Oster-Basteltipps von der Jugendkunstschule

Eine Jugendkunstschule ohne Kinder und Jugendliche? Das geht doch nicht – darum gibt es weiterhin virtuelle Angebote. Der Instrumentalunterricht wird per Video-Chat weitergeführt. Die Teilnehmenden der Medienkurse haben einen eigenen Online-Bereich, auf dem sie ihre selbsterstellten Cartoons und Animationsfilme teilen und kommentieren können. Die Jugendbuchjury liest weiter ihre Bücher, damit sie pünktlich die Lufti-Preise für die beste aktuelle Jugendliteratur vergeben können.

Außerdem hat die Jugendkunstschule noch einen neuen Mitarbeiter bekommen. Entstanden ist er aus einem flauschigen Samtpullover, der gaaaanz hinten in einer dunklen Schrankecke in der Jugendkunstschule lag. Es handelt sich um einen zunächst noch namenlosen Bären. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Nähkursen haben viele tolle Namensvorschläge geschickt. Darum konnte der Bär vor Kurzem seinen Freund, den Hasen, zu seiner Namensparty einladen. Jetzt heißt er Bärtram.

Die beiden Freunde geben über die Webseite der Kunstschule täglich neue Näh- und Basteltipps, damit es zuhause nicht langweilig wird. Entstanden sind schon Filzpferdchen, Bucheinschläge, Eierwärmer und Bommelhasen. Dazu gibt es noch praktische Tipps, wie man zum Beispiel mit einer Gabel eine kleine Bommel herstellen kann.

Wer neugierig geworden ist oder noch nach einer Idee für ein Ostergeschenk sucht, der kann auf der Webseite der Jugendkunstschule den Bären Bärtram kennenlernen: www.junge-kuenste.de/bastel-tipps

Virtuelle Ausstellung nimmt Interessierte mit auf eine Bilder-Reise

Bis zu seinem Tod im Jahr 1941 sammelte der Theologe und Palästinakundler Gustaf Dalman – in der nach ihm benannten Sammlung an der Universität Greifswald – rund 20 000 eigene und fremde Fotografien einer Kulturlandschaft auf dem Sprung zur Moderne. Dieser europaweit einmalige Bestand wurde nun mit dem Projekt „Das gelobte Land der Moderne“ von der Greifswalder Theologin, Kunsthistorikerin und Kustodin der Sammlung – Dr. Karin Berkemann – erstmals umfassend bildwissenschaftlich ausgewertet und mit den Aufnahmen deutscher Reisender nach der Staatsgründung Israels (1948) verglichen. Jetzt können Interessierte einen ersten virtuellen Blick auf die Ausstellung werfen.

Gustaf Dalman hielt nicht viel von Knipsern. Wenn der deutsche Palästinakundler ab 1899 zwischen Aleppo und Alexandria unterwegs war, ließ er sich Zeit. Er beobachtete, griff zum Notizbuch und zur Kamera: sachlich, stilvoll, immer auf Augenhöhe mit seinem Gegenüber, sei es nun ein Mensch oder ein Klappspaten. Fotografieren war für Dalman gleichbedeutend mit Forschen. Mit dieser Haltung prägte er eine ganze Generation von deutschen Theologen, die in die Region reisten. Viele ihrer Bildmotive wiederholen sich bei den Touristen nach 1948, nach der Gründung des Staates Israel. Für das Projekt wurden insgesamt rund 50 000 Abzüge und Dias aus rund 100 Jahren gesichtet und ausgewertet. In der Zusammenschau fügen sich die Fotografien heute zur vielschichtigen Topografie einer Region, die drei Weltreligionen und ungezählten Kulturgläubigen als heilig gilt.

Die virtuelle Ausstellung „Das gelobte Land der Moderne“ präsentiert Amateurfotografien zwischen Aleppo und Alexandria aus dem 20. Jahrhundert – und beschreibt damit den Blick der deutschen Reisenden: Manche von ihnen suchten mit der Kamera das Altertümliche, andere die Zeichen einer neuen Zeit. Um diese doppelte Perspektive nachzuzeichnen, folgt die virtuelle Ausstellung dem Verlauf einer Reise. Ausgewählte Motive zeigen, wie sich die Anfahrt vom Schiff auf das Flugzeug verlagerte. Wie mit dem Tourismus auch die Fotografie in die Kulturlandschaft Palästina kam. Wie sich unterwegs intensive Gemeinschaften bildeten und in Bildern gefestigt wurden. Wie die Aufnahmen daheim im Album oder Diavortrag zur Erzählung gefügt und weitergegeben wurden.

Weitere Informationen Die virtuelle Ausstellung konnte das Gustaf-Dalman-Institut mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB Studio) umsetzen.

Tag der Druckkunst

Drucken kann ganz einfach sein. Auch durch einfache Techniken und mit geringen Kosten entstehen unglaubliche Resultate. Die traditionelle, künstlerische Druckkunst wurde 2018 durch die Deutsche UNESCO Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Um dies zu würdigen, hat der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) auch in diesem Jahr zum deutschlandweiten Tag der Druckkunst aufgerufen. Die Jugendkunstschule „Junge Künste“ lädt am Sonntag, den 15. März, von 14 bis 16 Uhr zu einem offenen Treff ein. Hier können Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und Freunden kostenlos verschiedene Drucktechniken ausprobieren, wie z.B. den Glasscheibendruck oder das Herstellen eigener Stempel.

Am Freitag, den 20. März, nur wenige Tage später, findet außerdem die „Kunstnacht“ statt, in der Kinder eine Nacht lang (von 20 bis 8 Uhr) gemeinsam künstlerisch und kreativ tätig werden können. Zur Kunstnacht bitte unter der Telefonnummer 0395 / 4226077 oder info@junge-kuenste.de anmelden.

Bewerbungsfrist für Uwe-Johnson-Preis 2020 endet bald

Für den mit 20.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Preis können Autorinnen und Autoren oder deren Verlage bis zum 13. März 2020 unveröffentlichte sowie seit April 2018 veröffentlichte Arbeiten aus den Bereichen Prosa und Essayistik einreichen. Der Uwe-Johnson-Preis würdigt deutschsprachige Autorinnen und Autoren, in deren Schaffen sich Bezugspunkte zu Johnsons Poetik finden und die heute mit ihren Texten ebenso unbestechlich und jenseits der »einfachen Wahrheiten« deutsche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reflektieren.

Die Preisverleihung findet am Freitag, dem 9. Oktober 2020, in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Berlin statt. Im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage in Neubrandenburg wird die Preisträgerin oder der Preisträger zudem vor einem breiten Publikum lesen. Eine weitere Lesung wird in Berlin stattfinden.

Vor zwei Jahren wurde der Uwe-Johnson-Preis Rolf Rothmann und seinem Roman »Der Gott jenes Sommers« zugesprochen. Zu den Preisträgern der letzten Jahre zählen Jan Koneffke (2016), Lutz Seiler (2014), Christoph Hein (2012), Christa Wolf (2010) und Uwe Tellkamp (2008). Seiler und Tellkamp erhielten kurz nach der Verleihung des Uwe-Johnson-Preises auch den Deutschen Buchpreis. »Wir sind gespannt, ob und in welcher Weise von jüngeren Autorinnen und Autoren Texte zur Einreichung kommen, die im Sinne von Uwe Johnson vereinfachte Formen der Wirklichkeitserkundung unterlaufen und mit ihren Texten die Leser dazu einladen, ihre ‚Version der Wirklichkeit‘ mit jener zu vergleichen, die sie „unterhalten und pflegen«, kommentiert Jurysprecher Carsten Gansel, Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Universität Gießen, die neuerliche Ausschreibung.

Der Uwe-Johnson-Preis wurde 1994 erstmals verliehen, Kurt Drawert (1994), Walter Kempowski (1995) und Marcel Beyer (1997) gehören zu den ersten Preisträgern. Der mit 20.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Preis wird von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. gemeinsam mit dem der Kanzlei Gentz und Partner mbB, Berlin und dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis vergeben. Der mit 5.000 Euro Preisgeld ausgelobte Uwe-Johnson-Förderpreis würdigt herausragende Debütromane. 2019 wurde Kenah Cusanit für ihren Roman »Babel« ausgezeichnet.

Vorschläge können bis zum 13. März 2020 bei der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V., 2. Ringstraße 21, 17033 Neubrandenburg eingereicht werden.

Tag der Druckkunst

Drucken kann ganz einfach sein. Auch durch einfache Techniken und mit geringen Kosten entstehen unglaubliche Resultate. Die traditionelle, künstlerische Druckkunst wurde 2018 durch die Deutsche UNESCO Kommission als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Um dies zu würdigen, hat der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) auch in diesem Jahr zum deutschlandweiten Tag der Druckkunst aufgerufen. Die Jugendkunstschule „Junge Künste“ lädt am Sonntag, den 15. März, von 14 bis 16 Uhr zu einem offenen Treff ein. Hier können Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und Freunden kostenlos verschiedene Drucktechniken ausprobieren, wie z.B. den Glasscheibendruck oder das Herstellen eigener Stempel.

Am Freitag, den 20. März, nur wenige Tage später, findet außerdem die „Kunstnacht“ statt, in der Kinder eine Nacht lang (von 20 bis 8 Uhr) gemeinsam künstlerisch und kreativ tätig werden können. Zur Kunstnacht bitte unter der Telefonnummer 0395 / 4226077 oder info@junge-kuenste.de anmelden.

Winterferien-Angebote der Jugendkunstschule

Die Jugendkunstschule „Junge Künste“ (An der Hochstraße 13) hält für Kinder und Jugendliche wieder zahlreiche Ferienangebote bereit.

Vom 11. bis 14. Februar oder vom 18. bis 21. Februar kann jeweils von 13-16 Uhr in der Kunstwerkstatt ein eigener Sitzhocker gestaltet werden. Nebenan in der Nähwerkstatt werden am 10. und 11. Februar von 10-16 Uhr mit der Nähmaschine Bilder auf Stoff gemalt. Am 11. Februar zeigt der Künstler Tom Wollenberg tolle Gestaltungsmöglichkeiten für T-Shirts.
Vom 12. bis 14. Februar ist in der Medienwerkstatt die Fotografin Anne Steffen zu Gast. Sie zeigt täglich von 10-16 Uhr, wie man mit einer Kamera umgeht und Portraits kunstvoll inszeniert.
In der Woche vom 17. bis 21. Februar könnt ihr täglich von 10-13 Uhr eure eigene Geschichte in einem Daumenkino aufzeichnen und anschließend mittels einfacher Animation zum Leben erwecken. Wer Interesse an anderen Kulturen hat, kann am 19. Februar lernen, den eigenen Namen mit japanischen Schriftzeichen künstlerisch zu gestalten.

Auch im Theaterkeller in der Poststraße 4 gibt es am 11. und 12. Februar etwas zu erleben, hier wird von 9.30–12 Uhr mit Schwarzlichteffekten Theater gespielt. Das Keramikstudio (Juri-Gagarin-Ring 35) öffnet am Freitag, den 14. und 21. Februar seine Türen und lädt zum Gestalten winterlicher Tonobjekte ein.

Weitere Informationen zu den Ferienangeboten findet ihr auf unserer Webseite www.junge-kuenste.de. Anmeldungen sind telefonisch unter 0395-77824822 oder per Mail an info@junge-kuenste.de möglich.

EIN BLICK ins Museum mit Christoph Biallas

Christoph Biallas, der Kurator der Sonderausstellung „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“, gibt am 30. Januar um 17:30 Uhr im Regionalmuseum (Franziskanerkloster, Stargarder Str. 2, 17033 Neubrandenburg) einen etwa halbstündigen Einblick zu der vom Architekten Heinrich Tessenow 1922 entworfenen Gedächtnisstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in der Neubrandenburger Marienkirche. Von den sechs Granittafeln haben sich nur einige Bruchstücke erhalten, die 1992 beim Aushub im Kircheninneren gefunden wurden und zurzeit in der Sonderausstellung ausgestellt sind.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.