SommerTour macht am 15.7.21 Halt in Neubrandenburg

Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern führt auch in diesem Sommer wieder eine Info-Tour durch. Am Donnerstag, 15. Juli 2021, macht das Infomobil von 9.30 bis 15.30 Uhr in Neubrandenburg auf dem Marktplatz Halt.

Schwerpunkt der diesjährigen Sommertour ist das Thema „Klarheit und Wahrheit beim Lebensmitteleinkauf“. Dabei wird die Lebensmittelkennzeichnung im Fokus stehen. Für kritische Verbraucher lohnt sich ein Blick auf das Lebensmitteletikett, insbesondere in die Zutatenliste und die Nährwerttabelle. Eine kleine Produktausstellung informiert u. a. zu diesen Fragen: Wie viel Zucker steckt in Erfrischungsgetränken? Woher kommt das Sylter Vollkornbrot? Wozu gibt es Müsliriegel mit Guaranapulver? Was ist ein Kurkuma Shot? Beispiele für typische Werbestrategien werden zum Diskutieren anregen.

Auch die Energieberatung ist dabei. Ein Kernthema ist die Nutzung erneuerbarer Energien. Sie reduzieren klimaschädliche CO2-Emissionen und machen Hausbesitzer gleichzeitig unabhängiger von der Preisentwicklung auf internationalen Märkten.

Auch das Thema Wärmedämmung und sommerlicher Hitzeschutz wird ein Schwerpunkt sein. Eine gute Dämmung sorgt für wohlige Wärme im Winter, für angenehm temperierte Innenräume im Sommer und spart obendrein Heizkosten. Außerdem beugt eine gute Dämmung Schimmelbildung vor. Ein Energieberater erklärt viel Wissenswertes zu den Themen Solarthermie, Photovoltaik (Strom aus Sonnenlicht) und Energieeinsparung durch Wärmeschutz.

Avocados in der amtlichen Untersuchung

Das Landesamt hatte in diesem Jahr einen Untersuchungsschwerpunkt zu Avocados geplant. „Die Analyseergebnisse von 17 Proben ergaben nur eine Beanstandung“, sagt Dr. Stephan Goltermann, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock.
Die Proben dieser fettreichen Beere (Lorbeergewächs) wurden dem Einzelhandel in MV entnommen. Sie stammten aus Kolumbien (6 Stück), Spanien (6 Stück), Marokko (2 Stück) und jeweils eine aus Chile und Kenia. Bei einer Probe war keine Herkunft bekannt.

Aufgrund von erheblichem Schimmelbefall in der Frucht ist eine Avocadoprobe schon in der vorausgehenden Sensorikprüfung auf das Aussehen, den Geruch und den Geschmack beanstandet worden.

Alle Proben sind von den ExpertInnen des LALLF auf ca. 420 Pflanzenschutzmittel und deren Metaboliten (=Abbauprodukte) untersucht worden. Die Nachweisgrenze liegt bei dem kaum vorstellbar geringen Wert von etwa 10 µg der Substanz je Kilogramm Probe.
In zehn Avocadoproben waren keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (PSM) nachweisbar. In den anderen sieben gab es Spuren von bis zu drei Wirkstoffen von PSM. So war das Fungizid und erlaubte Nacherntebehandlungsmittel Prochloraz in allen sieben Proben enthalten.
Alle Wirkstoffmengen lagen unterhalb der erlaubten Höchstmengen.
„Das Untersuchungsergebnis ist insgesamt als „gut“ zu bezeichnen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) führt Analyseergebnisse auf, die mit höheren Beanstandungsraten oder einer größeren Menge an Wirkstoffrückständen schlechter ausfielen“, vergleicht Goltermann.

Das Lebensmitteletikett – Was verrät es?

Der „richtige“ Einkauf von Lebensmitteln ist für viele Verbraucher/innen eine Herausforderung. Worauf sollte man achten? Welche Pflichtangaben sind auf den Lebensmittelverpackungen zu finden? Und welche Angaben sind nur Marketingstrategien der Lebensmittelhersteller?

Im kostenlosen Online-Vortrag „Das Lebensmitteletikett – Was verrät es?“ erfährt man, welche Angaben auf Lebensmittelverpackungen verpflichtend sind und wie man sich daran orientieren kann. Außerdem wird anhand von Beispielen erläutert, wie man Werbung auf Lebensmitteln durchschauen kann.

Die Veranstaltung startet am Dienstag, 8.6.2021 um 10 Uhr. Interessierte melden sich bitte hier an.

Neues bundesweites Lebensmittel-Forum zu Verbraucherfragen geht an den Start

Was ist beim Bio-Honig bio? Wie erkenne ich mehr Tierwohl auf Fleischverpackungen? Was bedeutet das Glas-Gabel-Symbol? Sind gekeimte Zwiebeln essbar? Fragen zu Ernährung, Lebensmitteln, Kennzeichnung und Verpackungen beantworten die Verbraucherzentralen kostenlos im neuen bundesweiten Lebensmittel-Forum.

„Ausgewählte Antworten werden veröffentlicht und können von allen interessierten Verbraucherinnen und Verbrauchern online gelesen und kommentiert werden“, sagt Sandra Reppe, von der Verbraucherzentrale Mecklenburg Vorpommern. „Wir bieten den Dialog zu ganz alltäglichen Fragen, aber auch zu Aufregern und Ärgernissen an.“ Das Forum ist auf der Internetseite der Verbraucherzentralen unter www.lebensmittel-forum.de zu finden.

Viele Menschen wollen sich gesund und bewusst ernähren. Doch im Alltag ist es oft nicht leicht, in der Fülle des Lebensmittelangebotes die richtige Wahl zu treffen. Hinzu kommen oft widersprüchliche Empfehlungen, was man essen soll und was angeblich schadet. „Mit dem neuen Internetforum verfolgen wir auch das Ziel der Verbraucheraufklärung“, sagt Sandra Reppe. „Leitbild ist, dass wir uns kritisch und kompetent mit Ernährungsfragen auseinandersetzen und anbieterunabhängig beraten.“

Schokoladenosterhasen im Amtscheck

12 Proben Vollmilchschokoladen-Osterfiguren oder in Amtsdeutsch „österliche Schokohohlkörper“ dieser Saison sind gerade im zuständigen Labor im Landesamt auf ihre Zusammensetzung analysiert worden.

Dr. Stephan Goltermann, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock: „Alle Schokoladen erfüllten die Anforderungen der Kakao-Verordnung. Trotzdem mussten zwei aufgrund von Kennzeichnungsmängeln beanstandet werden. Eine Probe war darüber hinaus unzulässig gefärbt und wies eine irreführende Angabe des Zuckergehaltes auf“, führt Goltermann aus.

Die Prüfung der beliebten Süßigkeiten umfasste folgende Details:

  • Ermittlung der Gesamtkakaotrockenmasse und der Milchtrockenmasse gemäß Kakao-Verordnung
    und
  • Bestimmung des Fett- und Zuckergehaltes zur Überprüfung der Nährwerte.

Das LALLF untersucht regelmäßig stichprobenartig Schokoladenerzeugnisse. Verpackte Lebensmittel müssen unter anderem den Anforderungen der Lebensmittelinformationsverordnung entsprechen. Außerdem ist bei Schokolade gemäß Kakao-Verordnung die Angabe des Kakaogehaltes eine Pflicht. Er spiegelt den Gehalt an verarbeiteten Kakaobohnen und zugesetzter Kakaobutter im Schokoladenanteil des Erzeugnisses wieder. Vollmilchschokolade muss mindestens 30 % enthalten.

Online-Vortrag "Lebensmittel gut verpackt – alles sicher?"

Die meisten Lebensmittel sind heutzutage verpackt. Verpackungen schützen zum Beispiel bei der Lagerung oder beim Transport. Sie können aber auch Nachteile mit sich bringen, zum Beispiel die Abgabe unerwünschter Stoffe an die darin verpackten Produkte. Außerdem eignet sich nicht jede Verpackung für jedes Lebensmittel.

Im Vortrag „Lebensmittel gut verpackt – alles sicher?“ erfährt man nicht nur etwas über die Vor- und Nachteile verschiedener Verpackungsmaterialien, sondern auch worauf es bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln im Haushalt ankommt. Der etwa einstündige Vortrag startet am

Donnerstag, dem 8. April 2021 um 10 Uhr.

Eine Anmeldung auf der Internetseite der Verbraucherzentrale über „Termine & Veranstaltungen“ zu diesem Vortrag ist erforderlich – auch über diesen Link: www.verbraucherzentrale-mv.eu/veranstaltungen.

Eier, frisch oder gekocht und gefärbt – keine mikrobiologische Beanstandung

„Keine Salmonellen oder andere potentiell krankmachende Erreger auf oder im Ei! Das ist das gute Ergebnis unserer mikrobiologischen Untersuchungen von 134 Proben frischer Eier“, freut sich Dr. Stephan Goltermann, Direktor des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock. Diese Anzahl Proben ist seit dem 01.01.2020 bis dato im LALLF unter die Lupe genommen worden.

Bemängelt werden musste in neun Fällen eine unvollständige Kennzeichnung, wie z. B. die fehlende Angabe zur Güteklasse der Eier oder des Erzeugercodes. Eine Eiprobe ist mit einem Hygienehinweis versehen worden, da sie verschmutzt war.

Neben den rohen Konsumeiern hat das Landeslabor 20 gekochte und gefärbte Eiproben (z. B. Brotzeiteier) zur Überprüfung auf mikrobiologische Auffälligkeiten angefordert. Auch diese Eier waren mikrobiologisch in Ordnung. In fünf Fällen ist die Kennzeichnung mangelhaft gewesen. Außerdem war die Kalkschale eines bunt gefärbten Eies kaputt und der Eiinhalt verdorben.

Verbraucher sollten vor dem Verzehr von Eiern darauf achten, dass deren Kalkschale unversehrt ist. Bekanntermaßen ist sie mit einer natürlichen, unsichtbaren Schutzschicht überzogen. Kalkschale und Schutzschicht sind die ursprünglichen Mechanismen in der Vogelwelt, um das Küken vor dem Eindringen von Keimen zu schützen.

„Neben der Unversehrtheit des Äußeren sollten Sie vor dem Verzehr kurz Aussehen, Geruch und letztlich den Geschmack des Eies überprüfen“, rät Goltermann. Bei Abweichungen von den gewohnten oder erwarteten Eigenschaften ist das Ei besser zu entsorgen.