Luftgüte MV 2020 – Erneut keine Grenzwertüberschreitungen

Das LUNG hat eine erste Auswertung der Luftqualität 2020 durchgeführt. Der endgültige Luftgütebericht wird voraussichtlich im 2. Quartal 2021 vorliegen. Bis dahin werden noch externe Meteorologie und Verkehrsdaten ausgewertet. Dennoch lässt sich schon jetzt feststellen, dass es weder für Feinstaub noch für Stickstoffdioxid (NO2) in Mecklenburg-Vorpommern Grenzwertüberschreitungen gab.

„Die Werte lagen auf niedrigem Niveau noch unter denen des Vorjahres“, stellt Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus fest. „Das lag zum einen an den meteoro­logischen Bedingungen, die ähnlich günstig waren wie 2019. Und wir können davon ausgehen, dass die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zum Rückgang der verkehrsbedingten Luftschadstoffe beigetragen haben. Weniger Mobilität bedeutet eben auch weniger Emissionen. Das war selbst in der größten Stadt des Landes deutlich sichtbar. Wir können aber auch feststellen, dass sich die Messwerte kontinuierlich über die Jahre verbessert haben. Wir sind also in Mecklenburg-Vorpommern auf einem guten Weg. Und ich bin sicher, dass mit der Umstellung auf neue Energieträger noch eine weitere Verbesserung der Luftqualität einhergeht. Ich meine damit die wachsende E-Mobilität, die Nutzung von Wasserstoff und den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung.“

Ausgewählte Daten:

NO2: Der höchste Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert wurde mit 28 µg/m³ an der Messstelle Rostock-Am Strande festgestellt (Jahresgrenzwert: 40 µg/m³). Es war dort der niedrigste Jahresmittelwert seit Beginn der Messungen. Im Vorjahr betrug der Wert noch 33 µg/m³. Auch an den anderen verkehrsnahen Messstationen wurden mit Jahresmittelwerten zwischen 14 bis 23 µg/m³ (2019: 16 bis 26 µg/m³) durchweg sehr niedrige Werte beobachtet.

PM10: Tagesmittelwerte über 50 µg/m³ (Grenzwert: 35 Tage) traten 2020 an den verkehrsnahen Mess-stellen so selten wie nie auf. Die häufigsten Überschreitungen zählte mit lediglich 4 Tagen (2019: 13 Tage) die Messstation Rostock-Holbeinplatz.

PM2,5: Die PM2,5-Jahresmittel an den verkehrsnahen Stationen lagen mit Werten zwischen 8 µg/m³ und 11 µg/m³ deutlich unter dem Grenzwert von 25 µg/m³. Damit war auch die Feinstaubbelastung landesweit nochmals niedriger als 2019 (12 µg/m³).

Der Vorabbericht zur Luftgüte 2020 ist im Internet unter:
www.lung.mv-regierung.de/umwelt/luft/archiv/vber_20.pdf
einsehbar. Die aktuellen Werte, stündlich aktualisiert, finden Sie auch rechts in der Spalte unter Umweltdaten (Auf dem Smartphone könnte es unten stehen.)

Jahresbericht zur Luftgüte 2019 erschienen

Am Freitag hat das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) den Jahresbericht zur Luftgüte 2019 veröffentlicht.
Der Jahresbericht ist eine wichtige Ergänzung zu den vom LUNG im Internet und im Videotext veröffentlichten stündlich aktualisierten Luftgüteinformationen. Er beinhaltet die umfassende Darstellung der Luftqualität in Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2019. Darüber hinaus enthält er eine detaillierte Beschreibung des Luftmessnetzes und der einzelnen Messstandorte.

Die Ergebnisse belegen die allgemein gute Luftqualität in Mecklenburg-Vorpommern. An keiner Messstation kam es 2019 zu Überschreitungen von Grenzwerten für Stickstoffdioxid oder Feinstaub. In den Städten ging die Belastung durch Stickstoffdioxid gegenüber dem Vorjahr weiter zurück. Auch die Feinstaubbelastung war 2019 an der Mehrzahl der Standorte gegenüber dem Vorjahr niedriger – durch den ausgesprochen milden Winter gab es keine längeren Belastungsepisoden. Ebenso fiel die Ozonbelastung gegenüber 2018 niedriger aus und die Zielwerte zum Schutz der Gesundheit und der Vegetation wurden sicher eingehalten. Insgesamt belegen die Messwerte erneut, dass die Einhaltung der gültigen Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern ohne große Probleme bewältigt wird.

Der Bericht zur Luftgüte 2019 kann unter: www.lung.mv-regierung.de/umwelt/luft/archiv/jb_2019_small.pdf heruntergeladen werden. Aktuellen Messwerte und weitere Informationen zu den Messstandorten sind dauerhaft im Internet über die Seite www.lung.mv-regierung.de/umwelt/luft/lume.htm erreichbar.