Landeskulturpreis geht an Künstlerduo Scheibner/Doering, Förderpreis an Dörte Kiehn für den Landesverband Freier Theater MV e.V.

Den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhält in diesem Jahr das Künstlerduo Lars Scheibner (Chefchoreograph der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz) und Dr. Marcus Doering (Physiker und Interaktionschoreograph). „Beiden ist es gelungen, in neuartiger, aktuell bundesweit und wohl auch europaweit einzigartiger Weise Naturwissenschaft und Tanzkunst zu einer eigenen Kunstform zu verschmelzen – und das fantasievoll, ästhetisch und spektakulär zugleich. Ihre Inszenierungen begeistern die Tanzszene und das Publikum gleichermaßen. Ihre Arbeiten sind ein gutes Beispiel dafür, welchen Freiraum Mecklenburg-Vorpommern Künstlerinnen und Künstlern für die Entwicklung hochkarätiger Kulturprojekte bietet“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Der Kulturförderpreis geht an Dörte Kiehn, Gründerin des Tandera Theaters, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied des Landesverbandes Freier Theater in Mecklenburg-Vorpommern. „Niveauvolle Kinderkultur ist ihr seit Jahren eine Herzensangelegenheit. Das wird bei ihren Auftritten mit ihrem Figurentheater genauso deutlich wie bei ihren Workshops in Grundschulen, wenn sich die Mädchen und Jungen unter ihrer Anleitung im Puppenbau und Puppenspiel leidenschaftlich erproben können. Ihr Ziel ist es, Kinder frühzeitig mit Kultur in Verbindung zu bringen. So engagiert sie sich auch beim Projekt „Künstler für Schüler“ des Künstlerbundes Mecklenburg-Vorpommern. Ihr großes Engagement für Freie Theater in unserem Land hat unsere Anerkennung verdient“, so die Ministerpräsidentin.

Künstlerinnen und Künstler hätten es während der Pandemie besonders schwer gehabt. „Es konnten kein Theater, keine Veranstaltungen, keine Ausstellungen stattfinden. Das war sowohl für die Kulturschaffenden als auch für das Publikum eine schwierige Zeit. Die Landesregierung hat mit dem MV-Schutzfonds Kultur in Höhe von 20 Millionen Euro geholfen. Wir alle sind froh, dass wir jetzt wieder Kultur genießen können. Denn Kultur gehört zu uns und unserem Alltag“, so die Regierungschefin.

Die Ministerpräsidentin verleiht den Landeskulturpreis und den Kulturförderpreis am 9. August in der Landeshauptstadt.

Fördermittel für Kulturveranstaltungen

Noch bis zum 16. Juli 2021 können Vereine sowie Kunst- und Kulturschaffende beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte finanzielle Unterstützung für Kulturveranstaltungen beantragen. Bekanntlich haben die Kreistagsmitglieder beschlossen, 70.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um den Neustart des Kulturlebens im Landkreis nach dem langen Lockdown zu fördern.

Bisher sind neun Anträge bei Kai Bölstler eingegangen, der in der Kreisverwaltung mit der Kulturförderung betraut ist. „Da ist aber noch Luft nach oben“, sagte er. Die Chance auf eine Unterstützung sollten sich die Organisatoren nicht entgehen lassen. „Die Antragstellung ist wirklich nicht kompliziert“, so Kai Bölstler. Es genügt, mir per Email einen formlosen Antrag zu schicken, aus dem hervorgeht, für welche Veranstaltung, wofür wie viel Geld in etwa benötigt wird.“

Dabei kann es sich beispielsweise um Honorare für mitwirkende Kulturschaffende handeln. Aber auch um Werbungskosten, Druckkosten; GEMA-Gebühren, Versicherungen, Reisekosten, Kosten für Energie, Wasser, Abwasser, Heizung, Telefon, Porto oder auch für Ausstattungsgegenstände, die im direkten Zusammenhang mit der Veranstaltung stehen. Außerdem ist eine Förderung von Personalausgaben, die im Zusammenhang mit den Veranstaltungen stehen, mindestens nach Mindestlohn möglich.

Vereine oder Veranstalter, die noch unsicher sind, ob eine Unterstützung für ihr Vorhaben möglich ist, können sich gern vorab bei Herrn Bölstler informieren (Tel.: 0395 57087 3123, E-Mail: kai.boelstler@lk-seenplatte.de).

„Schon ab Anfang August können die Mittel ausgezahlt werden. Es lohnt sich also, in den kommenden zwei Wochen noch Anträge zu stellen“, sagt Kai Bölstler.

Unterstützung zur Wiederaufnahme des Kulturbetriebes in der Seenplatte

Für Kunst- und Kulturschaffende des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte stehen zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Damit können Ideen, Projekte und Initiativen unterstützt werden, die sich an möglichst viele Menschen im Landkreis richten.

Ziel ist es, den Herbst 2021 landkreisweit kulturell zu beleben. Unterstützt werden u. a. Veranstaltungen im Rahmen des KulturHerbstes; Veranstaltungen und Atelieröffnungen, die wegen des abgesagten KunstOffen-Wochenendes nun stattfinden können; Feste von Städten, Gemeinden und Vereinen. Möglich geworden ist dies durch eine Entscheidung des Kreistages.

Antragsteller können Kommunen, Vereine, Initiativen, Künstler, Kulturschaffende und Veranstalter sein. Voraussetzungen für eine finanzielle Unterstützung sind, dass der Veranstaltungsort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte liegt und dass sich das jeweilige Angebot an viele Menschen wendet. Darüber hinaus dürfen die Zuwendungszwecke keinen kommerziellen Charakter aufwiesen und sollen möglichst eintrittsfrei für alle Altersgruppen sein. Zuwendungszwecke können z. B. Atelierkonzerte, Lesungen, Kleinkunst, Theateraufführungen, Ausstellungen oder Performances sein. Standgebühren für Stadt-, Dorf-, Vereins- oder Kinderfeste sind ebenso förderwürdig.

Für die Gewährung einer Zuwendung bedarf es eines schriftlichen Antrages mit Beschreibung der Veranstaltung inklusive Zielstellung und Zielgruppe, Nennung des Durchführungszeitraumes und -ortes sowie eines Kosten- und Finanzierungsplans. Dabei ist insbesondere aufzuführen, ob und welche regionalen Kulturschaffenden einbezogen werden sollen.

Antragsteller können ihren formlosen Antrag bis zum 16. Juli 2021 an das Büro des Landrates bzw. an kai.boelstler@lk-seenplatte.de richten. Bei Fragen können Sie sich telefonisch an Herrn Bölstler, Tel. 0395 570873123 wenden.

#prinziphoffnung – PODCAST der TOG

Gerade in undurchsichtigen, schweren Zeiten lohnt manchmal der Blick durch ein „utopisches Fernrohr“. Der Philosoph Ernst Bloch (1885-1977) widmete dem vorausschauenden Denken der Menschheit sein dreibändiges Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ Je weitreichender aber die Probleme erscheinen, die sich unserem Blick auf die Gegenwart eröffnen, desto wichtiger ist es, dass wir uns zusammentun, um gemeinsam über Lösungen nachzudenken.

Unter dem Titel #prinziphoffnung empfangen die Schauspieldirektorin Tatjana Rese und der Dramaturg Joris Löschburg seit Juni 2020 regelmäßig einen Gast aus der Kulturszene, um über Chancen und Gefahren der aktuellen Entwicklungen zu sprechen. Dabei soll es nicht nur um die unmittelbaren Auswirkungen der aktuellen Krise für Kunst- und Kulturschaffende gehen, sondern auch um jene „großen Fragen“, die sich aus dieser ergeben: Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben? Was für eine Gesellschaft wünschen wir uns? Welche Rolle kann das Theater dabei spielen und welche kulturellen Angebote wünschen wir uns?

Der Begriff der Hoffnung steht dabei nicht für eine naive oder gar passive Grundhaltung, sondern für ein Denken, welches den kritischen Blick auf die Gegenwart immer wieder mit Entwürfen einer lebenswerten Zukunft verbindet.

Neben gesellschaftlich weitreichenden Themen sollen die Gäste auch zu ihren ganz persönlichen Ängsten, Träumen und Wünschen befragt werden. Mit dem Podcast #prinziphoffnung möchte die TOG zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen, über die Zeit nach der Krise nachzudenken, zu träumen und zu diskutieren.

Hier auf YouTube ansehen:

Kinderkonzert auf der Festspielbühne im Schlossgarten

Groß und Klein sind herzlich willkommen zum „Karneval der Tiere“. In diesem Sommer wird auf dem Schlossberg in Neustrelitz gefeiert!

Bezugnehmend auf Camille Saint-Saëns‘ gleichnamiges berühmtes Orchesterwerk hat Andreas N. Tarkmann einen „alternativen“ Fasching zusammengestellt, bei dem es die Tiere so richtig krachen lassen. Nicht nur Löwen, Esel und ein Schwan wollen feiern! In unserem Stück kommen auch Schweine, Gänse, Hummeln und weitere tierische Überraschungsgäste zur Party. Schauspieler Alexander Mildner, der als Radioreporter Peter Pieper sehr unfreiwillig in die tierische Feier gerät, wird von dem schier unglaublichen Geschehen berichten!

Mittwoch, 23. Juni 2021, 10:00 Uhr und 16:00 Uhr

Auf dem Schlossberg Neustrelitz

Camille Saint-Saëns / Andreas Tarkmann: „Karneval der Tiere“ für Bläserquintett, Schlagzeug und Sprecher
Mitwirkende: Alexander Mildner, Mitglieder der Neubrandenburger Philharmonie
Musikalische Leitung: Hankyeol Yoon

Der EINTRITT ist FREI!

Jedoch ist eine Voranmeldung nötig, da Platz und Kontingent begrenzt sind. Bitte buchen Sie sich Ihre Konzert-Karte im Theaterservice Neustrelitz per Telefon unter 03981 20 64 00, per E-Mail unter serviceNZ@tog.de oder mit einem persönlichen Besuch!

Für Erwachsene gilt beim Einlass der Nachweis eines Negativtests (24h), eine Bescheinigung über eine abgeschossene Impfung (14 Tage alt) oder ein Nachweis über eine Genesung.

Weitere Öffnungsschritte im Kulturbereich kommen

Ab morgen, Freitag, 11. Juni 2021, greifen auch im Kulturbereich weitreichende Öffnungsschritte. Dank der niedrigen Inzidenz werden die zunächst erst für den 21. Juni 2021 geplanten Öffnungsschritte im Kulturbereich, bereits auf den 11. Juni vorgezogen. Auch zusätzliche weitere Erleichterungen für die Kultur hat die Landesregierung in dieser Woche beschlossen.

Die Regelungen im Überblick:

  • Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen im Innenbereich (bislang waren es 100) und mit bis zu 600 Personen im Außenbereich (bislang waren es 250) sind möglich.
  • Im Außenbereich entfallen die Maskenpflicht und die Testpflicht.
  • Auf Antrag können Landkreise und kreisfreie Städte mit Zustimmung der Gesundheitsbehörde sogar höhere Zahlen zulassen – nämlich 1.250 Personen mit Sitzplatz im Innenbereich und 2.500 Personen im Außenbereich.
  • Im Innenbereich gilt weiterhin die Testpflicht. Außerdem muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Eine sitzplatzgenaue Erfassung der Zuschauer ist nicht mehr erforderlich. Im Außenbereich entfallen die Maskenpflicht und die Testpflicht.
  • Durch die früheren Öffnungsschritte können auch die Kinos früher öffnen. Hier war die Öffnung erst ab 21. Juni vorgesehen. In den Kinos gilt ebenfalls eine Testpflicht, Sitzplatz mit 1,5 m Abstand. Die zulässige Anzahl an Personen ist dieselbe wie bei Veranstaltungen.
  • Die Gruppengrößen in soziokulturellen Zentren, Jugendkunstschulen und Musikschulen für Kurse werden erhöht auf 30 Personen im Innenbereich und 50 Personen im Außenbereich. Es gilt weiterhin die Testpflicht. Diese Gruppengrößen gelten auch für Kooperationsprojekte z. B. von Theatern mit und in Schulen.
  • Für Veranstaltungen in soziokulturellen Zentren, Jugendkunstschulen und Musikschulen gelten die Teilnehmerzahlen aus dem Veranstaltungsbereich.
  • Proben und Auftritte von Chören und Musikensembles sind zugelassen. Auch hier gelten die Gruppengrößen von 30 Personen im Innenbereich und 50 Personen im Außenbereich.

Alle Regelungen sind in der geänderten Corona-Landesverordnung (Corona-LVO M-V) aufgeführt, die am 11. Juni 2021 in einer geänderten Fassung in Kraft tritt.

 

KulturHerbst im Landkreis

Zum 19. Mal soll der KulturHerbst die Herbstlandschaften der Mecklenburgischen Seenplatte wieder in bunten Farben erstrahlen lassen.

Sowohl touristische Anbieter als auch Kunst- und Kulturschaffende sind aufgerufen, bis zum 15. Juni 2021 ihre Angebote an das Büro des Landrats zu melden.
Der Landkreis unterstützt die Angebote des KulturHerbstes durch die Erfassung und die besondere Bewerbung. Ziel ist es, Einheimische und Gäste für die von Fantasie und Eigeninitiative getragenen Veranstaltungsformate zu begeistern und damit die abwechslungsreiche Kunst und Kultur im Landkreis erlebbar zu machen.

Nutzen Sie das entsprechende Anmeldeformular.

Informationen wie: Datum, Uhrzeit, Veranstaltungsort, Veranstaltung mit genauer Bezeichnung, Kontaktdaten des Veranstalters, Angaben bitte nicht vergessen. Ebenso, ob eine Anmeldung erforderlich oder eine Mindestteilnehmerzahl Bedingung ist sowie Eintritt erhoben wird.

Kontakt

Kai Bölstler: kai.boelstler@lk-seenplatte.de
Telefon: 0395 57087 3123.