internet ist es wichtig, seriöse Informationen von Fake News zu unterscheiden.

Anlässlich des Safer Internet Days – dem weltweiten Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz – hat FLIMMO auf www.flimmo.de für Kinder geeignete Informationsangebote zusammengestellt und gibt Tipps, wie Eltern dabei unterstützen können, Fake News zu erkennen. Wie Kinder sich informieren, hängt zunächst vom Alter ab. Bei Jüngeren sind es meist noch die Eltern, die den Zugang zu Wissen und Informationen steuern.

Was dabei wichtig ist: Eltern sollten die Fragen der Mädchen und Jungen ernst nehmen, geeignete Inhalte auswählen und von klein auf vermitteln, Informationen richtig einzuordnen. Ab Ende des Grundschulalters wollen sich Kinder oft selbst ein Bild von der Welt und den aktuellen Ereignissen machen. Vor allem YouTube und andere Social-Media-Plattformen spielen dabei eine immer größere Rolle.

Wenn Meinungen von beliebten YouTuber*innen unhinterfragt übernommen werden, reißerische Videos und zweifelhafte Botschaften mit einem Klick weiterverbreitet werden, kann das aber problematisch sein.

Wie Eltern einen kritischen Umgang mit Informationen fördern können und was hilft, Fake News zu enttarnen, hat FLIMMO auf www.flimmo.de zusammengefasst. Tipps zu kindgerechten Informationsangeboten im TV, auf Streaming-Plattformen und auf YouTube gibt es ebenfalls.

Wer macht die Meinung? – Offene Kanäle in M-V klären anlässlich des Safer Internet Days über Medien auf

Der internationale Safer Internet Day 2021 findet am 9. Februar 2021 statt. Unter dem Motto „Together for a better internet“ ruft die Initiative klicksafe der Europäischen Kommission jährlich dazu auf, sich mit Aktionen und Veranstaltungen für ein „besseres Internet“ einzusetzen und das öffentliche Bewusstsein für die Thematik zu schärfen.

Die Offenen Kanäle der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin (Fernsehen in Schwerin), Neubrandenburg (NB-Radiotreff 88,0) und Rostock (Rostocker Offener Kanal Fernsehen) bieten aus diesem Anlass online gemeinsame Videofragestunden an. Der Fokus liegt auf dem von klicksafe für dieses Jahr ausgerufenen Thema „Wem glaube ich? Meinungsbildung zwischen Fakt und Fake“.

Um 10 Uhr und um 15 Uhr haben Interessierte jeweils für 90 Minuten die Möglichkeit, Fragen zum Thema zu stellen. Darüber hinaus werden weitergehende Informationen zu Medienkompetenz und Medienbildung und den entsprechenden Möglichkeiten der Offenen Kanäle als Medienbildungszentren gegeben. Eine Zusammenstellung mit Materialien und Links finden Sie hier

Der Chat findet über Zoom statt und wird von den Medienpädagogen Mandy Vannauer und Marten Schröder vom Offenen Kanal in Neubrandenburg betreut. Zusätzlich stehen die Fachleute der Offenen Kanäle aus Rostock und Schwerin für Fragen bereit. Zur Teilnahme an der Fragestunde klicken sie hier.

Außerdem gestalten die Offenen Kanäle am 9. Februar 2021 ihre Programme mit themenspezifischen Beiträgen zum Safer Internet Day.

Dschungelcamp, DSDS & Co. wieder gestartet – Was für Kinder daran problematisch sein kann

Für die einen Kult, für die anderen Trash-TV: Wie immer beginnt das Jahr mit TV-Formaten, die für Aufregung sorgen könnten – und damit auch für Quote.

Gerade ist „Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ gestartet. Auch wenn die Kandidatinnen und Kandidaten dieses Mal statt im australischen Dschungel in einem deutschen Studio gegeneinander antreten: Ekelprüfungen und Peinlichkeiten bleiben Programm. Auf peinliche Momente setzt auch „Deutschland sucht den Superstar“, das bereits seit Anfang Januar läuft. „Der Bachelor“ geht in Kürze wieder auf Partnersuche und „Germany‘s next Topmodel“ schickt ab dem 4. Februar junge Frauen über den Laufsteg.

Alle diese Formate sind zwar eher für Erwachsene gemacht, finden aber auch bei jüngeren Zuschauern ihr Publikum. Späte Ausstrahlungstermine im Fernsehen können nicht immer verhindern, dass Kinder zusehen. Vieles ist auch über Mediatheken, begleitende Angebote im Internet oder Apps abrufbar. Die umfangreiche Berichterstattung auf Social-Media-Plattformen, im Fernsehen, in Printmedien oder im Internet macht Kinder neugierig. Sie wollen auch mitreden, wenn die neuesten Peinlichkeiten, Lacher und Ekelbilder auf dem Schulhof diskutiert werden.

Viele Eltern sind unsicher, wie sie mit diesen polarisierenden Sendungen umgehen sollen. FLIMMO gibt einen Überblick und zeigt auf, was an den unterschiedlichen Formaten problematisch sein kann. Mehr zu den einzelnen Sendungen sowie Tipps für Eltern zum Umgang damit auf www.flimmo.de

Großes FLIMMO-Special für Eltern von Schulanfängern

Tipps zur Mediennutzung – Empfehlenswerte Filme, Serien und Videos

Mit Kindern gibt es oft die eine oder andere Diskussion darüber, was angeschaut und vor allem wann wieder ausgeschaltet wird. Keine leichte Aufgabe für Eltern, besonders zu Beginn der Schulzeit: Hausaufgaben kommen dazu, Medienvorlieben ändern sich und das Angebot im TV, auf Streaming-Plattformen oder YouTube ist schier grenzenlos. Im stressigen Familienalltag bleibt da oft nicht genug Zeit, sich auch noch um die Medienerziehung zu kümmern.

Daher hat FLIMMO unter www.flimmo.de/special das Wichtigste für Eltern von Erstklässlern zusammengestellt:

  • Medienerziehung
    Regeln vereinbaren und Ausschalten möglichst ohne Geschrei – mit diesen Tipps läuft es im Medienalltag schon viel entspannter. Außerdem erfahren Eltern, welche Inhalte bei 6- und 7-Jährigen ankommen, was überfordern kann und wie man Geschwister am besten unter einen Hut bekommt.
  • Streaming & YouTube
    Die Vor- und Nachteile von Streamingdiensten auf einen Blick, Risiken auf YouTube und warum YouTube Kids für Grundschulkinder die bessere Alternative ist.
  • Tipps zum Anschauen
    Empfehlenswerte Filme, Serien und Videos für Erstklässler sind unter www.flimmo.de/sehenswert zusammengestellt. Es gibt eine große Auswahl zu verschiedenen Themen, die Kinder in diesem Alter interessieren: Wissen, Tiere, außergewöhnliche Held/inn/en, aktiv und kreativ sein. Angebote für Geschwister und Kanäle auf YouTube sind gesondert aufgeführt. Das komplette Online-Special ist hier abrufbar: www.flimmo.de/special