Umfrage zum ÖPNV erfolgreich abgeschlossen

Die Online-Bürgerbefragung zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurde erfolgreich abgeschlossen. „Wir sind mit der Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger sehr zufrieden“, sagte Dirk Rautmann, der Leiter des Amtes Zentrale Dienste/Schulverwaltungsamt, und im Landkreis u.a. für den ÖPNV zuständig.

Das Berliner Beratungsinstitut IGES hat im Auftrag des Landkreises die Umfrage durchführt. Mehr als 370 Hinweise seien im Vergleich zu anderen ländlichen Regionen eine sehr hohe Rücklaufquote, heißt es aus dem Beratungsinstitut. „Das beweist einmal mehr das starke Interesse am Thema Mobilität in unserer Region“, so Dirk Rautmann. „Interessant ist, dass 60 Prozent derjenigen, die sich an der Umfrage beteiligten, sogenannte ‚Nicht-Nutzer des ÖPNV‘ sind. Das ist genau die Zielgruppe, die wir aus Sicht des Landkreises verstärkt für den ÖPNV gewinnen möchten“, betonte Dirk Rautmann.

Vor allem der weitere Ausbau des Angebotsumfangs, eine bessere Verknüpfung von Bus und Bahn, die Weiterentwicklung der Tarife zu Verbundtarifen (Nutzung von allen Bussen und Bahnen mit einem Ticket), aber auch die Verbesserung der Ausstattung von Haltestellen an ausgewählten Stellen sind den Befragten wichtig.

Beispielsweise sollen auf wichtigen Hauptachsen wie Neustrelitz – Neubrandenburg Taktlücken geschlossen und die Verknüpfung zur Bahn verbessert werden. Weiterhin werden Verbesserungen in ländlichen Bereichen durch Passfähigkeit der Schülerbeförderung mit den Schulzeiten oder aber durch Einführung von flexiblen Angeboten wie etwa modernen Rufbussen gewünscht. Auch im Bereich der Stadtverkehre gibt es Wünsche.

So zeigen die Hinweise, dass neue Wohngebiete wie z.B. Warensberg (Stadt Waren (Müritz)) angeschlossen werden müssen und in Neubrandenburg Ideen zur Beschleunigung von Linienführungen etwa der Linie 2 von Bethanienberg zum Bahnhof vorgeschlagen werden.

Ein weiterer Wunsch der Reisenden: Neu zu erwerbende Busse sollten konsequent Niederflurfahrzeuge sein und über Klimaanlagen verfügen. Erwartet werden mehr Fahrgastinformationen in Echtzeit, etwa über Monitore in den Bussen.

Die Bürgerbefragung ist aus Sicht des Landkreises besonders wichtig, weil sie an den Erarbeitungsprozess des neuen Nahverkehrsplan nahtlos ansetzt und damit konkrete Hinweise der Bewohnerinnen und Bewohner bei der Festlegung der Umsetzungsprioritäten der vielen definierten Maßnahmen eingebunden werden können.

Schöner Umsteigen an der Seenplatte durch einheitliches Betriebsleitsystem

Verbesserungen im Busverkehr und Klimaschutz sind zwei Ziele, die sich die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG) auf die Fahnen geschrieben hat. Ein einheitliches rechnergestütztes Betriebsleitsystem soll dabei helfen. Für dessen Einführung hat das Landesverkehrsministerium der MVVG jetzt Fördermittel in Höhe von gut 320.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zugesagt.

Hintergrund ist das schrittweise Zusammenführen der Verkehrsgesellschaften aus den Altkreisen Demmin, Neustrelitz und Müritz, die jeweils eigene Betriebsleitsysteme hatten, zur jetzigen MVVG. Ein einheitliches Leitsystem im gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte soll das Busfahren für die Nutzer komfortabler gestalten und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens erhöhen. Das System soll Anforderungen von der Disposition über die Anschluss-Sicherung bis zur Fahrplanüberwachung und Fahrgastinformation erfüllen.

„Ein flächendeckendes Betriebsleitsystem wird die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs fühlbar steigern. Besonders die beliebte Fahrplan-App, dies es in Teilen des Landkreises schon gibt, kann dann flächendeckend im gesamten Bediengebiet der MVVG genutzt werden“, sagt Christian Pegel. Der für Verkehr ebenso wie für Energie zuständige Minister fügt hinzu: „Ich hoffe, dass durch die verbesserte Anschluss-Sicherheit noch mehr Menschen vom Auto auf den Bus umsteigen und damit aktiven Klimaschutz betreiben.“

Auch 2020 mit dem Schülerferienticket im Sommer mobil durch das Land

Schüler fahren auch in diesen Sommerferien wieder besonders günstig durch Mecklenburg-Vorpommern. Vom 20. Juni bis zum 2. August können sie mit dem Schülerferienticket für 31 Euro alle Nahverkehrszüge im Land in der zweiten Klasse, Straßenbahnen, Linienbusse sowie die Rostocker Fähren in Warnemünde und im Stadthafen nutzen.

Schülerinnen und Schülern kommen damit nicht nur günstig durch unser schönes Bundesland, sondern auch noch für einen Tagesausflug nach Berlin und Hamburg. Anspruch auf das Ticket haben alle Schülerinnen und Schüler, die zu Ferienbeginn nicht älter als 21 Jahre sind und eine Schule in M-V (ohne Berufsabschluss) besuchen. Beim Kauf ist der Schülerausweis oder ein vergleichbarer Berechtigungsnachweis vorzulegen.

Wer sein Schülerferienticket 2020 online unter www.sft-mv.de bestellt, erhält dazu kostenfrei eine Mund-Nase-Bedeckung, deren Tragen in Bussen und Bahnen zurzeit infolge der Corona-Pandemie Pflicht ist. Weitere Informationen zum Schülerferienticket und wo es dieses vor Ort zu kaufen gibt, finden Sie ebenfalls auf dieser Webseite.

Ab Montag fahren Busse im Kreisgebiet wieder nach dem üblichen Fahrplan

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte fahren ab dem 27.April 2020 die Busse der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) wieder wie in der Schulzeit. Touristische Verkehre bleiben vorerst ausgesetzt.

Diese Regelung betrifft auch die Stadtbusse in Demmin, Neustrelitz und Waren (Müritz), jedoch nicht den Stadtverkehr Neubrandenburg. Dort bleibt es zunächst in der kommenden 18. Kalender Woche noch bei dem Samstagsfahrplan. Nähere Informationen dazu veröffentlichen heute die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe.

Die Pflicht, einen Fahrschein bei der Beförderung zu besitzen, besteht weiterhin. Dieser kann u,a in der Mobilitätszentrale auf dem Neubrandenburger Busbahnhof erworben werden. Es ist außerdem ab dem 27. April möglich, den Online-Fahrscheinverkauf auf der Internetseite der MVVG zu nutzen: <www.mvvg-bus.de> www.mvvg-bus.de

Und auch wenn derzeit der Einstieg und das Abkassieren an der vorderen Tür noch nicht bei allen Bussen möglich sind, können in diesen Bussen die eingerichteten „Kassen des Vertrauens“ genutzt werden.

Alle Fahrgäste müssen bekanntlich ab dem 27. April 2020 eine Mund-Nasen-Bedeckung zum Beispiel Alltagsmaske, Schal oder Tuch in den Bussen und Bahnen tragen. Das gilt nicht für den Busfahrer, für Kinder bis zum Schuleintritt und für Menschen, die wegen einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Die Nutzung des Öffentlichen Personenverkehrs gilt nicht als Ansammlung im Sinne des Absatzes 1 der Verordnung der Landesregierung MV gegen das neuartige Coronavirus.

Abstand halten auch im Bus

In den Linienbussen und in den Bussen der Stadtverkehre im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte müssen die Mitreisenden in diesen Tagen auf den Abstand zueinander achten.

Bei den Sitzplätzen ist nur jeder zweite zu besetzen, bei den Stehplätzen sollte mindestens 1,5 Meter Abstand zum Nächsten gewahrt werden.

Sollte doch einmal ein Bus zu voll sein, dann empfiehlt es sich, auf die Fahrt zu verzichten, heißt es aus der Kreisverwaltung. Gesundheit geht vor.

Busse fahren im Landkreis MSE ab Donnerstag wie in den Ferien und sonntags

Ab Donnerstag, den 19. März 2020, gilt für die Busse im regionalen Linienverkehr der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG) der Ferienfahrplan.

Die Stadtverkehre Waren und Neustrelitz werden ebenfalls ab dem 19. März 2020 wie sonntags fahren. Auch die Züge der Hanseatischen Eisenbahn GmbH verkehren zwischen Neustrelitz und Mirow sowie zwischen Waren und Malchow ab diesem Tag nach einem eingeschränkten Fahrplan.

Der Kontakt zwischen den Fahrern und den Fahrgästen muss weitgehend minimiert werden. Deshalb sind grundsätzlich die hinteren Türen zum Ein- und Aussteigen zu nutzen. Die Reisenden sind gebeten, jeden Kontakt zu den Fahrern und anderen Fahrgästen zu vermeiden. Bis auf Weiteres findet kein Fahrscheinverkauf statt. Die Busse und Bahnen können trotzdem genutzt werden.

Aus demselben Grund ist die Mobilitätszentrale am ZOB Neubrandenburg geschlossen. Sie ist für Auskünfte zum Fahrplan und andere Fragen zu den bekannten Öffnungszeiten montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr ausschließlich telefonisch unter der Rufnummer 0395 351 763 50 erreichbar.

ÖPNV – Bitte im Bus hinten einsteigen

„Einstieg bitte hinten“, heißt es ab Montag, den 16. März 2020, für die Fahrgäste der Linien- und Stadtbusse im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Zum Schutz der Busfahrer und der Fahrgäste vor einer möglichen Übertragung des Corona-Virus‘ soll der Kontakt zwischen den Fahrern und den Fahrgästen weitgehend minimiert werden. Die vordere Tür am Bus bleibt geschlossen. Diese Regelung gilt zunächst bis einschließlich 19. April 2020.

Aus demselben Grund ist ab Montag die Mobilitätszentrale am ZOB Neubrandenburg geschlossen. Sie ist für Auskünfte zum Fahrplan und andere Fragen zu den bekannten Öffnungszeiten montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr ausschließlich telefonisch unter 0395 351 763 50 erreichbar.