Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Am heutigen Dienstag hat das zweite Impfzentrum im Landkreis in Waren (Müritz) seinen Betrieb aufgenommen. In der Turnhalle des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Müritz in Waren (Müritz) sind heute die ersten 24 Einwohner geimpft worden.

Auch für das Warener Impfzentrum gilt die bekannte Verfahrensweise: Einwohner, die über 80 Jahre alt sind, werden vom Land persönlich angeschrieben. Wenn sie sich impfen lassen möchten, dann rufen sie beim Call-Center an, um einen Termin in einem der Impfzentren zu erhalten. Die notwendige Telefonnummer ist in dem Schreiben genannt.

Am Montag hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Impfstoff für weitere 975 Menschen erhalten. Nach wie vor sind die vier Impfteams im Landkreis unterwegs. Es wird in Senioren- und Pflegeheimen geimpft, in denen das bislang wegen der Infektionslage nicht möglich war. Das Gesundheitsamt registriert seit Ende der 3. Kalenderwoche eine leichte Entspannung des Infektionsgeschehens in den Heimen.

In der Anlage zu dieser Pressemitteilung finden Sie den aktuellen Stand der Infektionszahlen aufgeschlüsselt auf Amtsbereiche und Städte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.pdf iconAnlage-Inzidenzen

Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Nachdem das Gesundheitsamt ein Abklingen des Infektionsgeschehens für die Senioren- und Pflegeheime melden kann, die Ende des Jahres mit hohen Infektionszahlen kämpften, sind nun in zwei Senioren- und Pflegeheimen in Neubrandenburg Infektionen festgestellt worden.

In einer der Einrichtungen sind ein Bewohner und ein Mitarbeiter und in der anderen drei Bewohner und zwei Pflegekräfte positiv getestet worden. Die entsprechenden Hygienemaßnahmen und Regelungen sind eingeleitet worden.

Im Gesundheitsamt gehen die Amtsärzte davon aus, dass in den nächsten Tagen dort weitere Ansteckungen festgestellt werden.

Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Am gestrigen Dienstag ist im Impfzentrum Trollenhagen der erste Tag gut gelaufen. Die ersten 40 Senioren haben dort ihre Schutzimpfung bekommen. Sie alle hatten zuvor beim Call-Center angerufen und einen Termin erhalten. Die Vergabe der Termine verläuft dank entsprechender Technik in laufender Abstimmung zwischen dem Call-Center und dem Landkreis.

Dafür hat das Land Mecklenburg-Vorpommern die Impfzentren mit Computern passgenau ausgerüstet. Sobald der Bürger bei der Hotline des Landes einen Termin erhalten hat, erscheint dieser Termin auch im Impfzentrum. Das Impfmanagement des Landkreises wiederum gibt von seiner Seite dem Call-Center bekannt, wann geimpft werden kann. Damit ist gesichert, dass die entsprechenden Impfdosen und das Impfpersonal in Trollenhagen zur Verfügung stehen. Wer aus irgendwelchen persönlichen Gründen seinen Termin absagen oder verschieben muss, hat sich erneut beim Call-Center zu melden. So gibt es die Möglichkeit, einem anderen Interessenten diesen Termin anzubieten.

Parallel zu den Impfungen im Impfzentrum werden die mobilen Impfteams des Landkreises heute den ersten Durchgang der Impfungen in den Senioren- und Pflegeheimen abschließen können. Mit Stand 12. Januar 2021, 17 Uhr, hatten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte insgesamt 3.320 Menschen die erste Impfung erhalten. Ab Montag nächster Woche geht es dann in die Runde der Zweitimpfung. Lediglich in zwei Pflegeheimen ist die Infektionslage leider noch so angespannt, dass dort nicht geimpft werden konnte.

Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Ab heute wird der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wöchentlich die Infektionszahlen aufgeschlüsselt nach Amtsbereichen und Städten veröffentlichen. Davon hatte der Verwaltungsstab bislang aus verschiedenen Gründen Abstand genommen und nur den Städten und Ämtern diese Aufschlüsselung für den Dienstgebrauch mitgeteilt.

„Die veränderte Infektionslage im Landkreis ist ausschlaggebend dafür, dass nunmehr die Zahlen veröffentlicht werden können“, sagt der Leiter des Verwaltungsstabs und 2. Stellvertretende Landrat Thomas Müller. „Denn die Gefahr der Stigmatisierung einzelner Personen oder Einrichtungen ist nun nicht mehr so groß wie noch vor kurzem, als sich aus Einzelfällen Rückschlüsse auf die jeweils Betroffenen ziehen ließen. Nach wie vor steht jedoch der Datenschutz für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ganz oben“, so Thomas Müller.

Problematisch bleibe die Veröffentlichung der Inzidenzen dennoch, weil sie nur eine rein rechnerische Betrachtung erlauben. Die Inzidenz errechnet sich bekanntlich aus der Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden 7 Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner. Diese Einwohnerzahl wird jedoch in keinem Amtsbereich oder einer der Kleinstädte in der Seenplatte erreicht. Deshalb gibt die Tabelle auch für jeden nachvollziehbar nicht nur die Inzidenz, sondern auch die reale Zahl der positiv getesteten Personen an. Ebenfalls nicht erkennbar ist, wie schwer die Krankheitssymptome waren oder sind.

„Auch in den nächsten Tagen rechnen wir damit, dass sich die Infektionszahlen in unserem Landkreis auf hohem Niveau bewegen werden. Denn der Virus ist diffus im Landkreis verteilt. Das ist auch der ausschlaggebende Grund dafür, dass die neuerlichen Maßnahmen zur Kontaktvermeidung getroffen werden mussten, so wie es die so genannte Ampel-Regelung des Landes Mecklenburg-Vorpommern verlangt“, betont der 2. Stellvertretende Landrat. „Wir hoffen sehr, dass die Veröffentlichung dieser Zahlen dazu beiträgt, dass sich nun jeder in unserem Landkreis ein Bild von der aktuellen Situation machen und sich darauf einstellen kann“, so Thomas Müller.

Angemerkt

Die Bedenken Herrn Müllers verstehe ich völlig. Zudem ist der Fehlinterpretation „In meinem Amtsbereich gibt es einen kleinen Inzidenzwert, dann brauche ich mich nicht so an die Lockdownregeln zu halten.“ Tür und Tor geöffnet.

Gerade bei den einwohnerarmen Ämtern führt der Zuwachs um nur zwei oder drei Erkrankte zu einer Explosion des Inzidenzwertes. Bsp.: Penzliner Land plus 3 Erkrankte ergibt dann eine Inzidenz von knapp 75 (bei jetzigen knapp 30)

Corona: Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

1. Der Landkreis hat am heutigen Montag weitere Impfdosen erhalten. Damit können in dieser Woche erneut 975 Menschen in der Mecklenburgischen Seenplatte geimpft werden. Die vier mobilen Impfteams werden in Pflegeheimen in Mirow, Waren (Müritz), Neubrandenburg, Demmin, Friedland, Woldegk und Feldberg unterwegs sein.

Ein weiterer Teil des Impfstoffs geht an Krankenhäuser im Landkreis, die diesmal keine eigene Zuteilung bekommen. Eine weitere Impfstofflieferung wird im Verlauf der Woche erwartet.

2. Erstmalig wird ab morgen auch im Impfzentrum in Neubrandenburg geimpft. Wie bekannt, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern über 80-jährige angeschrieben und zur Impfung eingeladen. Sie erhalten auf Wunsch über eine eigens vom Land eingerichtete Hotline einen Impftermin.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte rechnet damit, dass zum jetzigen Zeitpunkt täglich bis zu 25 Personen in das Impfzentrum kommen werden. Ab Dienstag, den 12. Januar, pendelt deshalb auch im Stundentakt ein Sonderbus mit der Liniennummer 300 vom ZOB Neubrandenburg ab 7:40 Uhr bis 16:40 Uhr und von dort auch wieder zurück.

Das zweite Impfzentrum des Landkreises in der Turnhalle vom Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz (RBB-Müritz) in Waren (Müritz) wird ab dem 19. Januar 2021 für Impfungen zur Verfügung stehen.

3. Die Infektionslage im Pflegeheim in Malchow hat sich deutlich entspannt. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, hat es in den zurückliegenden Tagen dort keine weiteren Ansteckungen gegeben.

Dennoch: Die Lage in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen bleibt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein Problem. Der Virus wird vom Pflegepersonal oder von Besuchern eingetragen, die keine Krankheitssymptome haben. Die regelmäßigen Schnelltests sind zwar hilfreich, jedoch nicht so zuverlässig wie ein Labortest. Deshalb ergeht immer wieder der Appell an alle, die mit Menschen aus den Risikogruppen zu tun haben, sich und diese besonders zu schützen.

4. Als Bestandteil des Entsorgungssystems bleiben die Wertstoffhöfe im Landkreis offen. Bei der Abgabe von Wertstoffen, Grünschnitt, Elektroschrott usw. im Freien sind selbstverständlich die bekannten Corona-Regeln einzuhalten.

Was gilt ab Montag für die Kitas und Schulen im Landkreis?

Für Mecklenburg-Vorpommern treten am morgigen 11. Januar 2021 weitere harte Einschränkungen in Kraft, die dazu dienen den Infektionsverlauf des Corona-Virus einzudämmen. Weil der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte schon seit Mitte der 1. Kalenderwoche eine Inzidenz von mehr als 200 Infektionen auf 100000 Einwohner erreicht hatte, waren hier schon entsprechende Maßnahmen für den Schulbetrieb festgelegt worden.

Es findet im Landkreis grundsätzlich kein Präsenzunterricht statt, weder an Grundschulen, noch an allgemeinbildenden Schulen, noch an Berufsschulen, Musikschulen, Volkshochschulen. Möglich ist es jedoch, dass Abschlussklassen in Präsenz unterrichtet werden. Selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Schutzregeln mit Abstand und Schutzmaske. Hintergrund dieser Ausnahmeregelung ist, dass die Betroffenen sich auf den Schulabschluss – gleich welcher Art – vorbereiten können.

Für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 gibt es wie schon im Frühjahr eine so genannte Notfallbetreuung, wenn es Eltern aus beruflichen oder anderen zwingenden Gründen nicht möglich ist, ihre Kinder zu Hause zu lassen. Um diese Situation nachzuweisen, wird vom Land ein Frageboten erarbeitet, der von den Eltern ausgefüllt werden muss. Diese Eltern müssen sich ihre Unabkömmlichkeit vom Arbeitgeber darauf schriftlich bestätigen lassen.

Der Landkreis wird die entsprechenden Unterlagen für Eltern auch auf seiner Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de unter „Corona“ als Download zur Verfügung stellen. Ab 13. Januar müssen alle Eltern, die von der Notfallbetreuung betroffen sind, das entsprechende Formular in der Kita oder Schule zwingend vorgelegen.

Am Montag und Dienstag gilt eine Übergangsphase, damit die Eltern in der Lage sind, die notwendigen Unterlagen zu bekommen. An diesen beiden Tagen wird kein Kind von der Kita, der Schule oder dem Hort abgewiesen.

Zu den Festlegungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für diese so genannte verlängerte Schutzphase, also die Übergangsphase, erhalten heute die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen vom Jugendamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ein Rundschreiben.

Nähere Informationen und entsprechende Unterlagen zur Umsetzung der dann folgenden Notfallbetreuung ab Mittwoch erhalten die Träger der Einrichtungen und die Kinderpflegepersonen dazu ebenfalls so schnell wie möglich.

Ausgangs- und Einreisebeschränkungen ab Montag, 11. Januar 2021

Die Landesregierung hat sich am 8. Januar 2021 gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, der Wirt­schaft, der Gewerk­schaften und der Sozial­verbände darauf verständigt, dass besondere Schutzregeln für Gebiete mit einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gelten.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als Hochrisikogebiet wird aus diesem Grund die 35. Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Es gelten folgende Regeln im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte:

1. Abendliche Ausgangsbeschränkung von 21 bis 6 Uhr

Der Aufenthalt außerhalb der eigenen häuslichen Unterkunft im Zeitraum von täglich 21 bis 6 Uhr des Folgetags ohne triftigen Grund ist untersagt. Ein triftiger Grund  ist beispielsweise die Ausübung der beruflichen Tätigkeit sowie die Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsleistungen. Weiterhin ist der Besuch bei Ehe- und Lebenspartnern sowie bei Partnern von Lebensgemeinschaften, hilfsbedürftigen Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen zulässig. Erlaubt sind auch unabdingbare Handlungen zur Versorgung von Tieren.

In diesem Zeitraum ist der Einkauf in Ladengeschäften bzw. die Besorgung von Gegenständen des täglichen Bedarfs nicht gestattet.

Weitere Einzelheiten sind der Allgemeinverfügung zu entnehmen.

2. Einschränkung auf 15km-Bewegungsradius

Der Aufenthalt ohne triftigen Grund in einer größeren Entfernung als 15 km vom Hauptwohnsitz (Meldeadresse) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist untersagt. Innerhalb des 15km-Radius ist eine uneingeschränkte Bewegung möglich. Mit dem 15km-Radius ist die Luftlinie um die Meldeadresse zu verstehen. Triftige Gründe sind beispielsweise die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, der Besuch von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen, der Besuch von Kirchen, die Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsleistungen und der Besuch bei der Kernfamilie (Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder, Eltern, Geschwister, Enkel, Urenkel, Großeltern und Urgroßeltern), hilfsbedürftigen Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen. Gestattet ist auch die unabdingbare Versorgung von Tieren.

Außerhalb des 15km-Radius sind Versorgungsgänge für Gegenstände des täglichen Bedarfs und der Einkauf in Ladengeschäften erlaubt.

3. Einreisebeschränkung in den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Der Aufenthalt von Personen ohne Hauptwohnsitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ohne triftigen Grund ist untersagt. Die triftigen Gründe sind identisch mit den Regeln für den 15km-Radius. Ein touristischer Ausflug in den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist kein triftiger Grund. Das Aufsuchen eines Nebenwohnsitzes im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist nur noch im Zeitraum vom 11. bis 21.01.2021 gestattet.

Generell gilt, dass im Falle einer Kontrolle durch die Polizei und die örtlichen Ordnungsämter der triftige Grund durch die betroffene Person in geeigneter Weise glaubhaft zu machen ist.

Die 35. Allgemeinverfügung tritt ab Montag, 11. Januar 2021 in Kraft und ist bis zum 31. Januar 2021 gültig. Zum Monatsende wird über das weitere Vorgehen in Abhängigkeit von den dann vorliegenden Inzidenzwerten entschieden.

Der 1. Stellvertretende Landrat Kai Seiferth betont, dass die ab morgen geltenden Maßnahmen dazu dienen, dass konsequent die Kontakte reduziert werden. Nur gemeinsam gelingt es, dass der Inzidenzwert schnellstmöglich wieder sinkt und somit die besonderen Schutzregeln aufgehoben werden.

Die Allgemeinverfügungen ist auf der Homepage des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte (interner Link) abrufbar.