Polizeieinsatz wegen unzulässigen Lärms endet in Gewahrsamnahme

Am Dienstagabend, 17.11.2020, gegen 22:30 Uhr kam es in der Wollweberstraße in Friedland zu einem Polizeieinsatz aufgrund unzulässigen Lärms.

Anwohner riefen die Polizei, weil ein 34-jähriger, deutscher Wohnungsinhaber seine Musik zu laut abspielte. Die eingesetzten Beamten des Polizeireviers Friedland konnten beim Eintreffen den geschilderten Lärm bereits vor dem Wohnhaus wahrnehmen. Als sie daraufhin mit dem Verursacher der lauten Musik sprechen wollten, setzte sich dieser aktiv bei der Sachverhaltsaufklärung zur Wehr. Er trat mit Füßen in Richtung der Beamten und bespuckte sie. Zudem versuchte er, die Beamten zu beißen, was ihm aber auf Grund deren Kleidung und Schutzausrüstung nicht gelungen ist. Folglich haben sie den Wohnungsinhaber in Gewahrsam genommen.

In seiner Wohnung fanden sie Beamten geringe Mengen Betäubungsmittel sowie Utensilien zum Betäubungsmittelkonsum, die sie sicherstellten. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Gegen den Wohnungsinhaber ermittelt nun die Kriminalkommissariatsaußenstelle Friedland wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

„Unruhige Nacht“ im Polizeipräsidium Neubrandenburg

Eine „unruhige Nacht“ hatten einige Anwohner und somit auch die Einsatzbeamten der Einsatzleitstelle und der Polizeireviere des Polizeipräsidiums in Neubrandenburg vom Freitag zum Pfingstsamstag. Viele Bürger fühlten sich durch ihre Nachbarn in ihrer Nachtruhe gestört und wählten den Notruf der Polizei – in der Zeit von 21:30 Uhr bis 02:30 Uhr allein 25-mal. In vielen Fällen war bereits wieder Ruhe eingetreten als die Einsatzbeamten am Ort der Unruhe eintrafen.

Gegen 00:30 Uhr zum Beispiel wurden die Beamten des Hauptrevieres in Neustrelitz zum Ferienpark Granzow bei Mirow gerufen. Dort stellten sie fünf „Veranstaltungen“ fest, die etwas lauter waren. Nach entsprechender Belehrung kehrte aber jeweils Ruhe ein. Viele Urlauber saßen hier auf ihren Terrassen und haben sich unterhalten.

In Bergen auf Rügen trafen die Beamten des Polizeihauptrevieres dort etwa zum gleichen Zeitpunkt auf eine Gruppe von neun Personen, die im Rotenseepark über eine Bluethooth-Box laut Musik hörten und Alkohol tranken. Auch sie wurden zur Nachtruhe angehalten. Bei der Kontrolle der Personen wurde auch ein 14-Jähriger angesprochen, der bei einem freiwilligen Atemalkoholtest einen Wert von 1,04 Promille belegte. Er wurde an seine Eltern übergeben und sein 18-jähriger Freund, der ihm den Alkohol zur Verfügung stellte, erhielt eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Probeläuten zur Schadenskontrolle

Wenn am Freitag, 05. April, am Vormittag um 10 Uhr die Glocken der Konzertkirche läuten, dann ist das nur ein Test. Das Glockengeläut wird anlässlich der bevorstehenden Osterfeiertage geprobt.

Dieses Probeläuten erfolgt in jedem Jahr nach der Winterzeit und findet in Zusammenarbeit mit der Hochschule und einem Industriekletterer statt. Die Kirche wird unter Belastung aller fünf schwingenden Glocken auf Anzeichen von Schäden kontrolliert.

Bei den Überprüfungen in den vergangenen Jahren wurden keine Veränderungen bemerkt.

Häufung von Polizeieinsätzen wegen Unzulässigen Lärms – die Polizei appelliert zur gegenseitigen Rücksichtnahme und Verständnis

Gerade in den Sommermonaten werden die Polizeibeamten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte besonders häufig wegen „Unzulässigen Lärms“ um Hilfe gebeten. Egal ob gemeinsames Beisammensein auf dem Campingplatz, eine gemütliche Feier in der Garage, laute Musik aus der Nachbarwohnung, nächtliche Handwerkerarbeiten oder auch sehr laute Gespräche – die Nachbarn bzw. Unbeteiligte fühlen sich sehr oft von dem Lärm gestört und rufen die Polizei. Die Neubrandenburger Beamten hatten in den vergangenen zwei Monaten mehr als 100 Einsätze auf Grund der Beschwerden über Unzulässigen Lärms. In den meisten Fällen ist es ausreichend, dass die Beamten mit dem Lärmverursacher sprechen, ihm die Sachlage erläutern und belehren. Dann ist die Ruhe hergestellt und der Anrufer zufrieden. Nur in wenigen Fällen müssen die Beamten eine Verwarnung aussprechen und androhen, dass sie bei erneutem Erscheinen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige fertigen werden.
Die Polizei appelliert an die Bürger zur gegenseitigen Rücksichtnahme und Verständnis. In manchen Fällen ist es hilfreich, wenn man sich in die Lage des Anderen versetzt und sogar selbst das Gespräch sucht.
Zur Info: Gemäß §117 Ordnungswidrigkeitengesetz handelt ordnungswidrig, „wer ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach dem Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit des anderen zu schädigen.“ Dabei muss der Betroffene mit einer Strafe von bis zu 5.000 Euro rechnen.
Übrigens ist unzulässiger Lärm, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, nicht an Zeiten oder Wochentagen gebunden.