IHKs in MV: Die Wirtschaft handelt und bietet rund 4300 Jugendlichen eine Berufsperspektive

Drei Monate nach dem Start des neuen Ausbildungsjahres ziehen die Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern (IHKs in MV) ein insgesamt positives Fazit zur aktuellen Ausbildungssituation im Land: Bis zum 31. Oktober dieses Jahres konnten die Kammern in Neubrandenburg, Rostock und Schwerin insgesamt 4294 neue Ausbildungsverträge eintragen. Davon wurden 350 mit Jugendlichen, die ausländische Wurzeln besitzen, geschlossen. Das entspricht acht Prozent. Das zeigt, dass die duale Ausbildung allen Zielgruppen den Einstieg in die berufliche Karriere ermöglicht. „Die Duale Berufsausbildung trägt wesentlich zur Integration bei“, so Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der geschäftsführenden IHK der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in MV. Nach Aussagen von Torsten Haasch haben die drei Industrie- und Handelskammern mit individuellen, kreativen Werbekampagnen trotz Corona-Pandemie die potentiell Ausbildungsinteressierten erreicht.

„In wirtschaftlicher Selbstverwaltung haben wir nicht geredet, sondern gehandelt“, so Haasch. Die IHK zu Rostock setzte bei ihrer Kampagne „Aus Bildung wird was!“ auf die sozialen Medien und erreichte damit in Corona-Zeiten besonders die junge Zielgruppe. Um zu kompensieren, dass die Berufsorientierung wegen der Corona-Maßnahmen nicht immer vor Ort in den Schulen stattfinden konnte, bot sie eine Telefonhotline zur Ausbildung an, die rege in Anspruch genommen wurde. Die IHK zu Schwerin setzte und setzt mit der Kampagne „Mach, worauf du Bock hast!“ auf die Sozialen Medien und digitale Werbung. Bei einer Nachvermittlungsaktion am 5. September vor dem Ludwig-Bölkow-Haus hatten Ausbildungsinteressierte die Möglichkeit zur persönlichen Beratung. Weiterhin können sich Schüler, Lehrer und Angehörige an die Azubi-Hotline der Schweriner Kammer wenden.

„Wir in Neubrandenburg betreiben seit Monaten die Ausbildungsbörse online. Hier präsentieren sich Top-Ausbildungsunternehmen mit ihren konkreten Angeboten für Ausbildungsplätze und Praktika. Außerdem sind die Ausbildungsbotschafter der IHK virtuell und persönlich im Einsatz in den Schulen der Region, um aus eigenem Erleben über die Möglichkeiten und Vorzüge einer Berufsausbildung in der Region anschaulich zu informieren“, stellt Torsten Haasch fest.
Abschließend resümiert der Hauptgeschäftsführer: „Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist ungebrochen hoch. So konnten den Jugendlichen, die zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch eine Lehrstelle suchten, bei den Nachvermittlungsaktionen gemeinsam mit den zuständigen Agenturen für Arbeit mehrere Angebote unterbreitet werden. Trotzdem blieben einige Ausbildungsplätze unbesetzt.“

Das duale Ausbildungssystem habe nach Ansicht von Haasch in diesem Jahr einmal mehr gezeigt, dass es sich insbesondere auch in Krisenzeiten schnell auf neue Bedingungen einstellen kann und den perfekten beruflichen Karriereeinstieg ermöglicht. Er appelliert an diejenigen, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, die Angebote der IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) zu nutzen oder sich umgehend an die Ausbildungsberater ihrer IHK vor Ort zu wenden, um auch jetzt noch einen beruflichen Einstieg zu finden.

Livestream-Berufsberatung

Die Berufsberatung der Arbeitsagentur geht auf YouTube live: Dann bekommen interessierte Jugendliche, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, Live-Support vom Bewerbungshelfer.

Und Schulabgänger/innen, die noch keine Ausbildung klargemacht haben, müssen keine Panik haben: Es ist noch nicht zu spät! Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gibt es noch gute Chancen, einen Ausbildungsbetrieb zu finden. Um gemeinsam Bewerbungsstrategien zu entwickeln, geht Berufsberatung einen neuen Weg, über Live-Chats auf YouTube. Dabei beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fragen rund um den Bewerbungsprozess.

Wann? 30. Juli ab 16 Uhr
Was? „Wie und wann muss ich mich bewerben?“
Wo? Auf dem YouTube-Kanal: www.youtube.com/user/Arbeitsagentur

Hinweis: Wer den Kanal abonniert, wird automatisch erinnert!

Direktlink zum Chat: https://youtu.be/TXfx7T-H5qY

Alle interessierten Jugendlichen sind dazu herzlich eingeladen. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur Neubrandenburg ist für Jugendliche erreichbar: unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 0395 766 1500 oder 0800 4 5555 00 die Möglichkeit, einen Beratungstermin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.

Last Minute-Aktion auf www.durchstarten-in-mv.de ist gestartet

Die „Last Minute-Aktion“ im Rahmen der Fachkräftekampagne Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) bietet freie Ausbildungsplätze an. Egal, ob es sich um einen vorhandenen Ausbildungsplatz im Unternehmen oder Schülerinnen und Schüler geht, die einen Ausbildungsplatz suchen: Es sollen Unternehmen und Ausbildungsinteressierte miteinander zusammengebracht werden. Darüber hinaus geht es bei der Aktion darum. junge Menschen auf die Ausbildungs- und Arbeitsmarktmöglichkeiten in ihrer Heimat aufmerksam machen.

Ende Mai gab es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 9.964 gemeldete Ausbildungsstellen (-1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Dem stehen rund 6.079 (-14,4 Prozent) gemeldete Bewerber gegenüber. Zu den „Top Five“ der unbesetzten Ausbildungsplätze zählen: Kaufmann/-frau im Einzelhandel (375 unbesetzte Ausbildungsplätze), Koch (334); Verkäufer/in (307); Hotelfachmann/-frau: (288) und Restaurantfachmann/-frau (266).

Innerhalb der Last Minute-Aktion finden Ausbildungsinteressierte direkt auf der Startseite der Kampagnenwebsite www.durchstarten-in-mv.de alle offenen Ausbildungsangebote von Unternehmen, die für den Ausbildungsbeginn 2020 noch freie Lehrstellen zu besetzen haben. Aktuell sind rund 300 Last Minute-Angebote im Azubi-Atlas für potentielle Auszubildende freigeschaltet.

Das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern in MV werben gemeinsam für die guten beruflichen Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Fachkräftekampagne Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) wird vom Wirtschaftsministerium MV und den Industrie- und Handelskammern im Land finanziert.

Alle Informationen zur Kampagne unter www.durchstarten-in-mv.de oder auch auf Instagram (www.instagram.com/durchstarteninmv), Facebook (www.facebook.com/DurchstartenInMV) oder YouTube (www.youtube.com/user/DeinLandDeineChance).

Keinen Plan nach dem Abi?

Die Bundesagentur für Arbeit hat ein (Selbsterkennungs-)Online-Tool entwickelt, das bei der beruflichen Orientierung unterstützt und das Angebot der Berufsberatung ergänzt.

Die Corona-Pandemie sorgt für große Unsicherheit und wirft bei Jugendlichen viele Fragen auf. Was soll ich bloß werden? Und die Auswahl ist nicht leicht. Bei mehr als 350 Ausbildungsberufen und mehreren tausend Studiengängen verliert man schnell den Überblick.

Mit dem Selbsterkundungstool können angehende Abiturienten testen, welches Studium oder welcher Ausbildungsberuf zu ihnen passt. Online werden mit Hilfe von Testverfahren Fragen zu Fähigkeiten, Stärken und Interessen gestellt. Auf Basis dieser Eingaben ermittelt das Tool passende Ausbildungsberufe und Studienfelder. Wer zudem wissen will, wie es nach einer abgeschlossenen Ausbildung mit der Karriere weitergehen kann, erhält auch dazu passende Vorschläge.

Die Ergebnisse können ausgedruckt, gespeichert und in der telefonischen Beratung in der Berufsberatung unter der Service-Hotline 0395 766 1500 besprochen werden.

Das Selbsterkundungstool gibt es hier: www.selbsterkundungstool.de

Ausbildungsmarkt in der Seenplatte: Angebot an Lehrstellen auf Vorjahresniveau, Rückgang bei den Bewerbern

Arbeitsagenturchef Thomas Besse appelliert eindringlich an die Betriebe: „Bilden Sie auch in diesem Jahr aus, ansonsten fehlen ihnen die Fachkräfte von morgen!“ Und weiter sagt er: Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis werden alles Mögliche tun, Auszubildenden, die ihre Lehrstelle aufgrund der Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebes bzw. vollständiger Betriebsschließung verlieren, schnellstmöglich an einen anderen Ausbildungsbetrieb zu vermitteln. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, einen ‚Ausbildungsjahrgang Corona‘ zu verhindern.“

  • 1.488 gemeldete Ausbildungsstellen – 3 mehr als im Vorjahreszeitraum
  • 1.201 Bewerber – Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 158 oder 12 Prozent
  • Im Mai: noch 954 unbesetzte Stellen und 694 unversorgte Bewerber

Die Corona-Pandemie trifft unsere Gesellschaft und die Wirtschaft hart. Die Folgen sind auch auf dem Arbeitsmarkt bereits deutlich zu spüren: Die Zahl arbeitslos Gemeldeter stieg im Mai im Vergleich zum Vormonat April – entgegen der üblichen Frühjahrsbelebung – an. Immer mehr Betriebe melden Kurzarbeit an, mit ca. 25.000 angezeigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Kurzarbeit (ca. 2.800 Betriebe – jeder dritte Betrieb im Landkreis).

Folgen für den Ausbildungsmarkt

Die Folgen für den Ausbildungsmarkt sind derzeit nicht abzusehen, da die Ausbildungsverhältnisse von Klein- und Kleinstbetrieben üblicherweise erst in den Sommermonaten geschlossen werden.

Damit erhöhte sich aus Sicht der jungen Menschen das Angebot von einem Verhältnis im vergangenen Jahr von 1,04 Lehrstellen je Bewerberinnen und Bewerber auf 1,22 Lehrstellen je Bewerberinnen und Bewerber im aktuellen Monat.

Top 10 der unbesetzten Ausbildungsstellen:

  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Justizfachangestellte/r Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Verkäufer/in
  • Forstwirt/in
  • Koch/Köchin
  • Berufskraftfahrer/in
  • Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik
  • Tiefbaufacharbeiter/in
  • Fachverkäuf.-Lebensm.handwerk – Bäckerei
  • Kaufmann/-frau – Büromanagement

Bewerber und Ausbildungsstellen nach Regionen

 

 

Bei Fragen zur ‚assistierten Ausbildung‘, den sogenannten ‚ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)‘ oder der ‚Einstiegsqualifizierung (EQ)‘ können Personalverantwortliche die kostenlose Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 nutzen.

Jugendlichen bieten die gebührenfreien Service-Rufnummer 0395 766 1500 oder 0800 4 5555 00 die Möglichkeit, einen Beratungstermin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.

BiZ zu Gast in der Wirtschaft – Werde Azubi bei SPIEGEL Druck & Werbung

Ronald Spiegel stellt euch das Unternehmen und den Ausbildungsberuf Mediengestalter/in – Digital und Print vor. Bei interessanten Vorführungen erhalte Interessenten Einblick in Umfang und Vielfalt dieses Berufes.

Wer sich für eine Ausbildung zum/zur Mediengestalter/in – Digital und Print interessiert, ist eingeladen zu SPIEGEL Druck & Werbung.

Wann: 19. März 2020 um 16:00 Uhr
Wo: SPIEGEL Druck & Werbung
Kieselweg 5
17036 Neubrandenburg

Eine Anmeldung ist bis zum 17.03.2020 unter Tel.: 0395 766 1500 oder via E-Mail: neubrandenburg.biz@arbeitsagentur.de erforderlich.

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