Neustart bei NB-Radiotreff 88,0 – Alles auf null? Nein, nicht ganz!

NB-Radiotreff 88,0, der Neubrandenburger Offene Kanal der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, schließt ab dem 22.06.2020 seine Türen. Niemand kann dann mehr Sendungen oder Beiträge in den Studios produzieren. Auch für Netzwerkpartner, wie z. B. Schulen, bleibt der beliebte Sender geschlossen.

Was im ersten Moment dramatisch klingt, hat zum Glück einen erfreulichen Hintergrund. „Die komplette Studiotechnik wird in den Sommerferien erneuert, was nach fast 25 Jahren auch dringend notwendig ist“, so Martina Kelling, die Leiterin des Bürgersenders. Der Sendebetrieb läuft zum Glück aber weiter. Fleißige Nutzerinnen und Nutzer haben vorgearbeitet und produzieren zu Hause oder in den Studios in Malchin und Greifswald ihre Beiträge.

Seit dem Sendestart im Januar 1996 hat sich in Neubrandenburg viel getan und verändert. So auch bei NB-Radiotreff 88,0. In den letzten Jahren hat sich der Sender zum Medienbildungszentrum entwickelt. Neben dem alltäglichen Sendebetrieb finden auch Bildungsveranstaltungen, Fachtage und Workshops zu aktuellen Themen der Medienbildung statt.

Um auch in Zukunft den Herausforderungen der Medienbildung und der Digitalisierung konstruktiv zu begegnen, werden die medialen Angebote durch Webinare, Bewegtbild-Bildungsseminare und viele weitere Angebote ergänzt.

Außerdem stellt sich NB-Radiotreff 88,0 kulturell mit einem eigenen Festival, Ausstellungen und Radiokonzerten neu auf. „Im Rahmen der Digitalisierung und der Studioerneuerung bleiben wir dennoch das, wofür wir in der Region bekannt sind: ein beliebter Treffpunkt für Radiomachende und Kulturinteressierte“, so Martina Kelling.

Für all diese Vorhaben werden in den Sommermonaten die neuen technischen Rahmenbedingungen geschaffen. Die Studiotechnik wird weiterhin leicht zu bedienen sein. So können die Nutzerinnen und Nutzer, die seit Jahren ihre Sendungen erstellen, nach einer kurzen technischen Einweisung zeitnah wieder „normal“ produzieren.

Im August soll es dann soweit sein! Drei von vier Studios werden für die Sendeproduktion zur Verfügung stehen. Im vierten Studio wird es die Möglichkeit geben, mehrere Schnittplätze zu benutzen, um Schulklassen oder andere größere Arbeitsgruppen effektiv arbeiten zu lassen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann gern nach den Sommerferien beim Offenen Kanal vorbeikommen. Eine gute Gelegenheit wäre vom 5. Oktober bis zum 27. November 2020. In dieser Zeit gibt es eine Wanderausstellung zu den bürgerlichen Freiheitsrechten im Offenen Kanal zu sehen.

Also, runterfahren und neu starten – ab August bei NB-Radiotreff 88,0!

Zum Stand der Umbauarbeiten schauen Sie bitte auf Twitter @okmv oder facebook.de/nb.radiotreff

FLIMMO-Highlights an Pfingsten im TV und auf Streaming-Portalen – Was eignet sich für welches Alter? Was ist nichts für Kinder?

An den Feiertagen rund um Pfingsten werden im Fernsehen wieder besonders viele Filme gezeigt. Auch bei Streaming-Anbietern ist die Auswahl groß. Dabei ist nicht alles für jede Altersgruppe geeignet. Manches sollten Kinder überhaupt nicht sehen.

Um Eltern einen Überblick zu verschaffen, hat FLIMMO in einem Pfingst-Special Sehenswertes im TV und auf Streaming-Portalen zusammengestellt. Für jedes Alter ist etwas dabei. Auf Fallen und Schocker wird gesondert hingewiesen.

Die komplette Übersicht und alle Highlights gibt es ab sofort auf www.flimmo.de/pfingsten:

  • Für 3- bis 6-Jährige: Kurze, unkomplizierte Geschichten, die immer ein gutes Ende nehmen. Zusammenhalt und Freundschaft spielen eine große Rolle: Käptn‘ Sharky, Ferkels großes Abenteuer
  • Für 7- bis 10-Jährige: Hier darf es auch schon richtig spannend werden. Außergewöhnliche Helden wachsen über sich hinaus und erleben Abenteuer: Khumba – Ein Zebra ohne Streifen, Drachenzähmen leicht gemacht – Legenden, Desperaux der kleine Mäuseheld, Teufelskicker
  • Für 11- bis 13-Jährige: Die Ältesten finden Gefallen an starken Figuren und einem mitreißenden Erzähltempo. Themen wie das Streben nach Unabhängigkeit und abenteuerliche Bewährungsproben sprechen sie besonders an: Hanni & Nanni 3, Tierisch wild!, Peanuts – Der Film
  • Für die ganze Familie: Diese Filme gefallen jüngeren und älteren Kindern. Selbst Erwachsene können manchmal schmunzeln: Ella und das große Rennen, Die Winzlinge: Abenteuer in der Karibik
  • Fallen und Schocker: Actionreiche Kämpfe oder eine unheimliche Atmosphäre – diese Filme können Kindern Angst machen und sie überfordern. Ab 20 Uhr sollten Eltern besonders darauf achten, ob ein Film für Kinder geeignet ist.

54 Einreichungen zum IHK-Medienpreises RUFER 2020

Bis zum Ende der Ausschreibungsfrist hat es 54 Einreichungen zum diesjährigen IHK-Medienpreis RUFER 2020 gegeben. Darunter sind 20 Print-, 24 Fernseh-, vier Hörfunk und sechs Online-Beiträge. „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, denn es zeigt, dass dieser Preis für anspruchsvollen Wirtschaftsjournalismus bei den Medienvertretern in Mecklenburg-Vorpommern ein hohes Ansehen genießt“, stellt Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der in diesem Jahr ausrichtenden IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern fest.

Die Wettbewerbseinreichungen werden nunmehr von einer unabhängigen Jury, sie setzt sich aus Medienvertretern und Vertretern der IHKs in Mecklenburg-Vorpommern zusammen, bewertet. Mit dem Preis wollen die IHKs in Neubrandenburg, Rostock und Schwerin einen anspruchsvollen, differenzierenden und verantwortungsvollen Wirtschaftsjournalismus fördern. Das öffentliche Verständnis für Marktwirtschaft soll durch eine allgemeinverständliche und sachliche Berichterstattung geweckt und ein positives aber auch kritisches Bild von Unternehmern in die Öffentlichkeit transportiert werden. Gleichzeitig soll der Preis den Austausch zwischen Medien und der Wirtschaft fördern.

Der Medienpreis „RUFER“ der IHKs in MV wird neben dem Preisgeld (je Kategorie 2.000 Euro) auch mit einer Bronzeskulptur honoriert. Dieses Auftragswerk schuf die Künstlerin Dorothea Maroske. Die Preisverleihung ist für den 30. September in Greifswald vorgesehen. Weitere Informationen unter: www.neubrandenburg.ihk.de

VZMV: Das Fake-Gewinnspiel auf Facebook

Eine Verbraucherin machte die Verbraucherzentrale M-V auf das Gewinnspiel einer Autohaus Berning GmbH auf Facebook aufmerksam. Der vermeintliche Anbieter verkündet dem Nutzer, dass infolge der Corona-Krise die Produktion zwar stillsteht, man aber die Lager dennoch leeren muss. Aus diesem Grund will der Anbieter etwas Gutes tun und 15 Golf an treue Nutzer verlosen. Dafür soll der Nutzer den Beitrag bis zum 17.04.2020 teilen, kommentieren und die Anbieterseite mit „Gefällt mir“ markieren.

Vielen Nutzern ist nicht klar, dass es bei derartigen Gewinnspielen keine Gewinne gibt. Die Masche ist ein alter Hut: dem Nutzer wird suggeriert, dass es aus fiktivem oder realem Anlass etwas Großartiges zu gewinnen gibt. Und welcher Anlass eignet sich dafür besser als die derzeitige (Ausnahme)-Situation. Die Voraussetzungen der Teilnahme – kommentieren, teilen, liken und eine persönliche Nachricht schicken.

Nun könnte man meinen: „Wenn man da mal mitspielt, passiert doch nichts!“. Das ist ein Irrtum, denn die Leichtgläubigkeit lässt sich der Ersteller solcher Seiten mit den Daten der Nutzer bezahlen. Ab einer bestimmten Teilnehmerzahl werden die Nutzer zu einem neuen Link weitergeleitet. Über diesen gelangt man zu diversen Partnerprogrammen, für die der Ersteller Provision, der Nutzer dagegen bestenfalls lästige Werbung erhält.

Der Tipp der Verbraucherzentrale: Falsche Gewinnspiele sind häufig daran zu erkennen, dass entweder der Name eines bekannten Unternehmens missbraucht oder ein Phantasiename benutzt wird. Der Nutzer wird zum Teilen und Liken „gezwungen“; Teilnahmebedingungen für das Spiel fehlen. Zudem gibt es weder echte Kontaktmöglichkeiten noch ein Impressum. Achten Sie darauf, ehe Sie Ihre Daten preisgeben!

FLIMMO 05/2020: TV, Streaming, YouTube – Die Highlights an Ostern

Was eignet sich für welches Alter? Was ist nichts für Kinder?

Rund um die Osterfeiertage stehen bei TV-Sendern und Streaming-Anbietern besonders viele Filme auf dem Programm. In Zeiten von Corona erhalten diese Angebote sicher noch mehr Aufmerksamkeit, schließlich fällt das Familienfest mit den Großeltern oder die Ostereiersuche im Park flach.

Um Eltern die Auswahl zu erleichtern, hat FLIMMO in einem Online-Special Sehenswertes rund um die Feiertage zusammengestellt. Für jedes Alter und für die ganze Familie ist etwas dabei. Außerdem finden Eltern Hinweise, was Kinder besser nicht sehen sollten. Verschiedene YouTube-Tipps regen zum Basteln, Singen und Spielen an.

Die komplette Übersicht gibt es ab sofort auf www.flimmo.de/ostern:

  • Für 3- bis 6-Jährige: Kurze, unkomplizierte Geschichten, die immer ein gutes Ende nehmen. Zusammenhalt und Freundschaft spielen eine große Rolle.
  • Für 7- bis 10-Jährige: Hier darf es auch schon richtig spannend werden. Außergewöhnliche Helden wachsen über sich hinaus und erleben Abenteuer.
  • Für 11- bis 13-Jährige: Die Ältesten finden Gefallen an starken Figuren und einem mitreißenden Erzähltempo. Themen wie das Streben nach Unabhängigkeit und abenteuerliche Bewährungsproben sprechen sie besonders an.
  • Für die ganze Familie: Diese Filme gefallen jüngeren und älteren Kindern. Selbst Erwachsene können an der einen oder anderen Stelle schmunzeln.
  • Fallen und Schocker: Diese Filme sind nicht für Kinder. Gewalt, blutige Schlachten und eine bedrohliche Atmosphäre können Kindern Angst machen und sie überfordern. Ab 20 Uhr sollten Eltern besonders darauf achten, ob eine Sendung für Kinder geeignet ist.

Medientipps in Zeiten von Corona

FLIMMO hilft mit Medientipps in Zeiten von Corona – Gute Kinderfilme, Lernen im Netz und kindgerechte Infos rund um das Virus

Keine Schule, kein Sport, keine Freunde, und sogar der Spielplatz ist gesperrt. Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen stellen Familien vor ganz neue Herausforderungen: Eltern müssen die Kinder zu Hause betreuen, manchmal sogar unterrichten, und gleichzeitig im Homeoffice arbeiten. Da verwundert es kaum, dass zurzeit die Mediennutzung zunimmt und Kinder öfter vor dem Bildschirm sitzen.

„Die Verunsicherung bei Eltern hinsichtlich der Mediennutzung ist gerade enorm groß. Wo findet man gute Inhalte? Wie kann man Kinder mit und ohne Medien beschäftigen? FLIMMO steht Eltern in dieser schwierigen Situation wie seit vielen Jahren als verlässliche und kompetente Anlaufstelle in Fragen der Medienerziehung zur Seite und bietet Orientierung und Hilfe.“ so Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), die die Programmberatung für Eltern initiiert hat.

Auf www.flimmo.de/corona-tipps gibt es täglich aktualisierte Tipps zu:

  • Filmen: TV, Mediatheken, Netflix & Co. – Für verschiedene Altersgruppen und die ganze Familie
  • Freizeit mit und ohne Medien: Sport, Kultur und Basteln für Kinder im Netz und auf YouTube
  • Wissenssendungen und Lernformaten
  • Kindgerechten Infos rund um das Corona-Virus

Was Eltern in der jetzigen Situation bewusst sein sollte: Es ist verständlich, dass die Mediennutzung etwas lockerer gehandhabt wird als sonst.

Trotzdem sollten klare Regeln vereinbart werden und der Bildschirm auch mal aus bleiben. Stattdessen lieber ein Gesellschaftsspiel mit der ganzen Familie spielen oder einen Spaziergang im Wald machen. Schließlich tut frische Luft jetzt allen gut und ist gesund!

So regeln Sie Ihren digitalen Nachlass

Egal ob Web-Dienste, soziale Netzwerke, Online-Shops oder Messenger – im Laufe eines (digitalen) Lebens sammeln sich so einige Online-Accounts an. Aber was passiert eigentlich mit Benutzerkonten, wenn der Inhaber verstirbt? Ist vorab nicht alles geregelt, stehen die Erben vor der schwierigen Situation, zu klären, welche Benutzerkonten es gibt, was damit geschehen soll, welche davon Kosten verursachen und wie die jeweiligen Zugangsdaten lauten.

Auch wenn es sich um eine unangenehme Beschäftigung handelt, vereinfacht es vieles, wenn Nutzer sich frühzeitig mit ihrem digitalen Nachlass auseinandersetzen. Alexander Kuch vom Onlineportal teltarif.de sagt: „Wer eine Vorsorgevollmacht und/oder eine Betreuungsverfügung aufsetzt, eine generelle Vollmacht erteilt und alle wichtigen Dokumente an einem Ort deponiert, der den Erben bekannt ist, trifft für seine Online-Accounts eine angemessene Vorsorge.“ Angehörige, die digitale Accounts eines Verstorbenen übernehmen, sollten sich zuerst einen Überblick verschaffen und allem, was mit Geld und Geschäften zu tun hat, Priorität einräumen. Der Zugriff auf das (Online-)Bankkonto kann dabei helfen, herauszufinden, welche Verträge und Abos existieren. Das ist schon allein deswegen wichtig, weil Erben in der Regel alle finanziellen Verpflichtungen des Verstorbenen erfüllen müssen.

„Auch um Accounts mit hoher Missbrauchsgefahr wie beispielsweise E-Mail-Konten, soziale Netzwerke, Messenger und Internet-Foren muss sich gekümmert werden“, merkt Kuch an. Ebenso um Konten, bei denen Bank- oder Kreditkarten hinterlegt worden sind – dazu zählen insbesondere Online-Shops. Newsletter-Abonnements sind eher zweitrangig zu behandeln, da diese selten für eigene Zwecke ausgenutzt werden. Damit die Erben möglichst wenig im Dunklen stochern müssen, empfiehlt es sich zu Lebzeiten, ein Verzeichnis aller Account-Zugangsdaten inklusive Hinweisen zu Zweifaktor-Authentifizierung und Sicherheitsfragen sowie -antworten anzulegen. Ob es sich um eine schriftliche oder elektronische Liste handelt, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist, dass diese zum Schutz vor Missbrauch an einem sicheren Ort verwahrt wird, die Erben Zugriff darauf haben und gegebenenfalls die erforderlichen Zugangsdaten kennen.

Ist alles geregelt, sollten sich die offiziellen Erben mittels Sterbeurkunde und Erbschein Zugang zum Bankkonto sowie zum E-Mail-Account des Verstorbenen verschaffen. Der Zugriff auf die Haupt-E-Mail-Adresse ermöglicht es den Angehörigen, bei Webdiensten die Passwort-Zurücksetzen-Funktion zu nutzen, um so Zugang zu weiteren Accounts zu erhalten. Im Umgang mit den übernommen Accounts ist die größtmögliche Sensibilität gefragt. Oft ist es ratsam, Profile in Social Communities im „Gedenkstatus“ einzufrieren statt zu löschen. So haben Freunde und Bekannte auch im Netz einen Ort zum Erinnern. Kuch sagt abschließend: „Mit dem Tod des Nutzers bleiben seine Online-Accounts zunächst bestehen, denn in der Regel erfährt der Plattform-Anbieter nicht vom Ableben des Kontoinhabers. Daher sollten sich Account-Besitzer bereits zu Lebzeiten Gedanken machen, was mit diesen nach dem eigenen Tod geschehen soll. So werden auch die Angehörigen entlastet, die sonst vor einer schier unlösbaren Aufgabe stehen würden.“